|
Geben Sie Ihren Suchbegriff ein.
|
|
|
|
|
|
|
|
Newsletter - KW 22/2010
Aktien Europa(finanzinfo-service.de) In dieser Woche bestimmten Nachrichten aus den USA die Entwicklungen an den europäischen Börsen. Im Laufe der Woche kämpfte der Dax darum, die 6.000 Punkte Marke zurück zu erobern. Aus den USA schwappte Konjunkturoptimismus über den großen Teich. Der Immobilienmarkt konnte genauso positiv überraschen, wie ein gestiegener Einkaufsmanagerindex. Beachtenswert ist, dass die Bonitätsherabstufung Spaniens letzte Woche in der hiesigen Berichterstattung fast gar nicht mehr stattfand und offenbar auch die Aktienmärkte ziemlich wenig beeindruckte. Bis Donnerstag sah es noch nach einer positiven Börsenwoche aus. Doch am Freitag zeigte sich der "angeschlagene Zustand sowohl der Anlegernerven als auch der Finanzmärkte“ (Zitat ftd). Gleich drei schlechte Nachrichten verängstigten die Anleger. Vom US-Arbeitsmarkt gab es schlechtere Zahlen als erwartet, was die Zweifel an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs aufleben ließ. Ungarn gab ein doppelt so hohes Haushaltsdefizit wie erwartet bekannt und weckte das Schreckgespenst der Eurokrise wieder auf und die französische Bank Societe Generale soll sich im Derivatehandel "verzockt“ haben. Dies führte kurz vor dem Wochenende zu einer allgemeinen Flucht aus Aktien und anderen risikobehafteten Anlagen. Der Dax gab etwas mehr als seine vorherigen Wochengewinne wieder ab und schloss mit einem Wochenminus von 0,1%. (2010: -0,3%). Schlimmer erwischte es, wie schon das ganze Jahr über, den Euro Stoxx 50. Er verlor durch den schlechten Freitag auf Wochensicht 2,3% und liegt in 2010 mit fast 14% im Minus.
"Ein Bullen-Szenario gehört ins Reich der Fabeln“ Im Handelsblatt vergleicht der Charttechnik-Experte der Commerzbank, Achim Matzke, die aktuelle Lage an den Aktienmärkten mit derjenigen des Jahres 2004. Auch damals hatte der Aufschwung an den Börsen nach einem fulminanten Vorjahr eine mehrmonatige Pause in Form eines Seitwärtstrends eingelegt. Der Dax sei derzeit zwar rein technisch gesehen noch in seinem Aufwärtstrend, er stehe im Vergleich mit anderen international bedeutenden Indizes damit aber ziemlich allein. Es sei zu erwarten, dass er sich dem allgemeinen Geschehen (Seitwärtstrend) anpassen werde. Matzke hält es für möglich, dass diese Seitwärtsbewegung zwischen 5.650 und 6.300 bis Herbst anhalten wird. So war es auch 2004, bevor die gerühmte ?Jahresendrally? einen Anstieg bis Sommer 2007 einläutete. Ob sich daraus eine Parallele für die nähere Zukunft ableiten lässt, kommentiert das Handelsblatt wie folgt:Zitat: " Eine Wiederholung scheint möglich, vorausgesetzt die Konjunktur startet wieder durch. Doch die Bemühungen fast aller Staaten, Geld zu sparen und sich das womöglich beim Steuerzahler zu holen, verweisen solch ein Szenario erst einmal in das Reich der Fabeln." [Quelle online lesen..]
Die Spanier kämpfen um ihren Ruf Das Handelsblatt beschreibt am Montag die Lage in Spanien nach der Herabstufung der Bonitätseinschätzung durch die Ratingagentur Fitch am vorigen Freitag. Regierungschef Zapatero habe mit großen internen Widerständen bei der Umsetzung der nötigen und geforderten Reformen zu kämpfen. Experten würden eine baldige Neuwahl erwarten, da Zapatero mit der aktuellen Minderheitsregierung kaum hinreichend handlungsfähig sei, um so große und wichtige Projekte wie die Reform des Arbeitsmarktes auch gegen den Widerstand der Gewerkschaften durchsetzen zu können. Entscheidend für die Erholung Spaniens sei ein größeres wirtschaftliches Wachstum.[Quelle online lesen..]
J.P. Morgan AM mit konträrer Marktmeinung: Europa bietet wertvolle Anlagechancen Karsten Stroh, Leiter des Produktmanagements für europäische Aktienfonds bei J.P. Morgan Asset Management in London, plädiert in der aktuellen Situation auf fondsprofessionell.de für antizyklisches Handeln bei europäischen Aktien. Er glaubt an eine Erholung nach der aktuellen Korrektur und sieht die Chance auf Gewinne von 25% in zwölf Monaten. Die aktuelle Stimmung sei vergleichbar mit derjenigen im Februar 2009. Derzeit werde meist die Makroebene der schlechten Staatsfinanzen beachtet. Stroh weist darauf hin, dass die europäischen Unternehmen im globalen Wettbewerb jedoch hervorragend aufgestellt seien und von der weltweiten konjunkturellen Erholung, getrieben durch das Wachstum in den Schwellenländern, stark profitieren würden. Der derzeit schwächere Euro würde zu einer weiteren Verbesserung der Position an den Weltmärkten beitragen. Er sieht den aktuellen Zeitpunkt als günstige Gelegenheit für einen antizyklischen Einstieg an.Zitat: " ?Für Anleger gibt es genügend Gründe, die Region Europa wieder positiv zu bewerten. Für langfristig orientierte Investoren könnten sich jetzt ein geeigneter Einstiegszeitpunkt und wertvolle Ertragschancen bieten?, so das Fazit des Experten."[Quelle online lesen..]
Dax-Chartanalyse: Nächste Hürde übersprungen Die technische Analyse des ftd-Experten Andreas Büchler stammt vom Freitag Vormittag, als der Dax am Vortag mit 6.054 erstmals seit dem 18. Mai wieder über der 6.000 Punkte Marke schließen konnte. Die Tatsache, dass der Dax damit mehr als zwei Drittel von der vorangegangenen Abwärtsbewegung (von 6276 auf 5607 Zähler) wieder aufgeholt hat, spricht aus Büchlers Sicht für weiter steigende Kurse. Kann der Index den leichten Widerstand bei 6.200 überwinden, sollte nach Büchlers Analyse einem Anstieg bis 6.440 nichts im Wege stehen. Nicht auszuschließen wäre langfristig ein Rücksetzer bis an die Marke von 5.100 Punkten. Aber auch das würde den positiven längerfristigen Prognosen Büchlers nicht widersprechen:Zitat: " Ein Anstieg bis an die erste langfristige Barriere bei 7100 Punkten bleibt vorerst auf lange Sicht immer noch das wahrscheinlichste Szenario, auch wenn es etwas länger dauern könnte als es zunächst den Anschein hatte."[Quelle online lesen..]
Aktien Nord-Amerika (finanzinfo-service.de) Kurz aber heftig. So könnte man die feiertagsbedingt verkürzte Börsenwoche an der Wall Street beschreiben. Ungewöhnlich hoch für US-Aktien in diesem Jahr waren die Tagesausschläge. Gute Zahlen vom Häusermarkt, schlechte Nachrichten von BP und dann wieder positive Nachrichten von der Konjunkturentwicklung sorgten besonders am Dienstag und Donnerstag für ein ordentliches Auf und Ab mit positiver Tendenz. Doch dann kam der Freitag mit einer "Nachrichtentrias des Schreckens“ (ftd), die zur Flucht aus Aktien auf breiter Front führte. Tagesverluste von mehr als drei Prozent in allen großen US-Indizes sind auch in Zeiten sinkender Kurse nicht gerade an der Tagesordnung. Die meiste Bedeutung hatten die unerwartet schlechten Arbeitsmarktdaten. Die ftd schrieb:Zitat: " Als Höhepunkt der Datenwoche war der US-Arbeitsmarktbericht von den Anlegern mit Spannung erwartet worden. Die Zahlen verfehlten die optimistischen Erwartungen vollständig und nährten bei den Anlegern ernste Zweifel an der Robustheit des konjunkturellen Aufschwungs. Nach Angaben des Arbeitsministeriums in Washington stieg die Zahl der Beschäftigten im Mai um 431.000. Allerdings wurden 411.000 von ihnen allein wegen einer Volkszählung und deshalb nur vorübergehend angestellt. "Hinzu kam die Warnung Ungarns, dass das Haushaltsdefizit weit höher ausfallen könnte, als bisher bekannt. Das Schreckgespenst der Euro-Schulden-Krise hielt erneut Einzug an der Wall Street. Ebenfalls aus Europa kam die Nachricht, die Bank Societe Generale hätte sich beim Eigenhandel mit Derivaten verzockt. Zu den Sorgen um die US-Konjunktur und Euroland kam nun noch die Angst vor einer erneuten Schwäche des immer noch angeschlagenen Finanzsektors. Das war dann wirklich zuviel für die angeschlagene Aktionärsseele. Interessant, dass die ftd mindestens zwei Analysten fand (Nord LB, DZ Bank), welche die Lage grundsätzlich eher als positiv einstuften. Die DZ Bank erwartet deshalb auch eine spürbare Erholung zum Wochenstart. In dieser Woche verlor der Dow Jones 2% und liegt seit Jahresbeginn mit 4,8% im Minus. Der Euroanleger verbucht wegen der Euroschwäche immerhin noch ein Plus von mehr als 12%. US-Aktien aus dem Nasdaq verloren auf Wochensicht 1,7% (2010: -2,2%, 2010 in Euro: +17,1%).
Hoffnungsschimmer auf US-Hausmarkt hilft dem Euro Am Dienstag beschreibt die ftd einige Entwicklungen, welche den fortschreitenden konjunkturellen Aufschwung in den USA dokumentieren. Der Markt für private Immobilien zeige Erholungstendenzen auf niedrigem Niveau. Allerdings seien in diesem Bereich für dieses Jahr keine großen Schritte mehr zu erwarten. Auch andere Indikatoren würden auf eine fortschreitende Erholung hindeuten. Die Daten vom Arbeitsmarkt und dem privaten Konsum blieben im Aufwärtstrend. Die erste Phase der Erholung, in welcher das Wiederauffüllen der Lager bei den Unternehmen die treibende Kraft für die Erholung ist, neige sich nun dem Ende. Künftig werde der ?tatsächliche Verbrauch? die entscheidende Rolle für ein weiteres Wachstum spielen.[Quelle online lesen..]
US-Immobilienmarkt in Bodenbildungsphase Der Dienst fondsprofessionell.de berichtet über eine Studie der Deka Bank zum US-Immobilienmarkt. Gemäß dieser Studie ist von einer nachhaltigen Erholung in diesem Segment noch nichts zu sehen. Die staatlichen Förderungsmaßnahmen hätten in den letzten zwölf Monaten für um rund zwei Prozent steigende Preise gesorgt. Diese fiskalischen Anreize wären aber im April ausgelaufen. Für den Rest des Jahres rechnet die Deka mit einer ?volatilen Seitwärtsbewegung? bei den Häuserpreisen. Auch vom Markt für US-Gewerbeimmobilien gibt es noch keine nachhaltige Erholung zu vermelden. Zumindest bestätigen die Zahlen der Deka nicht die schlimmen Befürchtungen, welche durch die hohen Verluste verschiedener Immobilienfonds Ende April diesen Jahres entstanden sind.[Quelle online lesen..]
«Es gibt eine Inflation von 6 bis 8 Prozent» Professor Klaus Neusser von der Universität Bern vertritt in einem Interview der schweizer ?Cash? die Meinung, dass sowohl die Eurostaaten als auch die USA die hohen Staatsschulden mit dem Mittel einer höheren Inflation bekämpfen werden. Er rechnet mit Inflationsraten bis zu sechs Prozent in Euroland und acht Prozent in den USA. Dieser Weg des Schuldenabbaus sei weniger schwierig für die Politik, als die ansonsten nötigen haushaltspolitischen Maßnahmen durchzusetzen.[Quelle online lesen..]
US-Beschäftigtenzahl legt zu Wie aktiencheck.de berichtet, hat sich die Zahl der Arbeitslosen in den USA zwar weiter reduziert, jedoch deutlich geringer als erwartet wurde. Außerdem ist der größte Teil an neuen Arbeitsplätzen der bevorstehenden Volkszählung zu verdanken, wobei es sich lediglich um befristete Jobs handelt.[Quelle online lesen..]
Aktien Asien(finanzinfo-service.de) Der Aktienmarkt in Japan wurde in dieser Woche hauptsächlich vom Kurs des Yen und dessen Einfluss auf die Chancen der Exportwirtschaft geprägt. Das eigentliche Hauptthema in Japan, der Wechsel an der Regierungsspitze, hatte letztlich relativ wenig Einfluss auf die Börse in Tokio. Stärker wirkten sich die guten Zahlen vom US-Häusermarkt aus, die für deutlich steigende Kurse am Donnerstag sorgten. Da die schlechten Nachrichten, welche für die Freitagsverluste an den westlichen Börsen gesorgt hatten, erst nach dem japanischen Börsenschluss bekannt wurden, konnte der Aktienmarkt in Tokio die Woche mit einem Plus (1,4%) beenden. Seit Jahresbeginn verbucht der Nikkei-Index ein Minus von rund sechs Prozent. In Hong Kong fehlte die Hoffnung auf bessere Exportchancen durch einen niedrigeren Wechselkurs. Außerdem drückten die Sorgen über eine schwächere Konjunktur aus China auf die Stimmung. Der Hang Seng beendete die Woche mit einer "schwarzen Null“ und bleibt seit Jahresbeginn bei einem Minus von acht Prozent.
Deutsche Bank verursacht fast Börsencrash in Japan Wie die ftd berichtet, hätte ein Fehler im Computerhandelssystem der Deutschen Bank fast für einen Kurssturz an der Börse in Osaka gesorgt. Unbeabsichtigt sei eine Verkaufsorder des Eigenhandels der Deutschen Bank für einen Nikkei-Future mit einem Volumen von 150 Mrd. Euro aufgegeben worden. Dadurch, dass 99% dieser Order vor deren Ausführung wieder gestoppt werden konnte, waren die Auswirkungen jedoch gering. Dieser Vorgang verstärke den Druck auf eine bessere Überwachung und Regelung besonders des elektronischen Handels. Der plötzliche Kurssturz der US-Börsen am 6. Mai habe bereits gezeigt, wie anfällig die modernen Märkte gegen solche Computerfehler sind.[Quelle online lesen..]
Japans Regierungschef Hatoyama gibt auf Wie das Handelsblatt am Mittwoch berichtete, ist der japanische Regierungschef Yukio Hatoyama nach nur rund acht Monaten im Amt zurückgetreten. Nach seinem historischen Wahlsieg vor acht Monaten konnte Hatoyama den hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Es drohte eine Niederlage seiner Partei bei der anstehenden Oberhauswahl, weshalb die eigene Partei den Premier zum Rücktritt gedrängt habe. Wie das Handelsblatt schreibt ist Hatoyama ?der vierte japanische Premier in Folge, der nach nur einem Jahr oder weniger zurücktritt?. Auswirkungen auf die Außen- und Wirtschaftspolitik werden von dem anstehenden Wechsel nicht erwartet.[Quelle online lesen..]
Naoto Kan soll Japan führen Wie die ftd am Freitag berichtet, ist der bisherige japanische Finanzminister Naoto Kan am Freitag zum neuen Ministerpräsidenten Japans gewählt worden. Mit der Wahl Kans soll auch der Einfluss des bisherigen Generalsekretärs Ichiro Ozawa eingeschränkt werden, der als der eigentlich starke Mann in der bisherigen Regierung von Hatoyama galt und in diverse Finanzskandale verstrickt sein soll.[Quelle online lesen..]
Aktien SchwellenländerSCHWELLENLäNDER (finanzinfo-service.de) Von den großen BRIC-Staaten konnte in dieser Woche nur Indien ein Plus (1,5%) an den Aktienmärkten verzeichnen (2010: -1,3%). Relativ leichte Verluste weisen der brasilianische Bovespa (Woche: -0,4%, 2010: -9,6%) und der russische RTS (Woche. ?0,5%, 2010: -5,7%) auf. Weiterhin am schwächsten läuft die Börse in Schanghai. Die Unsicherheiten um die weitere konjunkturelle Entwicklung drückten den Shanghai A-Share Index in dieser Woche um 3,9%. Seit Jahresbeginn verloren Anleger an dieser Börse bereits mehr als 21%. Der breiter gefasste MSCI Emerging Market Index verlor auf Wochensicht 0,4% und liegt seit Jahresbeginn mit 7,7% im Minus.
?Chinas Immobilienkrise ist fundamentaler als in den USA ? Wie das Handelsblatt berichtet, warnt der chinesische Zentralbankberater Li Daokui, Professor an der Tsinghua University, vor den Folgen der laxen chinesischen Geldpolitik. Die Immobilienblase in Folge billigen Geldes habe in China noch fundamentalere Dimensionen, als diejenigen vor Ausbruch der Krise in Großbritannien und den USA. Auch andere Faktoren deuteten auf eine Überhitzung der Wirtschaft hin. Li fordert steigende Zinsen und eine Aufwertung des Renminbi. Ganz andere Überzeugungen lässt der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao verlauten. Er sieht die weltweite Konjunktur nach wie vor in einem instabilen Stadium und fordert international abgestimmte Maßnahmen zur Stützung des wirtschaftlichen Wachstums.[Quelle online lesen..]
Singapur dreht auf In einem Artikel vom Mittwoch berichtet die ftd, dass sich Singapur sehr schnell von den Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise erholt hat. Der starke Export nach Europa, in die USA und nach China habe für ein deutliches Wachstum im bisherigen Jahresverlauf gesorgt. Ein Experte von DWS Investments rechnet mit einem Wachstum von neun Prozent für dieses Jahr. Rückschlaggefahr drohe bei einem erneuten Einbruch der Weltwirtschaft. Singapur sei extrem von äußeren Faktoren abhängig. Für interessierte Anleger listet der Autor entsprechende Zertifikate auf.[Quelle online lesen..]
Roubini warnt vor Brasilien, Indien und China Die schweizer Zeitschrift ?cash? veröffentlichte am Dienstag diesen Artikel, dessen Inhalt nicht recht zu seiner Überschrift passen will. Berichtet wird über die Äußerungen des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Roubini zur wirtschaftlichen Entwicklung in einigen wichtigen Entwicklungsländern. Roubini bescheinigt Brasilien einen ?sehr positiven Ausblick? und empfiehlt diverse Maßnahmen, wie sie in einer solchen Phase zu Stabilisierung der Situation, z.B. zur Inflationsbekämpfung, allgemein nötig sind. In China erwartet Roubini einen Rückgang des Wachstums auf sieben bis acht Prozent und sieht die Inlandsnachfrage als wichtige Grundlage für ein künftiges stabiles Wachstum an. Warnungen vor diesen Märkten, wie in der Überschrift angekündigt, sehen bei Roubini erfahrungsgemäß aber anders aus. Wenn, dann warnt er eher vor Europa und den USA, wo er weiterhin Probleme bei der wirtschaftlichen Entwicklung sieht.[Quelle online lesen..]
OSTEUROPA
(finanzinfo-service.de) Auch die wichtigsten osteuropäischen Börsen waren bis zum Donnerstag in einem ?schwankungsreichen Aufwärtstrend?. Doch dann kamen am Freitag Nachrichten seitens ungarischer Regierungsvertreter, die ein deutlich schwärzeres Bild von den ungarischen Staatsfinanzen zeichneten, als bisher angenommen. Eine Situation wie in Griechenland sei kaum vermeidbar, wurde kolportiert. Das Handelsblatt schrieb:Zitat: " Ein Sprecher von Ministerpräsident Viktor Orban sagte am Freitag, diese Einschätzung sei nicht übertrieben gewesen, es würden "ständig neue Leichen im Keller" gefunden." Allerdings fanden sich auch ernstzunehmende Stimmen, die von ?innerpolitischer Stimmungsmache? sprachen, da die Regierung die vor der Wahl versprochenen Steuersenkungen nicht realisieren wolle oder könne. Faktisch sei Ungarn auf einem guten Weg der Konsolidierung. An der ungarischen Börse sorgte dies für heftige Schwankungen und zwischenzeitliche Tagesverluste von mehr als acht Prozent. Am Ende des Handels blieb ein unter diesen Bedingungen moderates Tagesminus von 3,3% übrig. Auf Wochensicht verlor der BUX knapp drei Prozent und liegt seit Jahresanfang mit 0,7% im Minus. Auch in Warschau und Prag blieb man von den Ängsten vor einem Übergreifen der Schuldenkrise auf Osteuropa nicht unbeeindruckt. Der Prager PX gab auf Wochensicht ebenfalls knapp drei Prozent ab, liegt seit Jahresbeginn aber noch mit 1,5% im Plus. Der polnische WIG-Index verlor in dieser Woche 2,3% und verbucht in 2010 noch ein knappes Plus von 0,9%.
Devisen- und RentenmärkteDEVISEN
(finanzinfo-service.de) Der Euro verliert weiter an Wert gegenüber den anderen wichtigen Währungen. Mittlerweile hat er gegenüber dem US-Dollar die von vielen Analysten vertretene faire Bewertung zwischen 1,19 und 1,20 US-Dollar erreicht. Das Wochenminus von knapp 2,5% brachte den Euro erstmalig seit Anfang 2006 wieder unter die Marke von 1,2 US-Dollar. Gegenüber dem Britischen Pfund verlor die Gemeinschaftswährung in dieser Woche ebenfalls rund 2,5%. Im Vergleich zum Japanischen Yen schien der Euro sich im Laufe der Woche zuerst behaupten zu können, kam dann zum Ende der Woche hin aber doch noch unter die Räder und verlor auf Wochensicht rund 1,6%. Seit Jahresanfang hat sich der Yen somit um rund 17,5% verteuert. Das Britische Pfund legte 6,6% zu, der US-Dollar stieg um 16,5%.
Yen gerät ins Taumeln, Euro wackelt weiter Wie das Handelsblatt in seinem Bericht vom Devisenmarkt in Asien am Mittwochmorgen berichtet, setzt der Wechsel an der Führungsspitze der japanischen Regierung den Yen unter Druck. Der neue Regierungschef Kann gelte als ?Freund eines niedrigen Yen?, was an den Kapitalmärkten zu sinkenden Wechselkursen des Yen geführt habe. Eine Fortsetzung dieser Tendenz sei möglich und hänge nun vom Handeln des neuen Premiers ab.[Quelle online lesen..]
Pfund leidet unter BP-Desaster Die ftd berichtet am Mittwoch, dass die Verluste der BP-Aktie aufgrund deren Gewicht an der britischen Börse auch den Außenwert des Britischen Pfund unter Druck setzt. Zitat: " Sie schätzen die Korrelation zwischen der BP-Aktie und dem Pfund auf 0,2. Das bedeutet: Ein Fall des Aktienkurses um ein Prozent geht einher mit einem um 0,2 Prozent schwächeren Pfund."Die BP-Aktie hätte seit dem Sinken einer Ölplattform im Golf von Mexiko rund 20% an Wert verloren. Dies sei mit einem Verlust des Pfund zum US-Dollar von rund vier Prozent einhergegangen. An den Terminmärkten werde ein weiterer Rückgang des Britischen Pfund, besonders gegenüber dem Yen, gespielt.[Quelle online lesen..]
RENTEN
(finanzinfo-service.de) Die Rentenmärkte liefen in dieser Woche erwartungsgemäß entgegengesetzt zu den Aktienmärkten. So ergibt sich, dass sowohl der Rex als auch der Bund Future am Freitag deutlich zulegen konnten, als an den Aktienmärkten die schlechten US-Arbeitsmarktdaten und die Sorgen um Ungarn für Angst und Schrecken sorgten. Auf Wochensicht gewann der Rex 0,3% und der Bund Future legte um 0,7% zu. Seit Jahresbeginn gehören Anlagen in diese Indizes mit +4,6% (Rex) und +6,8% (Bund Future) zu den erfolgreichsten Investments ohne Währungsrisiko.
Griechenland plant bald neue Anleihen Wie das Handelsblatt am Dienstag berichtet, plant Griechenland erstmals nach der Inanspruchnahme des europäischen Hilfspaketes die Emission neuer Anleihen. Im Juli würde die Refinanzierung von rund 4,5 Mrd. Euro fällig. Griechenland ?werde an die Märkte gehen?. Über das geplante Emissionsvolumen wird noch nicht berichtet.[Quelle online lesen..]
Anleihemarkt macht Firmen Hoffnung Noch in der vergangenen Woche hatte die ftd darüber berichtet, dass der Markt für Unternehmensanleihen seit Anfang Mai nahezu eingefroren sei. Nun gibt es laut ftd erste Genesungsanzeichen dieses Marktsegmentes. Die Deutsche Bahn und einige Banken hätten in dieser Woche erfolgreich Anleihen mit nennenswerten Volumina platziert. Allerdings beschränke sich die Erholung auf die Segmente mit bester Bonität. Zitat: " "Das ist ein positives Signal", sagte Stefan Kolek, Kreditstratege der Unicredit . Allerdings sei der Markt für Unternehmen schlechterer Kreditwürdigkeit oder aus Schwellenländern weiter dicht."[Quelle online lesen..]
Kanada hebt als erster G7-Staat die Zinsen an Wie die ftd am Dienstag berichtet, hat Kanada als erster G7-Staat die Zinswende eingeläutet und die Leitzinsen um 0,25% auf 0,5% erhöht. Kanada war aufgrund einer guten Bankenregulierung wenig von der Finanzkrise betroffen und wächst nun aufgrund der steigenden Nachfrage nach Rohstoffen schneller als die meisten anderen Industrieländer. Für dieses Jahr werde ein Wachstum des BIP um 3,6% erwartet. Die negative Auswirkung dieser Zinserhöhung sei ein Anstieg des Wechselkurses des Kanadischen Dollar, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit der kanadischen Unternehmen schwäche. In seinem Ausblick warnt der Notenbankgouverneur Mark Carney vor einer ungleichen Entwicklung bei der globalen wirtschaftlichen Erholung. Besonders pessimistisch ist er für Europa.[Quelle online lesen..]
Bondinvestoren strafen Spanien ab Wie die ftd beschreibt, bleiben die Unsicherheiten für spanische Anleihen weiterhin groß. Der Risikoaufschlag gegenüber deutschen Staatsanleihen lag am Montag bei 158 Basispunkten. Im langfristigen Durchschnitt liege dieser Spread bei 23 Basispunkten. Ein wichtiger Grund für diese Unsicherheiten liege in der politischen Situation. Die derzeitige Regierung verfüge nicht über die nötigen stabilen Mehrheiten, um die wichtigen Reformen umsetzen zu können. Mit baldigen Neuwahlen müsse gerechnet werden. Auch das Vertrauen in spanische Banken sinke zusehends und sorge für steigende Renditen bei den entsprechenden Unternehmensanleihen.[Quelle online lesen..]
Schroders: Renditen für britische Staatsanleihen im Zaum gehalten David Scammell, Leiter des Bereichs britische und europäische Zinsstrategien beim britischen Investmenthaus Schroders, wird mit seinem aktuellen Marktkommentar auf fondsprofessionell.de wiedergegeben. Scammell stellt fest, dass die Renditen für britische Staatsanleihen trotz der Staatsverschuldung und des allgemein schwierigen Marktumfeldes auch nach der Wahl bisher nicht wesentlich gestiegen sind. Er glaubt, die Märkte würden die Maßnahmen der Regierung abwarten, welche am 22. Juni in Form eines Notbudgets vorgelegt würden. Er weist darauf hin, dass der Finanzierungsbedarf des Landes mit mehr als 500 Mrd. Pfund in den nächsten drei Jahren immens sei und bisher noch nie Anleihen in dieser Dimension begeben wurden. Er erwartet zwar steigende Renditen bei britischen Staatspapieren, glaubt jedoch, dass diese im Rahmen dessen bleiben, was man in den letzten zehn Jahren bereits gesehen hat.[Quelle online lesen..]
Rohstoffe(finanzinfo-service.de) Da keine neuen Zeichen einer nachhaltigen Konjunkturerholung die Phantasie der Anleger belebt, kann sich auch der ölpreis nicht zu neuen Höhenflügen aufschwingen. Nach einer bis dahin ruhigen Woche litt auch das Geschäft mit dem schwarzen Gold unter der am Freitag aufkommenden Risikoaversion an den Kapitalmärkten. Aus Wochensicht steht ein Minus von 3,3% zu Buche. Untypisch ist, dass der Goldpreis in dieser Situation nicht von seiner Funktion als "sicherer Hafen“ profitieren konnte. Zwar verbuchte der Goldpreis auf Wochensicht einen Zuwachs von 0,2%, er gab aber schon am Donnerstag deutlich nach. Euroanleger haben seit Jahresanfang mit einer Anlage in Gold mehr als 30% Gewinn erzielen können. Der breit streuende Rogers International Commodity Index verlor in dieser Woche 1,7% und verbucht seit Jahresbeginn ein Minus von 10,6%
Chinas Rohstofflager alarmieren Investoren Am Mittwoch berichtete die ftd von fallenden Preisen bei den Industrierohstoffen. Man gehe davon aus, dass China seine im vergangenen Jahr aufgebauten hohen Lagerbestände abbaue. Ohne die Nachfrage aus China kämen die Preise massiv unter Druck. Besonders auffällig sei diese Entwicklung bei Blei, Kupfer und Eisenerz. Verstärkt werden könnte dieser Effekt, wenn die Maßnahmen der chinesischen Regierung zu einem verringerten Wirtschaftswachstum führen würden, was zusätzlichen Druck auf die Rohstoffpreise ausüben würde. Experten erwarten keine schnelle Änderung dieser Situation:Zitat: " Die Analysten der Deutschen Bank sind deshalb für Industriemetalle insgesamt skeptisch: "Im dritten Quartal dürften Metalle eine ausgeprägte Schwächephase durchlaufen", schrieb Experte Xiao Fu. "Die Investoren werden genau die deflationären Risiken im Blick behalten, die sich aus den finanziellen Ungleichgewichten weltweit ergeben." Kritisch sieht das Institut vor allem Kupfer und Nickel."[Quelle online lesen..]
Spezialthemen Anleger fürchten Inflation ? doch die kommt (noch) nicht Der Handelsblatt-Redakteur Jörg Hackhausen beschäftigt sich mit der allgemeinen Angst vor einer unmittelbar bevorstehenden Inflation, welche die Spargroschen der Deutschen gefährden würde. Er zeigt den Zusammenhang zwischen steigenden Preisen für Güter, höheren Löhnen und steigenden Konsumausgaben auf. All diese Punkte seien die Voraussetzung für eine wachsende Inflation. In der derzeitigen schwierigen wirtschaftlichen Lage sei aber keine dieser Tendenzen erkennbar. Im Gegenteil sei sogar die Gefahr einer Deflation nicht auszuschließen. Hackhausen zitiert hierzu den bekannten Ökonomen Roubini, der eine Deflation in Europa für wahrscheinlicher hält. Für den Anleger hat Hackhausen den Tipp parat, flexibel zu bleiben und erst dann zu reagieren, wenn eine Entwicklung wirklich absehbar ist.[Quelle online lesen..]
|
| |
|
|