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Newsletter - KW 21/2010
Aktien Europa(finanzinfo-service.de) Das nervöse Auf und Ab an den europäischen Börsen setzte sich auch in dieser Woche fort. Zu Wochenbeginn sorgte die Pleite einer spanischen Sparkasse für neue herbe Verluste an den Aktienmärkten. Da der spanische Immobilienmarkt tief in der Krise steckt, schürte diese Bankeninsolvenz die ängste vor erneuten Problemen des Finanzsektors. Dass diese Reaktion übertrieben sein könnte, zeigt der nachfolgende Marktkommentar aus der ftd vom Dienstag:Zitat: " Der Chefstratege der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, beobachtet, dass die Marktteilnehmer die Situation der Bankenbranche unausgewogen wahrnehmen: "In den USA können Banken pleite gehen als gäbe es keinen nächsten Tag", schreibt Hellmeyer. Allein im laufenden Jahr seien es bereits 73 Institute. "Das nimmt man bestenfalls noch unwillig zur Kenntnis und verweigert gleichzeitig jedwede sinnvolle Diskontierung. Wenn in Spanien ähnliche Situationen anstehen, steht die Welt Kopf", stellt der Experte fest."Ab Mittwoch interessierte sich dann auch offenbar plötzlich kein Börsianer mehr für das Schicksal iberischer Sparkassen. Positive Konjunkturdaten aus den USA, u.a. vom Immobilienmarkt, sorgten für eine neu einsetzende zweitägige Kauflaune. Diese wurde von den äußerungen Chinas, welches entgegen aufgekommenen Gerüchten am Euro als Reservewährung festhalten will. So konnte der Dax am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche insgesamt rund 4,7% zulegen und nahm die 6.000 Punkte Marke wieder ins Visier, die er aber noch verfehlte. Am Freitag schien der Markt von der Anstrengung der letzten Tage müde zu sein und verlor an Schwung. Marktteilnehmer schoben dies auf die Kaufzurückhaltung in den USA und England wegen des am Montag bevorstehenden Feiertages. Auch sei man hin und her gerissen wegen der Risiken aus der Schuldenproblematik einerseits und den positiven Unternehmens- und Konjunkturzahlen andererseits. Der Dax schloss den Freitag mit einem leichten Plus ab. Dies hatte er allerdings wahrscheinlich nur der "Gnade des frühen Börsenschlusses“ zu verdanken. In den USA drehten die Märkte am Abend, als die Ratingagentur Fitch die Herabstufung Griechenlands von AAA auf AA+ bekannt gab. Das Land käme bei seinen Konsolidierungsanstrengungen nicht so schnell voran, wie andere AAA-Länder, weshalb ein downgrade nötig sei, wurde berichtet. Auf Wochensicht gewann der Dax zwei Prozent (Euro Stoxx 50: 1,6%) und liegt nun 0,2% unter seinem Wert vom Anfang des Jahres (Euro Stoxx 50: -11,9%). Im Mai gab der Index bisher rund fünf Prozent ab (Euro Stoxx 50: -12,2%). Der letzte Handelstag des Monats am Montag dürfte es schwer haben, für eine positive Monatsbilanz zu sorgen.
Euro-Schwäche zieht Wachstum Die ftd beschreibt in diesem Artikel vom Dienstag die positiven Auswirkungen des schwächeren Euro auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Länder. Ware, die in nicht der Eurozone angeschlossene Länder exportiert werden, würden so billiger und somit attraktiver werden. In Frankreich und Deutschland betrage der Anteil dieser Exporte über 50%, aber auch in Spanien und Portugal würden rund 40% der Exporte hiervon profitieren. Dieser Effekt könnte nach Meinung verschiedener Bankexperten die negativen Auswirkungen der durch die Schuldenkrise nötigen Sparmaßnahmen auf die Konjunktur teilweise oder sogar ganz ausgleichen. Gemessen an der Kaufkraftparität sei der Euro auf dem aktuellen Niveau bei 1,22 US-Dollar noch überbewertet. Der unter diesem Gesichtspunkt faire Wert liege bei 1,17 US-Dollar.[Quelle online lesen..]
RWE-Chef nutzt Kurssturz zum Einstieg Der von der ftd alle zwei Wochen festgestellte Insiderindex weist aus, dass die Vorstände der deutschen Aktiengesellschaften die aktuellen Kursrückschläge nutzen, um sich mit Aktien des eigenen Unternehmens einzudecken. Als Beispiel wird RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann genannt.Zitat: " Auch andere Topmanager haben die Börsenkorrektur genutzt, um sich mit Aktien ihrer Arbeitgeber einzudecken. "Die meisten Insider sind überzeugt davon, dass ihre Unternehmen mehr wert sind, als die Börse ihnen derzeit zugesteht", sagt Robert Hable, Geschäftsführer des Analysehauses 2iQ Research. "Im Mai haben wir europaweit bislang 1137 Käufe und nur 286 Verkäufe von Insidern registriert."Der aktuelle Indexstand spreche für steigende Aktienmärkte."[Quelle online lesen..]
Fitch stuft Spanien herab auf AA+ Wie die ftd berichtet, hat die Ratingagentur Fitch am späten Freitag Abend die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens von der Bestnote AAA auf AA+ mit stabilem Ausblick bekannt gegeben. Grund sei, dass die Konsolidierung der spanischen Staatsfinanzen länger dauern würde, als in anderen AAA-Ländern. Experten sehen auf die spanische Wirtschaft schwere Zeiten zukommen. Nötig sei, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im europäischen Vergleich zu erhöhen. Da aufgrund der Mitgliedschaft im Euro das Mittel der Währungsabwertung fehlt, wäre eine relative Senkung der Lohnstückkosten nötig. Dies würde aber in Verbindung mit dem rigiden staatlichen Sparkurs die Binnennachfrage deutlich schwächen, weshalb deflationäre Tendenzen eine zusätzliche Gefahr bedeuten würden. Für die Kapitalmärkte sei nun entscheidend, ob sich die anderen Ratingagenturen der Herabstufung anschließen würden. In diesem Fall sei damit zu rechnen, ?dass der Sturm an die Märkte zurück gebracht werde.?[Quelle online lesen..]
Dax-Chartanalyse: Trend könnte wieder nach oben drehen Andreas Büchler, der Charttechnik-Experte der ftd, versucht in seiner Analyse des Dax vom Freitag Vormittag redlich, einen technischen Blick in die möglichen Zukunftsentwicklungen zu werfen. Allerdings wirkt dies in so schwankungsreichen Tagen immer ein wenig wie eine Trotzreaktion. Zumal man aufgrund der Nachrichtenlage den Eindruck gewinnt, dass derzeit weniger die technischen Signale, als die Prinzipien Angst (Schuldenkrise) und Hoffung (Unternehmens- und Konjunkturzahlen) die Märkte beeinflussen. Falls dies nicht so ist, teilt Büchler uns mit, dass der starke Anstieg des Dax vom Mittwoch und Donnerstag Hoffnung auf einen neuen Aufwärtstrend macht. Sollte der Dax den Bereich zwischen 6.010 und 6.050 Punkten erreichen, sei eine wichtige Marke für eine weitere Erholung gerissen. Ein Abwärtstrend sei zu erwarten, wenn die Marke von 5.835 nach unten durchbrochen würde. Keines von beiden Szenarien ist im weiteren Handel am Freitag eingetroffen, also behält diese Prognose wohl auch am Montag noch ihre Gültigkeit. Die weiteren Aussichten Büchlers können allerdings nicht im Ordner mit der Aufschrift ?Optimismus? abgelegt werden:Zitat: " Ein Rücksetzer an die erste langfristige Unterstützung bei 5100 bis 5300 Punkten droht. Spätestens hier sollte der gemessen an den auf Wochenbasis berechneten Indikatoren leicht überverkaufte Markt zu einer Bodenbildung ansetzen können. Ein Anstieg bis an die erste langfristige Barriere bei 7100 Punkten ist vorerst aber wieder etwas außer Reichweite gerückt."[Quelle online lesen..]
Aktien Nord-Amerika(finanzinfo-service.de) Diese Woche war an den US-Börsen in sofern recht ungewöhnlich, dass es "ausseramerikanische“ Themen waren, die in diesen Tagen die Marktberichte dominierten. Zu Beginn der Woche schockierten eine Sparkassenpleite in Spanien und das Säbelrasseln in Korea die Aktienmärkte. Dann überlagerte die Meldung, China könnte seine Europositionen auflösen, die positiven Konjunktur- und Unternehmensmeldungen. Das folgende Dementi aus China sorgte am Donnerstag für eine Zwischenrally. Tagesgewinne von mehr als drei Prozent in allen wichtigen Indizes sind für die US-Börsen eine größere Besonderheit, als an den derzeit wesentlich stärker schwankenden europäischen Märkten. Am Freitag kam jedoch der Blues zurück an die Wall Street. Zuerst zaghaft, da der US-Konsum im April schwächer als erwartet ausgefallen war. Dann ließ die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch die Ratingagentur Fitch die zwischenzeitlich unterdrückten ängste vor einer Ausbreitung der Schuldenkrise innerhalb Europas wieder aufflammen und die Börsianer zogen sich vor dem Feiertag am Montag wieder vermehrt aus dem Aktienmarkt zurück. Am Ende standen vier Börsentage mit negativen Vorzeichen einem einzigen Positiven gegenüber. Unter dem Strich ergab das im Dow Jones ein Wochenminus von 0,6%. Allerdings war die Woche für den Gesamtmarkt nicht so schlecht. Sowohl der breiter gefasste S&P 500 (+0,2%) als auch der Nasdaq Composite (+1,3%) verbuchte ein Wochenplus. Dennoch wird dieser Mai als einer der schlechteren Monate in die Geschichte der Wall Street eingehen. Die drei genannten wichtigsten US-Indizes verloren im Wonnemonat jeweils um acht Prozent. In 2010 liegt der Dow Jones nun mit rund 2,8% (Nasdaq -0,5%) im Minus. Der Euroanleger hingegen konnte mit US-Aktien durch die Euroschwäche seit Jahresbeginn deutlich positive Erträge generieren (Dow Jones: +12%, Nasdaq +16%).
Bernanke gibt Entwarnung bei Inflation Wie die ftd berichtet, sieht der oberste Währungshüter der USA keine besonderen Inflationsgefahren für den Dollarraum. Zitat: " US-Notenbankchef Ben Bernanke sieht für die USA keine akute Inflationsgefahr. Die Preiserwartungen seien sehr stabil, sagte der Zentralbankchef am Mittwoch in der Fragerunde einer Veranstaltung der japanischen Notenbank in Tokio. Die meisten Wirtschaftswissenschaftler hielten eine Teuerungsrate um die zwei Prozent für genau richtig, sagte Bernanke." Im Hintergrund diskutiere man in der Fed zwar über eine Erhöhung der Refinanzierungskosten für Banken (Diskontsatz), dies habe aber keine Auswirkungen auf die Konjunktur. Das Blatt weist auch darauf hin, dass eine höhere Inflation den Industriestaaten bei der Bekämpfung der Staatsverschuldung helfen könnte.[Quelle online lesen..]
US-BIP wächst kräftig an Wie aktiencheck.de berichtet kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA im ersten Quartal 2010 um 3,0 Prozent, während vorläufig sogar ein Plus von 3,2 Prozent gemeldet worden war.[Quelle online lesen..]
US-Verkäufe neuer Häuser ziehen deutlich an Wie aktiencheck.de berichtet teilte das Commerce Department am Mittwoch mit, dass die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe neuer Häuser in den USA im April gegenüber dem Vormonat um fast 15% gestiegen ist und damit deutlich über den Erwartungen liegt.[Quelle online lesen..]
Aktien Asien (finanzinfo-service.de) Auch an den asiatischen Börsen ging es in dieser Woche munter rauf und runter. In Tokio begann die Woche unter dem negativen Eindruck der westlichen Börsen sehr schwach. Im Verlauf der Woche setzte sich aber zunehmend Zuversicht durch. Ein sich erholender Euro stärkte die Exporttitel und letztlich beruhigte die Aussage der chinesischen Regierung, dass sie den Euro weiterhin als Währungsreserve nutzen wird die Gemüter der Anleger. Der Nikkei konnte so seine Anfangsverluste fast wieder ausgleichen und schloss auf Wochensicht mit einem kleinen Minus von 0,22%. Seit Jahresbeginn liegt der Index mit 7,4% im Minus. Einen optimistischeren Start in die Woche erwischten die übrigen asiatischen Börsen. Der Hang Seng Index in Tokio ließ sich von der guten Stimmung der chinesischen Festlandsbörsen anstecken uns legte auf Wochensicht 1,1% zu. In 2010 weisen Aktien aus Hongkong ein Minus von acht Prozent auf.
Export schiebt Japans Erholung an Das Handelsblatt berichtet über einen kräftigen Anstieg der japanischen Exporte im April diesen Jahres. Im Vergleich zum Vormonat ist das Exportvolumen laut Angaben des japanischen Finanzministeriums um mehr als 40% gestiegen (März: +43,5%). Dies war der fünfte Monat mit steigenden Exporten in Folge. Die Importe hingegen seien um rund 24% gestiegen, wodurch sich der Handelsbilanzüberschuss des Landes weiter vergrößert. Wie das Blatt berichtet, geht die OECD nun von einem auf 3% verbesserten Wachstum Japans für 2010 aus. Allerdings blieben die Probleme einer hohen Arbeitslosigkeit und deflationärer Tendenzen erhalten. Auch sei ein Abbau der immensen Staatsschulden dringend notwendig. [Quelle online lesen..]
Hongkongs Außenhandel wächst, Defizit von 35 Mrd.HK$ im April Wie emfis.com berichtet, ist auch der Außenhandel von Hongkong im April deutlich gewachsen. Wie das Hongkonger Census and Statistics Department mitteilte, stiegen der Export gegenüber dem Vorjahresmonat um 21,7 Prozent und der Import um 28,8 Prozent an. Zwar seien nach wie vor die USA und Europa die wichtigsten Handelspartner Hongkongs, das stärkste Wachstum sei aber im Handel mit den asiatischen Staaten Indonesien, Indien und Singapur zu verzeichnen.[Quelle online lesen..]
Trügerisches Japan Wie die ftd-Redakteurin Julia Groth berichtet, sehen einige Manager von Fonds für japanische Aktien in diesem Markt derzeit sehr große Chancen für Anleger. Sie argumentieren mit der Nähe Japans zu den wachsenden Wirtschaften in Asien und der guten Positionierung japanischer Unternehmen. Groth selbst sieht diese Prognosen mit Skepsis. Sie weist darauf hin, dass jede zwischenzeitliche Erholung des japanischen Aktienmarktes seit dem Absturz 1988 nur ein Strohfeuer war und Anleger immer wieder aufs Neue enttäuscht wurden. Die extreme Abhängigkeit von der Exportwirtschaft, welche sich aus der sehr schwachen Binnennachfrage ergibt, destabilisiere die Wirtschaft im Land der aufgehenden Sonne sehr. Auch berge die außerordentlich hohe japanische Staatsverschuldung hohe Risiken. Ein möglicherweise sinkender Yen würde sich zwar positiv auf die Gewinnsituation der Unternehmen auswirken, bedeute für den ausländischen Anleger aber andererseits ein Währungsrisiko. Praxisnah dürfte die Aussage dieses Fondsmanagers sein:Zitat: " Andreas Wendelken, Manager eines Japan-Fonds bei der Deutsche-Bank-Tochter DWS, rät zwar dazu, Japan-Aktien zur Diversifikation einzusetzen. Anleger sollten sie aber im Portfolio nicht zu stark gewichten, nicht zuletzt auch deshalb, weil Länderinvestments generell Klumpenrisiken bergen."[Quelle online lesen..]
Aktien SchwellenländerSCHWELLENLäNDER
(finanzinfo-service.de) Die Aktienmärkte der Schwellenländer entwickelten sich in dieser Woche deutlich erfreulicher als ihre Kollegen der westlichen Länder. Russland konnte um 4,7% zulegen, gefolgt von China mit einem Plus von 3,9%. Aber auch die Indizes aus Brasilien (+2,8%) und Indien (+2,5%) müssen sich nicht verstecken. Seit Jahresbeginn verzeichnet der indische Sensex mit -2,8% die geringsten Verluste, gefolgt vom russischen RTS mit -5,3% und dem brasilianischen Bovespa mit -9,2%. Klares Schlusslicht in der Riege der BRIC-Staaten ist der chinesische Binnenmarkt. Der Schanghai A-Share Index weist in 2010 ein Minus von mehr als 18% auf. Der breiter gestreute MSCI Emerging Market Index konnte in dieser Woche 3,4% zulegen und liegt rund 7,3% unter seinem Jahresschluss von 2009.
Zocken im Namen von Onkel Ho Das Handelsblatt beschreibt die Entwicklung Vietnams als Aktienmarkt. Nachdem die kommunistische Regierung den Markt geöffnet hatte floss nach 2006 viel deutsches Geld, über Zertifikate und Fonds, in diesen Markt. Der Index vervierfachte sich nahezu. Stürzte aber im Zuge der Finanzkrise wieder bis unter sein Niveau von 2006 ab. Derzeit böten Aktien aus Vietnam die typischen Chancen und Risiken eines Entwicklungslandes. Die Bewertung dieser Papiere liege mit einem durchschnittlichen KGV von 11 relativ niedrig. Von Deutschland aus sei ein direktes Engagement an der Vietnamesischen Börse sehr schwierig. Das Handelsblatt empfiehlt, Fonds oder Zertifikate hierfür zu nutzen.[Quelle online lesen..]
An der Bovespa ist jetzt Vorsicht angesagt Der Handelsblatt-Redakteur Alexander Busch weist auf eine deutliche Diskrepanz zwischen der Entwicklung der Aktienkurse brasilianischer Unternehmen und deren wirtschaftlicher Situation hin. Während der Leitindex Bovespa seit Jahresanfang zu den größten Verlierern gehört (-9%), weisen die brasilianischen Unternehmen, gestützt von der starken Binnennachfrage, weiter verbesserte Zahlen auf. Hierdurch hätten sich Aktien aus Brasilien gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis verbilligt. Auch das weitere Wachstum würde für das Land mit 7% für 2010 positiv eingeschätzt. Für den Bovespa führe dies zu folgender Prognose:Zitat: " Betrachtet man die Prognosen der elf wichtigsten Banken für den Bovespa bis Jahresende, dann sehen sie ihn bei 82 000 Punkten - das ist gegenüber heute ein Plus von 36 Prozent."Busch empfiehlt allerdings, nicht stur auf den Index zu blicken, da dieser sehr stark von den exportabhängigen Rohstoffwerten dominiert werde. Die wahre Stärke des brasilianischen Aktienmarktes liege bei den Werten, welche von der starken Binnennachfrage profitierten, ?wie Immobilien, Einzelhandel, Bildung und Gesundheit, aber auch Lebensmittel, Getränke, Infrastruktur und der Agrarbereich.?[Quelle online lesen..]
Anlegen in Indien: Der Goldrausch ist vorbei ? vorerst Wie der Handelsblatt-Redakteur Helmut Hauschild aus Neu Dehli berichtet, ist die Zeit der Goldgräberstimmung an der indischen Börse erst einmal vorüber. Ging es in 2009 nur nach oben, leidet auch dieser Markt unter den aktuellen Unsicherheiten. Allerdings wären die indischen Unternehmen nur sehr wenig von der Eurokrise betroffen und die starke Binnennachfrage sollte langfristig stabilisierend auf die Wirtschaft und damit auch den Aktienmarkt wirken. Aus diesem Grund böten sich trotz der aktuellen Risiken sehr gute Chancen für langfristig orientierte Anleger. Zumal Indien so ziemlich das einzige Land sei, für welches in 2011 ein noch stärkeres Wachstum erwartet werde, als in diesem Jahr. Belastend für den Aktienmarkt werde sich kurzfristig eine Privatisierungswelle von staatlichen Beteiligungen auswirken, mit welchen die Regierungen den Haushalt konsolidieren wollen. Außerdem sei wegen der hohen Inflation mit steigenden Zinsen zu rechnen.[Quelle online lesen..] :
OSTEUROPA
(finanzinfo-service.de) Nachdem die osteuropäischen Aktienmärkte stark unter den Verunsicherungen zu Wochenbeginn gelitten hatten, erholten sie sich deutlich zum Wochenende hin und profitierten davon, dass sie sich zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Herabstufung Spaniens durch die Ratingagentur Fitch bereits in das Wochenende verabschiedet hatten. Auch Wochensicht konnte der Aktienmarkt in Polen mit einem Plus von 4,6% am meisten zulegen. Es folgen die Aktienmärkte in Tschechien (+2,9%) und Ungarn (+1,2%). Seit Jahresanfang zählen Aktien aus Osteuropa weiterhin zu den attraktivsten Anlagen. Die Indizes der wichtigsten Märkte liegen allesamt im positiven Bereich. Angeführt vom tschechischen PX (+4,6%), vor dem polnischen WIG (3,3%) und dem ungarischen BUX (2,4%). Arbeitslosenzahlen in Polen und Ungarn verbessert bzw. stabil Wie aktiencheck.de berichtet, haben sich die Arbeitsmarktdaten im April in Polen spürbar verbessert und in Ungarn weiter stabilisiert. Polen: [Quelle online lesen..] Ungarn:[Quelle online lesen..]
Devisen- und RentenmärkteDEVISEN
(finanzinfo-service.de) Die Unsicherheiten, die man in Form starker Kursschwankungen an den Aktienmärkten sehen kann, zeigen sich auch in den Wechselkursen. Zum Ende letzter Woche hatte der Euro gegenüber den anderen Weltwährungen ein kleines Zwischenhoch erreicht, welches er aber im Laufe dieser Woche nicht verteidigen konnte. Die Spekulationen um einen Rückzug Chinas aus dem Euro als Währungsreserve übten starken Druck auf die Gemeinschaftswährung aus. Die zwischenzeitliche Erholung nach dem Dementi dieses Gerüchtes durch die chinesische Administration fiel der Abstufung Spaniens durch die Ratingagentur Fitch zum Opfer. Der Euro verlor in dieser Woche gegenüber dem US-Dollar 2,4%. Das Britische Pfund verteuerte sich um 2,35%, der Japanische Yen um 1,2%. Die Verluste des Euro in 2010: US-Dollar: -14,4%, Britisches Pfund: -4,2%, Japanischer Yen: -16,2%.
China schiebt Renminbi-Aufwertung auf die lange Bank Seit Monaten wird über eine schrittweise Aufwertung des an den US-Dollar gekoppelten Yuan (oder Renminbi) spekuliert. Diese wird sich nun durch die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar - und damit auch dem Yuan- verzögern. Diese habe dafür gesorgt, dass chinesische Produkte im Euroraum teurer würden, was deren Wettbewerbsfähigkeit verringere und die Konjunktur in China gefährde. Eine weitere Aufwertung der chinesischen Währung, auch gegenüber dem US-Dollar, würde diesen Effekt verstärken. An den Terminmärkten werde deutlich, dass die Märkte mit einer deutlich geringeren Aufwertung des Yuan für dieses Jahr rechnen, als dies vor Ausbruch der Schuldenkrise der Fall gewesen wäre. Die ftd führt aber auch einen Experten an, der eine andere Meinung vertritt und dies an einer vergleichbaren Situation im Jahr 2004 fest macht:Zitat: " In der zweiten Jahreshälfte 2005 hätten die chinesischen Ausfuhren nach Europa um durchschnittlich 32 Prozent im Jahresvergleich zugelegt. "Europa überholte damals die USA als wichtigster Handelspartner Chinas", sagte Société-Générale-Experte Maguire. "Die Exportleistung Chinas gehorchte noch nie den Gesetzen aus volkswirtschaftlichen Lehrbüchern.""[Quelle online lesen..]
RENTEN
(finanzinfo-service.de) schwankungsanfällig. Bedingt durch die Gerüchte um den Rückzug Chinas aus Euro-Staatsanleihen stieg die Nachfrage nach den als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen, was die Rentenkurse stark ansteigen und die Renditen dahin schmelzen ließ. Der Bund Future erreichte am Dienstag, wie unten beschrieben, ein neues Allzeithoch und die Renditen sanken weiter. Mit dem chinesischen Dementi und der Erholung der Aktienmärkte drehte sich dieser Trend wieder und die Rentenindizes landeten auf Wochensicht sogar leicht im Minus (Rex: -0,11%, Bund Future: -0,03%). Die Herabstufung der Bonität Spaniens durch die Ratingagentur Fitch wurde erst nach Feststellung der Schlusskurse am Freitag bekannt.
Bund-Future auf Rekordhoch Wie das Handelsblatt berichtet, ist der Bund Future am Dienstag auf eine neues Allzeithoch (129,55) gestiegen. Die allgemeinen Unsicherheiten und die Sorgen um einen erneuten Rückgang der Konjunktur in Folge der Schuldenkrise stärkten die Nachfrage nach, als sicher geltenden, deutschen Staatsanleihen. Die Rendite für diese Papiere mit zehnjähriger Laufzeit sei auf 2,573 % gesunken. Zitat: " "Die Sorge vor einem Double-Dip geht um", heißt es bei der HSH Nordbank. Rutscht die Konjunktur in der Erholungsphase zum zweiten Mal hintereinander ab, so spricht man von einem "Double-Dip"."[Quelle online lesen..]
China hilft Euro auf die Sprünge Das Handelsblatt berichtet am Donnerstag. Dass China die Meldungen dementiert habe, sein Engagement in Staatsanleihen aus der Euro-Zone überdenken zu wollen. Dies wurde als Vertrauensbeweis gewertet und half der Gemeinschaftswährung, die hohen Verluste der Vortages zum Teil wieder auszugleichen. Experten zweifeln aber an der Nachhaltigkeit dieser Entwicklung und sehen das Vertrauen in den Euro weiterhin als erschüttert an. Der Euro habe noch ?eine schwere Zeit? vor sich.[Quelle online lesen..]
Der Markt für Firmenanleihen friert ein Noch vor wenigen Wochen häuften sich die Berichte über einen sehr liquiden und hervorragend funktionierenden Markt für Unternehmensanleihen in Europa. Dieses Mittel der Refinanzierung half vielen Unternehmen bei der Kapitalbeschaffung in Zeiten knapper Kreditvergabe durch Banken. Wie die ftd nun berichtet, ist dieser Markt seit einigen Woche quasi ausgetrocknet. Weder finde ein Handel mit bereits emittierten Papieren in nennenswertem Umfang statt, noch trauten sich Unternehmen mit neuen Anleihen an die Börse. Grund seien die derzeit extrem starken Schwankungen an den Aktienmärkten, die eine Risikoeinschätzung für Unternehmensanleihen fast unmöglich machten.Zitat: " Nun aber sprechen Händler davon, dass der Anleihemarkt eng an den unter der Schuldenkrise leidenden Aktienmarkt gekoppelt sei - die Risikofurcht der Investoren wird plötzlich zum Thema. Vor allem die heftigen Schwankungen an den Finanzmärkten verunsichert die Investoren. Der Handel mit den Papieren wird schwieriger, wie die deutlich breiteren Spannen der An- und Verkaufskurse verdeutlichen. " Finanzierungsprobleme auf Unternehmensseite seien allerdings nur dann zu erwarten, wenn dieser Effekt noch mehrere Monate anhalten würde, da die Unternehmen in den besseren Zeiten gut vorgesorgt hätten. Der US-Markt für Unternehmensanleihen sei kaum betroffen und noch hinreichend liquide, es seien aber auch hier rückläufige Volumina zu erkennen.
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