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Newsletter - KW 18/2010
Aktien EuropaRISIKOHINWEIS! Wir weisen auf das Interview mit dem Ökonomen Biancheri im Handelsblatt (Titel: ?Bald beginnt die Schlacht um England?) vom Mittwoch dieser Woche hin. Erweisen sich seine Prognosen als richtig, bestehen hohe Risiken für die Anlage in festverzinslichen Wertpapieren. Diese werden vorrangig in konservativen (=risikoarmen) Anlagestrategien eingesetzt. So zum Beispiel in den Deckungsstöcken von Versicherungen (z.B. Lebens-, Renten- und Krankenversicherung) oder auch in Renten- und Mischfonds. Eine Zusammenfassung des Artikels finden Sie in unserer Rubrik ?Spezialthemen?. Nachfolgend der Link zum Originalartikel, dessen Lektüre wir empfehlen.[Quelle online lesen..]
(finanzinfo-service.de) Am Montag dieser Woche schien die Welt noch genauso zu sein, wie in der Woche zuvor. Zwar gab es die Probleme mit den griechischen Staatsschulden und die Gefahr, dass auch andere europäische Länder betroffen sein könnten, aber man nahm an den Aktienmärkten lieber die positiven Meldungen zur langsam wieder erstarkenden Weltkonjunktur war. Diese Haltung fand aber am Mittwoch schon ein jähes Ende, als sich die Gerüchte verstärkten, Spanien plane ebenfalls die Hilfe der EU bei der Bewältigung seines Schuldenproblems zu beantragen. Zwar widersprachen viele Experten und auch die spanische Regierung dieser Meldung schnell und vehement, aber plötzlich nahm man an den Aktienmärkten wahr, dass von den horrenden Staatsschulden eine Gefahr für das junge Pflänzchen ?weltweite Konjunkturerholung? ausgeht. Dabei fallen die Namen von Großbritannien und den USA bisher nur in den Kommentaren einiger Journalisten und ?Querdenker?. Schlagartig machte sich große Nervosität breit, die in dem kurzzeitigen Absturz der US-Indizes um mehr als 9% am Donnerstag gipfelte. Weltweit zogen Anleger Gelder aus den Aktienmärkten ab. Auf dem Nachrichtensender n-tv wurde vermehrt von ?hohen Umsätzen? gesprochen. Ein Begriff, den man in Zeiten steigender Kurse fast nie gehört hatte und der in der Vergangenheit meist auf einen nachhaltigen Trendwechsel hindeutete. Es spricht aus heutiger Sicht einiges dafür, dass die alte Börsenregel ?Sell in may and go away? in diesem Jahr einmal mehr ein guter Ansatz ist. Dann bestünde Hoffnung, denn der zweite Teil der Regel lautet ?but do remember: come back in September.? Der Dax verlor in dieser Woche 6,9% (davon allein mehr als drei Prozent am Freitag) und liegt nun seit Jahresanfang mit rund vier Prozent im Minus. Im europäischen Vergleich steht der deutsche Leitindex allerdings noch sehr gut da, wie das Wochenminus (11,2 %) des Euro Stoxx 50 zeigt, der seit Jahresbeginn nun mit 15,7% im Minus ist.
Warum Spanien nicht Griechenland ist An den Kapitalmärkten wird zunehmend das Szenario diskutiert, dass Spanien als nächstes Land in ähnliche Probleme kommen könnte, wie derzeit Griechenland. Der ftd-Redakteur Tobias Bayer deckt Gründe auf, warum damit aus seiner Sicht nicht zu rechnen ist. Insgesamt sei die Finanz- und Wirtschaftspolitik der Spanier deutlich seriöser. Spanien habe bereits in den neunziger Jahren seine Fähigkeiten zur Haushaltskonsolidierung unter Beweis gestellt. Die Staatsverschuldung betrage nur etwas mehr als 40% des BIP (Griechenland: 125%) und der Markt für spanische Staatsanleihen sei aufgrund seiner deutlich höheren Liquidität wesentlich weniger empfindlich gegen Schwankungen und Spekulationen. Auch spiegelten die moderaten Renditen spanischer Staatsanleihen wieder, dass die Rentenmärkte wesentlich entspannter sind, als man vor dem Hintergrund der stattfindenden Diskussionen annehmen könnte.[Quelle online lesen..]
Spanien nennt Pleitegerüchte "kompletten Irrsinn" Wie die ftd berichtet, wehren sich sowohl die spanische Regierung als auch Vertreter der OECD dagegen, Spanien mit Griechenland auf eine Stufe zu stellen. Die Märkte für Kreditausfallversicherungen (CDS) spiegelten wieder, dass zunehmend an der Kreditwürdigkeit Spaniens gezweifelt würde. Das Gerücht, dass Spanien beabsichtige, bei den EU-Staaten Kredithilfen in Höhe von 280 Mrd. Euro zu beantragen sei aber nach diesen Aussagen, trotz der kürzlichen Herabstufung des Ratings für Spanien von AA+ auf AA durch die Agentur S&P, völlig unbegründet. Im weiteren Verlauf des Artikels schildert die ftd die Unsicherheit der Märkte über die Nachhaltigkeit des Rettungspaketes für Griechenland.Zitat: " "Wir sind uns weiter nicht sicher, ob die griechische Regierung die geplanten großen fiskalischen Anpassungen über die nächsten vier Jahre leisten und ob die griechische Volkswirtschaft sie aushalten kann", schrieben die Ökonomen der Citigroup."[Quelle online lesen..]
Mitten im Ausverkauf Die tägliche ftd-Chartanalyse des Dax vom Freitagvormittag wurde von den deutlichen Verlusten des Dax im Laufe des Freitagshandels schnell ?alt gemacht?. Andreas Büchler hatte noch von den Chancen auf eine Bodenbildung und einer starken Widerstandslinie bei 5.740 Punkten (u.a. 200-Tage-Linie) gesprochen. Letztere durchbrach der Dax völlig respektlos ?im Sturzflug? und steuert nun wohl auf die nächste Unterstützungslinie zu, die Büchler bei 5.300 Punkten ausmacht. Der Status ?überverkauft?, den Büchler schon vor dem Freitagshandel festgestellt hat, dürfte sich damit noch verstärkt haben. Den langfristigen Aufwärtstrend sieht Büchler intakt, solange der Dax sich oberhalb der Marke von 5.130 bewegt. Das erreichen dieser Marke würde aus heutiger Sicht einen weiteren Verlust von etwa 10,3% bedeuten. Nach oben hätten die aus den letzten Wochen bekannten Widerstandsmarken von 7.100 bzw. 7.250 weiterhin ihre Gültigkeit.[Quelle online lesen..]
Deutsche Industrieproduktion steigt stark Wie das Handelsblatt am Freitag berichtet, ist die Industrieproduktion in Deutschland im März mit 4% im Vergleich zum Vormonat überraschend stark gestiegen. Experten hatten einen Anstieg um 1,4% erwartet. Besonders das Bauhauptgewerbe konnte mit einem Zuwachs von mehr als 26% den witterungsbedingt schwachen Februar mehr als nur ausgleichen. Die weltweit anziehende Nachfrage habe auch bei der deutschen Wirtschaft zu einer erhöhten Industrieproduktion geführt. Aber auch vom Einzelhandel sei mit +1,7% ein respektabler Zuwachs zu vermelden.[Quelle online lesen..]
Moody's dämpft Sorgen um Italien Wie das Handelsblatt am Freitag berichtet, hat die Ratingagentur Moody´s die Sorgen über ein mögliches Übergreifen der griechischen Schuldenkrise auf Italien gedämpft. Die Lage sei für Italien beherrschbar und das Land wäre erfahren in der Bewältigung einer hohen Staatsverschuldung. Auch wären die italienischen Banken relativ gering von den Auswirkungen der Finanzkrise betroffen.[Quelle online lesen..]
Aktien Nord-Amerika(finanzinfo-service.de) "Die Geister, die ich rief .....“ oder "Fluch und Segen des Computerhandels“ könnte die überschrift über diese Woche an den US-Börsen lauten. Nach einem hoffnungsvollen Montag drehte die Stimmung ab Dienstag immer weiter in Richtung Angst und Nervosität. Die Gefahr einer "Ansteckung“ weiterer EU-Staaten mit dem Staatsschuldenvirus wurde plötzlich an der Wallstreet wahrgenommen. Man stellte fest, dass dies negative Auswirkungen auf die globale konjunkturelle Erholung haben könnte und begann nervös Gewinne mitzunehmen. Panik brach aus, als die US-Leitindizes am frühen Donnerstag Nachmittag (Ortszeit) ins Bodenlose zu stürzen begannen und innerhalb von rund 60 Minuten etwa 9% verloren. Bis zum Ende des Handelstages konnten rund zwei Drittel dieser Verluste wieder aufgeholt werden, aber der Schock saß tief. Die hohen Umsätze lassen darauf schließen, dass eine allgemeine Flucht aus Aktien eingesetzt hat und Anleger auf breiter Front Risiken in ihren Portfolien abbauen. Als Grund für die Kurskapriolen am Donnerstag wurden zunächst Fehler in den Handelssystemen angenommen, was mittlerweile aber zumindest die Nasdaq ausgeschlossen hat. Als möglich wird auch angesehen, dass ein Händler bei der Aufgabe einer Order einen Fehler gemacht haben könnte. Z.B., indem er "Milliarden“ anstelle von "Millionen“ bei einem Verkauf eingegeben hatte. In der Folge hätten die automatischen Computerhandelssysteme Wellen automatischer Verkaufsorders ausgelöst und die Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Was auch immer letztlich als Grund festgestellt werden wird, die Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten hat in dieser Woche radikal gedreht. Positive Konjunkturmeldungen wurden ab Dienstag nicht mehr wahrgenommen. Hat in den letzen Monaten die Gier die Märkte dominiert, scheint nun die Angst das Regiment in einem schnellen Wechsel übernommen zu haben. In der Berichterstattung überwiegen die Erläuterungen, warum dieser Zustand noch länger Bestand haben dürfte. Aber vielleicht ist ja gerade dies ein gutes Zeichen" Der Dow Jones ging mit einem Wochenminus von 5,7% in das Wochenende und hat somit die Gewinne seit Anfang diesen Jahres wieder abgegeben. Der Euroanleger kann sich aber wegen der Währungsgewinne noch über ein Plus von mehr als 10% (seit Jahresanfang) freuen.
Griechenland mal 43 In ihrer Rubrik "Das Kapital“ vergleicht die ftd die Situation der USA mit derjenigen in Griechenland und stellt in den USA eine Tendenz hin zu griechischen Verhältnissen fest. Grund hierfür sei, dass das derzeit festzustellende Wirtschaftswachstum nicht auf einem steigenden Nettoeinkommen der Bürger oder wachsender wirtschaftlicher Aktivitäten beruhe, sondern mit billigem Geld der Notenbank kreditfinanziert sei. Die wachsende öffentliche und private Verschuldung erinnere an die Ursachen für die Probleme Griechenlands. Allerdings seien die USA, bezogen auf nominale Wirtschaftsleistung, 43 mal größer.[Quelle online lesen..]
US-Produktivität legt zu Wie die FX-Direktbank auf onvista.de berichtet, ist die US-Produktivität im ersten Quartal überraschend stark um 3,6% gestiegen. Erwartet wurden 2,6%.[Quelle online lesen..]
Weckruf aus Europa In der ftd-Kolumne ?Wall Streeter? fühlt sich der Korrespondent Jens Korte an die frühen 80er Jahre erinnert, als die politische Situation im Iran einen Trendwechsel hin zum Negativen an den Aktienmärkten einläutete. Korte hält für möglich, dass die aktuellen Geschehnisse rund um die Schuldenprobleme Griechenlands eine ähnliche Entwicklung einläuten könnten. Korte sieht die Gefahr, dass diese Unsicherheiten den Anlegern als Anlass dienen könnten, nach mehr als zwölf Monaten steigender Kurse die Risiken wieder mehr in den Vordergrund zu rücken und in größerem Stil Gewinne mitzunehmen.[Quelle online lesen..]
Die Wall Street sucht nach Erklärungen Das Handelsblatt beschreibt am Freitag die Suche nach Erklärungen für den kurzfristigen Sturz der Indizes Dow Jones und Nasdaq um mehr als neun Prozent innerhalb weniger Minuten am Donnerstag. Die Vermutungen reichten von Eingabe- über Systemfehler bis hin zu Verschwörungstheorien. Auch einsetzende Panikverkäufe vor dem Hintergrund erneut brennender Straßen in Athen kämen als Ursache in Frage. Insgesamt zeige der Vorfall das hohe Maß an Verunsicherung, welches die Schuldenkrisen Griechenlands an den Kapitalmärkten verursacht.[Quelle online lesen..]
Coole Händler retten Wall Street Die ftd berichtet, dass die Akteure an den Weltbörsen mit dem plötzlichen Absturz der US-Börsen relativ gut umgegangen seien, weil viele von Ihnen nach der Lehmann-Pleite bereits krisenerprobt seien. Man wisse , dass man auch solche turbulenten Zeiten überstehen könne. Man sei mental besser vorbereitet und seine Lektionen aus 2008 gelernt. [Quelle online lesen..]
USA verzeichnen größten Jobaufbau seit vier Jahren Wie die ftd berichtet, wurden in den USA im April netto 290.000 neue Stellen geschaffen. Selbst wenn man den durch eine Volkszählung bewirkten Sondereffekt von 60.000 kurzfristigen Jobs heraus rechnet, bleibt ein Zuwachs, der deutlich über den Erwartungen von 190.000 Stellen liegt. Auch die Zahlen für den März mussten nach oben korrigiert werden. Diese Zahlen seien ein weiterer Hinweis auf die sich fortsetzende Erholung der Weltkonjunktur. Aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus bestehe aber noch kein Grund zu Euphorie.[Quelle online lesen..]
Aktien Asien(finanzinfo-service.de) Im Gegensatz zu den westlichen Aktienmärkten war die Stimmung auf den asiatischen Märkten schon am Montag schlecht. Die Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Verhinderung einer Spekulationsblase und einer überhitzung der Wirtschaft verderben den Anlegern schon seit letzter Woche die Laune. Hinzu kommt nun noch die weltweit schlechte Stimmung wegen der Schuldenkrise. Da die Börse in Tokio feiertagsbedingt erst am Donnerstag in den Handel einstieg, sammelten sich die schlechten Nachrichten von drei Tagen an und sorgten für zwei tiefrote Handelstage bei den japanischen Aktien. Der Nikkei Index gab in diesen beiden Tagen insgesamt 6,3% ab und liegt nun seit Jahresbeginn mit 1,7% im Minus. Wobei der Euroanleger durch die Stärke des Yen immer noch knapp zweistellig im Plus ist. Der Hang Seng Index an der Börse in Hongkong verzeichnete mit einem Minus von 5,7% die vierte negative Woche in Folge und liegt auf Jahressicht nun mit 7,3% im Minus. Dieser Markt wird, genauso wie der chinesische Binnenmarkt, zusätzlich durch große bevorstehende Börsengänge bzw. Kapitalerhöhungen belastet. Das hierdurch entstehende überangebot dürfte vor dem Hintergrund der aktuellen Börsensituation weiteren Druck auf die Aktienkurse ausüben.
Schroders-Fondsmanager: "Deflationäres Umfeld in Japan als Chance verstehen“ Nathan Gibbs, Fondsmanager für japanische Aktien bei der britischen Fondsgesellschaft Schroders, äußert sich in einem Marktkommentar, welcher auf fondsprofessionell.de nachzulesen ist, sehr positiv zu den Chancen für japanische Aktien. Aus seiner Sicht ist die Stimmung für diesen Markt übertrieben negativ, woraus sich besonders gute Chancen für Anleger ergeben. Er ist der Meinung, dass der japanische Export besonders von der Nachfrage in China und dem restlichen Asien profitieren wird. Die zögerliche Haltung der Bank of Japan bei der Bekämpfung der deflationären Tendenzen werde für ein anhaltend niedriges Zinsniveau sorgen, was bei steigenden Zinsen in der westlichen Welt für einen schwächeren Yen sorgen würde. Dies sei bekanntermaßen gut für die Exportwirtschaft.Zitat: " Unser Fazit: Die drei Faktoren ? Politik, Währung und Kapitalfinanzierung ? sind Gründe für die unterdurchschnittliche Wertentwicklung japanischer Aktien in der jüngsten Vergangenheit. Das bedeutet aber auch, dass der Markt derzeit deutlich unterbewertet ist und einige hervorragende Anlagemöglichkeiten bietet."[Quelle online lesen..]
Industrie legt "super Zahlen" vor Die ftd beschreibt die positive wirtschaftliche Entwicklung in einzelnen Regionen und Ländern der Welt. Auch in Japan deute vieles auf ein weiteres wirtschaftliches Wachstum hin. Der Tankanbericht für das erste Quartal 2010 falle zum vierten Mal in Folge deutlich verbessert aus. Allerdings blieben die deflationäre Tendenz und die relativ hohe Arbeitslosigkeit wohl weiter bestehen.[Quelle online lesen..]
Aktien SchwellenländerSCHWELLENLäNDER
(finanzinfo-service.de) Auch die Schwellenländer konnten sich in dieser Woche nicht von der schlechten Stimmung an den westlichen Börsen befreien. Zwar setzt sich in den Kommentaren der Fachleute zunehmend die Erkenntnis durch, dass die Schwellenländer mittlerweile die finanziell stabileren Anlageregionen sind, weil sie kaum direkt unter den Auswirkungen der Finanzkrise zu leiden haben und oft über eine starke Binnenkonjunktur verfügen. Wenn die globalen Anleger aber allgemein Gelder abziehen, dann trifft dies naturgemäß auch diese Regionen. Auffällig ist allerdings, dass die Kursverluste in den Emerging Markets nicht mehr, wie in früheren Zeiten, deutlich heftiger als an den entwickelten Märkten ausfallen (sieht man einmal vom Öl-Sonderfall Russland ab). Die Verluste in dieser Woche (Ergebnis im laufenden Jahr): Brasilien -6,9% (-7,8%), Russland -12% (-4,1%), Indien -4,55% (-3,1%), China -6,3% (-17,6%), MSCI Emerging Market Index -4,7% (-1,8%). In Russland kam zu der schlechten Stimmung an den westlichen Börsen noch ein Rückgang des Ölpreises um fast 13% hinzu. Der chinesische Aktienmarkt ist schon seit Anfang des Jahres schwach. Hier überwiegen die Sorgen um Bremsspuren, welche die staatlichen Maßnahmen zur Blasenbekämpfung beim Wirtschaftswachstum hinterlassen könnten.
Peking gräbt Spekulanten das Wasser ab ? und ruiniert die Rally Das Handelsblatt beschreibt die Gründe der Rückgänge an den chinesischen Aktienmärkten seit Anfang diesen Jahres. Es konzentriert sich auf die Aktivitäten der chinesischen Regierung zur Bekämpfung der Entwicklung einer Immobilienblase. Der Autor sieht in Folge dessen die Aktienmärkte im freien Fall, obwohl die Unternehmensgewinne weiter am steigen seien. Lediglich bei den Immobilienfirmen sei eine tatsächliche Verschlechterung der Lage zu erkennen. Er möchte sich nicht den ?Crash Propheten? wie z.B. Marc Faber anschließen, der einen "Crash binnen Jahresfrist" ankündigt. Ein Ende der Kursverluste in Shanghai und Shenzen sei derzeit aber nicht absehbar. Auf die weiteren Ängste in diesem Markt, dass die staatlichen Maßnahmen zur Wirtschaftsbelebung zurückgefahren werden könnten, was deutliche Bremsspuren in der Wachstumsstatistik hinterlassen würde, wird in diesem Artikel nicht eingegangen.[Quelle online lesen..]
Russland hat mehr zu bieten als Gas und Öl Die ftd berichtet über Expertenaussagen, wonach der russische Aktienmarkt trotz der hohen Gewinne von rund 80% in den vergangenen zwölf Monaten noch das Potenzial für weitere 30% bis Ende diesen Jahres habe. Dreh- und Angelpunkt sind stabile oder steigende Rohstoffpreise. Aber auch der Einzelhandel und weitere Branchen, welche vom wachsenden Wohlstand der russischen Bevölkerung profitieren, seien eine gute Basis für einen weiteren Anstieg des russischen Leitindex RTS. [Quelle online lesen..]
Zinsängste lassen China-Investoren nicht los Die ftd beschäftigt sich ebenfalls mit den sinkenden Kursen an chinesischen Aktienmärkten. Neben den im Handelsblattartikel beschriebenen Fakten vom Immobilienmarkt nennt das Blatt weitere Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Verhinderung einer Konjunkturüberhitzung als Grund. Neben der bereits umgesetzten Erhöhung der Eigenkapitalanforderung für Banken werde mit Zinserhöhungen und einer Aufwertung des Yuan gerechnet, was sich negativ auf das Wachstum im Reich der Mitte auswirken würde. Die hierdurch hervorgerufenen Ängste haben seit Jahresbeginn zu Kursverlusten von mehr als 13 Prozent an der Börse in Schanghai geführt.[Quelle online lesen..]
HSBC: Indischer Markt trotz aktueller Geldverknappung stark Sanjiv Duggal, Fondsmanager des HSBC GIF Indian Equity, äußert sich auf fondsprofessionell.de positiv zur weiteren Entwicklung der indischen Wirtschaft. Die bereits durchgeführten und noch ausstehenden Anhebungen der Leitzinsen werden nach seiner Ansicht für das nötige Gleichgewicht an den Märkten sorgen. Nach wie vor sei die Entwicklung des Binnenmarktes eine gute Grundlage für eine im internationalen Vergleich überdurchschnittlich positive Entwicklung. [Quelle online lesen..]
OSTEUROPA
(finanzinfo-service.de) Wie nicht anders zu erwarten war, litten auch die Kurse von Aktien aus Osteuropa unter der schlechten Stimmung an den weltweiten Leitbörsen. Die allgemeine Flucht aus Aktien sorgte gerade zum Wochenende hin für deutliche Verluste bei den Indizes in Warschau, Prag und Budapest. Die Leitzinssenkung der ungarischen Notenbank verpuffte vor diesem Hintergrund an den Aktienmärkten. Die höchsten Verluste verbuchte mit -13,4% der schon seit langem sehr schwankungsanfällige (volatile) BUX aus Ungarn. In 2010 liegt dieser Index nun bei einer ?roten Null?, nachdem er Anfang April bereits mit mehr als 17% im Plus lag. Zweiter auf der Verliererliste ist der Prager PX, der nach einem Wochenverlust von 10,1% immerhin noch ein Restplus von 2,5% seit Jahresbeginn in das Wochenende retten konnte. In Warschau fiel der WIG im Laufe der Woche um 7,8% und liegt nun um 0,8% unter seinem Schlusskurs von 2009.
Devisen- und RentenmärkteDEVISEN
(finanzinfo-service.de) Die Schuldenkrise Griechenlands und die Gefahr der ?Ansteckung? für weitere Euro-Länder sorgte für weitere, sehr deutliche, Verluste des Euro gegenüber den anderen bedeutenden Weltwährungen. Das Minus gegenüber dem US-Dollar betrug 4,1%. Der japanische Yen wurde für Euro-Anleger in dieser Woche gar um 6,4% teurer. Gegenüber dem, ebenfalls unter starkem Druck stehenden, Britischen Pfund betrug der Wertverlust der Gemeinschaftswährung immerhin noch ein Prozent. Es bleibt abzuwarten, wie lange dieses ?Trommelfeuer? gegen den Euro noch anhalten wird. Immer wieder kann man Stellungnahmen von ernstzunehmenden Experten lesen, welche auf die Schuldenprobleme Großbritanniens, Japans und der USA hinweisen. Im Vergleich sei die Lage des Euroraumes als weniger kritisch einzustufen. Im Bereich ?Spezialthemen? finden Sie unter der Überschrift ?Bald beginnt die Schlacht um England? einen entsprechenden Artikel. Dieser Experte geht von einem Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar bis Ende diesen Jahres auf rund 1,50 US-Dollar aus.
?Der Druck auf den Euro wird anhalten? Bereits am Mittwoch beschäftigte sich das Handelsblatt mit der sich fortsetzenden Schwäche des Euro. Die Unsicherheiten bezüglich des Rettungspaketes für Griechenland und die Ängste vor einer Ausweitung der Probleme auf Portugal setzten den Wechselkurs des Euro unter Druck. Zusätzlich habe das Unterschreiten der Marke von 1,31 US-Dollar Verkaufssignale für Währungs- und Hedgefonds ausgelöst. Auch die Charttechnik deute auf ein Ende des langfristigen Aufwärtstrends hin. Hinzu kämen auch Zweifel an der Nachhaltigkeit des Stabilitätspaktes der Euro-Länder:Zitat: " Nach Einschätzung von WestLB-Chefvolkswirt Holger Fahrinkrug stellt das Rettungspaket die Glaubwürdigkeit von EU-Institutionen infrage. ?Mit der nunmehr faktischen Aussetzung des Stabilitätspaktes ist ein Grundpfeiler der Glaubwürdigkeit der Währungsunion erschüttert. Bislang konnte davon ausgegangen werden, dass die Kernländer in der Lage sein sollten, die Peripherie zu disziplinieren.? Diese Annahme sei nun infrage gestellt."Positive Konjunkturnachrichten hingegen würden derzeit nicht wahrgenommen. Für die deutsche Exportwirtschaft hingegen sei der Wertverlust des Euro eher von Vorteil, da dieser einen Wettbewerbsvorteil auf den wichtigen asiatischen Wachstumsmärkten bedeute. Ein Experte erwartet vor diesem Hintergrund allerdings erst für 2011 Inflationsgefahren.[Quelle online lesen..]
Selbst die Schwächsten hängen jetzt den Euro ab Auch am Donnerstag beschäftigte sich das Handelsblatt mit dem Eurokurs. Die positiven Arbeitsmarktdaten aus den USA hatten den Dollar weiter gestärkt. Aber sogar gegenüber den ebenfalls als angeschlagen geltenden Währungen aus Japan und Großbritannien verlor der Euro. Das Blatt beschreibt, dass die gesamte Marktstimmung derzeit gegen den Euro laufe und nur negative Nachrichten Beachtung fänden, während positive Meldungen überhört würden. Auch würden die Probleme in der Eurozone stärker wahrgenommen, als vergleichbare Sorgen um die Staatsverschuldung, z.B. in Japan und Großbritannien.[Quelle online lesen..]
Joseph Stiglitz - Wie der Euro noch zu retten ist Der amerikanische Nobelpreisträger Stiglitz sieht das ?Experiment Euro? in seiner derzeitigen Form als gescheitert an. Es fehle an Solidaritätsmechanismen, um die wirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb der Währungsunion auszugleichen. Er nennt zwei weitere, sehr theoretische Optionen: Eine Abwertung auf dem Weg allgemeiner Lohnsenkungen und die Spaltung der Währungszone in den starken Bereich mit Deutschland und die schwächeren Länder wie die PIGG-Staaten. Als praktikabel nennt er folgenden Weg, ohne jedoch sehr konkret zu werden:Zitat: " Der vielleicht vielversprechendste Ansatz ist der dritte: die Art von institutionellen Reformen, die mit der Einführung des Euros hätten durchgeführt werden sollen. Dazu gehört ein fiskalpolitischer Rahmen.Noch hat Europa die Chance, diese Reformen durchzuführen. Die EU würde so den auf Solidarität beruhenden Idealen gerecht, die der Einführung des Euro zugrunde lagen."[Quelle online lesen..]
RENTEN (finanzinfo-service.de) Wie in Zeiten großer Turbulenzen an den Aktienmärkten zu erwarten ist, war die Nachfrage nach den als sicher geltenden Deutschen Staatsanleihen in dieser Woche sehr hoch. Entsprechend ausgeprägt waren auch die Anstiege der wichtigsten Rentenindizes. Der Rex legte auf Wochensicht fast 1,3% zu. Der Bund Future gewann im gleichen Zeitraum 1,7%.
Bundesanleihen sind als sicherer Anlagehafen gefragt Wie das Handelsblatt am Mittwoch berichtet, sorgt die Unsicherheit an den Kapitalmärkten für eine starke Nachfrage nach den als ?sicherer Hafen? geltenden Staatsanleihen aus Deutschland. Diese hohe Nachfrage sorge für sehr niedrige Renditen dieser Anleihen. Das Blatt zitiert Experten, welche davon ausgehen, dass diese Entwicklung noch einige Zeit anhalten wird, obwohl deutsche Staatsanleihen im internationalen Vergleich zu niedrig rentieren würden und hier ein Nachholbedarf bestehe.[Quelle online lesen..]
Die Pioniere der Zinswende Die ftd-Redakteure Christine Mai und Tobias Bayer beschreiben ausführlich die unterschiedlichen Situationen in den westlichen Staaten und vielen Schwellen- bzw. Rohstoffländern. Durch die anders geartete konjunkturelle Situation befinden sich Länder wie Australien, China und Indien bereits in der Phase deutlich steigender Leitzinsen. Die ftd weist besonders auf die Risiken hin, die sich durch dieses globale Ungleichgewicht ergeben. In diesen Ländern ist, wie das Autorenteam beschreibt, mit starken Kapitalzuflüssen zu rechnen, was die Bildung von Blasen z.B. an Immobilien- und Aktienmärkten sowie steigender Währungen mit sich bringt. Neben den genannten Ländern wird die Situation in Israel, Norwegen und Neuseeland erläutert.[Quelle online lesen..]
Rollentausch am Bondmarkt Über eine ?verkehrte Welt? berichtet die ftd am Dienstag. Normalerweise gelten Staatsanleihen als sicher und Unternehmensanleihen als risikobehaftet. Derzeit werden viele Unternehmensanleihen an den Märkten als weniger riskant angesehen, als die Anleihen ihrer Heimatstaaten. Wie das Blatt berichtet, haben sich die Turbulenzen bei den südeuropäischen Staatsanleihen lediglich bei den Anleihen von Banken negativ ausgewirkt. Der Markt für Anleihen von Unternehmen außerhalb des Bankensektors laufe nach wie vor unproblematisch.[Quelle online lesen..]
Australien schließt erste Phase der Zinswende ab Wie die ftd-Redakteurin Christine Mai schildert, hat Australien nach der letzten Anhebung der Leitzinsen wieder ein ?durchschnittliches? Niveau erreicht. Australien hatte als erster G20-Staat die Zinswende herbeigeführt, weil es sehr wenig von den Auswirkungen der Finanzkrise betroffen war. Mittlerweile sind einige asiatische Länder diesem Beispiel gefolgt. In Australien sei im Laufe des Jahres mit weiteren, ?normalen? inflationsbedingten, Leitzinsanhebungen zu rechnen. [Quelle online lesen..]
Pimco-Chef prophezeit Griechenland "verlorene Dekade" Mohammed El-Erian, Co-Investmentchef des Vermögensverwalters Pimco, welcher als der größte Renteninvestor der Welt gilt, glaubt nicht an die Rettung Griechenlands durch die beschlossenen Maßnahmen. Zitat: " Mohammed El-Erian, Co-Investmentchef des Vermögensverwalters Pimco, prophezeit den Hellenen eine "verlorene Dekade" wie Lateinamerika in den 80er-Jahren. Die Nothilfen würden die Liquiditäts-, nicht aber die Solvenzprobleme des Landes lösen, schrieb El-Erian in einem Beitrag für die Financial Times."Pimco würde derzeit nicht in griechische Staatsanleihen investieren. Wie der ftd-Redakteur Tobias Bayer darüber hinaus beschreibt, sehen die Märkte die Ansteckungsgefahr für andere südeuropäische Länder als noch nicht gebannt an. Es werde spekuliert, dass die EZB mit dem Aufkauf von griechischen Staatsanleihen über den Sekundärmarkt stabilisierend wird eingreifen müssen. Dies würde allerdings das Ansehen der EZB beschädigen.[Quelle online lesen..]
Rohstoffe(finanzinfo-service.de) Die Entwicklung der Rohstoffpreise verlief in dieser Woche sehr uneinheitlich. Das Gold profitierte von seiner Funktion als "Krisenwährung“ und verteuerte sich um 1,8%. Da auch der US-Dollar gegenüber dem Euro stieg, erreichte das Gold in dieser Woche neue Höchststände in Euro. Die Feinunze Gold kostete zwischenzeitlich rund 960 Euro. Anders verlief die Entwicklung des ölpreises. Das Barrel WTI notierte am Montag vor dem Hintergrund positiver Konjunkturerwartungen noch über 86 US-Dollar. Bis zum Wochenschluss fiel der Preis auf 75,11 US-Dollar. Da die Nachfrage nach dem Rohstoff innerhalb einer Woche nicht so stark gefallen sein kann, zeigt sich hier der derzeit hohe spekulative Einfluss auf dieses Geschäft. Die Märkte sahen die Gefahr, dass im Falle eines überschwappens der griechischen Schuldenkrise auf andere Länder die weltweite Konjunkturerholung abgebremst werden könnte, was die hohen Erwartungen an eine steigende Rohölnachfrage nicht erfüllen würde. Der breiter gefasste ROGERS INTERNATIONAL COMMODITY INDEX verlor auf Wochensicht knapp 1,5%.
Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord Das Handelsblatt berichtet bereits am Dienstag über die anhaltend starke Nachfrage von Kapitalanlegern nach Gold. Durch den gestiegenen Dollarkurs erreichte das Gold in diesen Tagen auf Eurobasis neue Rekordpreise. Grund für die starke Nachfrage sei die Funktion des Edelmetalls als sicherer Hafen in Krisenzeiten:Zitat: " ?Gold ist ein Krisenbarometer.? Je intensiver die Krise, desto wertvoller wird Gold, sagt Nauhauser. Und Krisen sind selten mit Gewissheit vorhersehbar."Während viele Experten mit weiter steigenden Goldpreisen rechnen, warnt Niels Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, aber auch von den Risiken für Privatanleger. Langfristig habe Gold zwar einen Inflationsausgleich, aber keine Erträge wie Zinsen oder Dividenden geliefert. Außerdem unterliege der Kurs sehr starken Schwankungen, was hohe Verlustrisiken mit sich bringe. Ein zusätzliches Risiko drohe von der Währungsseite. Da der Goldpreis in US-Dollar notiert wird, bedeute ein starker Euro Verluste für den Goldanleger. Zu erkennen sei allerdings, dass verschiedene Notenbanken, darunter auch die USA und Deutschland, ihre Goldbestände als strategischen Teil ihrer Währungsreserven ausbauen würden.[Quelle online lesen..]
Edel- und Industriemetalle sind bei Investoren gefragt Das Handelsblatt berichtet ebenfalls am Dienstag darüber, dass neben dem Gold auch Silber, Palladium und Industriemetalle stark von Investoren nachgefragt werden. Hinzu käme die steigende Nachfrage, z.B. aus der Autoindustrie. Die Experten gingen allerdings davon aus, dass der Preisanstieg bei den Industriemetallen vorerst beendet ist. In den vergangenen Monaten hätte besonders China seine Lager aufgefüllt. Dieser Vorgang sei nun abgeschlossen, was zu einer rückläufigen Nachfrage an den Weltmärkten führen sollte.[Quelle online lesen..]
Russland schürt Angst vor Ölschwemme Der ftd-Redakteur Tobias Bayer warnt am Dienstag vor einem Überangebot auf dem Rohölmarkt. Russland baue seine Förderung aus und auch die Opec sei in der Umsetzung ihrer eigenen Förderbeschränkungen relativ undiszipliniert. Diesem großen Angebot stehe eine weiterhin eher geringe Nachfrage gegenüber. Da man an den Märkten bisher meist von einer Tendenz hin zur Unterversorgung ausgehe, bestünde die Gefahr von deutlichen Preisrückgängen.Zitat: " Ähnlich sieht das Ölexperte Shum von Purvin & Gertz: "Die Preisentwicklung wurde bisher von erwarteten Knappheiten bestimmt. Der Angebotsüberhang wurde dabei großzügig ausgeblendet.""Anm. d. Red.: Bei Erstellung dieses Artikels lag der Preis für ein Barrel WTI-Öl bei rund 86 US-Dollar. Bis Freitag Nachmittag ist der Preis auf rund 78 US-Dollar gesunken.[Quelle online lesen..]
SpezialthemenSchuldenorgie wird Finanzmärkte ins Chaos stürzen Das Handelsblatt berichtet über die pessimistischen Prognosen so genannter ?Querdenker?, die letztlich den gesamten Kapitalmarkt in Frage stellen und sowohl für Aktien als auch für Anleihen große Probleme erwarten. Betrachtet man sich allerdings den Börsenverlauf dieser Woche, dann kann die folgende Aussage beeindrucken:Zitat: " Die Akteure an den Finanzmärkten würden bald Angst vor der eigenen Courage bekommen und ihre in den letzten Monaten eingegangenen Risikopositionen wieder verkaufen, sagen die unabhängigen Experten. Dafür sei nur ein neuer Schock nötig. "Auslöser wäre beispielsweise ein Kollaps in China oder die immensen Verluste, die sich in den Bilanzen der US-Banken wegen der Immobilientalfahrt ansammeln", sagt David Karsbol, Chefökonom der Saxobank in Kopenhagen."Nach Griechenland würden auch die Schuldenprobleme anderer Staaten, darunter auch Großbritannien und die USA, in den Fokus der Märkte rücken. Einer der genannten Experten spricht von einer gigantischen Blase im Bereich der Staatsanleihen, weil diese ihre Funktion als ?sicherer Hafen? verlieren würden und empfiehlt komplett aus dieser Anlageklasse auszusteigen.Zitat: " Auch die USA mit ihrer Welt-Reservewährung Dollar befinden sich im Fadenkreuz. Der Finanz-Historiker Niall Ferguson findet dafür ein plastisches Bild: "US-Staatsanleihen sind so sicher wie Pearl Harbor 1941." Die bisher als unverwundbar geltenden Staatsanleihen könnten zur Gefahr werden, meinen skeptische Geldverwalter."Als Anlagealternative werden Sachwerte wie Gold und Immobilien genannt.[Quelle online lesen..]
?Bald beginnt die Schlacht um England? Einer der im obigen Artikel genannten Querdenker ist Franck Biancheri, wissenschaftlicher Direktor des Think Tanks LEAP/E2020. Das Handelsblatt veröffentlicht ein ausführliches Interview mit Biancheri. Er geht davon aus, dass in Großbritannien nach den Wahlen offenbar wird, dass die Lage der Staatsfinanzen deutlich schlechter ist, als bisher bekannt. Es sei zu erwarten, dass auch hier die Hilfe der EU und des IWF benötigt werde. Noch dramatischer werde die Lage in den USA werden, weil keine externe Institution deren Finanzbedarf decken könne:Zitat: " Allein die USA müssen im laufenden Jahr insgesamt Kredite in Höhe von 5 000 Mrd. Dollar finden, wenn ihnen nicht das Geld ausgehen soll. Deshalb rechnen wir im kommenden Winter mit einer Implosion der Spekulationsblase der US-Staatsanleihen."In der Folge würde die Fed in solche Schwierigkeiten kommen, dass sie ihre Unabhängigkeit verlieren könnte. Biancheri erwartet kein Auseinanderbrechen des Euro. Im Gegenteil, da die Probleme in den USA deutlich größer seien als in Europa, erwartet er einen Kurs von 1,50 US-Dollar für einen Euro zum Jahresende. Anlegern empfiehlt der Experte, sich auf Regionen zu konzentrieren, in welchen keine Problematik der Staatsschulden vorliegt. Dies seien vorrangig die asiatischen Schwellenländer. Von einem nennenswerten Wirtschaftswachstum in den westlichen Ländern geht Biancheri nicht aus.[Quelle online lesen..]
Schlimmer als im Sommer 2007 In der Rubrik ?Das Kapital? vergleicht die ftd am Dienstag den Stand der privaten Verschuldung von heute in Europa und den USA mit dem Stand vor Ausbruch der Finanzkrise. Das Blatt stellt fest, dass diese sogar gestiegen ist und bemängelt, dass dies von den Aktienmärkten nicht wahrgenommen werde (Stand Dienstag). Diese Ignoranz würde sich am Ende ?immer bitter rächen?. Was der Autor von den aktuellen Bewertungen an den Börsen hält gibt das folgende Zitat wieder, mit welchem er seinen Artikel schließt:Zitat: " Dass am europäischen Aktienmarkt das 13-Fache von Ergebnisschätzungen bezahlt wird, die den Firmen eine Nettogewinnspanne von beinahe sieben Prozent des Umsatzes unterstellen, bleibt da ein Rätsel, das mit keiner Rentenrendite der Welt mehr zu erklären ist."[Quelle online lesen..]
Griechenland-Krise weckt Lehman-Erinnerungen Die ftd beschreibt am Freitag, welche globale Bedeutung die Griechenlandkrise mittlerweile erlangt hat. Vergleiche mit der Lehmann-Pleite werden gezogen. Erneut wächst die Angst, dass Banken in Liquiditätsprobleme kommen könnten. Die Unruhen in Griechenland reduzieren das Vertrauen in das Land, seine Probleme in den Griff zu bekommen. Als schwierig für die Märkte wird geschildert, dass man die möglichen Auswirkungen nicht einschätzen könnte. Der Trend, dass den Kapitalmärkten Kapital für mit Risiko behaftete Anlagen entzogen wird, könnte die globale Konjunkturerholung bremsen.[Quelle online lesen..]
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