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Newsletter - KW 15/2010
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Newsletter - KW 15/2010

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) Bis Freitag Nachmittag sah es so aus, als würde dies wieder so eine Woche, in welcher die Aktienmärkte die positiven Nachrichten stärker gewichten wollten, als die durchaus auch vorhandenen schlechteren Nachrichten. Der Dax pendelte zuerst um das Niveau des vergangenen Freitag, nahm dann Fahrt in Richtung der Marke von 6.300 Punkten, die er am Donnerstag auch kurzzeitig überschreiten konnte. Positiv bewertet wurden dabei gute Unternehmenszahlen aus den USA. JP Morgan, Intel und UPS konnten positiv überraschen und in Europa stieg die Industrieproduktion. Ausgeblendet wurden enttäuschende Zahlen vom US-Arbeitsmarkt und die zurückgekehrte Unsicherheit an den Märkten über die Lage in Griechenland. Auch die am Markt für Gewerbeimmobilien aufgetretenen Probleme fanden (noch) keine Beachtung an den Aktienmärkten. Am Freitag Nachmittag stieg die Nervosität schlagartig, als über einen Betrugsverdacht bei der US-Bank Goldman Sachs berichtet wurde. Bankaktien mussten auf beiden Seiten des Atlantiks deutliche Verluste hinnehmen und der Dax gab innerhalb einer Stunde fast 125 Punkte (2%) nach. So endete diese Woche in Frankfurt letztlich mit einem Minus von 1,1%. Der Gewinn des deutschen Leitindex seit Jahresbeginn liegt bei 3,75%. Der Euro Stoxx 50 gab seinen mühsam erkämpften Jahresgewinn wieder ab und liegt in diesem Betrachtungszeitraum mit einem guten halben Prozent im Minus. Auf Wochensicht verlor der europäische Index 1,5%.

BlackRock: ?Europäische Aktien stehen vor längerem Bullenmarkt? oder Merill Lynch: ?Europa ist eine No-Go-Zone für Investoren?
Unterschiedlicher können die Einschätzungen zu einem Aktienmarkt kaum sein, als die in dieser Woche von Merill Lynch (Quelle: Handelsblatt) und BlackRock (Quelle: fondsprofessionell.de) veröffentlichten Prognosen. BlackRock gibt sich optimistisch und erwartet für die europäischen Unternehmen steigende Gewinne, da diese besonders von dem starken Wachstum in den asiatischen Ländern profitieren würden. Dagegen ergibt eine Umfrage von Merill Lynch, dass viele Investoren wegen der ungelösten Griechenlandproblematik derzeit einen großen Bogen um Europa machen.Zitat: " ?Wegen Griechenlands Schuldenproblem ist Europa zu einer No-Go-Zone geworden?, sagt Patrik Schowitz, European-Stratege von BofA Merrill Lynch. Im Moment sei selbst die Börse in Japan interessanter für Investoren."BlackRock auf fondsprofessionell.de:[Quelle online lesen..]
Merill Lynch im Handelsblatt:[Quelle online lesen..]

Artus Direct Invest: ?Der DAX hat mehr verloren, als die meisten denken?
Jörg Bohn, Chefstratege der Vermögensverwaltung Artus Direct Invest AG, veröffentlicht auf fondsprofessionell.de eine etwas ungewöhnliche aber lesenswerte Betrachtung zur Entwicklung des Dax seit Beginn dieses Jahrzehnts. Betrachte man nur den Stand des Dax, liege der Anleger, der im März 2000 eingestiegen ist, derzeit noch rund 20% im Minus. Noch schlimmer falle die Bilanz aus, vergleiche man den in Aktien verbliebenen Gegenwert mit unterschiedlichen Rohstoffpreisen. Gegenüber Gold und Kupfer liege der Dax in diesem Zeitraum mit rund 70% hinten. Gegenüber Öl und Weizen betrage der Wertverlust der Aktienanlage immerhin noch fast 40%. Vor diesem Hintergrund weist Bohn auf die Bedeutung einer breiten Streuung bei der Kapitalanlage hin:Zitat: "Nur eine breite Streuung des Kapitals auf Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle und Anleihen bewahrt vor kostspieligen Schieflagen und bietet zudem die Chance, Wertverluste bei anderen Anlageklassen zumindest zu kompensieren."Außerdem sei ein aktives Risikomanagement ein wichtiger Punkt.[Quelle online lesen..]

Griechenland bereitet Hilferuf vor
Wie auf fazfinance.net berichtet wird, bereitet Griechenland die Inanspruchnahme des Hilfspaketes der EU und des IWF vor. Athen habe die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank und den IWF in einem Brief um die Aufnahme von Gesprächen über ein ?mehrjähriges Wirtschaftsprogramm? gebeten, welches in Einklang mit den Hilfszusagen der Euro-Gruppe stehen solle. Zuvor seien die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen wieder in die Nähe ihrer alten Höchststände gestiegen. Grund seien Befürchtungen, Griechenland könnte sich nicht wie geplant über die Emission eines Dollar-Bond im Mai refinanzieren. In der kommenden Woche werde erstmals ein Team des IWF Einsicht in die Bücher des südeuropäischen Landes nehmen, um konkrete Konsolidierungsmaßnahmen vorschlagen zu können.[Quelle online lesen..]

Bis 6300 und nicht weiter
Der ftd-Charttechniker Andreas Büchler lässt sich in seiner Freitagsanalyse zu keiner Prognose hinreissen. Er beschreibt, was in diversen Szenarien nach oben und unten möglich ist. Die klarste Aussage ist die folgende:Zitat: " Bei 6100 Punkten folgt dann die nächste - bereits bewährte - Unterstützung, falls es zur schon länger erwarteten Korrektur kommt. Falls nicht, besteht derzeit Aufwärtspotenzial bis 6410/25 Punkte an eine weitere Aufwärtstrendgerade. Davor können allerdings schon bei 6350 und 6400 Zählern wieder verstärkt Verkäufe auftreten."Der nächstgrößere Trendbereich bewegt sich gemäß Büchlers Analyse zwischen 5.130 und 7.250 Punkten. Nach wie vor sei der Dax aber überkauft und Büchler erwartet eine eigentlich schon längst fällige Korrektur.[Quelle online lesen..]


Aktien Nord-Amerika

(finanzinfo-service.de) Von Montag bis Donnerstag dieser Woche profitierten US-Aktien von der allgemein guten Stimmung auf dem Börseparkett und der Tendenz, positive Nachrichten höher zu gewichten, als negative Meldungen. In dieser Zeit belebten die Zahlen von Intel, JP Morgan und UPS die Hoffnungen der Börsianer, unterstützt von den Einzelhandelsumsätzen. Besonders Bank- und Hightechaktien standen zwischenzeitlich auf den Einkaufslisten der Händler. Ignoriert wurden dabei z.B. schwache Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, die an den Rentenmärkten erneut aufkommende Unsicherheit bezüglich der Lage um die griechischen Staatsfinanzen und die Verluste einiger Fonds am Markt für Gewerbeimmobilien. Auf diesem Nährboden stiegen die Kurse für amerikanische Aktien auf breiter Front bis zum Donnerstag sechs Tage in Folge, die großen Indizes erreichten zwischenzeitlich "psychologisch wichtige“ runde Marken (Dow Jones: 11.000, S&P 500: 1.200) und alles schien auf eine erfreuliche Börsenwoche hinauszulaufen. Das dicke Ende kam am Freitag. Die US-Börsenaufsicht gab bekannt, dass sie der US-Bank Goldman-Sachs bei der Vermarktung eines verbrieften Hypothekenkredits (CDO) aus dem Jahr 2007 Betrug vorwirft. CDOs gelten als Auslöser der Finanzkrise. In Verbindung mit einigen Unternehmensberichten, die schlechter als erwartet ausfielen, sorgte dies dafür, dass die Stimmung auf dem Parkett sehr schnell kippte. Innerhalb von weniger als zweieinhalb Stunden verlor der Dow Jones rund 1,6%. Auf Wochensicht blieb immerhin noch ein kleines Plus von 0,2%. Der Nasdaq Composite ging mit einem Wochengewinn von 1,1% in das Wochenende, nachdem er im Wochenverlauf schon mit mehr als 2,5% in der Gewinnzone lag. Seit Jahresbeginn liegen beide Indizes allerdings komfortabel im Plus (Dow: +5,7%, Nasdaq: +9,4%). Für Euroanleger kommen noch jeweils rund sechs Prozent Währungsgewinne hinzu.

US-Finanzregulierung steht vor dem Scheitern
Wie das Handelsblatt berichtet, stockt die Umsetzung der von Präsident Obama angeschobenen Reformen der Finanzmarktregulierung in den USA. Obama benötige im Senat auch Stimmen von den Republikanern, die sich derzeit aber, unterstützt von der Finanzwirtschaft, noch verweigern würden. Eine Lösung vor den im November stattfindenden Parlamentswahlen würde somit immer unwahrscheinlicher. Es sei nicht damit zu rechnen, dass entsprechende Neuregelungen in Europa in Kraft treten würden, bevor eine Entscheidung in den USA gefallen ist. Die Angst vor einer Wettbewerbsverzerrung zu ungunsten der Europäischen Institute wäre zu groß.[Quelle online lesen..]

Fed sieht zunehmende Wirtschaftsaktivität
Wie das Handelsblatt am Mittwoch berichtet, sieht die Fed in ihrem jüngsten Bericht ?Beige Book? eine zunehmende Aktivität der US-Wirtschaft. Besonders positiv sei der Anstieg des privaten Konsums, der mehr als 60% der gesamten US-Wirtschaft ausmacht, um 1,6% im Vergleich zum Vormonat. Schwierig bleibe die Lage am Arbeitsmarkt.[Quelle online lesen..]

Bernanke will keine Zinswende
Wie das Handelsblatt berichtet, hat Bernanke in einer Anhörung vor dem US-Kongress den Spekulationen um eine baldige Zinswende eine klare Absage erteilt. Er sehe aber insgesamt eine positive Entwicklung der US-Wirtschaft. Wichtig sei nun, dass die Regierung große Anstrengungen zum Abbau des Staatsdefizits unternehme.[Quelle online lesen..]



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