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Newsletter - KW 14/2010

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) In der wegen des Ostermontags verkürzten Börsenwoche war einmal mehr die Lage in Griechenland das beherrschende Thema. Offensichtlich verlieren die griechischen Sparer das Vertrauen in ihre Banken und ziehen in größerem Stil Mittel dort ab, was zu Liquiditätsproblemen im Bankensektor führt und ein Eingreifen des Staates erforderlich macht. Dies bindet Mittel und schränkt den Handlungsspielraum Athens weiter ein. Dazu gab es Unsicherheiten bezüglich der Hilfsmaßnahmen der EU. Die Märkte reagierten nervös darauf, dass noch wenig konkrete Fakten und Maßnahmen besprochen seien. Es wurde über "Kämpfe im Hintergrund“ über die Höhe der Zinsen berichtet, welche Griechenland für die Hilfe anderer EU-Staaten zu zahlen hätte. Außerdem kamen Gerüchte auf, Griechenland wolle das Eingreifen des IWF verhindern, da dieser meist sehr rigide Sparmaßnahmen einfordert. Diese, so befürchte die griechische Regierung, könnten soziale Unruhen auslösen. An den Kapitalmärkten stiegen die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen auf neue Rekordhöhen und der griechische Aktienmarkt brach in dieser Woche zwischenzeitlich um mehr als acht Prozent ein. Am Freitag setzte dann etwas Entspannung ein. Auf EU-Ebene einigte man sich auf einen Zinssatz für die Kredite an Griechenland, der ersten Angaben zu Folge in der Nähe des Zinses liegen soll, welchen der IWF in Rechnung stellt (ca. 5%). Außerdem meldete Athen für das erste Quartal einen Rückgang des Haushaltsdefizits um 40%. Man liege damit im Zielkorridor für die angestrebte Senkung des Defizits für 2010 von mehr als 12% auf 8,7%. Dies stützte am Freitag sowohl die europäischen Aktien als auch den Euro. Auf Wochensicht konnten so sowohl der Dax (+0,2%) als auch der Euro Stoxx 50 (+0,5%) noch leichte Gewinne verbuchen. Seit Jahresbeginn liegt der Dax nun mit 4,9% im Plus, mit dem Euro Stoxx 50 konnte man im gleichen Zeitraum 0,9% verdienen.

Griechische Regierung stützt Bankensystem mit Milliarden
Am Mittwoch berichtete die ftd, dass die griechischen Banken die Unterstützung eines bereits beschlossenen Konjunkturpaketes in Anspruch nehmen müssten, um ihre Liquidität zu sichern. Hintergründe sei die Tendenz der griechischen Sparer und Anleger, ihr Geld von den Banken abzuziehen. Banken müssten zunehmend staatliche Bürgschaften in Anspruch nehmen. Aber auch für den Staat werde die Lage immer schwieriger, da die griechischen Banken so nicht mehr in gleichem Maße wie bisher als Abnehmer für neue Staatsanleihen in Frage kämen. Von offizieller Seite werde allerdings beschwichtigt. Die beschlossenen Maßnahmen der griechischen Regierung seien zur Bekämpfung der Krise geeignet, lassen sowohl die griechische als auch die deutsche Regierung vernehmen. Die Kapitalmärkte preisen derzeit allerdings noch keine sich abzeichnende Besserung ein.[Quelle online lesen..]

EU-Hilfe für Athen steht
Wie n-tv.de am Freitag Nachmittag berichtet, haben sich die EU-Staaten auf einen Zinssatz für mögliche bilaterale Kredite zur Unterstützung Griechenlands geeinigt, falls die Hellenen sich nicht mehr über den Kapitalmarkt würden refinanzieren können. Dies sorgte auf breiter Front für die Rückkehr des Vertrauens in die Lösung des Griechenlandproblems und vertrieb an den Kapitalmärkten die meisten Sorgen der auslaufenden Woche. Sogar die weitere Abwertung der Bonität Griechenlands durch die Ratingagentur Fitch fand vor diesem Hintergrund keine Beachtung. Allerdings hatten die Kapitalmärkte mit den starken Anstiegen der Risikoaufschläge für griechische Anleihen dieses bereits vorweg genommen und die Ratingagentur reagierte nur auf diese Fakten. Mit der Einstufung BBB- hat Griechenland nun die unterste Stufe des sog. Investmentgrade erreicht. Fällt die Bonität um eine weitere Stufe (BB+), fallen die Anleihen aus Athen in den Bereich der "Ramschanleihen“ (Junk Bonds). Wie n-tv berichtet, ist der griechische Finanzminister allerdings weiterhin davon überzeugt, dass Griechenland seine Probleme ohne fremde Hilfe lösen kann:Zitat: " "Wir haben gesagt, dass Griechenland keine Absicht hat, diesen Mechanismus zu nutzen", erklärte Finanzminister Giorgos Papakonstantinou. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums betonte, es gebe keinen Handlungsbedarf. "Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass Griechenland die Refinanzierung seiner Schulden gelingen wird", sagte er."[Quelle online lesen..]

Leichte Schwäche ohne große Folgen
In der ftd-Chartanalyse des Dax vom Freitag Vormittag beschreibt Andreas Büchler, dass der Dax in dieser Woche zwar seinen seit Februar gültigen Aufwärtstrend verlassen habe, dies aber aus aktueller Sicht ohne nachhaltige Folgen bleiben könnte. Kurzfristig sei der Dax "überkauft“ und mit einer Korrektur zu rechnen, mittelfristig stünden die Zeichen für einen weiteren Anstieg bis ca. 7.100 gut. Erst bei einem Rückgang unter die Marke von 5.130 müsste diese Einschätzung "zumindest überdacht“ werden.[Quelle online lesen..]



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