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Newsletter - KW 4/2010
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Newsletter - KW 4/2010

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) Traditionell ist der Januar an den Aktienmärkten eigentlich ein starker Monat. Normalerweise gehen die Börsianer davon aus, dass zu Jahresanfang die vorangegangene Jahresendrally fortgesetzt wird. Vielleicht lag es daran, dass es keine wirkliche Jahresendrally gab, dass den Aktienanlegern in diesem Januar schon nach der ersten Woche der Mut abhanden kam. Auch in dieser Woche schwankte man zwischen Hoffen und Bangen und fragte sich, oder der Dax die 5.600 Punkte-Marke würde verteidigen können. Eine Marke, die nicht einmal charttechnisch von besonderer Bedeutung ist. Im Mittelpunkt standen die Quartalsberichte der Unternehmen. Diese überraschten abwechselnd positiv (z.B. Siemens) oder negativ (die spanische Bank BBVA), wobei der Markt den negativen Nachrichten derzeit mehr Beachtung schenkt. Auch die überwiegend positiven Nachrichten zur US-Konjunktur (Konsumklima, Verbrauchervertrauen, BIP-Wachstum, Einkaufsmanagerindex) konnten die allgemeine Skepsis nicht vertreiben. In Europa freute man sich am Freitag noch über das unerwartet stark gestiegene Wirtschaftswachstum in den USA im vierten Quartal 2009. Die Indizes legten um rund ein Prozent zu und die Börsianer durften mit Zuversicht ins Wochenende gehen. Allerdings wurden ihre amerikanischen Kollegen nach Börsenschluss in Europa zu Spielverderbern. Sie entschieden sich dann doch wieder für den Pfad der Skepsis und schlossen auch den Freitag mit Verlusten ab. Bleibt abzuwarten, wie die Europäer am Montag darauf reagieren werden. Gegenläufige Tendenzen zum US-Markt sind allerdings recht selten.Auf Wochensicht gab der Dax 1,52% ab und verliert so im Januar 5,85%. Der EuroStoxx 50 notiert im Vergleich zum letzten Wochenschluss um 2,11% tiefer und verliert im Januar 6,39%.

Vorsicht, Ifo!
Die ftd warnt in diesem Artikel vor einer falschen Interpretation des Ifo-Index. Dieser basiert auf Stimmungen und nicht auf harten Fakten. Wie die ftd berichtet, liegt der Index bereits wieder im Bereich einer normalen wirtschaftlichen Entwicklung. Er berücksichtigt dabei allerdings nicht, dass der Rückgang des BIP um 4,8% in 2009 eine sehr niedrige Ausgangsbasis schafft, von welcher aus ein ?normales Wirtschaftswachstum? von 1,5%, wie derzeit prognostiziert, die aktuellen Probleme z.B. in den Bereichen Einzelhandel, Industrie und Bau nicht lösen kann. [Quelle online lesen..]

Index zeigt ein Fehl-Kaufsignal
Liest man an diesem Freitag die charttechnische Betrachtung das Dax in der ftd, fühlt man sich an die Aussagen von Politikern erinnert, die sich gerne mindestens ein Hintertürchen offen halten. Der ftd-Techniker Andreas Büchler muss als erstes feststellen, dass die Charttechnik in der jüngsten Vergangenheit nicht das geeignete Instrument für Kaufentscheidungen war. Sie hätte ein ?großes so genanntes Fehl-Kaufsignal? geliefert. Auf Deutsch: Es ist genau das Gegenteil dessen geschehen, was die Techniker prognostiziert hatten. Sie sahen den Dax auf dem Weg zu neuen Gewinnen, der Index tat aber genau das Gegenteil und verlor kräftig. Aber immerhin sind die Charttechniker offenbar lernfähig, denn nun gilt:Zitat: " Diese relativ selten auftauchenden Fehlsignale kehren die bis dahin geltende charttechnische Prognose häufig um. Ein weiterer Anstieg in Richtung der horizontalen Widerstandszone sowie der Abwärtstrendlinie bei 5830 bis 5900 Zählern ist dadurch wieder ein Stück in die Ferne gerückt. Dafür ist ein Rücksetzer bis an die nächste schwache Unterstützung bei 5500 Punkten wieder wahrscheinlicher geworden."Also geht es weiter runter. Oder nicht" Liest man weiter, stellt man doch wieder Optimismus aufgrund anderer Indikatoren fest:Zitat: " Auf dieser Zeitebene existiert erstmals auch ein Argument für eine positive charttechnische Prognose, denn der Dax ist kurzfristig überverkauft, wie die abgebildeten Signalgeber deutlich veranschaulichen. Der Relative-Stärke-Index hat ein Niveau erreicht, auf dem es in den vergangenen Monaten stets zu einem ? zumindest vorübergehenden ? Richtungsumschwung zurück nach oben kam."Immerhin kann die technische Analyse so für jede Erwartungshaltung die richtige Begründung liefern. Das ist doch auch schon etwas.[Quelle online lesen..]

Nouriel Roubini: ?Spanien ist ein Damoklesschwert für die Eurozone?
Der amerikanische Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini hat sich mit trefflichen Prognosen für kommende Krisen (zuletzt die Finanzkrise) großen Respekt in der Finanzwelt erarbeitet. Wie fondsprofessionell.de berichtet, hat er diese Woche zu Beginn des Weltwirtschaftsgipfels in Davos ein düsteres Bild für die Eurozone gemalt. Er sieht eine sehr bedrohliche Entwicklung in Spanien, die für die EU und den Euro wesentlich gefährlicher sei, als die derzeitigen Probleme Griechenlands, weil Spanien das viertgrößte Land der EU ist.Zitat: " ?Wenn Griechenland untergeht, wäre dies ein Problem für die Eurozone. Wenn Spanien untergeht, wäre dies eine Katastrophe?, so Roubini."Die Gründe seien ?haushaltspolitische Ungleichgewichte?, eine fallende Wettbewerbsfähigkeit und die mit 19% extrem hohe Arbeitslosigkeit in Spanien. Durch den Euro fehle Staaten in dieser Situation das Instrument der Abwertung ihrer Währung. Roubini sieht die Gefahr einer Aufspaltung der EU in eine Kern- und eine Randzone und des Austrittes einzelner Länder aus der Eurozone.[Quelle online lesen..]


Aktien Nord-Amerika

(finanzinfo-service.de) Für die US-Börsen gab es in dieser Woche eine Vielzahl an Einflussfaktoren. Quartalsberichte, Konjunkturmeldungen, die Sitzung der Fed und die Wiederwahl von Fed-Chef Bernanke trieben die Kurse mal in die eine, mal in die andere Richtung. Da die Grundstimmung für US-Aktien aber Skepsis war, wurden die Nachrichten tendenziell eher negativ ausgelegt und die wichtigsten Indizes schlossen die dritte Woche in Folge im Minus. Der Dow Jones gab auf Wochensicht 1,04% ab und verlor im gesamten Januar knapp dreieinhalb Prozent. Wie gewohnt zeigte sich der Nasdaq Composite noch schwankungsanfälliger und verlor 2,63% (Woche) bzw. 5,37% (Januar). Auffällig war, dass positive Nachrichten es im Laufe der Woche kaum schafften, die Kurse nachhaltig positiv zu beeinflussen. In der Regel reichte es nur für ein kurzes Strohfeuer, das meist bis Börsenschluss wieder gelöscht wurde. Besonders auffällig war dies am Freitag, als ein überraschend hohes Wachstum des US-BIP (5,7% annualisiert) zwar zwischenzeitlich für Freude sorgen konnte, bis Börsenschluss aber wieder verpufft war. In der ftd lieferte ein Marktteilnehmer die Erklärung, dass der Großteil dieses Anstieges staatlichen Konjunkturmaßnahmen zu verdanken und deshalb kein "echtes“ Wachstum sei. Auch die Tatsache, dass 80% der bisher veröffentlichen Quartalsergebnisse der Unternehmen aus dem S&P 500 die Analystenprognosen übertroffen haben, wie der Postbank-Experte Heinz-Gerd Sonnenschein in einem Marktausblick beschreibt, konnte nicht für eine positive Grundstimmung sorgen, weil die Erwartungen den Marktteilnehmer noch höher waren. Die Tatsachen, dass die Fed die Zinsen und den Ausblick unverändert lies und Bernanke für eine weitere Amtszeit bestätigt wurde, hinterließen an den Märkten für US-Aktien letztlich keine Spuren.

Fed-Banker streiten offen über den richtigen Kurs
Wie die ftd berichtet, herrscht unter den Regionalen Vertretern der US-Notenbank Uneinigkeit über die weitere Vorgehensweise an der Zinsfront. Alles dreht sich um die Frage nach dem richtigen Ausstiegszeitpunkt aus der ultralockeren Zinspolitik. Schlechte Konjunkturnachrichten, wie z.B. die im Dezember wieder sinkenden Hausverkäufe, bringen stellenweise sogar Forderungen nach einer Ausweitung der Unterstützungsmaßnahmen zu Tage. Andererseits spricht ein erwartetes annualisiertes Wachstum von 4,5 - 5% im vierten Quartal 2009 für eine restriktivere Geldpolitik. Der IWF erwartet für 2010 ein weltweites Wachstum von 3,9%, plädiert aber für langfristig niedrige Zinsen. Mancherorts sind allerdings die Preise für Immobilien und Aktien in der jüngeren Vergangenheit so stark gestiegen, dass die Angst vor der Bildung neuer Blasen wächst.[Quelle online lesen..]

Größtes US-Wachstum seit 2003
Wie die ftd berichtet, ist das US-BIP im vierten Quartal des letzten Jahres stark gewachsen. Auf ein Jahr umgerechnet ergibt sich ein Wachstum von 5,7%. Dies sei zwar ein hoher Wert, für Zeiten direkt im Anschluss an eine Rezession jedoch nicht außergewöhnlich, wie Vergleichszahlen aus der Vergangenheit zeigen. Grund für diesen starken Anstieg ist hauptsächlich, dass die Unternehmen mit Einsetzen der Rezession begonnen hatten ihre Lager aufzubrauchen, wodurch die Produktion von Waren stark eingebrochen war. Nun sind die Lager weitgehend leer und die Produktion zieht wieder an. Die genannten Experten sind sich allerdings einig, dass dieser Effekt nicht für ein nachhaltiges Wachstum in dieser Höhe sorgen wird. Für das Gesamtjahr wird in den USA mit einer Zwei vor dem Komma gerechnet. Auch vom privaten Konsum und den Ausrüstungsinvestitionen gibt es laut ftd positive Zahlen zu berichten. Probleme bereiten nach wie vor der Immobilien- und der Arbeitsmarkt. Berichtet wird auch über eine breite Anhebung der Wachstumsprognosen des IWF sowohl für die USA, als auch für Europa und die gesamte Weltwirtschaft. Weltweit erwartet der IWF in 2010 ein Wachstum von 3,9%.[Quelle online lesen..]


Aktien Asien

(finanzinfo-service.de) Sorgen über die Konjunktur in den westlichen Ländern, die geplante Bankenregulierung in den USA und ein stärkerer Yen sorgte für schlechte Stimmung an der Tokioter Börse. Nur am Donnerstag konnte der Nikkei sich etwas erholen. An allen anderen Tagen gab er teils deutlich nach und schloss die Woche mit einem Minus von 3,71% ab. Damit verlor er im ersten Monat des Jahres um 3,3% an Wert und liegt auf dem niedrigsten Stand seit sechs Wochen.ähnlich hart trafen die Meldungen über die weitere Straffung der Geldpolitik in China den Hang Seng Index. Im Wochenvergleich gab er gut 2,9% ab, liegt aber wegen der schlechten Vorwoche im Vergleich zum Jahresende schon um 6,4% hinten.

Ein Schnäppchen ist Japan kaum
Wie die ftd berichtet, ist bei Fondsmanagern derzeit wieder der Trend zu erkennen, in Aktien aus Japan zu investieren. Sie beziehen sich auf verschiedene Bewertungsmethoden wie dem Kurs-Buchwert oder dem Verhältnis des Kurses zum Umsatz. So gesehen, sind japanische Aktien derzeit gerade einmal halb so teuer, wie US-Aktien. Zudem könnten bilanztechnische Faktoren, ein erwarteter Rückgang des Yen und die Nähe zum Zukunftsmarkt China für eine Verbesserung der Lage der japanischen Wirtschaft sprechen. Auf der anderen Seite sieht der Autor aber große Probleme durch die demografische Situation, die wachsende Konkurrenz aus China und das Schwächeln der wichtigsten Exportmärkte USA und Europa. So lautet sein Fazit:Zitat: " Allein wegen des riesigen Bewertungsabschlags in Bezug auf Buchwert und Umsatz scheint Japan dennoch vergleichsweise attraktiv. Doch liegt die Betonung eindeutig auf "vergleichsweise". Von einem echten Schnäppchen kann keine Rede sein."[Quelle online lesen..]


Aktien Schwellenländer

SCHWELLENLäNDER


(finanzinfo-service.de) Auch Schwellenländer-Aktien litten in dieser Woche unter der Konjunkturskepsis in den westlichen Ländern. Der brasilianische Bovespa verlor 1,24% (-4,11% im Januar), der russische RTS gab moderate 0,99% ab und konnte den Januar wegen der starken zweiten Januarwoche sogar mit einem Plus von 1,72% abschließen. Der indische Sensex gab in dieser Woche 2,98% ab (Januar ?5,68%) und der Shang Hai A-Share Index litt mit ?4,45% (Januar ? 8,33%) besonders unter der restriktiveren Geldpolitik in China. Der breit gefasste MSCI Emerging Market Index verlor auf Wochensicht 3,14% und beendete den Januar mit einem Minus von 5,65%.

Rusal kassiert zwei Milliarden Dollar
Wie das Handelsblatt berichtet, wird der weltgrößte Aluminiumkonzern Rusal, trotz seiner Probleme mit einer hohen Verschuldung, bei seinem bevorstehenden Börsengang rund zwei Milliarden US-Dollar mit neuen Aktien erlösen. Rusal wird das erste russische Unternehmen sein, welches die Börse in Hong Kong für sein IPO wählt. Es folgt damit dem weltweiten Trend bei IPOs, weg von den Börsen in London und New York, hin zu Hong Kong. Als Grund hierfür lässt sich aus diesem Artikel herauslesen, dass ein Großteil der Käufer dieser Aktien aus Asien kommt.[Quelle online lesen..]


Brasilianer sitzen fest im Bullensattel
Der Handelsblatt-Redakteur Alexander Busch blickt positiv auf die Zukunft für Aktien aus Brasilien. Deren Bewertung ist im Vergleich zu anderen Schwellenländern relativ günstig, das Gewinnwachstum der Unternehmen wird für 2010 auf 30% geschätzt und auch langfristig sind die Konjunkturaussichten positiv:Zitat: " Rund fünf Prozent wird Brasilien nicht nur dieses Jahr wachsen. Santander oder die Deutsche Bank erwarten, dass Brasiliens BIP sogar eine ganze Dekade jährlich so zulegen könnte ? bei einer gleichzeitig gezügelten Inflation."Kurzfristig ist allerdings mit Schwankungen zu rechnen, da der Wechsel der Geldpolitik der Brasilianischen Notenbank bald erwartet wird und die anstehenden Präsidentschaftswahlen für vorübergehende Unsicherheiten sorgen könnten. Die HSBC rechnet für diese Dekade erneut mit einem durchschnittlichen Gewinn an den Aktienmärkten von neun Prozent.[Quelle online lesen..]

Schwellenländer werden zur Spielwiese für Spekulanten
Der Handelsblatt-Redakteur Frank Wiebe weist darauf hin, dass die Region der Schwellenländer ein immer wichtigeres Ziel für die internationalen Kapitalströme wird. Er warnt vor den Gefahren einer Überhitzung einzelner Märkte und potentieller Abwehrmaßnahmen der jeweiligen Regierungen, um eine Blasenbildung zu vermeiden. Brisant wird die Situation, weil nicht nur langfristig ausgerichtete Investoren in diesen Märkten unterwegs sind. Kurzfristige spekulative Gelder bringen das Risiko größerer Schwankungen mit sich. Darüber hinaus sind die wirtschaftlichen und strukturellen Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern und Regionen sehr groß. Insgesamt entwickeln sich die Schwellenländer für Anleger zunehmend weg von der ?Abrundung des Depots? hin zum Kerninvestment.Zitat: " Auf der anderen Seite sollten Investoren aber auf eine vernünftige Streuung innerhalb des Sektors achten und sich hüten, zu spät einzelnen Modetrends aufzusitzen. Wenn Länder von den Marketingabteilungen der Banken entdeckt werden, kann es häufig schon zu spät sein."[Quelle online lesen..]

Rekord bei Bric-Börsengängen
Wie Courtney Weaver von der ftd berichtet, haben die Aktienmärkte der Schwellenländer den westlichen Börsen nicht nur in Sachen Performance den Rang abgelaufen, mittlerweile liegen sie auch bei den Börsengängen vorne. Viele Unternehmen wollen die sehr positive Börsenstimmung nutzen und noch in der ersten Jahreshälfte den Börsengang wagen. Dass dieser nicht zum Selbstläufer wird, zeigt die schlechte Entwicklung des russischen Aluminiumhersteller Russal. Auch der allgemein geringere Risikoappetit an den Finanzmärkten durch die Unsicherheiten in Griechenland, die geplante Bankenreform in den USA und die beginnende Straffung der Geldpolitik könnte die Euphorie etwas bremsen.[Quelle online lesen..]


OSTEUROPA


(finanzinfo-service.de) Mit Aktien aus Osteuropa war man in dieser Woche und im ganzen Januar deutlich besser bedient, als mit den meisten anderen Anlageregionen. Hier konnte die Aussicht auf eine wirtschaftliche Besserung vor Ort die weltweite Konjunkturskepsis dämpfen oder sogar überlagern. So hat z.B. die ungarische Notenbank den Leitzins gesenkt, während die westliche Welt und Asien gebannt wartend, wie das Häschen vor der Schlange, auf den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik starren. Die Budapester Börse konnte in dieser Woche sogar ein kleines Plus von 0,76% erzielen und den Monat positiv mit + 1,89% abschließen. Auch die ?0,26% der Prager Börse nehmen sich für diese Woche recht freundlich aus. Besonders vor dem Hintergrund, dass der Januar mit einem satten Plus von 5,66% in den Büchern steht. Am nahesten an den westlichen Börsen befand sich die Börse in Warschau. Mit polnischen Aktien verlor man in dieser Woche rund ein Prozent, liegt auf Monatssicht mit ?0,09% aber noch fast unverändert.

Osteuropa ist noch lange nicht wieder stabil
Wie der Handelsblatt-Redakteur Stefan Menzel berichtet, ist die wirtschaftliche Situation in Osteuropa bei weitem noch nicht so gut, wie es die Entwicklung der Aktienmärkte seit März 2009 vorgaukelt. Am Beispiel Ungarns beschreibt er, wie der von ausländischem Kapital befeuerte Höhenflug der Wirtschaft und auch der Staatsausgaben nach der Lehman-Pleite mit einem jähen Absturz endete, der fast in den Staatsbankrott geführt hätte. Die Unterstützung des IWF und der EU hatten Ungarn vor dem Schlimmsten bewahrt, aber dennoch leidet die Volkswirtschaft unter den Folgen. Auch als Ergebnis der notwendigen staatlichen Sparmaßnahmen wird die ungarische Wirtschaft wohl erst 2011 wieder ein positives Wachstum vorweisen können. Andere, hauptsächliche baltische, Staaten seien in einer ähnlichen Situation. Gefahr drohe auch noch längere Zeit für Banken, welche sich in der Vergangenheit stark in Osteuropa engagiert hatten, wie das Beispiel der Hypo Alpe Adria zeige. Hiervon seien besonders weitere Banken aus Österreich betroffen, die am stärksten in Osteuropa aktiv waren.[Quelle online lesen..]


Devisen- und Rentenmärkte

DEVISEN


(finanzinfo-service.de) Der Euro musste auch in dieser Woche den Problemen einiger Mitgliedsländer wie Griechenland, Spanien und Portugal Tribut zollen. Er verlor gegenüber den anderen wichtigen Währungen an Wert. Im Vergleich zum US-Dollar büßte die europäische Gemeinschaftswährung in dieser Woche 1,89% ein und liegt im Januar mit 3,26% im Minus. Das Britische Pfund war in Euro gerechnet Ende dieser Woche um 1,2% wertvoller als am vergangenen Freitag und liegt auf Monatssicht 2,18% höher, während der japanische Yen um 1,39% (Woche) bzw. 6,5% (Januar) teurer notiert.

RENTEN


(finanzinfo-service.de) Wie kaum anders zu erwarten war, konnten die Renten in dieser Woche sinkender Aktienkurse zulegen. Sowohl der Rex als auch der Bund Future gewann auf Wochensicht knapp 0,2% hinzu. Seit Anfang Januar liegt der Rex nun mit 0,46% und der Bund Future mit 1,81% im Plus.

Massenflucht aus Ouzo-Anleihen
Am Mittwoch berichtet der ftd-Redakteur André Kühnlenz von einem weiteren Renditeanstieg bei griechischen Staatsanleihen in Folge starken Abgabedrucks an den Rentenmärkten. Griechische Staatsanleihen rentieren mit 6,725% nun um 3,54% über vergleichbaren deutschen Anleihen. Am Vortag noch konnte die griechische Notenbank eine neue Anleihe mit einem Volumen von 5 Mrd. Euro platzieren und die Märkte damit kurzfristig positiv beeindrucken. Dies zeigt, dass die Anleger grundsätzlich zwar eine Staatspleite fürchten, kurzfristig aber nicht damit rechnen. Kühnlenz berichtet über Gerüchte, die besagen, dass die griechische Regierung versuche, staatliche chinesische Devisenfonds als Abnehmer für künftige Anleihen zu gewinnen.[Quelle online lesen..]

Warnschuss gegen Japan verhallt
Wie die ftd berichtet, hat die Ratingagentur S&P ihre Einschätzung für Japan nach unten revidiert. Sie veränderte für das AA-Rating den Ausblick von ?stabil? auf ?negativ?. Die Finanzmärkte zeigten sich von dieser Maßnahme allerdings nur sehr kurz beeindruckt und kehrten schnell wieder zum business as usual zurück. Wie die Autoren berichten, sei die Verschuldung Japans zwar sehr hoch, durch die über viele Jahre sehr niedrigen Zinsen halte sich die Zinsbelastung des Staates aber noch in Grenzen. Sollte Japan die Deflation und seine Haushaltsprobleme nicht in den Griff bekommen, droht eine Herabstufung innerhalb der nächsten beiden Jahre.[Quelle online lesen..]

Anlegerskepsis trifft Unternehmensanleihen
Wie die ftd-Redakteurin Meike Schreiber berichtet, erwarten Experten steigende Renditen am Markt für Unternehmensanleihen. Gründe hierfür sind das vermehrte Ausweichen der Unternehmen auf den Kapitalmarkt, da Fremdkapital von Banken schwer zu bekommen ist und der aus auslaufenden bestehenden Unternehmensanleihen resultierende hohe Refinanzierungsbedarf, der in diesem Jahr auf die Märkte zukommt. Wie Schreiber berichtet, erwarten Experten aufgrund dieses stark steigenden Angebots Absatzprobleme für diese Anleihen. Dies werde zu höheren Renditen oder gegebenenfalls gar zu einer Liquiditätskrise der entsprechenden Unternehmen in Folge von Finanzierungsschwierigkeiten führen.[Quelle online lesen..]


Rohstoffe

Passend zu der negativen Haltung bezüglich der konjunkturellen Erholung an den Aktienmärkten gab der ölpreis in dieser Woche nach (-1,89%). Somit fiel der Preis für das WTI-öl im Laufe des Januar um 7,21%. Weniger leicht erklärt sich vielleicht der erneute Rückgang des Goldpreises (-2,02%). In Zeiten sinkender Aktienkurse und wachsender Skepsis könnte das Edelmetall als Absicherung gesucht sein. Andererseits ist es ein klassisches Verhalten, dass der Goldpreis sich gegenläufig zum Wechselkurs des US-Dollar verhält. Der Vergleich ergibt, dass von den letzten neun Wochen sieben positiv für den US-Dollar (zum Euro) endeten und ebenfalls sieben Wochen mit einem sinkenden Goldpreis zu verzeichnen sind. An diesem Zusammenhang könnte also etwas dran sein. Im gesamten Januar ging der Goldpreis auf Dollarbasis um 1,87% zurück. Für den Euroanleger ergibt sich im Januar unter Berücksichtigung des Wechselkurses dagegen ein Goldpreisanstieg von rund 2%.

Opec und IEA blasen zum Anti-Spekulanten-Gipfel
Schon seit einiger Zeit sind verschiedene Marktteilnehmer bestrebt, die von Spekulanten verursachten kurzfristigen und heftigen Ausschläge der Rohstoffpreise zu begrenzen. Die ftd berichtet über ein bevorstehendes Treffen der Internat. Energie Agentur (IEA), der Opec und weiterer Marktteilnehmer zu diesem Thema Ende Februar. Das in Rohstoffen angelegte Kapital hat sich von Ende 2008 bis Ende 2009 fast verdoppelt, was z.B. beim Ölpreis für einen deutlichen Preisanstieg im zweiten Halbjahr 2009 geführt hatte, obwohl die Nachfrage unverändert gering war. Bisher getroffene Maßnahmen, wie z.B. die Einschränkung des Handelsvolumens der einzelnen Händler, seien wirkungslos oder könnten sogar kontraproduktiv wirken.[Quelle online lesen..]


Spezialthemen

Die wunderbare Welt der Goldman-Analysten
Die Bank Goldman Sachs hat den Ruf, mit ihren Marktprognosen oft vom allgemeinen Konsens abzuweichen. Auf ihrer aktuellen Roadshow zur künftigen Entwicklung der Aktienmärkte zeichnen die ?Goldmänner? auch ein positiveres Bild für die weltweiten Aktienmärkte, als die Mehrheit der Analysten. Wie das Handelsblatt berichtet, erwartet der Chefvolkswirt O´Neill in fast allen Regionen steigende Unternehmensgewinne. Da er auch von keiner Anhebung der Zinsen durch die Fed ausgeht, sollen die Aktienmärkte zusätzlich von der ?Liquiditätsparty? profitieren. In Japan könne man mit einer Bärenmarktrally rechnen, aber auf längere Sicht sei dieser Markt eher kritisch. Besonders hohe Erwartungen hat O´Neill an die BRIC-Staaten (er ist der Erfinder dieses Begriffes):Zitat: " "Schon im letzten Jahrzehnt war die Inlands-Nachfrage in den Bric-Staaten größer als in den USA" und die Bedeutung der Schwellenländer, allen voran Chinas, werde noch massiv steigen. "Im letzten Monat sind die Importe Chinas um 56 Prozent gestiegen und es wurden bei Weitem nicht nur Rohstoffe gekauft", referiert der Chefökonom und lässt dramatisch klingende Prognosen folgen: Bis 2050 werde sich das Bruttoinlandsprodukt Chinas um das 14-Fache erhöhen, die indische Wirtschaft werde gar 35 mal so groß sein wie heute und Brasilien und Russland immerhin zehn mal. Damit nicht genug: 2027 werde China die USA als weltgrößte Volkswirtschaft ablösen - und das sei konservativ gerechnet."Kurzfristig könnten allerdings Überhitzungserscheinungen in China für Rückschläge sorgen.[Quelle online lesen..]



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