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Newsletter - KW 1/2010
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Newsletter - KW 1/2010

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) Beflügelt von positiven Konjunkturdaten aus den USA (überraschend stark steigender Einkaufsmanagerindex) starteten die europäischen Aktien mit viel Schwung in das neue Jahr. Dienstags war es dann aber schon wieder vorbei mit dem Schwung. Richtungslos verlief der Handel während der restlichen Woche. Die Börsianer freuten sich aber darüber, dass die 6.000 Punktemarke im Dax gehalten werden konnte. Besonders durch die überraschend schlechten Daten vom US-Arbeitsmarkt am Freitag zeigte sich, dass der Dax auf diesem Niveau einen recht robusten Eindruck macht. Auf Wochensicht kann man, bei einem Plus des Dax von 1,35% und des EuroStoxx 50 von 1,74%, den Start in das neue Börsenjahr sicher als gelungen bezeichnen.

Dax-Chartanalyse: Markt sucht nach Richtung
In der charttechnischen Analyse des Dax vom Freitag Vormittag sieht der ftd-Fachmann Andreas Büchler den Dax "aktuell in einer Orientierungsphase mit Kursausschlägen in beide Richtungen, aber ohne einen klaren Trend“. Wie Büchler schildert, wird der Dax derzeit bei rund 5.940 Punkten nachgekauft und bei rund 6.050 verkauft. Würde er diese Range nach oben verlassen, wäre Platz bis ca. 6.550 Punkte. Wobei die 50er und 100er Marken jeweils psychologische Widerstände bilden würden. Nach unten fände sich die erste spürbare Unterstützung gemäß seiner Analyse bei 5888 bzw. 5903 Zählern. Kurzfristig würden einige Indikatoren auf eine Korrektur hindeuten, der Aufwärtstrend bliebe aber in Takt, solange die 200-Tage Linie (aktuell bei 5.220) nicht nach unten durchbrochen würde.[Quelle online lesen..]


Aktien Nord-Amerika

(finanzinfo-service.de) Einen Jahresanfang nach Maß legten die US-Aktien auf das Parkett. Ein überraschend positiver Einkaufsmanagerindex ISM (höchster Stand seit April 2006) stärkte am Montag die Hoffnungen auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung. Viele US-Indizes erreichten neue 15-Monats-Höchststände. An den restlichen vier Handelstagen zeigten die Indizes keine große Bewegungsfreude mehr. Bemerkenswert ist, dass das hohe Niveau vom Montag die ganze Woche über verteidigt und sogar ein wenig ausgebaut werden konnte, obwohl sowohl vom Immobilien-, als auch vom Arbeitsmarkt schlechte Nachrichten eintrafen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Dezember unerwartet stark und das Interesse an Wohnimmobilien ist wieder so niedrig wie vor 10 Monaten. Unter dem Strich stieg der Dow Jones in dieser Woche um 1,82% und der Nasdaq konnte 2,12% zulegen.

US-Industrie versprüht Euphorie
Der ftd-Redakteur Tobias Bayer berichtet aus New York über Daten, die eine weitere Konjunkturerholung in den USA anzeigen. Der Anstieg des Einkaufsmanagerindex ISM deute darauf hin, dass die Lager der Firmen leer seien und diese nun wieder auf den Märkten als Käufer auftreten würden. Hieraus ließe sich ein Wachstum des BIP von mehr als vier Prozent im vierten Quartal 2009 und drei bis 3,5% in den ersten beiden Quartalen des neuen Jahres ableiten. Wachstumsraten in dieser Höhe seien im Anschluss an Rezessionen nicht ungewöhnlich. In der Vergangenheit wurden, so Bayer, teilweise deutlich höhere Werte von 5,1 (Rezession 1973 - 75) und 7,2% (Rezession 1981 / 82) erzielt. Auch die deutliche Verlangsamung des Stellenabbaus deute in die gleiche Richtung. Allerdings sei das Wachstum in einigen Branchen, wie z.B. der Autoindustrie, lediglich auf staatliche Förderungsmaßnahmen zurückzuführen. [Quelle online lesen..]

US-Hausmarkt kränkelt weiter
Es ist ebenfalls der ftd-Redakteur Tobias Bayer, der von einem weiterhin schwachen US-Immobilienmarkt berichtet, welcher sich dämpfend auf die Konjunkturerwartungen auswirkt. Sowohl der Handel mit bestehenden Immobilien, als auch der Bau neuer Wohnimmobilien, sei zum Jahresende hin sehr schwach ausgefallen. Gründe seien Unsicherheiten über die weiteren staatlichen Hilfen und eine in Folge sinkender Immobilienbewertungen zurückhaltendere Kreditvergabe. Nach Aussage eines Experten würden die noch abzuwickelnden Zwangsversteigerungen längerfristig für ein überangebot am Immobilienmarkt sorgen. Auch der Markt für Gewerbeimmobilien sei unter Druck. [Quelle online lesen..]

Amerikas Erholung fehlt die Kraft
Der Handelsblatt-Redakteur Matthias Eberle kommentiert die konjunkturelle Lage in den USA. Er beginnt mit der Gegenüberstellung der Positionen der Konjunkturoptimisten und ?pessimisten. Wie er beschreibt, bemängeln die Pessimisten, dass die von den Optimisten ins Feld geführten Argumente, wie z.B. der jüngste Anstieg des Einkaufsmanagerindex ISM und die Verlangsamung beim Anstieg der Arbeitslosigkeit, keine nachhaltigen Gründe hätten und der Großteil der guten Daten ausschließlich auf dem kurzfristig wirkenden ?Staatsdoping? beruhen. Die Skeptiker, wie z.B. der Nobelpreisträger Paul Krugman, sehen die aktuelle Entwicklung nur als eine Zwischenerholung innerhalb eines längerfristigen Abwärtstrends. Krugmann nennt die jüngsten Erfolgsmeldungen aus der US-Wirtschaft als "Piepstöne", die nicht viel mehr als "eine statistische Illusion" seien. Nach Eberles Meinung ist für die künftige Entwicklung der Erfolg der ?Exit-Stratgie? aus der extrem offensiven Geldmarktpolitik von entscheidender Bedeutung. Er schließt mit dem Fazit:Zitat: " Eine Überzeugung teilen schließlich Optimisten wie Pessimisten: Auf eigenen Beinen, also ohne die zahlreichen Stützen der US-Regierung, kann Amerika noch längst nicht wieder laufen. Für eine nachhaltige Erholung benötigt die konsumgetriebene US-Wirtschaft Entspannungssignale an hochverschuldete Verbraucher und durchgreifenden Optimismus auf Seiten der Unternehmen, um neue Investitionsschübe einzuleiten. Beides können sich die Bullen sehnlich wünschen, aber nicht herbeizaubern."[Quelle online lesen..]

Fakten und Fiktionen
Jens Korte, der als Korrespondent in New York für die ftd schreibt, berichtet über Gerüchte, dass der jüngste Börsenaufschwung möglicherweise von einer staatlichen Geheimorganisation, dem ?Plunge Protection Team?, verursacht sein könnte.Zitat: " US-Präsident Ronald Reagan soll das Team 1988 ins Leben gerufen haben, um ähnliche Erschütterungen wie am 19. Oktober 1987 zu verhindern. Damals waren Blue Chips an einem Tag um 22,6 Prozent abgesackt. Existiert diese Riege tatsächlich, die aus Notenbank, Börsenaufsicht, Einlagensicherungsfonds und Finanzminister bestehen soll"?"Für diese Theorie spreche, dass nicht klar sei, woher die rund 600 Mrd. US-Dollar gekommen seien, welche für den Börsenumschwung im März 2009 gesorgt hätten. Marktteilnehmer halten es laut Korte für möglich, dass der Staat seine Finger im Spiel hat. Letztlich sei aber egal, ob der Ausstieg des Staates oder der raue Konjunkturwind das ?fragile Kartenhaus? des Aufschwungs umpuste.[Quelle online lesen..]


Aktien Asien

(finanzinfo-service.de) Die Kurse der Aktien aus Japan standen in dieser Woche hauptsächlich unter dem Einfluss der Konjunkturmeldungen aus den USA. Diese wurden positiv interpretiert und führten zu einem Börsenverlauf der das Handelsblatt zu der Feststellung veranlasste, dass die Asiaten die Krise für beendet erklärt hätten. Vier positive Tage und ein Donnerstag zum verschnaufen brachten dem Nikkei 225 ein Wochenplus von 2,39%. Am besten Börsentag der Woche, dem Freitag, sorgte zusätzlich noch ein stärkerer US-Dollar für Kauflaune in Tokio. In Hong Kong startete man zwar etwas skeptischer in das neue Jahr, dann schloss man sich der guten Stimmung an und der Hang Seng Index konnte die Woche um 3,72% über dem Stand vom Jahresende abschließen.

Aktien Schwellenländer

SCHWELLENLäNDER


(finanzinfo-service.de) Die Börsenwoche verlief in den Schwellenländern ?uneinheitlich?. In Moskau wurde feiertagsbedingt noch gar nicht gehandelt. An der Börse in Shanghai überwogen am Mittwoch und Donnerstag die Verkäufe, was die Gewinne vom Dienstag mehr als nur egalisierte. Der Shanghai A-Share Index gab in dieser Woche knapp zwei Prozent ab. Mit Gewinnen konnten Aktien aus Brasilien (+3,02%) und Indien (+1,12%) aus der Woche gehen. Der breiter gestreute MSCI Emerging Markets Index legte auf Wochensicht um 2,72% zu.

UBS sieht Schwellenländer-Aktien als Top-Anlagen für 2010
Wie die Internetseite foonds.com berichtet, sehen die Experten der UBS Bank die besten Chancen für Aktienanleger in diesem Jahr in den Schwellenländern. Dies sei die einzige Region, wo man wirklich präsent sein müsste. Als Gründe werden das überdurchschnittliche Gewinnwachstum der Unternehmen dieser Region, sowie das deutlich stärkere Wachstum des BIP (verglichen mit den Industrienationen) dieser Länder genannt.[Quelle online lesen..]

Mobius und Faber warnen vor der großen IPO-Flut
Das österreichische Wirtschaftsblatt berichtet in seiner Onlineausgabe über deutlich skeptischere, aber sehr prominente,Stimmen bezüglich der Entwicklung der Aktien aus Schwellenländern in diesem Jahr. Die beiden Börsengurus Mark Mobius und Marc Faber warnen unabhängig voneinander vor den Risiken, die durch sehr viele Börsengänge (IPO´s) in Verbindung mit der aktuell sehr hohen Bewertung entstehen. Mobius, Chefstratege bei Templeton Asset Management, erwartet gar einen Rückgang an den Aktienmärkten der Emerging Markets in der Größenordnung von 20%. Das Wirtschaftsblatt fasst die geplanten IPO-Aktivitäten in den Schwellenländern zusammen. Zitat: "Matthew Johnson, Aktien-Chefstratege von Barclays in New York, erwartet überhaupt den stärksten Anstieg an Börsengängen in den Emerging Markets aller Zeiten. Das Volumen sollte sich demnach auf 200 Milliarden Dollar verdoppeln."Bereits in diesem Jahr war das IPO-Volumen in den Schwellenländern deutlich größer, als das in den Industrieländern. Das stark steigende Angebot könnte die Aktienkurse unter Druck setzen. Brisant sei die Lage auch, weil das KGV der im MSCI Emerging Markets Index enthaltenen Aktien mit 24,2 ein vergleichsweise hohes Niveau erreicht hätte, welches man zuletzt im Jahr 2000 gesehen hatte.[Quelle online lesen..]

China steht vor Börsenboom
Auch Spiegel.de beschäftigt sich mit den geplanten Börsengängen, besonders in China. Allerdings beleuchtet man hier die Situation aus einem etwas anderen Blickwinkel. Ein Experte von Ernst & Young weist darauf hin, dass das geringe Emissionsvolumen in Europa ungünstig für die hiesigen Unternehmen sei, da diesen so ein wichtiges Instrument zur Eigenkapitalbeschaffung fehle. In diesem Artikel werden besonders die geplanten Aktivitäten in Schanghai beleuchtet. Neben dem starken Wirtschaftswachstum würden besonders die Privatisierungsaktivitäten verschiedener Regierungen zum Anstieg des IPO-Volumens beitragen.Zitat: " Ein anderer Grund dürfte sein, dass die Regierungen ihre Privatisierungsprogramme mit großem Eifer vorantreiben. So gingen in den ersten elf Monaten sechs der weltweit 20 größten Börsengänge auf die Börsengänge vormals staatlicher Betriebe in China, Indien und Polen zurück."[Quelle online lesen..]


OSTEUROPA


(finanzinfo-service.de) Aktien aus Osteuropa profitierten in dieser Woche von den stabilen Börsen in Westeuropa und den USA und dem vorherrschenden Konjunkturoptimismus. Anleger in Warschau durften sich über ein Plus von gut zwei Prozent des WIG Index freuen. Der ungarische BUX Index und sein tschechischer Bruder PX Index konnten auf Wochensicht jeweils sogar rund 3,6% zulegen.

Devisen- und Rentenmärkte

DEVISEN


(finanzinfo-service.de) Der Euro gewann in dieser Woche im Vergleich zu den anderen wichtigen Währungen wieder etwas an Wert zurück. Gegenüber dem US-Dollar legte er gut ein halbes Prozent zu. Auch das Britische Pfund und der Japanische Yen gaben gegenüber dem Euro nach.

Bond-Ausverkauf treibt Dollar
Der ftd-Redakteur Tobias Bayer schreibt über eine Veröffentlichung von Barclays Capital zur Entwicklung des Dollarkurses in diesem Jahr. Wie Bayer berichtet, erwartet Barclays steigende Renditen bei den US-Staatsanleihen. Dies und weiterhin bessere Konjunkturdaten sollten nach deren Meinung den US-Dollar stützen. Ein starker Anstieg gegenüber dem Euro würde von Barclays allerdings nicht erwartet. Wie Bayer anführt, würde dem die anhaltende Tendenz vieler Notenbanken aus den Schwellenländern entgegenwirken, ihre Währungsreserven weniger stark in US-Dollar anzulegen. Für US-Staatsanleihen sind im Zuge steigender Renditen in diesem Jahr erneut Kursverluste zu erwarten.[Quelle online lesen..]

Finanzminister redet Yen herunter
Wie die ftd berichtet, hat sich mit dem personellen Wechsel an der Spitze des Japanischen Finanzministeriums auch die Sichtweise der Verantwortlichen auf den Wechselkurs des Yen geändert. Japans neuer Finanzminister Naoto Kan hat sich deutlich für einen schwächeren Yen zur Unterstützung der Exportwirtschaft ausgesprochen und entsprechende Maßnahmen in Aussicht gestellt. Dies habe bereits zu Yen-Verkäufen an den Kapitalmärkten geführt und den Yen in dieser Woche unter Druck gesetzt. Der ?Wohlfühl-Kurs? von Kan liege bei rund 95 Yen pro US-Dollar (aktuell 92,6). Experten erwarten allerdings, dass die Japanische Notenbank, wie schon in den letzten Jahren, nicht zur Stützung des US-Dollar eingreifen werde. [Quelle online lesen..]


RENTEN


(finanzinfo-service.de) Wie das bei steigenden Aktienkursen so üblich ist, stiegen die Renditen am Rentenmarkt an und sorgten so für einen Wochenverlust des REX von 0,5%. Der Bund Future hingegen konnte 0,17% zulegen. Dies lässt darauf schließen, dass die Angst vor einer Inflation und steigenden Zinsen derzeit am Rentenmarkt noch nicht das beherrschende Thema ist.

Bond-König empfiehlt deutsche Staatsanleihen
Wie das Handelsblatt berichtet, ist Bill Cross so etwas wie der ?Warren Buffet für die Anlage in Rentenpapieren?. Er ist Gründer eines der größten Rentenmanager (Pimco) der Welt und gilt als Experte für festverzinsliche Anlagen. Cross hat aufgrund der übermäßigen Verschuldung der USA, Groß Britanniens und Japans wenig Vertrauen in Anleihen dieser Staaten. Deutschland habe hingegen einen relativ niedrigen Verschuldungsgrad (in Relation zum BIP) und die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse zwinge bis 2016 zu einem nahezu ausgeglichenen Haushalt.Zitat: " "Wir haben also ein Land, das großartig aussieht und zwei die das nicht tun", sagte er in dem Interview."Kritikern, die wegen der Probleme in Griechenland den Wert des Euro in Gefahr sehen, entgegnet er, dass gerade wegen dieser Entwicklung die sicheren Deutschen Staatsanleihen als ?Fluchtanlage? gefragt seien und man sich gegen Währungsrisiken langfristig absichern könne.[Quelle online lesen..]

Griechenland plant mit neuen Staatsanleihen
Wie das Handelsblatt berichtet, platziert die Griechische Regierung neue Staatsanleihen derzeit nicht wie gewöhnlich über Auktionen am Kapitalmarkt, sondern bringt diese in Form von Privatplatzierungen unter. Trotz eines Renditeaufschlages von 2,5% werde dieses Angebot von den Banken aber nur zögerlich genutzt. Griechenland war zum Ende des 3. Quartals 2009, rechnet man die Schulden der Privatwirtschaft mit, mit 403,2 Mrd. Euro in der Kreide, was 168 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entsprach. Davon entfielen 263 Mrd. auf Staatsschulden. [Quelle online lesen..]

Für US-Treasuries gehen die Prognosen weit auseinander
In der Handelsblatt-Rubrik ?Bulle & Bär? berichtet Andrea Cünnen über die Erwartungen der Finanzexperten bezüglich der Entwicklung der Rendite von US-Staatsanleihen. Der Referenzwert liege aktuell bei 3,8%. Die Prognosen der 63 von Bloomberg befragten Volkswirte reichen von 2,5 bis 5,5% und haben somit letztlich wenig Aussagekraft. Der errechnete Durchschnitt liegt bei 4%. Dies würde bedeuten, dass 2010 für Rentenanleger zwar kein gutes Jahr würde (steigende Renditen bedingen sinkende Kurse), es aber bei weitem nicht so schlimm würde wie 2009. Das vergangene Jahr war mit einem Verlust von mehr als 9% das schlechteste Jahr für US-Treasuries seit 31 Jahren. [Quelle online lesen..]


Rohstoffe

(finanzinfo-service.de) Gleich zwei Gründe gab es in dieser Woche für einen Anstieg des ölpreises. Zum Einen die vom überraschend positiven ISM Index befeuerten Konjunkturhoffnungen und andererseits das kalte Winterwetter in ganz Europa und Teilen der USA, welches die Nachfrage nach Heizöl anschiebt. So legte der ölpreis um 4,27% zu und übertraf erstmals seit September 2008 wieder die Marke von 80 US-Dollar (pro Barrel WTI), an welcher er im November mehrfach gescheitert ist. Ebenfalls verteuert hat sich das Gold. Auch Wochensicht stieg der Preis um fast drei Prozent. Vor dem Hintergrund, dass auch die Aktienkurse stiegen und Konjunkturoptimismus die Märkte dominierte ist dieser Anstieg ungewöhnlich.

Kälte treibt öl über 80 Dollar
Wie der ftd-Redakteur Tobias Bayer aus New York berichtet, herrscht an den ölmärkten etwas Angst, dass es wegen der kalten Witterung zu Versorgungsengpässen beim Heizöl kommen könnte. Dies spiegele sich auch bei den Termingeschäften mit dem schwarzen Gold wieder. Allerdings seien die Lager der Raffinerien noch sehr gut gefüllt und die Auslastungsgrenzen in dieser Industrie noch lange nicht erreicht. Bayer zitiert einen Branchenfachmann, der dem ölpreis aus charttechnischer Sicht aber kein großes kurzfristiges Steigerungspotenzial zugesteht. Zitat: " Edward Meir, Analyst beim Brokerhaus MF Global, hält es aus technischer Sicht für eher unwahrscheinlich, dass der ölpreis über 82 $ steigen wird. Er spricht von einem starken Widerstand bei 80,5 bis 82 $. "Aus technischer Sicht sieht der gesamte ölkomplex überkauft aus. Den Widerstand bei 82 $ wird er wohl nicht überwinden", schrieb Meir in einem Researchbericht."Allerdings lag der ölpreis nun bereits drei Tage in Folge über der Marke von 82 US-Dollar. Am Mittwoch sogar über 83.[Quelle online lesen..]

IWF glaubt an Rally bei Rohstoffen
Wie die ftd berichtet, geht der IWF von weiteren Preissteigerungen bei den Rohstoffen aus. Die wachsende Industrialisierung in den Schwellenländern sorge für eine zunehmende Nachfrage. Bei manchen Rohstoffen wie Zucker, Kupfer und Kakao sei mit stärkeren Schwankungen zu rechnen. Hier sei die Produktion zu großen Teilen auf einzelne Länder konzentriert, was zu Abhängigkeiten von politischen und klimatischen Ereignissen führt. In diesem Artikel wird auch berichtet, welche herausragenden Renditen Anleger mit Rohstoffinvestments im vergangenen Jahr erzielen konnten. Leider wird nicht sehr deutlich gemacht, dass die Verluste mit diesen Investments in 2008 noch wesentlich größer waren.http://www.ftd.de/finanzen/alternativen/:keine-entstpannung-iwf-glaubt-an-rally-bei-rohstoffen/50056058.html
Streik treibt Kupferpreis in die Höhe
Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, treibt ein Streik von Bergarbeitern in Chile für höhere Prämien derzeit die Kupferpreise nach oben. Chile fördert fast ein Drittel des weltweiten Kupferbedarfs und ist der größte Kupferproduzent der Welt.[Quelle online lesen..]

Kältewelle treibt Rohstoffpreise
Wie der ftd-Redakteur Tobias Bayer berichtet, wirken sich die kalten Temperaturen nicht nur auf den Preis für Heizöl aus. Auch andere Rohstoffe werden teurer. So ist durch die ungewöhnliche Kälte in Florida die Orangenernte in Gefahr, die wegen einer Dürre sowieso schon um rund 17% niedriger ausfalle. In China sorgen Kälte und Schnee für Probleme bei der Versorgung von Aluminiumhütten mit der nötigen Kohle. Es droht eine Verknappung bei diesem Metall, was die Preise nach oben treibt. Bayer lässt allerdings auch einen professionellen Marktteilnehmer zu Wort kommen, der weltweit keine Versorgungsengpässe bei den Industriemetallen sieht.[Quelle online lesen..]


Spezialthemen

An der Börse zählen wieder harte Fakten
Der Handelsblatt-Redakteur Christian Schnell gibt die Meinung einiger Marktteilnehmer wieder, dass in diesem Jahr wieder mehr die Fakten und weniger die Emotionen den Aktienmarkt bestimmen sollten. Man befände sich derzeit etwa in der Mitte zwischen den beiden extremen Stimmungslagen ?Angst und Habgier?. Diese würden in Jahren wie 2009, als die Angst im Frühjahr Überhand hatte, zu schnellen und heftigen Kursbewegungen führen. In einer Phase wie der derzeitigen fänden wieder reale Fakten stärkere Beachtung.Zitat: " Im neuen Jahr werden stattdessen deutlich greifbarere Indikatoren das Bild an den Märkten bestimmen: Einkaufsmanagerindizes und Industrieproduktion, Auftragseingänge und Verbraucherpreise, Arbeitsmarktdaten und Bruttoinlandsprodukt schlüpfen in die Rollen, die bis jetzt von den Stimmungsmessern besetzt waren. "Diese haben dann ihre Schuldigkeit getan und müssen stärkeren Indikatoren weichen", sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank."Die Experten erwarten hierdurch weniger starke Schwankungen, sehen aber aufgrund ihrer Konjunkturprognosen weiteres Potenzial für die Aktienmärkte. Die Gewinne würden allerdings moderater ausfallen, als im vergangenen Jahr.[Quelle online lesen..]

Buffett hinkt dem Markt meilenweit hinterher
Wie das Handelsblatt berichtet, gelang es der Börsenlegende Warren Buffet in 2009 nicht, mit der Aktie seiner Holding Berkshire Hathaway (+2,7%) den S&P 500 Index (+23%) zu schlagen. In den letzten 22 Jahren wäre ihm dies 15 Mal gelungen. Allerdings mache die schiere Größe seines Unternehmens dies mittlerweile immer schwerer. Im abgelaufenen Jahr hatten ihn die hohen Cash-Bestände ausgebremst, die er allerdings dazu genutzt hatte, günstig bei Aktien von Goldman Sachs, General Electric, Swiss Reinsurance und Burlington Northern Santa Fe einzukaufen. Ziel für die Zukunft seien ?vernünftige Erträge? und nicht ?außergewöhnliche Renditen?.[Quelle online lesen..]

?Das Finanzsystem hat Krebs?
Der Handelsblatt-Redakteur Jörg Hackhausen führt ein ausführliches Interview mit dem Chefanalysten der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer. Hellmeyer sieht die EZB als Modell für andere Notenbanken an. Besonders die Notenbanken der USA, Japans und Großbritanniens müssten unabhängiger von der Politik werden. Außerdem müsste das Finanzsystem weg kommen von der Idee der ?global player?. Auch die internationalen Bilanzierungsregeln für Banken seien reformbedürftig und müssten mehr Wert auf die ?Speckbildung? in guten Jahren legen. Die Gefahr einer neuen Blasenbildung sieht Hellmeyer eher bei Renten als bei Aktien. Zitat: " Dort sehe ich am ehesten eine Tendenz zur Blasenbildung. Ich halte das aktuelle Niveau sowohl bei Staats- als auch Unternehmensanleihen für zu hoch. Ich gehe davon aus, dass sich die Entwicklung insbesondere bei Staatsanleihen in den nächsten Monaten umkehren wird. Für zehnjährige Bundesanleihen ist ein Renditeanstieg in Richtung 3,8 bis vier Prozent möglich."Um neue Blasen rechtzeitig zu erkennen empfiehlt Hellmeyer darauf zu achten, wenn von ?Paradigmenwechseln? gesprochen wird oder sich Anlageklassen sehr weit von ihren durchschnittlichen Bewertungen entfernen.[Quelle online lesen..]

?Wir sind in der größten Finanzblase aller Zeiten?
Der Professor Steve Keen von der University of Western Sydney gehört zu den Fachleuten, die rechtzeitig vor der Finanzkrise gewarnt hatten. In einem Interview mit der Onlineausgabe der FAZ gibt Keen die Schuld an der Finanzkrise der falschen Sicht der Dinge bei den ?etablierten Ökonomen?.Zitat: " Die Wirtschaftspolitik wurde bestimmt von neoklassischen Ökonomen wie Robert Lucas oder Thomas Sargent, die im Rahmen der Thesen der rationalen Erwartungen argumentierten, Regierungen könnten die konjunkturelle Entwicklung nicht positiv beeinflussen. Sie rechneten zudem überhaupt nicht mit einer Krise im Privatsektor, wie wir sie jetzt haben. Edward Prescott, der den Wirtschafts-Nobelpreis im Jahr 2004 erhielt, erklärte sogar, das kapitalistische System sei in sich stabil und Störungen könnten nur vom öffentlichen Sektor ausgehen. Während dessen kam es zu einem Umdenken: Öffentliche Ausgabenprogramme in Höhe von vier bis sechs Prozent des Weltsozialproduktes verhinderten, dass wir tiefer in die Krise gerieten. Auch das zeigt, dass die neoklassische Theorie falsch ist."Keen ist der Meinung, dass der Bankensektor komplett außer Kontrolle geraten ist und fordert eine Abkehr von der schuldenfinanzierten Ökonomie, die mit Krediten, die aus nichts geschaffen wurden, außer Spekulationen nichts substantielles finanziert hat. Er sieht keinen Weg, wie ein Wechsel ohne sehr schmerzhafte Entwicklungen stattfinden kann.[Quelle online lesen..]



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