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Newsletter - KW 52/2009
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Newsletter - KW 52/2009

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) Da die Nachrichtenlage in der Weihnachtswoche und zwischen den Jahren recht dünn war, beschäftigen wir uns in dieser Woche hauptsächlich mit dem Rückblick auf das vergangene Jahr und das soeben zu Ende gegangene Jahrzehnt und den Ausblicken auf das kommende Jahr.
Zuerst einmal soll natürlich gewürdigt werden, dass der Dax in der letzten Woche des Jahres dann doch noch die Marke von 6.000 Punkten knacken und in den letzten beiden (kurzen) Handelswochen noch einmal um rund 3,5% zulegen konnte. Auch der EuroStoxx 50 machte in dieser Zeit einen schönen Satz um 3,3% nach vorne. So stehen auf Jahressicht Gewinne von 23,85% (Dax) und 21% (EuroStoxx 50) in den Büchern. Ende gut, alles gut" Blicken wir rund zwölf Monate zurück. Das Jahr 2008 hatte zwischenzeitlich weniger als die Hälfte von den Aktienkursen des Jahresanfangs übrig gelassen. Man würde also eine Verdopplung (+100%) der Kurse benötigen, um wieder auf seinen Depotwert vom Anfang des Jahres zu kommen. Die Angst vor einem kompletten Zusammenbruch des Finanzsystems war groß und die Meldungen von den Unternehmen niederschmetternd. Zwar hatten sich die Aktienkurse zum Jahresende wieder etwas erholt, aber das war wohl nur die Ruhe vor dem Sturm. Von Jahresanfang bis Mitte März wurden nochmals Verluste von mehr als 25% eingefahren. Man lag nun noch einmal rund zehn Prozent unter den Tiefstwerten von 2008 und hatte vom Höchststand im Juli 2007 fast 56% (Dax) bzw. 61% (EuroStoxx 50) eingebüßt.
ähnlich wie im Jahr 2003 folgte die Trendwende im März. Das globale Finanzwesen konnte durch lebensrettende Maßnahmen der Regierungen und Notenbanken vor dem Exodus bewahrt werden und es setzte sich die Hoffnung durch, dass alles gar nicht so schlimm wird wie gedacht und die nächste Erholung schon vor der Tür steht. Die Experten erwarten allerdings, dass der Gleichlauf mit der Börsenentwicklung nach 2003 bald enden wird. Damals ging der Schwung der Börse in deutliches wirtschaftliches Wachstum über, womit 2010 anscheinend nicht gerechnet werden kann. Allerdings sucht bis auf weiteres noch viel Liquidität nach Anlagemöglichkeiten, was Treibstoff für weiter Kurssteigerungen im neuen Jahr liefern könnte.
Wenig erfreulich ist der 10-Jahres-Rückblick auf Aktien aus Europa. Zwei heftige Crashs (2000 bis 2003 und 2008 bis März 2009) ließen, frei nach Nena, "keinen Platz für Sieger“. Trotz der guten Entwicklung dieses Jahres liegt der Dax mit Blick auf das Jahresende 1999 noch um mehr als 14% im Minus. Noch trauriger sieht es über die großen Standardwerte der ganzen Eurozone hinweg im EuroStoxx 50 aus. Dort warten noch fast 40% Verlust darauf, wieder ausgeglichen zu werden.

Optimisten sehen Dax bei 7 500 Punkten
Das Handelsblatt befragte in den letzten Tagen des alten Jahres 37 verschiedene Banken zu ihren Erwartungen für den Dax im Jahr 2010. Wie bei solchen Umfragen üblich, schwanken die Aussagen sehr stark. Sie reichen von 4.500 bis 7.500 Punkte. Der mathematische Durchschnitt liegt bei 6.340 Punkten. Das entspräche einem kleinen Gewinn von ca. 5,7 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand. Das Jahr 2009 hatten gemäß Handelsblatt unter Anderen die Spezialisten von der Banc of America am genauesten vorhergesagt, die für 2010 einen Dax-Endstand von 7.300 Punkten prognostizieren. Dies wäre immerhin ein Jahresplus von mehr als 20%. Relativ einig sind sich die Experten bezüglich der Entwicklung der Zinsen und des US-Dollar-Wechselkurses. Es wird allgemein mit steigenden Zinsen und einem relativ stabilen Dollarkurs gerechnet.[Quelle online lesen..]


Warum der Dax die 6 000-Punkte-Marke knackte
Der Handelsblatt-Redakteur Panster beleuchtet die Frage, warum der Dax zum Jahresende letztlich doch noch die vielbeachtete Marke von 6.000 Punkten erreicht hat. Er äußert die Meinung, dass weder die Aussage ?Weil der Markt es wollte? noch das Phänomen des ?window dressing zum Jahresende? die ausschlaggebenden Faktoren sind. Panster kommt zu dem Ergebnis, dass die Optimisten am Markt diese Marke als positives Signal für weitere Kursgewinne sehen wollten:Zitat: " Letztlich, und das ist der ultimative Erklärungsansatz, ist es die Psyche der Anleger, die den Dax tun lässt, was er tut. Der Sprung über die 6 000er-Marke wird als "deutlich positives Stimmungssignal" gewertet. Die Bullen, heißt es, wollten die Marke noch vor dem Jahreswechsel sehen."Die rational denkenden Charttechniker bemessen, gemäß Panster, der 6.000er Marke keine besondere Bedeutung zu. Für sie ist der Widerstand bei 5.850 die entscheidende Marke.[Quelle online lesen..]


Aktien Nord-Amerika

(finanzinfo-service.de) Naturgemäß ähneln sich die Entwicklungen amerikanischer und europäischer Aktien. Die grundsätzlichen Kursbewegungen und ihre Gründe sind die gleichen wie oben beschrieben. Auf Jahressicht legten die Standardwerte im Dow Jones Index um fast 19%, die Tech-Werte im Nasdaq Composite um fast 44% zu. Für den Anleger aus dem Euroraum gab es allerdings mit US-Aktien etwas weniger Grund zur Freude. Da der US-Dollar im Laufe des Jahres zwischenzeitlich schon einmal rund sieben Prozent zum Euro abgeben hatte, schienen US-Aktien einmal mehr eine der schlechteren Anlageentscheidungen gewesen zu sein. Bis Jahresende konnte der US-Dollar dieses Minus noch auf rund 2,5% reduzieren. So bleiben für Euroanleger noch 11,4% (Dow Jones) bzw. 28,8% (Nasdaq) übrig.
Deutlich dramatischer wirkt sich die Entwicklung des US-Dollar beim Blick auf die letzten zehn Jahre aus. Rund 42% verlor der Greenback in dieser Zeit an Wert zum Euro. So ist es kein Wunder, dass man mit amerikanischen Aktien in deutschen Depots relativ wenig Spaß hatte. So sieht das 10-Jahresminus des Dow Jones mit rund 9,3% auf den ersten Blick vielleicht "gar nicht so schlimm“ aus. In Euro umgerechnet steht dann allerdings ein Minus von 36% auf den Depotauszügen. So gesehen ist es sicher wenig verwunderlich, dass der Nasdaq dem Euroanleger in diesem Zeitraum sogar einen Verlust von rund 60% bescherte.

Aktien Asien

(finanzinfo-service.de) Aktien aus Japan haben in den letzten Jahren die Rolle der "Enttäuschung des Jahres“ für sich gepachtet. Dies liegt hauptsächlich daran, dass nach dem Absturz seit 1989 die Erholungsversuche deutlich zaghafter ausfielen, als in den übrigen etablierten Märkten. Dies veranlasste die Analysten und Volkswirte immer wieder aufs Neue, im Land der aufgehenden Sonne ein besonderes Erholungspotenzial zu erwarten. Eine Erwartung, die immer wieder aufs Neue enttäuscht wurde. So auch dieses Jahr, als die japanischen Aktien ihren westlichen Brüdern bis August weit nach oben voraus eilten, im Herbst aber die Gefolgschaft verweigerten und auf dem erreichten Niveau verblieben. So reichte die Jahreserholung im Nikkei zwar immer noch für fast 20%, man hatte sich aber wieder einmal mehr erhofft. Da auch der Yen zum Euro nachgab, blieben für den Euroanleger hiervon letztlich rund 13% übrig.
Vor diesem Hintergrund überrascht nicht, dass auch im 10-Jahreszeitraum ein dickes Minus die Freude trübt. Der Nikkei liegt seit Ende 99 mit 44% im Hintertreffen. Berücksichtigt man die Entwicklung des Yen zum Euro, erhöht sich der Verlust auf 57%

Der Niedergang des Nikkei
Der Handelsblatt-Redakteur Mayer-Kuckuk beschäftigt sich mit den Prognosen für die Entwicklung japanischer Aktien im kommenden Jahr. Die genannten Prognosen gehen von einer langsamen Erholung in der zweiten Jahreshälfte aus. Mayer-Kuckuk fasst die Geschehnisse seit 1989 zusammen, als der Nikkei Index sein historisches Hoch von fast 39.000 Punkten markierte. Grund war eine kreditgetriebene Finanz- und Immobilienblase, deren Auswirkungen auch 20 Jahre später noch zu spüren sind:Zitat: " Mitte der 80er-Jahre geriet die Lage allerdings außer Kontrolle. Damals lag der Nikkei etwa auf dem gleichen Stand wie heute, schoss dann aber plötzlich ungebremst nach oben. Japanische Immobilien sollten plötzlich viermal mehr wert sein als die gesamten USA. Die Aktien an der Börse Tokio übertrafen die in New York an Kapitalisierung. Allein die frisch privatisierte Telefongesellschaft NTT sollte mehr wert sein als alle Dax-Konzerne zusammen. ?Japan hat das größte Finanzimperium aufgebaut, das die Welt je gesehen hat?, jubelte die BBC. Manager von Toyota boten Taxifahrern auf Firmenkosten den dreifachen Preis für die Heimfahrt nach den ständigen Saufgelagen."Für eine Besserung der Lage in Japan müsse sich die Wirtschaft in den USA erholen, da Nippons Wirtschaft von ihren Exporten abhängig sei.[Quelle online lesen..]


Aktien Schwellenländer

SCHWELLENLäNDER


(finanzinfo-service.de) Dass die Schwellenländer zu den großen Gewinnern der Erholung seit März diesen Jahres gehören, ist für die Nutzer unseres Service keine große überraschung. Selbst wenn man die oft etwas kritische Währungskomponente einberechnet, haben Anleger mit Aktien aus den Emerging Markets in diesem Jahr sehr gut verdienen können. Brasilien legte in Euro fast 140% zu (in Landeswährung: 81,62%). Indien gewann in Euro rund 81% (in Landeswährung: 78,5%). Die chinesischen Inlandsbörsen legten 75,3% (in Landeswährung: 77,7%) zu. Den Vogel schoss der Aktienmarkt in Moskau ab. Satte 130% in Landeswährung ergaben für den Euroanleger 109%! Natürlich haben diese Märkte zuvor auch besonders unter der Risikoaversion in Folge des Ausbruchs der Finanzkrise gelitten und gelten allgemein als extrem schwankungsanfällig (volatil). Umso überraschender in positivem Sinne ist vielleicht der Blick auf die 10-Jahresergebnisse der Schwellenländeraktien. Wer am Jahresende 1999 in den brasilianischen Bovespa investierte, hat heute in Euro gerechnet rund 200% mehr Gegenwert auf dem Depotauszug stehen. Dies entspricht einer jährlichen Rendite von mehr als 11%. Auch über Aktien aus Indien konnte man sich bei einem Gewinn von 145% (9% p.a.) auf Eurobasis freuen. Durch die starke Beachtung, die China derzeit zu Teil wird, würde man von diesem Markt vielleicht eine Rekordentwicklung erwarten" Vor diesem Hintergrund nehmen sich die 113% auf Eurobasis vielleicht etwas mickrig aus. Aber wir wollen mal nicht unbescheiden sein. Unglaublich lesen sich die 722% Prozent Gewinn des russischen RTS-Index in diesem Zeitraum. Allerdings wirkt der Wechselkursverlauf des Rubel hier "normalisierend“. Für den Euro Anleger waren russische 144% aber sicher nicht die schlechteste Anlage.

OSTEUROPA


(finanzinfo-service.de) Die Situation an den großen Börsen in Osteuropa stellt sich ähnlich dar, wie in den weiter entfernten Schwellenländern. Nach deutlichen Verlusten in 2008 stand 2009 ab März im Zeichen der Erholung. Die Währungen verliefen uneinheitlich, wirkten sich aber im Vergleich zur Entwicklung der Aktienkurse wenig aus. Die Jahresergebnisse in Landeswährung: Polen 46,4%, Tschechien 30,37%, Ungarn 74,4%.
Auch auf Zehnjahressicht konnte man mit Aktien aus Osteuropa Geld verdienen. WIG (Polen): 101,5 % (ca. 7% Rendite p.a.), BUX (Ungarn): 135,9% (knapp 9% Rendite p.a.), CTX (Tschechien): 195,8% (mehr als 11,4% p.a.). Bei diesen Angaben sind die Währungen ebenfalls nicht berücksichtigt.


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