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Newsletter - KW 49/2009
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Newsletter - KW 49/2009

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) Ende gut, alles gut. So könnte das Fazit für diese Börsenwoche in Europa lauten. Der Montag stand noch unter dem Dubai-Schock. Aber bereits am Dienstag zeichnete sich ab, dass dessen Auswirkungen weniger dramatisch sein dürften, als zuerst befürchtet. An diesem Tag konnte der Dax fast die kompletten Verluste der beiden Vortage wieder aufholen. Zur Wochenmitte schloss der Handel jeweils fast unverändert. Wobei am Donnerstag unerwartet schlechte Zahlen vom Dienstleistungssektor für neue Konjunkturzweifel sorgten. Diese Skepsis drehte am Freitag dann doch wieder in das genaue Gegenteil. überraschenderweise ist im November die US-Arbeitslosenquote gesunken. Wie das Handelsblatt berichtet, gehen die Börsianer in Frankfurt nun mit einer deutlich größeren Hoffnung auf eine Jahresendrally in das Wochenende. Der Dax verzeichnet ein Wochenplus von 2,3%. Im Trend vergleichbar liefen die europäischen Börsen. Der EuroStoxx 50 legte auf Wochensicht sogar 2,8% zu.

Experten erwarten kräftige Rally
Wie der Handelsblatt-Redakteur Christian Schnell berichtet, seien die Marktteilnehmer derzeit ziemlich unisono optimistisch, was die Entwicklung der Aktienkurse bis Ende Januar 2010 angeht. Auch normalerweise eher skeptische Banken und Analysten würden für den Dax ein Steigerungspotenzial von 15% und mehr sehen. Hauptgrund sei weiterhin die hohe Liquidität und die fehlenden Alternativen an renditeträchtigen Anlagen. Hinzu käme zum Jahresende das sog. ?Windowdressing?.Zitat: " Viele Fondsmanager und Anlageberater kaufen gerade zum Jahresende noch einmal die Aktien, die in den elf Monaten davor besonders gut gelaufen sind. Bestückt mit den Gewinnern soll das Depot einen besonders guten Eindruck machen für den Start ins neue Jahr. Gemäß dieser Theorie müssten sie diesmal besonders bei Bankaktien noch einmal zugreifen. Ob das aber auf dem jetzigen Niveau eine gute Idee ist, sei dahingestellt."Die Probleme in Dubai hätten kaum Stress an den Finanzmärkten ausgelöst. Man sei sehr schnell zu der Meinung gekommen, dass man in der letzten Zeit Schlimmeres erlebt habe.[Quelle online lesen..]

Dax-Konzerne verdoppeln ihre Gewinne
Wie die ftd berichtet, hat eine Untersuchung der Zeitschrift Börse-online gezeigt, dass die 30 im Dax gelisteten Unternehmen ihre Gewinne im dritten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppeln konnten. 16 Firmen konnten ihre Ergebnisse verbessern, 14 mussten schlechtere Zahlen vermelden. Nur fünf Unternehmen verzeichneten rote Zahlen, was als Zeichen für die krisenfeste Aufstellung dieser Gesellschaften gesehen wird. Auffällig ist auch, dass die Gewinnsituation starken Schwankungen unterliege. Um die Analystenerwartungen für das Gesamtjahr zu erfüllen, müssen die Dax-Unternehmen zwar noch ?eine Schippe drauflegen?, das Ergebnis des dritten Quartals hätte aber den Kursanstieg des Dax durchaus gerechtfertigt.Zitat: " Summa summarum ist die Quartalssaison jedoch besser ausgefallen als von den meisten erwartet. Dementsprechend nachvollziehbar ist auch die Dax-Entwicklung im Berichtszeitraum: Von Juli bis Ende September kletterte der Dax um 16,2 Prozent auf 5675 Punkten. Börse und Realwirtschaft gehen manchmal eben doch Hand in Hand. Zudem stimmt die Gesamtrichtung der Ertragsentwicklung, denn auch die Zahlen für das zweite Quartal 2009 hatten die Investoren bereits weitgehend überzeugt."[Quelle online lesen..]


Aktien Nord-Amerika

(finanzinfo-service.de) Liest man nur die täglichen Performancezahlen, dann wären der Dienstag und der Donnerstag die spannendsten Tage dieser Woche an den US-Börsen gewesen. Erst sorgte die Freude darüber, dass in Dubai "alles doch nicht so schlimm“ ist, für eine deutliche Erholung am Dienstag. Dann drückte am Donnerstag ein rückläufiger Dienstleistungssektor auf die Gemüter. Letztlich war aber der Freitag der interessanteste Handelstag. Zuerst wollte der Dow Jones auf ein neues Jahreshoch klettern, weil die Arbeitslosenquote völlig überraschend im November gesunken ist. Doch die Freude wurde rasch von aufkeimenden ängsten vor einer raschen Leitzinserhöhung der US-Notenbank gestört. Dies sorgte auch für einen abrupten Anstieg des US-Dollar zum Euro und einen deutlichen Rückgang beim Goldpreis. Vielleicht ist es ganz gut, dass die Börsianer nun das Wochenende über Zeit haben, sich zu überlegen, was sie denn nun tatsächlich mit diesen neuen Zahlen anfangen wollen. Das Wochenergebnis des Dow Jones liest sich mit +0,76% jedenfalls weniger spektakulär. Der Wochenzuwachs des Nasdaq von 2,6% kann da schon mehr Eindruck schinden.

Wo Amerika schon wieder schrumpft
Matthias Eberle, USA-Korrespondent des Handelsblatt, nimmt die rückläufigen Zahlen des ISM-Index als Anlass, um auf die aktuellen Schwachpunkte der US-Wirtschaft hinzuweisen. Auch der Konsum sei besonders zu Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäftes eher negativ und die hohe und tendenziell noch steigende Arbeitslosigkeit wäre ebenfalls nicht gerade förderlich für eine schnelle und deutliche Erholung der Konjunktur. Aus diesen Gründen zweifelt Eberle an den Prognosen einiger Ökonomen, dass das Konjunkturwachstum in den USA im kommenden Jahr über vier Prozent betragen würde.[Quelle online lesen..]


Aktien Asien

(finanzinfo-service.de) Nachdem an der Börse in Tokio fünf Wochen in Folge von Tönen in Moll dominiert wurde, konnte man sich diese Woche über eine fünftägige Börsen-Symphonie in feinstem Dur freuen. War man Anfang der Woche noch erleichtert, dass die Lage in Dubai für die Finanzwelt wohl nicht so dramatisch ist, wie man hätte befürchten können, kehrte nachfolgend der Konjunkturoptimismus zurück. Stützungsmaßnahmen der Notenbank und ein sinkender Yen ließen Hoffnungen aufkeimen, dass die deflationären Tendenzen bekämpft werden können. Diese im positiven Sinne bemerkenswerte Börsenwoche endete mit einem Plus von fast 10,4 %. Nun befindet der Nikkei sich wieder auf dem Niveau von Ende Oktober und hat in nur einer Woche den grauen Börsennovember egalisiert. In Hong Kong verlief der Markt sehr ähnlich, wenn auch mit etwas weniger Dynamik. Nur am Freitag konnte sich der Hang Seng nicht, wie sein Bruder Nikkei, ins Plus retten. Dennoch wird sich wohl niemand über ein Wochenplus von 6,45% ernsthaft beschweren wollen"

Japan fällt zurück in eine gefährliche Abwärtsspirale
Über die erneut aufkeimenden Probleme mit der Deflation in Japan berichtet der Handelsblatt-Redakteur Finn Mayer-Kuckuk. Am Beispiel des Preisverfalls bei Jeans-Hosen schildert er den sich wieder verstärkenden Trend im Land der aufgehenden Sonne. Hauptgrund sei, dass die japanischen Unternehmen ihre Gewinne nicht durch sinnvolle Investitionen zu erhöhen versuchten. Vielmehr werde versucht, durch immer weitere Sparmaßnahmen die Preise immer konkurrenzfähiger zu machen. Verstärkt werde diese Entwicklung durch den starken Yen, der importiere Waren immer weiter verbillige. Eine Lösung des Problems ist laut Mayer-Kuckuk nicht in Sicht. Die Regierung schiebe der Notenbank die Schuld in die Schuhe und fordere noch billigeres Geld. Ein Experte der Barclays-Bank wird mit der Aussage zitiert, dass nicht effektiv sei, solange die Unternehmen sparen anstatt zu investieren. Es wären also ?Konjunkturmaßnahmen? nötig.[Quelle online lesen..]

Japans Notenbank pumpt Milliarden in den Markt
Die Japanische Notenbank pumpt, wie von der Regierung gefordert, weitere Liquidität zur Stützung der Wirtschaft in das System. Wie das Handelsblatt am Dienstag berichtet bleibt der Leitzins weiterhin bei 0,10%. Zitat: " Japans Währungshüter sehen zwar Anzeichen für eine Besserung der wirtschaftlichen Lage. Allerdings bestehe das ?Risiko, dass jüngste internationale Finanzentwicklungen und Instabilität am Devisenmarkt negative Auswirkungen auf die Wirtschaftsaktivitäten bewirken?, hieß es."Trotz der konjunkturellen Erholung, die auf einer Erhöhung der Exporte beruhe, sei die japanische Volkswirtschaft auch durch die wieder einsetzende Deflation gefährdet.[Quelle online lesen..]

Japan sorgt sich um den hohen Yen
Der, besonders in Relation zum US-Dollar, derzeit sehr starke Yen mindert die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Firmen auf den internationalen Märkten. Dies belastet die gesamte japanische Wirtschaft. Wie Redakteur Finn Mayer-Kuckuk im Handelsblatt berichtet, hat sich die japanische Notenbank nun zu Interventionen zur Stützung des US-Dollar entschlossen. Wie von Mayer Kuckuk zu erfahren ist, ist es jedoch zweifelhaft, ob diese Maßnahmen Erfolg haben können, zu mal die Mittel in der aktuellen Situation beschränkt sind. Dollarkäufe in großem Stil seien im internationalen Kontext nicht machbar und eine Ausweitung der Investitionen in US-Staatsanleihen sei haushaltspolitisch nicht sinnvoll. So werde es wohl vorerst bei Absichtserklärungen und kleineren Stützungskäufen bleiben.[Quelle online lesen..]

Düstere Aussichten für den Nikkei
Finn Mayer-Kuckuk, Japan-Experte beim Handelsblatt, schreibt über die negativen Einschätzungen zweier Marktteilnehmer in Tokio. Diese würden keine deutlichen Steigerungen des Nikkei-Index mehr erwarten, nachdem er die Übertreibungen nach unten in Folge der ?Dubai-Krise? wieder korrigiert hat. Grund für die schlechten Perspektiven sei einerseits die Abhängigkeit von der Exportwirtschaft, welche unter dem zurückhaltenden Konsum in den USA und dem schwachen Dollar leide. Dazu käme die Rückkehr inflationärer Tendenzen, welche auf eine schrumpfende Volkswirtschaft hindeuteten.Die Experten äußern sich skeptisch, ob die nun in die Wege geleiteten Maßnahmen dem Nikkei dauerhaft helfen könnten.[Quelle online lesen..]


Aktien Schwellenländer

SCHWELLENLäNDER


(finanzinfo-service.de) Auch die Entwicklungen der Börsen der Schwellenländer verliefen nach dem Muster: Erst vom Dubai-Schock erholen, dann beruhigen. Brasilien bekam am wenigsten vom Schwung dieser Woche ab, konnte aber dennoch mit einem Wochenplus von XX schließen. Russland orientierte sich in dieser Woche hauptsächlich an den westlichen Leitbörsen, da vom Ölmarkt keine klaren Impulse kamen. Die Hoffnungen auf eine weitere Konjunkturerholung sorgten auf Wochensicht aber immerhin für ein Plus von fast 5,4% an der von Rohstoffwerten geprägten Moskauer Börse. Die asiatischen Börsen waren bereits geschlossen, als die positiven Zahlen vom US-Arbeitsmarkt am Freitag die westlichen Börsen beflügelten. Aber auch so reichte es in Mumbay (+2,82%) und Schanghai (+7,13%) für deutliche Wochengewinne.

Russland: Gefährliche Macht der Staatsbanken
Das Handelsblatt berichtet darüber, dass Andrei Borodin, der Vorstandschef der Bank of Moscow, sich über die Schwierigkeiten beschwert, welche die Übermacht der in staatlicher Hand befindlichen Banken ihm macht. Nach seiner Aussage würden rund 80 Prozent des russischen Bankenmarktes in den Händen von vier staatlich kontrollierten Instituten liegen. Durch die starke staatliche Förderung ließen diese Banken den privaten Instituten wenig Spielraum für eigenes Wachstum. Allerdings sei eine Lösung des Problems nicht in Sicht, da es an inländischen Käufern für die Institute mangele, Börsengänge derzeit wenig Erfolg versprechend wären und ein Verkauf an ausländische Investoren aus politischen Gründen nicht in Frage komme. Die russische Bankenlandschaft sei durch die Finanzkrise stark in Mitleidenschaft gezogen worden und bedürfe wohl auch in naher Zukunft weiterer staatlicher Hilfe.[Quelle online lesen..]

China und Indien sind nicht Dubai
Eine Studie der Bank of America führt zu Befürchtungen, dass die Probleme Dubais auf weitere Schwellenländer abfärben könnten und in diesen Märkten in der Breite Schwierigkeiten bei der Staatsfinanzierung auftreten könnten. Handelsblatt-Redakteur Ralf Drescher entkräftet diese Argumente. Er weist auf die strukturellen Unterschiede zwischen Dubai und den klassischen Schwellenländern hin. Während in Dubai der Boom der letzten Jahre künstlich herbeigeführt und auf Pump finanziert wurde, verfügen z.B. die asiatischen Schwellenländer über ein gesundes fundamentales Wachstum, das z.B. auf dem steigenden Binnenkonsum basiert. Drescher kommt zu dem Schluss, dass die Aktienmärkte der Schwellenländer nach den starken Anstiegen seit März zwar durchaus Potenzial für eine Korrektur hätten, die Probleme Dubais aber gänzlich anderer Natur und nicht übertragbar sind.[Quelle online lesen..]

?Dubai bleibt nicht auf der Strecke?
Michael Backfisch, der Korrespondent des Handelsblatt in Dubai, schildert, wie die Menschen in Dubai auf die finanziellen Probleme des Landes reagieren. Man gehe dort wesentlich entspannter mit der Situation um, als die Akteure an den internationalen Kapitalmärkten. Das Leben habe sich zwar ein wenig ?entschleunigt?, gehe aber weiter. Das Vertrauen, dass die finanziell solideren Brüder aus Abu Dhabi aus der Klemme helfen, ist sehr groß, wie Backfisch berichtet. Es entsteht der Eindruck, dass die finanziellen Probleme des Wüstenstaates bisher nicht in voller Stärke bei den Menschen angekommen sind. Zumindest unterscheiden sich die Einschätzungen zur Schwere der Probleme im Morgenland von denjenigen im Abendland:Zitat: " Abdullah, ein Abteilungsleiter der Regierung in Dubai, kommt im schwarzen Mercedes angefahren. Schulden-Risiko" ?Wir kriegen das hin, wir sind ein Land?, sagt der 50-Jährige und lächelt. ?Deutschland steht mit mehr als zwei Billionen Dollar in der Kreide: Wieso regt ihr euch so auf"?"[Quelle online lesen..]


OSTEUROPA


(finanzinfo-service.de) In Budapest und Prag dominierte die Erholung der Börsen am Montag das Wochengeschehen. Die restlichen Tage erinnerten das Handelsblatt an einen ?Winterschlaf?. In Warschau legte man dagegen größere Kontinuität an den Tag und konnte sich über täglich Zuwächse freuen. Unter dem Strich gab es für die Anleger in dieser Woche an allen drei wichtigen osteuropäischen Börsen vorweihnachtliche Geschenke. Die Gewinnerliste wird mit einem Wochenplus von 5,08% von Polen angeführt. Es folgt die Börse in Ungarn mit einem Gewinn von 4,73% und auch der Index der Tschechischen Börse kann noch um 3,47% zulegen.

Polen wächst stärker als erwartet
Wie Stefan Menzel, der Südosteuropa-Korrespondent des Handelsblatt, berichtet, verzeichnet Polen als einziges Land der EU in 2009 ein positives Wachstum. Das Wachstum für das dritte Quartal war mit 1,7% sogar höher als allgemein erwartet (1,5%). Für 2009 wird nun mit einem Wachstum von etwa zwei Prozent, für 2010 mit rund 2,6%, gerechnet. Grund für diese Entwicklung sei die überdurchschnittlich starke Binnenwirtschaft und der wieder anziehende Export nach Deutschland, Polens wichtigstem Handelspartner.[Quelle online lesen..]


Devisen- und Rentenmärkte

DEVISEN


(finanzinfo-service.de) Im Wochenverlauf setzte sich der Verfall des US-Dollar weiter fort. Fast hätte er wieder die Marke von 1,51 Euro erreicht. Am Freitag drehte sich dann schlagartig das Blatt. Mit Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten legte der USD um fast 1,5% zu und beendete die Woche bei 1,4844 Euro. Somit erreichte der USD ein Wochenplus von 0,96% zum Euro. Hätte der Handel am Freitag vor 13.00 Uhr europäischer Zeit geendet, läge er rund 0,1% im Minus. Der japanische Yen gab in dieser Woche gegenüber allen wichtigen Währungen deutlich nach. Zum Euro verlor er mehr als drei Prozent. Das britische Pfund konnte in dieser Woche zum Euro rund ein Prozent zulegen.

China findet Forderung nach Yuan-Aufwertung unfair
Das Handelsblatt berichtet über die erfolglosen Bemühungen der EU auf dem 12. EU-China-Gipfel Anfang dieser Woche. Wie schon zuvor US-Präsident Obama forderten die Europäer eine Abkopplung der chinesischen Währung vom Kurs des US-Dollar und eine damit verbundene Aufwertung. Allerdings war auch der Erfolg der gleiche, nämlich keiner. Die Chinesen beharren auf dem für ihre Exportwirtschaft wichtigen niedrigen Wechselkurs ihrer Währung und fordern ihrerseits den Abbau verschiedener protektionistischer Maßnahmen, welche aus ihrer Sicht die chinesische Wirtschaft benachteiligen. Europa ist nach den Aussagen in diesem Artikel der wichtigste Handelspartner Chinas. Für Europa stünde China als Handelspartner an zweiter Stelle.[Quelle online lesen..]

Ist Dubai wie einst Lehman Brothers"
Der WirtschaftsWoche-Redakteur Mark Böschen hinterfragt die Probleme der Dubaier Staatsholding "Dubai World“. Diese hatte angekündigt, dass sie derzeit die Zinsen auf ihre Kredite nicht bezahlen könnte und um Zahlungsaufschub bis Mai ersucht. Böschen schließt daraus, dass die Lage in Dubai tatsächlich sehr ernst ist. Man hätte sonst diesen immensen Imageverlust im Emirat auf jeden Fall vermieden. Die Bonität Dubais sei bereits im Februar mit der von Island auf einer Stufe gewesen. Die europäischen Banken haben Kredite in Höhe von 93 Mrd. Euro nach Dubai vergeben. Sollten diese die befürchteten Probleme bekommen, würde dies auch bedeutende Bilanzrisiken für diese Banken mit sich bringen. Böschen schlägt die gedankliche Brücke zur Entwicklung in den Schwellenländern im Allgemeinen und erwartet, dass die Geschehnisse in Dubai die Rally an den dortigen Aktienmärkten ausbremsen würden. Er rät nun zum Abbau riskanter Investments:Zitat: " Der Finanz-Schock in der Wüste ist ein Weckruf für Anleger: Es ist an der Zeit, die riskanten Positionen im Depot zu reduzieren."[Quelle online lesen..]


RENTEN


(finanzinfo-service.de) ?Normal? verhielten sich in dieser Woche die Rentenindizes. So wird es zumindest allgemein empfunden, wenn die Rentenkurse bei steigenden Aktienindizes nachgeben. Während der REX mit -0,03% nur gering verlor, schlugen beim Bund Future -0,97% zu Buche. Im Kontext mit dem immer weiter steigenden Goldpreis könnte man annehmen, dass in den Hinterköpfen der Marktteilnehmer deutlich größere Inflationsängste vorherrschen, als die allgemein geäußerten Prognosen von Analysten und Notenbanken hergeben.

Trichet sagt Geldmarkt adieu
Wie ein Autorenteam der ftd berichtet, hat die EZB in ihrer Sitzung an diesem Donnerstag den ersten Schritt zum Rückzug aus der extrem expansiven Geldpolitik beschlossen. Die während der Krise eingeführte Möglichkeit für Banken, sich unbegrenzt einjährige Gelder zum Leitzins auszuleihen, wird wieder abgeschafft. EZB-Chef Trichet hatte aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass keine Zinserhöhung zu erwarten ist. Die EZB hob ihre Prognose für das Wachstum in der Eurozone für 2010 ein wenig an, bleibt aber bei einer relativ pessimistischen Prognose. Sie erwartet keinen gefährlichen Anstieg der Inflation in den nächsten Monaten. Anschließend berichten die Autoren darüber, dass noch viele Banken von der Unterstützung der EZB bei der Liquiditätsbeschaffung abhängig seien und diese nur sehr vorsichtig bei ihrer Wende in der Geldpolitik agieren dürfe.[Quelle online lesen..]


Rohstoffe

(finanzinfo-service.de) Bis einschließlich Donnerstag spielten die Rohstoffmärkte das Lied von der zögerlichen Konjunkturerholung und einer deutlichen Inflationsgefahr. Zumindest könnte man so den Anstieg des Goldpreises auf 1.215 USD einerseits und den Rückgang des ölpreises andererseits verstehen. Doch ähnlich wie an den Devisenmärkten sorgten die neuesten US-Arbeitsmarktdaten für eine kurzfristige und recht radikale Trendwende. So drehten sich bei den beide wichtigsten Rohstoffen auf Wochensicht noch die Vorzeichen. Der ölpreis legte um mehr als drei Prozent zu und das Gold gab um rund 0,7% nach. Ob allein diese überraschend guten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt das Ende der Inflationsängste und eine steigende Nachfrage nach Rohöl bewirken können, bleibt abzuwarten.Wochenbericht:

UBS sieht Goldpreis bei 1.300 USD/Unze
Am Donnerstag, also vor den überraschend guten US-Arbeitsmarktzahlen, erscheint auf der Seite rohstoffe-go.de eine Prognose der UBS, nach welcher der Goldpreis im nächsten Jahr bis auf 1.300 USD steigen wird. Grund seien ein weiterhin schwächerer Dollar und vermehrte Goldkäufe von Notenbanken. Sollten sich diese Faktoren verstärken, sei auch ein Ansteig bis aus 1.500,- USD denkbar.[Quelle online lesen..]


Spezialthemen

"Der Mensch ist nicht für die Börse gemacht“
Der Handelsblatt-Redakteur Ralf Drescher führte ein ausführliches Interview mit Thomas Grüner, dem Chef der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments und Autor des Buches "Die acht größten Fallen für Geldanleger". Im ersten Teil äußert Grüner sich zur aktuellen Marktsituation. Er beurteilt die Ängste, welche durch Ereignisse wie die Dubai-Krise ausgelöst werden, als positiv für eine Fortsetzung der Aktienrally. Sie würden dafür sorgen, dass keine Euphorie am Markt aufkomme (welche meist der Vorbote eines Crash ist). Die Finanzkrise selbst würde dafür sorgen, dass die Zinsen weiterhin niedrig blieben, was zusätzlich Nahrung für den Aktienmarkt bringe. Grüner sieht auf absehbare Zeit keine Inflationsgefahren. Auch die Bildung neuer Blasen würde nicht so schnell gehen, wie derzeit oft geäußert wird. Im zweiten Teil des Gesprächs schildert Grüner, dass Privatanleger zu oft wie Steinzeitmenschen reagierten und ihren Reflexen folgten, anstelle das Hirn einzuschalten.Zitat: " 95 Prozent der Anleger tappen immer wieder in die gleiche Falle: Wenn es gut läuft, sagen alle, dass es weiterläuft. Wenn am Markt Depression herrscht, verlieren sich dagegen alle in Weltuntergangs-Szenarien. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Trend dreht, wesentlich höher als die, dass es weiter in eine Richtung läuft. An Hinweisen, dass eine Wende bevorsteht, fehlt es meist auch nicht. Die meisten Anleger übersehen aber die einfachen Zusammenhänge, weil sie zu sehr durch die emotionale Brille schauen. "Grüner stellt fest, dass die Große Masse sich normalerweise immer falsch positioniert. Er empfiehlt Anlegern deshalb, sich frühzeitig ?gegen den Konsens? zu positionieren, um an der Börse Erfolg zu haben.[Quelle online lesen..]


Sorgen um Überhitzung des Kreditmarkts wachsen
Henny Sender, Korrespondent der ftd in New York, berichtet darüber dass bereits die gleichen Tendenzen wieder zu erkennen sind, die zum Ausbruch der Finanzkrise beigetragen hätten. Er schildert dies am Beispiel verschiedener Instrumente der Unternehmensfinanzierung. Es handelt sich hierbei um gering besicherte Kreditkonstrukte, neue Kredite zur Bedienung alter Schulden sowie kreditfinanzierte Dividendenzahlungen. Letzteres hauptsächlich bei Unternehmen, deren Mehrheitsaktionäre Privat-Equity-Firmen sind. Wie Sender berichtet, läuten bei der US-Notenbank wegen dieser Auswirkungen ihrer Geldpolitik bereits die Alarmglocken. Über konkrete Gegenmaßnahmen wird allerdings nicht berichtet. [Quelle online lesen..]



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