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Newsletter - KW 47/2009
Aktien Europa(finanzinfo-service.de) Die europäischen Börsen folgten in dieser Woche einmal mehr den Vorgaben der Wall Street. Nach einem starken Wochenanfang setzte sich die Konjunkturskepsis immer mehr durch. Und dies obwohl Gerüchte besagen, die Investmentlegende Warren Buffet wäre am Dax-Wert K+S interessiert. Doch letztlich beunruhigten Zahlen vom US-Immobilien- und Arbeitsmarkt die Börsianer. Wie das Handelsblatt berichtet, seien verstärkt Gewinnmitnahmen festzustellen. So gab der Dax auf Wochensicht 0,42% nach, der Euro Stoxx 50 notierte gar 1,73% niedriger als in der Vorwoche.
Der Dax veralbert die Bären Im Handelsblatt-blog "Global Markets“ wundert sich der Handelsblatt-Redakteur Ralf Drescher darüber, dass der Dax und die anderen Indizes weiterhin "fröhlich steigen“ obwohl so viele Stimmen von prominenter Seite vor überhitzten Börsen warnen:Zitat: " Die Liste derer, die dem Braten an den Märkten nicht trauen, ist lang und beschränkt sich nicht auf Weltuntergangspropheten wie Marc Faber: “Der Aufschwung ist voerst nur gefühlt”, der aufkeimende Optimismus steht unter Vorbehalt”, heißt es bei der WestLB. “Die konjunkturelle Lage wird überzogen optimistisch dargestellt”, sagt auch der Vermögensverwalter Jens Ehrhardt. Und der Chef des renommierten Anlagehauses Pimco, Mohamed El-Erian, meint: “Wir befinden uns auf einer holprigen Reise in eine neue Normalität. Eine Korrektur von 15 bis 20 Prozent würde mich nicht überraschen.”" Er wirft aber auch ein, dass das Vorhandensein von Pessimisten die Grundlage für weitere Kursanstiege sei, da es nur so für die wichtigen positiven überraschungen gebe. Er nennt auch Fachleute, die von einer Jahresendrally sprechen und weist darauf hin, dass bei den Anlegern offensichtlich wenig Bereitschaft zum Verkaufen vorherrscht.[Quelle online lesen..]
Aktienmärkte erinnern immer stärker an die Rally ab 2003 Wie der Handelsblatt-Redakteur Ulf Sommer in seinem Artikel beschreibt, ähnelt die Situation an den Aktienmärkten in diesem sehr stark derjenigen im Jahr 2003. Auf einen deutlichen Rückgang bis März folgte ein starker Anstieg, welcher durch positive Unternehmensergebnisse im Laufe des Jahres gestützt wurden. Wie Sommer schreibt, erwarten viele Anleger auch weiterhin einen vergleichbaren Verlauf. Dies würde vier weitere Jahre mit wachsenden Unternehmensgewinnen und steigenden Aktienkursen bedeuten. Aus diesem Grund sei auch eine Jahresendrally sehr wahrscheinlich. Allein schon deshalb, weil viele Anleger diese erwarten und deshalb ihre Aktienpositionen ausbauen.Zitat: " Auch damals gab es großen Anpassungsdruck zum Jahreswechsel ? also den Druck auf viele Fondsmanager, ihre Investitionsquoten angesichts der boomenden Börsen endlich zu erhöhen. ?Ein ähnliches Verhalten ist auch für die nächsten Wochen zu erwarten?, meinen die Experten von Sentix. Demnach steht einer Jahresendrally trotz vorangegangener Kursgewinne wenig im Weg."Ob sich der Gleichlauf tatsächlich im nächsten Jahr fortsetzt hängt allerdings laut Sommer davon ab, ob nach den Unternehmensgewinnen auch die Umsätze wieder steigen, da die aktuellen Gewinne meist nur aus Rationalisierungen resultierten.[Quelle online lesen..]
Pioneer: Deutscher Aktienmarkt bietet Chancen ? Small- und Mid Caps aussichtsreich Wie fondsprofessionell.de berichtet, sieht Karl Huber, Manager des Fonds ?Pioneer Investments German Equity?, auch für 2010 gute Chancen auf Gewinne mit deutschen Aktien. In diesem Jahr befinde Deutschland sich im Übergang von einer ?durch Konjunkturprogramme getragenen Erholung hin zu einem sich selbst tragenden, nachhaltigen Wachstum?. In dieser Phase hält Huber besonders mittelgroße und kleine Unternehmen für attraktiv, da diese flexibler agieren würden. Er erwartet, dass es starke Marktschwankungen geben wird und die Gesamtentwicklung nicht ganz so positiv sein wird wie dieses Jahr. Eine Jahresperformance von rund 10% sei aber möglich.[Quelle online lesen..]
Dax-Chartanalyse: Gewinne werden mitgenommen Die auf ftd.de am Freitag Vormittag erschienene technische Analyse des Dax sieht dessen Rückkehr in einen Aufwärtstrend als vollzogen. Da erste ganz leichte Überhitzungstendenzen erkennbar seien, wäre kurzfristig mit einer Seitwärtsbewegung durch Gewinnmitnahmen zu rechnen. Nachdem aber sowohl die aktuelle untere Widerstandslinie des Aufwärtstrends, als auch die 21 und 55 Tageslinien nach oben durchbrochen wurden, steht einem Anstieg des Dax bis in die Region von ca. 6.600 nichts im Wege. Zwischenzeitliche Rückschläge würden dies nur ändern, wenn sie unter die Marke von 4.985 (200 Tagelinie) führen würden.[Quelle online lesen..]
Aktien Nord-Amerika(finanzinfo-service.de) Richtig gute Stimmung herrschte zu Beginn der Woche an der Wall Street. Notenbankchef Bernanke hatte versprochen, die Zinsen auf längere Sicht niedrig zu lassen und auch die Aussicht auf den damit verbundenen weiterhin billigen Dollar gefiel den Anlegern. Steigende ölpreise sorgten für Fantasie bei den Rohstoffwerten. Ergebnis: Montags und Dienstags wurden jeweils neue Jahreshöchststände markiert. Zum Spielverderber wurden dann ab Mittwoch die Zahlen zum Immobilien- und dem Arbeitsmarkt. Dazu kamen dann noch schlechte Zahlen von Chip- und Computerherstellern und plötzlich hatten die "Aufschwung-Zweifler“ die Hand am Drücker. Vermutet wurde auch, dass einige Marktteilnehmer bereits ihr Jahresergebnis einloggen und sich bis zum neuen Jahr vom Markt verabschieden. Auf Wochensicht blieben dank des Anfangsschwungs noch 0,46% Gewinn im Dow Jones übrig. Der Nasdaq litt stärker unter den schlechten Zahlen aus dem Technologiebereich und verlor auf Wochensicht rund ein Prozent.
Ein ganz normaler Aufschwung Ein unter der ftd-Rubrik "Das Kapital“ erschienener Artikel beleuchtet die aktuelle Situation der US-Wirtschaft aus volkswirtschaftlicher Sicht. Der ungenannte Autor teilt die Meinung einiger Experten nicht, dass die USA am Beginn eines "ganz normalen Aufschwungs“ stünden. Normal würde bedeuten, dass nun wieder der klassische Zyklus von Investitionen seitens der Unternehmen, gefolgt von der Schaffung von Arbeitsplätzen und wachsendem Konsum einsetzen würde. Der Autor hält dies für unrealistisch, da die überschüssige Kapazität der US-Unternehmen keine Investitionen fördere und sowohl bei Firmen als auch bei den Privathaushalten die Entschuldung im Vordergrund stehe.[Quelle online lesen..]
Angst vor der Blase, die längst da ist In der gleichen Rubrik wie der obige Artikel ist dieser ftd-Artikel erschienen. Hier wird die These vertreten, dass sich am US-Aktienmarkt längst ein große Blase gebildet hat. Der Autor stellt den Bezug zwischen der Marktkapitalisierung und dem US-BIP her. Je nach Betrachtungszeitraum ergeben sich unterschiedlich hohe überbewertungen. Alle genannten Vergleichszeiträume liefern deutliche Argumente für die Sichtweise des Autors. Noch deutlich werde die überbewertung der Aktien im Vergleich zur "Wertschöpfung der US-Kapitalgesellschaften. Auch der langfristige ausgelegte Shiller-Index weise eine deutliche überbewertung auf. Umso dramatischer sei diese Entwicklung vor dem Hintergrund einer historisch sehr niedrigen Dividendenrendite zu bewerten. Nachfolgend das aussagekräftige Schlussstatement des Autors ungekürzt:Zitat: " Die Zinsen seien eben so niedrig, dass man als Anleger gar nicht um Aktien herumkomme, weswegen mitnichten von einer Blase gesprochen werden könne, dürften nun viele einwenden. Ganz abgesehen davon, dass die auf dieses Argument vertrauenden Anleger es vermutlich in spätestens zehn Jahren verfluchen werden, stellen wir eine simple Gegenfrage: Wie hoch sollten die Risikoprämien denn sein, wenn die gesamtwirtschaftliche Gemengelage so verfahren ist, dass kein Mensch weiß, ob wir in drei bis fünf Jahren Preisstabilität, In-, Stag- oder Deflation haben werden" So gesehen scheint die derzeitige Blase fast noch ausgeprägter zu sein als jene Anfang 2000."[Quelle online lesen..]
Aktien Asien (finanzinfo-service.de) Verfolgt man die Marktberichte über die Börsenwoche in Japan entsteht der Eindruck, dass die Börsianer in Tokio derzeit vor allem eines haben: Angst. Nicht die mutigen Samurai beherrschen das Parkett, sondern vorsichtige und leidgeprüfte Akteure. Die Aussicht auf einen weiterhin schwachen US-Dollar, weiterer Kapitalbedarf bei Banken und Immobilienfirmen und schlechte Aussichten bei den Chipherstellern sorgten für die dritte Woche Börsen-Blues im Land der aufgehenden Sonne in Folge. Nach einem Wochenverlust von 2,79% und einem Rückgang um mehr als 7,6% in den letzten vier Wochen sind alle Gewinne des Nikkei seit Mitte Juli wieder dahin geschmolzen. Noch schlimmer sieht es beim breiter gefassten TOPIX-Index aus, der aktuell fast wieder auf dem Niveau vom April diesen Jahres notiert.
Japan plant neue Konjunkturstütze Die Handelsblatt-Redakteure Finn Mayer-Kuckuk und Dirk Heilmann berichten, dass Japan besser als die USA und Europa aus der Krise heraus kommt und im dritten Quartal mit einem Wachstum von 1,2% alle Erwartungen übertraf. Allerdings sei der Grund hierfür fast ausschließlich in einem außergewöhnlich umfangreichen staatlichen Konjunkturprogramm zu suchen. Wie auch in den anderen Industrieländern, wird in Japan eine Fortsetzung der fiskalischen Stimulation gefordert. Wie die Autoren berichten, haben die bisherigen Maßnahmen allerdings die ohnehin schon sehr hohe Staatsverschuldung auf den dreifachen Wert (in Relation zum BIP) derjenigen in Deutschland steigen lassen. Diese schwierige Situation führe dazu, dass die Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen unter Druck gerate.[Quelle online lesen..]
Japanische Malaise Auf ftd.de wird festgestellt, dass die japanischen Aktienmärkte in der Breite rückläufig sind, obwohl die wirtschaftlichen Daten gerade von einem beeindruckenden Wachstum berichten. In den Jahren 2000 und 2007 seien die japanischen Anleger ein guter Indikator für das Bevorstehen von Kursrückgängen an den Börsen weltweit gewesen. Die Autoren stellen die Frage in den Raum, ob die Entwicklung in Tokio auch diesmal wieder ein Anzeichen für bevorstehendes Ungemach sein könnte.[Quelle online lesen..]
Aktien SchwellenländerSCHWELLENLäNDER
(finanzinfo-service.de) In den großen Schwellenländern, den sog. BRIC-Staaten, war die Stimmung an den Börsen deutlich optimistischer als an den westlichen Börsen. Möglicherweise zeichnet sich hier die viel beschriebene Abkopplung der Emerging Markets ab. Während Brasilien, China und Indien von einer grundsätzlich positiven wirtschaftlichen Entwicklung profitieren, ist Russland immer noch sehr von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig. Wobei in dieser Woche schon ein moderater Anstieg (+0,43%) des ölpreises, der das Ende eines dreiwöchigen Abwärtstrends bedeutet, für ein schönes Plus von 1,75% an der Moskauer Börse ausreichte. Da der Freitag in Brasilien ein Feiertag war, konnte die schlechte Stimmung von der Wall Street hier niemanden schocken. Der Bovespa konnte zwar die während der Woche getesteten Jahreshochs nicht halten, erfreute die Anleger aber mit einem Wochenplus von 1,48%. In China herrschte neuer Optimismus bezüglich des chinesischen Wirtschaftswachstums. Da ließ der Shanghai Composite sich auch nicht von den Zweiflern im Westen beeindrucken und gewann auf Wochensicht 3,78% hinzu. Das ergibt einen Zuwachs von mehr als 10% innerhalb der letzten drei Wochen! Da muss sogar die Börse in Indien respektvoll applaudieren, die mit rund 7% im gleichen Zeitraum nun wirklich keinen Anleger unglücklich gemacht hat. Im Laufe dieser Woche betrug der Zuwachs 1,03%.
Schwellenländer feiern Comeback Die Aktienmärkte der Schwellenländer haben in den letzten Monaten einen beeindruckenden Wertzuwachs erlebt. Jetzt fällt auch dem ftd-Redakteur Christoph Huss auf, dass die Schwellenländer ihr Comeback feiern. Er lässt verschiedene Experten von Fondsgesellschaften zu Wort kommen, die sich positiv für Schwellenländeraktien äußern. Besonders interessant sei China, da hier der Binnenkonsum immer stärker werde und somit auch als Konjunkturstütze an Bedeutung gewinne. Besonders erwähnt werden auch die guten Chancen für Aktien aus der Türkei.[Quelle online lesen..]
"In China sind die Renditen hoch, das Risiko aber auch" Auf der Seite faz.net veröffentlicht der Redakteur Tim Höfinghoff ein Interview mit Wensheng Peng von Barclays Capital in Hongkong. Peng geht davon aus, dass das Wachstum in China auch im kommenden Jahr anhalten wird. Die Aktienmärkte böten sehr gute Chancen bei entsprechendem Risiko. Er sieht für die zweite Jahreshälfte Inflationstendenzen aufkommen, was dazu führen könnte, dass China dem internationalen Druck nachgibt, seine Währung aufzuwerten. Für den Aktienmarkt könnte eine einsetzende Inflation belastend sein.[Quelle online lesen..]
Morgan Stanley: China hat noch 30 Prozent Potential Wie auf emfis.de berichtet wird, sieht Jerry Lou, Aktienstratege bei Morgan Stanley, bei chinesischen Aktien ein Kurssteigerungspotenzial für weitere 30%. Er sehe zwar die ersten Anzeichen für eine Blasenbildung, aber bis zum Platzen der Blase sei es noch ein Stück hin und es empfehle sich nicht, sofort bei den Anzeichen zu verkaufen. Chinesische Aktien seien nicht überbewertet.[Quelle online lesen..]
Volldampf voraus - Chinas und Indiens neue Wirtschaftsdaten Wie emfis.de berichtet, zeigen aktuelle Daten aus China und Indien, dass sich beide Volkswirtschaften zunehmend von der internationalen Entwicklung abkoppeln. Der stark wachsende Binnenmarkt sorge derzeit trotz der schwächelnden westlichen Märkte für ein starkes und solides Wachstum in diesen großen Ländern. Im Unterschied zu den Industrieländern sei der aktuelle Anstieg an den Aktienmärkten hier durch die Fundamentaldaten gerechtfertigt.[Quelle online lesen..]
OSTEUROPA
(finanzinfo-service.de) Die osteuropäischen Aktienmärkte sind offensichtlich noch deutlich abhängiger von der Entwicklung ihrer westlichen Leitmärkte, als die oben genannten Schwellenländern von den US-Börsen. So ging es auch an den wichtigsten Börsen unserer östlichen Nachbarn nach unten, wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik. Am empfindlichsten reagierten die Börse in Budapest, wo der Leitindex auf Wochensicht 2,23% einbüßte. Prag (-0,43%) und Warschau (-0,52%) haben zumindest nicht stärker verloren, als manche westeuropäische Märkte und sich sogar besser behauptet, als der EuroStoxx 50 (-1,73%). Aus Polen wurde vermeldet, dass die Regierung die Privatisierung einiger Energieversorger vorbereitet und deswegen den Einfluss des Staates auf diese Unternehmen weiter zurückfährt.
Devisen- und RentenmärkteRENTEN
(finanzinfo-service.de) Wenn es normal ist, dass die Rentenkurse steigen, wenn die Aktien an Wert verlieren, dann war dies eine normale Woche. Beide wichtige Indizes legten an Wert zu. Vielleicht sogar deutlicher als man dies vor dem Hintergrund der Rückgänge bei den Aktienkursen erwarten müsste. Der REX liegt auf Wochensicht mit 0,30 % im Plus. Beeindruckender ist der Anstieg des Bund Future um mehr als ein Prozent. Es scheint so, als würden die Renteninvestoren keine nahende Inflation mehr befürchten. Dies bedeutet wahrscheinlich allerdings auch, dass die Erwartungen an die konjunkturelle Erholung sehr verhalten sind. Aufregung gab es in dieser Woche um griechische Staatsanleihen. Eine schlechte Prognose zur Entwicklung des BIP sorgte für eine höhere Risikoeinschätzung und Kursverluste bis zu 1,25%, was für solche Papiere eine extreme Bewegung ist.
Der Exit beginnt in Asien In einem Gastkommentar auf ftd.de äußert sich Barry Eichengreen, Professor für Volkswirtschaft und Politikwissenschaften an der University of California in Berkeley, zur aktuellen Problematik einer möglichen erneuten Blasenbildung an den Kapitalmärkten. Eichengreen sieht diese Blasenbildung bereits in den Schwellenländern im Entstehen. Viel billige Liquidität aus den USA und Europa würde auf der Suche nach Rendite in den Schwellenländern fündig und führe dort zu einer gefährlichen Entwicklung:Zitat: " Eher schon liegen die Kommentatoren richtig mit der Warnung, dass in Asien und dort vor allem in China gefährliche Vermögensblasen entstehen. Und nicht nur unabhängige Kritiker sehen das so: In ihrem Halbjahresbericht über Ostasien warnte auch die Weltbank vor Kurzem vor neuen Gefahren an den Wertpapiermärkten. Die Vermögenspreise sind aufgebläht. Vor allem in großen Städten boomen die Preise für Immobilien. All das erinnert erschreckend an die Situation in den USA im Jahr 2006."Allerdings könne es nicht die Aufgabe der Fed oder der EZB sein, gegen diese Entwicklung durch Zinserhöhungen anzugehen. Solange in den USA und in Europa die Arbeitslosigkeit im Steigen sei, müsse die laxe Geldpolitik fortgesetzt werden. Gefordert seien die Notenbanken dort, wo die Krise entstehe, also z.B. in den asiatischen Schwellenländern. Zu beachten sei aber, dass Zinserhöhungen dort zu ungewünschten Anstiegen der Währungen führen würden. Außerdem würde die höhere Rendite weitere spekulative Gelder anziehen. Dies müsste vor Ort durch fiskalische und regulatorische Maßnahmen bekämpft werden.[Quelle online lesen..]
Schroders: Hochzinsanleihen bleiben trotz Rallye weiter attraktiv Wie sich das für einen Anbieter von Investmentfonds gehört, sind die Spezialisten der englischen Investmentgesellschaft Schroders für das Segment der Hochzinsanleihen weiterhin optimistisch. Wie fondsprofessionell.de berichtet, erwarten die Briten trotz der bisherigen Rally weiter steigende Kurse aufgrund rückläufiger Spreads (Zinsdifferenz zwischen Staatsanleihen und Hochzinsanleihen):Zitat: " "Wir bleiben weiterhin vollständig investiert und sind davon überzeugt, dass der Spread zwischen dem globalen Hochzinsindex und Schatzanleihen ein gutes Polster gegen die zu erwartenden Verluste durch Ausfälle bietet“, so Wesley Sparks, Fondsmanager des Fonds Schroder ISF1 Global High Yield."Grund für diesen Optimismus ist die erwartete Verbesserung der Bonität der Unternehmen und die damit verbundene sinkende Gefahr von Ausfällen. Die liquiditätsgetriebene hohe Nachfrage würde eventuelle Rückschläge schnell wieder ausgleichen.[Quelle online lesen..] Der Vollständigkeit halber weisen wir auf einen Artikel gegenteiliger Meinung von Anfang November hin:[Quelle online lesen..]
Inflationsschutz für 30-jährige Anleihen kommt Wie Doris Grass von der ftd berichtet, plant die Bundesrepublik Deutschland im kommenden Jahr erstmalig eine 30jährige Anleihe mit Inflationsschutz zu emittieren. Bei diesen Anleihen verändert sich die Verzinsung mit der Teuerungsrate und das Inflationsrisiko trägt nicht wie sonst der Anleger, sondern in diesem Fall die Bundesrepublik.www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/:renten-und-devisen-inflationsschutz-fuer-30-jaehrige-anleihen-kommt/50039880.html
DEVISEN
(finanzinfo-service.de) Der USD schwankt nun schon seit fast drei Wochen in einer Spanne zwischen 1,50 ? und 1,485 ?. Einerseits drücken die Carry-Trades auf den Dollarkurs, andererseits stützt die immer wieder aufkeimende Konjunkturskepsis den Greenback. Auf Wochensicht verlor der Euro 0,28 % zum Dollar zu. Das britische Pfund verlor (0,7%) gegen den Euro. Der japanische Yen hingegen legte um gut ein Prozent Wert zu.
Angst vor Währungsturbulenzen wächst Wie der ftd-Redakteur Tobias Bayer berichtet, steigt an den Devisenmärkten die Angst vor Turbulenzen, die durch die derzeitigen Aktivitäten im Carry-Trade-Bereich entstehen könnten. Zitat: " Bei Carry-Trades verschulden sich die Anleger in Niedrigzinswährungen und legen ihr Kapital höher verzinst im Ausland an. Wegen der Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Fed ist der Dollar momentan die beliebteste Verschuldungswährung für solche Transaktionen."Für das Funktionieren dieser Geschäfte sei die Aussicht auf weitere Abwertung des USD zum Euro wichtig. Derzeit mehrten sich Anzeichen, dass dies aber nicht zu erwarten sei. Müssten die Carry-Trades aufgelöst werden, würde dies zu starken Turbulenzen an den Devisenmärkten führen. Allerdings ist nicht transparent, wie stark die Aktivitäten der Carry-Trader tatsächlich sind. Bayer führt Aussagen der Barclays Bank an, die das Volumen dieser Geschäfte derzeit für überschätzt hält.[Quelle online lesen..]
Kein Dollar-Desaster in Sicht In der Donnerstagsausgabe von ?Handelsblatt Global Markets? beschäftigt sich der von der Wall Street aus agierende Redakteur Rolf Benders mit den Prognosen einiger Pessimisten, die ein ?Dollar-Armagedon? voraussagen. Benders schließt sich dieser Meinung, zumindest auf absehbare Zeit, nicht an. Zwar seien die geschilderten Probleme wie die hohe Staatsverschuldung und die laxe Geldpolitik der Fed nicht zu leugnen. Andererseits bestehe an den globalen Finanzmärkten aber die Nachfrage nach einer relativ sicheren und immer liquiden Anlageform, gerade in schwierigen Zeiten. Hier seien US-Staatsanleihen bis auf weiteres nicht zu ersetzen. Solange die USA die Zinszahlungen auf die Anleihen bzw. deren Rückzahlung nicht aussetze, blieben die US-Treasuries und damit auch der US-Dollar ein gefragtes Instrument. Benders geht davon aus, dass die künftige reale wirtschaftliche Entwicklung die aktuellen Erwartungen eher enttäuschen wird und deshalb schon bald ein erhöhter Bedarf der Kapitalanleger nach dem sicheren Hafen US-Staatsanleihen einsetzen wird. Er prognostiziert aus diesem Grund einen zum Euro steigenden US-Dollar. Dies vielleicht schon kurzfristig. Das Thema Carry-Trades behandelt Benders an dieser Stelle nicht.[Quelle online lesen..]
Rohstoffe(finanzinfo-service.de) Der Gold-Hype geht weiter. Die dritte Woche in Folge stieg der Goldpreis deutlich an und markierte neue Rekordhochs. Allgemein wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt. Begründet wird dies mit einer Fluch aus dem schwächelnden US-Dollar. So legte das Edelmetall auf Dollarbasis in dieser Woche um 2,07% zu. Auf Eurobasis wurde der letzte Höchststand vom Februar diesen Jahres noch nicht erreicht. Das öl konnte nach drei negativen Wochen seinen Abwärtstrend stoppen und bleibt innerhalb der Spanne zwischen 77 und 80 USD. Das Wochenplus beträgt 0,4 %.
öl und Industriemetall werden teurer Wie das Handelsblatt berichtet, sorgt der Wertverfall des US-Dollar derzeit nicht für steigende Preise bei Gold und öl. Auch andere Metalle wie Platin, Silber und Kupfer verteuerten sich aus diesem Grund. Analysten erwarten auch von der Nachfrageseite Unterstützung für die Preise. Das überraschend große Wachstum in Japan und ängste vor witterungsbedingten Lieferengpässen in China schöben die Nachfrage derzeit an.[Quelle online lesen..]
Marc Faber: "Goldpreis fällt nicht mehr unter 1000 Dollar“ Marc Faber gehört zu den "Börsengurus der alten Schule“ und ist schon seit Längerem ein Verfechter der Vermögensanlage in physischem Gold. Wie fondsprofessionell.de berichtet, erwartet Faber dauerhaft einen Goldpreis über 1.000 USD.Zitat: " Als Positivtreiber, der dem Edelmetall weiter Aufwind geben dürfte sieht Faber unter anderem das Interesse Chinas, seine Goldvorräte aufzustocken, sowie die expansive Geldpolitik der Notenbanken. Seit Jahresbeginn hat sich Gold bereits um rund 35 Prozent verteuert."Der Schweizer Vermögensverwalter hatte bereits im Juli eine Explosion des Goldpreises vorausgesagt. [Quelle online lesen..]
Goldminen entwickeln sich zu Lieblingen der Börsianer Wie der Redakteur Daniel Eckert von welt-online berichtet, spielt die Musik derzeit nicht nur bei den Preisen für Rohstoffe, sondern noch mehr bei den Aktien von Minenunternehmen, besonders den Goldminen. Zuwächse von 200% innerhalb eines Jahres sind keine Seltenheit. Da mit den steigenden Preisen für Gold die Förderkosten nicht mitsteigen, ?hebelt? der steigende Goldpreis die Gewinne dieser Unternehmen immer mehr. Risiken für Anleger ergeben sich durch sinkende Goldpreise und weitere unternehmensbedingte Risikofaktoren:Zitat: " Für die einzelne Mine ist eine mögliche Korrektur beim Goldpreis indes nicht das einzige Risiko. Hinzu kommen Streiks, Stromausfälle, Grubenunglücke, Wasserereinbrüche, Devisenturbulenzen, Umweltschäden und daraus resultierende Strafen sowie behördliche Willkür. Das alles macht den Goldabbau, der sich oft auf Schwellenländer konzentriert, zu einer der riskantesten Wirtschaftstätigkeiten."Somit sind Goldminenaktien sicher noch weniger ein Instrument für Investoren, die einen ruhigen Schlaf suchen, als der glänzende Rohstoff an sich.[Quelle online lesen..]
SpezialthemenDas unbekannte Börsengenie Ein interessanter Artikel des börse-online Redakteurs Thomas Jahn beschäftigt sich mit Charlie Munger, dem zweiten starken Mann neben der Börsenlegende Warren Buffet bei der bekannten Investmentfirma Berkshire Hathaway. Munger sei kaum bekannt und seine Bedeutung für den Erfolg dieses großen Unternehmens würde meist unterschätzt. Jahn berichtet über eines der sehr seltenen Interviews, welches er mit Munger führte. An der Biographie dieses interessanten Mannes interessierten Lesern empfehlen wir die Lektüre der Originalartikels. Tipps zur Auswahl von Aktien oder konkrete Anlageempfehlungen finden sich hier nicht.[Quelle online lesen..]
"Aktien sind die schlechteste Wahl“ Der Yale-Professor Robert Shiller ist ein Experte im Immobiliengeschäft und hatte in einem Buch die Probleme der Jahre 2000 und 2007 prognostiziert. Für das Handelsblatt wird er von Ingo Narat zu seinen aktuellen Einschätzungen befragt. Aber ein richtig klares Bild der Zukunft vermag auch Shiller nicht zu zeichnen. Er sieht eine größere Inflationsgefahr als die Allgemeinheit, weshalb er von Staatsanleihen ohne Inflationsabsicherung abrät. Auch für den Aktienmarkt ist er pessimistisch. Er geht davon aus, dass die Überwindung der Krise noch länger dauern wird und wir derzeit nur eine Zwischenerholung an den Börsen sehen. Die Immobilienpreise in den USA sieht er in fünf Jahre auf dem gleichen Niveau wie heute, Schwankungen wären aber zu erwarten. Für Anlagen in Gold hält er beide Richtungen für möglich. Als ?wahrscheinlich schlechteste? Anlage für 2010 sieht der Yale Professor ein Investment in Aktien an.[Quelle online lesen..]
Die unheilvolle Geldschwemme Auf faz.net warnt der Redakteur Patrick Bernau vor dem Entstehen neuer Blasen an den Kapitalmärkten und deren Folgen. Der gleichzeitige Anstieg aller Vermögensklassen im dritten Quartal sei ein klares Indiz für die Ausbildung einer neuen Blase bei den Vermögenswerten. So, wie die Versorgung der Kapitalmärkte mit billigem Geld nach dem Platzen der dotcom-Blase für die ungesunde Entwicklung an den US-Immobilienmärkten geführt habe, sei die aktuelle Geldpolitik der Notenbanken der Grund für erneute Blasenbildungen. Als weiteres Indiz hierfür nennt Bernau das aktuelle KGV der im S&P 500 Index beinhalteten Unternehmen, das mit rund 140 mehr als viermal so hoch ist wie sein Durchschnittswert (ca. 30).Zitat: " Tatsächlich ist es nach großen Krisen nichts Ungewöhnliches, dass die Bekämpfung der Krise zu neuen Blasen führt, den so genannten "Echo-Blasen": Die Notenbanken geben neues Geld aus, und je mehr Zeit sie sich lassen, bis sie es zurückholen, umso mehr Zeit haben die Preise, zu steigen. Und umso härter wird der Aufprall, wenn die Zentralbanken dann den Kurs tatsächlich ändern."Weitere Risiken ergeben sich nach Bernaus Meinung aus dem extrem niedrigen Zinsniveau in den USA. Dies würde zu spekulativen Zinsdifferenzgeschäften, den sogenannten Carry-Trades, verleiten. Diese könnten im Fall einer Erholung des Dollarkurses erneute schwerwiegende Bilanzprobleme bei den beteiligten Banken generieren.L.www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/Doc~E5EC2B695EE2646D0BCA968A642F317EB~ATpl~Ecommon~Sspezial.html Asiaten warnen vor US-Superblase Wie der ftd-Redakteur Tobias Bayer beschreibt, haben auch die Asiaten derzeit Angst vor der Bildung neuer Blasen, die durch die Niedrigzinspolitik der Fed ausgelöst würden. Durch die oben bereits beschriebenen Carry-Trades flösse sehr viel Kapital in Vermögenswerte in den Schwellenländern, was dort sowohl die Aktien als auch die Immobilienmärkte nach oben treibe. Ein Rückfluss dieser Kapitalströme würde im Endeffekt zu einer Rezession in dieser Region führen.[Quelle online lesen..]
Interview :"Wir haben zu viel Geld auf der Welt" Max Otte ist Wirtschaftsprofessor, Buchautor und Börsenbriefherausgeber. Er erlangte in letzter Zeit Berühmtheit in der Finanzwelt, weil in seinem Buch ?Der Crash kommt? die Entwicklungen der Finanzkrise schon frühzeitig sehr genau vorhergesagt hatte. Nun wurde er von der Zeitschrift Börse-online zum ?Börsenstar des Jahres 2009? gekürt. Hierzu erschien ein Interview, welches auch auf capital.de veröffentlicht wurde. Otte ist für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte skeptisch. Die Zeit, in der man Aktien kaufen musste, weil sie so billig waren, sei vorbei. Es wäre zu erwarten, dass die reale Entwicklung der Unternehmen nicht mit den Erwartungen der Börsianer mithalten könnte. Darüber hinaus erwartet er, dass die expansive Geldpolitik der Notenbanken noch zu Problemen führen wird:Zitat: " Es gibt massive deflationäre Kräfte und auch immer noch die schlechten Schulden in den Bilanzen, die jetzt einfach nur besser versteckt werden. Der weltweite Bankensektor ist mit circa 700 bis 800 Milliarden Euro negativem Eigenkapital, das nicht offen ausgewiesen wird, eigentlich insolvent. Bei der US-Notenbank Fed lagern Überschussreserven von mehr als einer Billion Dollar, das sind mehr als sieben Prozent des US-Sozialprodukts. Das ist Geld, das die Fed den Banken gegeben hat und das die Banken direkt wieder bei der Fed eingelagert haben, um Liquidität zu horten. Im Moment erzeugt das noch keine Inflation, aber meiner Meinung nach befinden sich Inflation und Deflation weiter in einem sehr instabilen Gleichgewicht. Eins von beidem werden wir erleben, denn wir haben zu viel Geld auf der Welt."Otte glaubt, dass die Mittel der Notenbanken, gegen solche Gefahren zu steuern, viel geringer sind, als diese glauben machen wollten. Er erwartet eher eine Verschärfung der Wirtschaftskrise als eine schnelle Erholung. Über diese Aussagen hinaus beschreibt Otte in diesem Interview seinen Prozess zur Feststellung des fairen Wertes einer Aktie und beschreibt, dass er plant, einen nach seinen Grundsätzen investierenden Investmentfonds auf den Markt zu bringen.[Quelle online lesen..]
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