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Newsletter - KW 46/2009
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Newsletter - KW 46/2009

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) Trotz der bereits hohen Erwartungen, die in den Kursen schon eingepreist sind, ließen sich die Investoren in dieser Woche noch positiv überraschen. Gute Vorgaben aus den USA und Asien zu Wochenbeginn wurden im Laufe der Woche erst von sehr guten Wachstumszahlen aus China und zum Wochenende von einem überraschend guten Wirtschaftswachstum in Deutschland bestätigt. Drei gute Börsentage sorgten auf Wochensicht für ein Plus von 3,6% des Dax und 3,18% des Euro Stoxx 50.

Aktienexperten stellen die Rally in Frage
Die Handelsblatt-Redakteure Ralf Drescher und Christian Schnell beleuchten das Phänomen, dass die Aktienmärkte den tatsächlichen wirtschaftlichen Entwicklungen meist vorauslaufen. So habe der Aufschwung der Aktienmärkte seit März diesen Jahres bereits die aktuelle Erholung der Unternehmensgewinne vorweggenommen. Aus diesem Grund könnten die derzeit auftauchenden positiven Daten auch nicht mehr für weitere Anstiege der Aktienkurse sorgen. Die Skepsis, dass der weitere konjunkturelle Verlauf an Schwung verlieren könnte und Rückschläge zu erwarten sind, stimme viele Marktteilnehmer derzeit eher negativ. Das langsame weltweite Wachstum, die hohe Arbeitslosigkeit und auslaufende staatliche Konjunkturprogramme ließen kein schnelles Wachstum der Unternehmensgewinne und somit auch keine nachhaltigen Gewinne an den Aktienmärkten erwarten. Die befragten Experten verschiedener Banken erwarten zwar noch einen Anstieg des Dax bis über 6.000 Punkte, anschließend aber eine Schwächephase.[Quelle online lesen..]


Aktien Nord-Amerika

(finanzinfo-service.de) Nachdem in den letzten Wochen eine gewisse Zurückhaltung der Anleger zu spüren war, stand diese Woche im Zeichen einer wachsenden Risikobereitschaft. Anfangs der Woche stützte nach dem G20-Gipfel die Hoffnung auf eine weiterhin hohe Liquidität die Märkte. Mitte der Woche war das überraschend starke Wirtschaftswachstum in China der Motor für steigende Kurse. Die ersten Zahlen aus dem Reich der Mitte haben bereits wieder das Niveau vor Ausbruch der Krise erreicht. Freitags wurden dann gestiegene Importe als Zeichen für eine Besserung der Konjunktur gewertet und sorgten für Nachfrage an den Aktienmärkten. So konnten die US-Indizes in dieser Woche mit + 2,46 (Dow Jones) und + 2,62 (Nasdaq Composite) ein deutliches Plus verbuchen.

In dieser Woche fiel unserer Redaktion kein besonders interessanter Artikel zu US-Aktien auf. Um Ihre Zeit nicht zu verschwenden verzichten wir darauf, irgendwelche "Füllartikel“ aufzuführen.

Aktien Asien

(finanzinfo-service.de) Viel geschah in dieser Novemberwoche nicht an den japanischen Börsen. Es scheint das richtige Vertrauen in die Zukunft zu fehlen. Die gute Stimmung an der Wall Street konnte die Marktteilnehmer nicht anstecken. Obwohl der Dow Jones ein neues Jahreshoch markierte, hielt sich in Tokio die Skepsis. Sorgen um Finanz- und Reedereititel verdarben die Stimmung, die sowieso ständig unter der Stärke des Yen leidet. Auf Wochensicht gab der Nikkei 0,2% ab. Deutlich erfreulicher war die Entwicklung in Hong Kong. Die ersten Wirtschaftsdaten in China sind wieder auf dem Niveau der Zeit vor der Krise. Dies nährt die Hoffnung, dass China die Wirtschaftskrise bereits überwunden hat. Der Hang Seng Index legte auf Wochensicht 3,31% zu.

Fidelity: Trotz Risiken - Japanischer Aktienmarkt attraktiv
Auf der Seite fondsprofessionell.de äußert sich der Fidelity-Fondsmanager June-Yon Kim zu den Chancen des japanischen Aktienmarktes. Er erwartet eine schnelle (V-förmige) Erholung. In der Vergangenheit hätten sich die japanischen Exportwerte immer sehr schnell von einer Krise erholt, diese Entwicklung erwartet Kim auch diesmal. Bremsend wirke sich hierbei ein zu starker Yen aus. Auf etwas Unterstützung hofft Kim auch durch die Maßnahmen der Regierung zur Belebung der Binnennachfrage.[Quelle online lesen..]


Aktien Schwellenländer

SCHWELLENLäNDER


Franklin Templeton: Russische Aktien sind noch günstig bewertet
Während andere Schwellenländerexperten in den letzten Tagen skeptisch für die Entwicklung des russischen Aktienmarktes im Vergleich zu den anderen BRIC-Ländern waren, glaubt der Templeton-Mann Marc Mobius an ein überdurchschnittliches Potenzial für Aktien aus dem ehemaligen Zarenreich. Wie auf fondsweb.de berichtet wird, seien russische Aktien im Durchschnitt sowohl auf Basis des KGV als auch des KBV deutlich unterbewertet. Besonders die Indexschwergewichte Gazprom und Lukoil seien interessante Unternehmen mit sehr guten Aussichten. Mobius erwartet, dass Russland sich in der nächsten Zeit besser entwickeln wird, als der Rest der Schwellenländer.[Quelle online lesen..]
?Bric-Fonds sind Investments für die Rente?
Malte Dreher, Redakteur der Zeitschrift ?das investment? interviewte Allan Conway, den Schwellenländerchef der britischen Fondsgesellschaft Schroders. Conway ist überzeugt, dass Investments in dieser Region auch für die Zukunft deutlich attraktiver sind als in den Industrieländern. Aus seiner Sicht ist gerade in der aktuellen Krise erkennbar, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer sich mittlerweile weitgehend von derjenigen in den USA und Europa abgekoppelt hat. Während die Industrieländer ernsthaft ?krank? seien, wären die Schwellenländer fidel und gesund. Wie bereits teilweise in China geschehen, werde zunehmend der Binnenkonsum den Export als Wachstumsmotor ablösen. Darüber hinaus würden die Schwellenländer nicht unter demografischen Problemen oder hoher Staatsverschuldung leiden. Aus Conways Sicht sind die Aktienmärkte der Schwellenländer ein hervorragendes Medium zum Ansparen der privaten Altersversorgung mit Sicht auf 20 bis 30 Jahre.[Quelle online lesen..]

Threadneedle: Asiatische Volkswirtschaften haben Tiefpunkt überwunden
Gigi Chan, Fondmanagerin des China Opportunities Fund der britischen Fondsgesellschaft Threadneedle, äußert sich auf fondsprofessionell.de zu den Chancen für Anleger an den asiatischen Aktienmärkten. So lange die Risikoneigung der Anleger nicht insgesamt zurück gehe, seien die Wachstumsaussichten für die stark wachsenden Märkte sehr gut. Die wachsende Verstädterung, einhergehend mit steigendem Wohlstand und einem zunehmenden Binnenkonsum seien gute Voraussetzungen für steigende Aktienkurse. Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen sollten den Aufwärtstrend der damit beschäftigten Branchen weiter stützen. Auch die Finanzbranche profitiere von der wachsenden Nachfrage.[Quelle online lesen..]

Medwedjew liest Russlands Wirtschaft die Leviten
Über ganz neue Töne aus dem Kreml berichtet das Handelsblatt. Ex-Präsident Putin hatte den Einfluss des Staates auf das wirtschaftliche Geschehen und die Unternehmen immer sehr hoch gehalten. Von dieser Position distanziert sich Präsident Medwedjew nun erstmals öffentlich und deutlich. Er bemängelt die Abhängigkeit der veralteten russischen Wirtschaft von Rohstoff- und Energieexporten. Er fordert eine engagierte Modernisierung und mehr private Verantwortung. Die Rolle des Staates müsse zurück gefahren und der Wettbewerb gestärkt werden. Im Gegensatz zu Putin sieht Medwedjew eine hohe Eigenverantwortung Russlands dafür, dass das Land besonders hart von der Finanz- und Wirtschaftskrise getroffen wurde. [Quelle online lesen..]


OSTEUROPA


Banken in Osteuropa: Kreditausfälle steigen
Die österreichische Seite wirtschaftsblatt.at berichtet über die Einschätzung der Unicredit und ihrer Tochter Bank Austria zur Situation in Osteuropa in den kommenden Monaten. Es wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum sich zwar positiv entwickle, aber ?hinter dem Potenzial der Region zurück bleibe?. Negativ sei, dass im kommenden Jahr mit dem Höhepunkt der Kreditausfälle zu rechnen sei. Besonders die Ukraine biete hier schlechte Aussichten. Die Unicredit werde aber ihre Expansion in Osteuropa fortsetzen und besonders ihre Aktivitäten in der Türkei verstärken.[Quelle online lesen..]


Devisen- und Rentenmärkte

DEVISEN


Dollar stürzt auf 15-Monatstief
Wie die ftd in ihrer Montagsausgabe berichtet, hat der US-Dollar seinen Wertverfall gegenüber dem Euro und anderen wichtigen Währungen wieder fortgesetzt:Zitat: "Der Dollar-Verfall setzt sich auch diese Woche fort: Der Dollar-Index, der den Wechselkurs des Greenback gegenüber den Währungen der sechs wichtigsten US-Handelspartner wiedergibt, fiel am Montag mit 74,97 Zählern auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten. Der Euro kletterte in der Spitze auf 1,5020 $ - und näherte sich damit dem Jahreshoch von 1,5063 $, das er am 26. Oktober erreicht hatte."Der IWF sieht als Hauptgrund hierfür, dass Investoren sich Geld im Dollarraum leihen und dieses in Schwellenländern oder im Euroraum anlegen (Carry Trades). Hierbei würden US-Dollar verkauft und die anderen Währungen gekauft, was nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage zu der beschriebenen Entwicklung führt. Hinzu käme die steigende Risikobereitschaft der Anleger Gelder, die während der Krise in den ?sicheren Hafen? US-Dollar geflossen waren, würden diesen sukzessive wieder verlassen. Commerzbankanalysten erwarten gemäß dieses Artikels allerdings keinen größeren weiteren Verfall des US-Dollar.[Quelle online lesen..]

Ratingwarnschuss belastet das Pfund
Die ftd berichtet, dass die Ratingagentur Fitch die Gefahr für eine Herabstufung des Ratings (Maßstab für die Kreditwürdigkeit) Großbritanniens als gegeben sieht. Besonders ein weiteres Konjunkturprogramm würde die Bönitätseinstufung belasten. Ebenfalls in Gefahr seien die Ratings für Japan und die USA. Für Deutschland dagegen sieht Fitch keine Gefahr einer Herabstufung. Eine Verschlechterung des Ratings hätte einerseits steigende Zinsen bei den Staatsanleihen zur Folge und würde die entsprechende Währung am Devisenmarkt belasten.[Quelle online lesen..]


RENTEN


Rentenmarkt: Die Spreu vom Weizen trennen
Auf fondsprofessionell.de kommt Petra Krause, Fondsmanagerin des Fonds HANSArenta bei der Hamburger Kapitalanlagegesellschaft HansaInvest, zum Thema Unternehmensanleihen zu Wort. Sie beschreibt, das sich das Rendite-Risiko-Verhältnis in diesem Anlagesegment im Vergleich zum Frühjahr deutlich verschlechtert hat und empfiehlt, bei einer Anlage Unternehmens- und Staatsanleihen gleich zu gewichten. Mittelfristig sieht Krause bessere Chancen bei den Staatsanleihen. Bei den Unternehmensanleihen käme es sehr auf die Situation des einzelnen Unternehmens an.[Quelle online lesen..]

Firmenbonds führen Anleger in Versuchung
Auch die ftd-Redakteurin Elisabeth Atzler beschäftigt sich mit dem Thema Unternehmensanleihen. Nachdem diese in den letzten sechs Monaten eine sehr positive Wertentwicklung erfahren haben, rücken sie immer mehr auch in den Fokus von Privatanlegern. Doch Atzler warnt vor einem immer wieder auftauchenden Phänomen:Zitat: " In der Vergangenheit hat sich öfter gezeigt, dass private Investoren zu spät in Märkte mit zeitweise hohen Renditen einsteigen. So hatten viele Privatleute von 2000 bis 2003 noch kräftig in Aktien investiert - also in einer Phase, in der die Kurse letztlich stark fielen. Kurz vor dem Platzen der Börsenblase waren damals auch relativ riskante Aktien des Neuen Marktes gefragt."Auch bei den Unternehmensanleihen sei es so, dass die privaten Anleger erst dann auf diese Anlageklasse aufmerksam wurden, als der Markt schon sehr weit gelaufen sei. Nun sind laut Atzler die Risiken höher und die Chancen niedriger. Wie in diesem Artikel berichtet wird, empfehlen verschiedene befragte Anlageexperten risikobereiten Anlegern Aktien aus den Schwellenländern und Rohstoffe.[Quelle online lesen..]


Rohstoffe

Händler setzen auf 100-$-ölpreis
Wie der ftd-Redakteur Tobias Bayer berichtet, nehmen derzeit die Wetten an den Kapitalmärkten auf einen ölpreis über 100 US-Dollar für den Barrel WTI-öl zu. Die Aussicht auf einen Anstieg der Nachfrage im Zuge einer weltweiten konjunkturellen Erholung treiben die entsprechenden Spekulationen. Die aktuelle Nachfrage untermauert diese Hoffnung allerdings noch nicht, wie Bayer berichtet. Auch sei mit dem größten Opec-Produzenten Saudi-Arabien ein mächtiger Spieler am Markt, welcher den ölpreis gerne auf dem Niveau von 75 USD sehen möchte.Zitat: ""Man sollte den Saudis zuhören. Sie haben gesagt, dass sie den Preis bei diesem Niveau haben wollen. Und sie haben auch die Fähigkeit, ihn dort zu halten", sagte Lawrence Eagles, Leiter Rohstoffresearch bei JP Morgan Chase. Eagles arbeitete zuvor bei der Internationalen Energieagentur (IEA). Die IEA veröffentlicht am Dienstag ihren mit Spannung erwarteten jährlichen Ausblick für die Energiemärkte." [Quelle online lesen..]

Energieagentur sagt massiven ölpreisschub voraus
Wie spiegel.de berichtet, erwartet die Internationale Energieagentur (IEA) für die kommenden fünf Jahre einen Anstieg des weltweiten Erdölbedarfs um jeweils 2,5% pro Jahr. Bis zum Jahr 2030 wird mit einem steigenden Bedarf um 1,5% p.a. auf 105 Millionen Barrel pro Tag gerechnet. Vor dem Hintergrund schwindender ölreserven rechnen Experten jedoch damit, dass kaum mehr als 90 bis 95 Millionen Barrel täglich gefördert werden könnten. Dies führe laut IEA zu Angst vor einer Panikreaktion an den Kapitalmärkten. Selbst ohne diese Panik schätzt die IEA den Preisanstieg des öls auf rund 190USD bis 2030. Dies bedeutet, dass die Industrieländer mehr als doppelt so hohe Kosten für Energie verkraften müssten. ähnlich sei die langfristige Situation auch beim Gaspreis. Die IEA fordert die Industrieländer zu einer schnellen Wende ihrer Energiepolitik auf.[Quelle online lesen..]


Spezialthemen

"Der Hund rennt 20 Meter voraus“
In der Montagsausgabe von handelsblatt.com führt der Redakteur Ralf Drescher ein Interview mit dem bekannten Vermögensverwalter Jens Erhardt, DJE Kapital München. Erhardt zählt derzeit zu den Schwarzsehern. Aus seiner Sicht ist der Anstieg der Aktienkurse seit März fundamental nicht unterlegt. Er sieht auch keinen Grund, warum die wirtschaftliche Entwicklung diese Kursgewinne rechtfertigen sollte. Aus seiner Sicht ist China noch zu klein, um die USA als weltweite Wirtschaftslokomotive abzulösen. In den USA dagegen hänge alles vom Konsum ab. Dieser würde aber auf absehbare Zeit nicht auf die Beine kommen, da die Privathaushalte sich zuerst einmal entschulden würden. Für den Fall, dass die US-Notenbank die Zinsen erhöhen würde, sieht Erhardt die Gefahr, dass die Staatsanleihen unter großen Verkaufsdruck kommen und hier ähnlich herbe Kursverluste drohen, wie dies 1994 der Fall war. Anlagemöglichkeiten sieht Erhardt in den Aktienmärkten der asiatischen Schwellenländer. Diese befinden sich nach seiner Ansicht in einem normalen Wirtschaftszyklus und seien weitgehende vom Geschehen rund um die Finanzkrise abgekoppelt.[Quelle online lesen..]

Anlageprofis schließen bereits die Bücher
Eine Börsenweisheit besagt ?Gier frisst Hirn.?. Dieser Gefahr unterliegen die institutionellen Anleger, über welche die ftd-Redakteurin Elisabeth Atzler berichtet, nicht. Atzler berichtet, dass viele Verwalter von institutionellen Vermögen (z.B. Versicherer und Versorgungswerke) sich bereits jetzt für dieses Jahr von risikobehafteten Kapitalanlagen verabschiedet haben. Hintergrund sei, dass diese Manager jeweils eine Renditevorgabe für das Kalenderjahr zu erfüllen hätten. Durch die starken Zuwächse bei risikobehafteten Anlagen seit Anfang diesen Jahres seien diese Ziele bereits erfüllt. Es gäbe also keinen Grund, weiterhin Risiken einzugehen. Besonders mit Unternehmensanleihen habe man in diesem Jahr sehr gut verdient. Aber auch der Gewinn mit den relativ geringen Aktienquoten habe sich positiv ausgewirkt. Die beschriebenen Verwalter seien nun schon mit den Planungen für das nächste Jahr beschäftigt.[Quelle online lesen..]



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