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Newsletter - KW 44/2009
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Newsletter - KW 44/2009

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) Wahrscheinlich sind die Kneipen rund um die Börsenzentren Europas an diesem Freitagabend voll mit Börsenhändlern, die nach dieser Woche erstmal ein gepflegtes Feierabendbier benötigen. Einer Woche, in welcher sich das Misstrauen gegenüber der konjunkturellen Erholung an den Börsen mit Nachdruck durchsetzte. Offensichtlich ist das Bedürfnis, die Gewinne der letzten Monate erst einmal in Sicherheit zu bringen, recht groß. Die Nachrichtenlage war insgesamt nicht schlechter als in vielen der vergangenen Wochen. Aber die Erwartungen waren offenbar mittlerweile so groß, dass nun erst einmal ein wenig Katerstimmung vorherrscht. Nach drei negativen Börsentagen in Folge schien der Donnerstag die Rückkehr zum Optimismus zu bringen. überraschend starke Wachstumszahlen aus den USA für das dritte Quartal beendeten offiziell die Rezession und sorgten für deutliche Tagesgewinne an den meisten Börsen der Welt. Aber schon am Freitag setzten sich in Europa wieder die Skeptiker durch und auch der Handelsstart in New York konnte keine Hilfestellung leisten. Ein Tagesverlust von mehr als drei Prozent ist auch dieser Tage nicht gewöhnlich. Zumal keine besonders schlechten Nachrichten am Markt zu hören waren. "Gewinnmitnahmen“ war die meist zu lesende Begründung. Da aber alles Negative auch etwas Gutes hat, sehen manche Marktteilnehmer auch schon wieder Chancen, wie das Handelsblatt berichtet:Zitat: " Commerzbank-Experte Andreas Hürkamp zog Parallelen zur Dax-Entwicklung des Jahres 2003. Damals habe es sich ausgezahlt, schwächere Tage zum Einstieg zu nutzen. "Wir erwarten ähnliches für den Herbst 2009.""Unter dem Strich gab der Dax auf Wochensicht satte 5,67% ab. Der Euro Stoxx 50 schloss mit -4,94% deutlich im Minus. Gleiches gilt für alle wichtigen europäischen Börsen.

Schweinegrippe wird zum Konjunkturrisiko
Die ftd-Redakteurin Ina Linde beleuchtet die möglichen Auswirkungen der Schweinegrippe auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland. Anlass ist eine Studie des Versicherers Allianz und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Untersucht wurden drei unterschiedlich starke Pandemieverläufe. Schon ein mittlerer Verlauf, bei welchem ca. 30% der Bevölkerung von der Krankheit betroffen wären, würde demnach zu einem um 1,6% geringeren Wirtschaftswachstum in 2010 führen. Somit könnte von einer wirtschaftlichen Erholung keine Rede mehr sein. Allerdings fehlten die Grundlagen um eine Eintrittswahrscheinlichkeit der einzelnen Szenarien berechnen zu können. Die EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou befürchtet, dass sich ein Drittel der europäischen Bevölkerung anstecken wird und rät dringend zur Impfung.[Quelle online lesen..]

Ellwanger & Geiger: Der neue Trend heißt seitwärts
Armin Kogge vom Bankhaus Ellwanger & Geiger sieht den aktuellen Aufwärtstrend des Dax als beendet an und erwartet mindestens bis Jahresende einen Seitwärtstrend. Grund sei, dass zunehmend die realen Wirtschaftsdaten Beachtung fänden und nicht mehr, wie in den letzten Monaten, die Fantasie von der Konjunkturbelebung im Vordergrund stünde. Es würde aber einige Zeit brauchen, bis die Nachrichtenlage einen weiteren Anstieg des Dax ermögliche. Auch die Charttechnik spreche für einen Seitwärtstrend zwischen 5.500 und 5.850 Punkten.[Quelle online lesen..]

Dax-Chartanalyse: Weiter abwärts oder Pause"
Die für den Privatanleger wichtigste Aussage der freitäglichen Dax-Chartanalyse auf ftd.de dürfte sein, dass sich der Index nach wie vor in einem Aufwärtstrend zwischen ca. 4.900 und 6.600 Punkten befindet. Durch den jüngsten Rückgang ist der Dax seiner 200-Tage-Linie wieder näher gekommen, was das Risiko weiterer Rückschläge senkt.Zitat: " Auch Rückschläge bis in den Bereich der 200-Tage-Linie bei 4880 Zählern können den Trend nicht gefährden, erst wenn der Index unter das Juli-Tief bei 4524 Punkten zurückfällt, wären Zweifel angebracht."[Quelle online lesen..]

Dax-Ausblick: Die Zweifel der Anleger nehmen zu
Wie immer zum Wochenschluss fasst das Handelsblatt die Erwartungen der Marktteilnehmer für die kommende Woche in einem Marktausblick zusammen. Wie nahrhaft diese kurzfristigen Schätzungen der Experten sind, zeigt der Blick auf die Prognosen der letzten Woche. Weiter steigende Kurse wurden erwartet und schon am Montag lehrten die Märkte uns Besseres. Für die kommende Woche schwanken die Aussagen zwischen ?schnelle Erholung? und ?Beginn der Korrektur?. Für jede gewünschte Meinung finden Sie einen Experten zur Bestätigung. Es bleibt also zumindest spannend. Die Mehrheit der institutionellen Anleger hat gemäß einer Cognitrend-Umfrage den ?Oktober-Blues? und liefert die zu Halloween passenden Prognosen. Fakten gibt es in der kommenden Woche auch: Die Quartalsberichte vieler Dax-Unternehmen. Allerdings wären die Erwartungen der Marktteilnehmer mittlerweile so hoch, dass es hier fast nur Enttäuschungen geben könnte. Da ist er wieder, der Blues. [Quelle online lesen..]


Aktien Nord-Amerika

(finanzinfo-service.de) Gruselige Daten beherrschten in der Woche vor Halloween den Handel an der Wall Street. Das größte Schreckgespenst scheint die Abhängigkeit der US-Wirtschaft von staatlichen Subventionen zu sein. Das Auslaufen der Eigenheimförderung oder der Abwrackprämie zeigen deutlich, wie wenig eigene Kraft der US-Konsum derzeit hat. Kaum fällt eine der genannten Subventionen weg, wachsen die ängste an der Börse deutlich. So waren es in dieser Woche auch schlechte Zahlen vom Immobilienmarkt, ein sinkender ölpreis, das nachlassende Verbrauchervertrauen, rückläufige Zahlen vom US-Konsum und die allgemeine Erwartungshaltung, dass eine baldige Korrektur an den Aktienmärkten anstehe, die für eine ausgeprägte Abwärtsbewegung an den Märkten für US-Aktien sorgten. Kurzzeitige Partystimmung konnte das mit 3,5% überraschend hohe Wachstum des US-BIP für das dritte Quartal am Donnerstag auslösen. Somit war das Ende der Rezession offiziell. Schon am Freitag besann man sich aber darauf, dass das Q3 bereits Vergangenheit ist und an den Börsen ja die Zukunft gehandelt werden muss. So setzte sich zum Wochenschluss die Abwärtsbewegung wieder dynamisch fort und spülte die Gewinne der Konjunkturfreude des Vortages wieder vom Parkett. Immer öfter ist von Gewinnmitnahmen die Rede. Wobei man nicht genau weiß, wie viele Anleger tatsächlich an den Gewinnen teilhaben, da die ganze Rally seit März nur von dünnen Umsätzen getragen wurde. Immerhin: Wer zur Jahresmitte in den Dow Jones eingestiegen ist, war am Freitag auf Dollarbasis noch mit fast 18% im Plus. Da könnte man als Anleger vielleicht schon mal die Bücher zu machen und sich den "Jahresendstress“ sparen" Die Wochenergebnisse: Dow Jones -2,6%, Nasdaq -5,08%

Fidelity: US-Aktien bieten noch erhebliches Kurspotenzial
Wie sich das für einen Mann seines Berufsstandes gehört erwartet Adrian Brass, Fondsmanager des Fidelity America Fund, weiterhin steigende Kurse an den US-Börsen. Er erwartet eine weitere Belebung durch die staatlichen Konjunkturpakete, glaubt an die Rückkehr der Käufer an den aktuell so billigen Immobilienmarkt und ist überzeugt davon, dass der US-Konsument auch künftig wieder fröhlich einkaufen wird. Eine Sparsamkeit der Amerikaner, wie sie die Europäer und Japaner an den Tag legen, kann er sich bei den US-Bürgern nicht vorstellen. Er weist darauf hin, dass sich der Aktienmarkt noch rund 30% unter seinen Höchstständen befindet und sieht deswegen großes Potenzial für Aktien allgemein und natürlich ganz besonders für Fonds wie den seinen, mit einer Auswahl der vermeintlich besten Aktien. Anmerkung: Bei solchen äußerungen von Fondsmanagern besteht immer die Gefahr, dass die Motivation potenzieller Anleger mehr im Vordergrund steht, als die wirkliche Qualität der Aussage. Wir wissen natürlich nicht, wie es in diesem Fall ausschaut, empfehlen aber grundsätzlich den Einsatz gesunden Menschenverstandes.[Quelle online lesen..]

Fed-Bericht enthüllt Aberwitziges
Die Börsenseite der ARD stellt die Frage, ob die Amerikaner nichts dazu gelernt hätten. Grund ist die Tatsache, dass die seit Beginn der Finanzkrise quasi-staatlichten Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zur Stützung des Immobilienmarktes wieder sehr viele Subprime-Kredite vergeben. Deren Marktanteil sei derzeit wieder so groß, wie vor der Krise. Allerdings läge das Risiko ausschließlich bei beiden genannten Instituten, die privaten Banken hätten offensichtlich aus den Geschehnissen gelernt. Dies bedeute ein unkalkulierbares Risiko für den Staat, der die beiden Institute bisher mit rund 96 Mrd. USD gestützt hat. Die Aktien der beiden Banken werden von seriösen Marktteilnehmern als wertlos angesehen und sind in den letzten Monaten zu reinen Zockerpapieren verkommen. So gesehen, scheint sich durch die Krise wirklich nichts geändert zu haben. Die Banken zahlen hohe Boni, die Notenbank fördert die Blasenbildung mit ihrer Geldpolitik und Amerikaner kaufen sich Häuser, die sie sich nicht leisten können.[Quelle online lesen..]

Pioneer: US-Wirtschaft wächst 2010 um bis zu vier Prozent
Über eine optimistische Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft der Fondsgesellschaft Pioneer berichtet fondsprofessionell.de. Ken Taubes, Head of US Portfolio Management, erwartet für das zweite Halbjahr 2009 ein Wachstum des US-BIP von drei Prozent. Für 2010 erwartet er einen Zuwachs zwischen drei und vier Prozent. Wachstumstreiber werden nach Taubes Ansicht die Regierungsausgaben, die Aufstockung der Lagerbestände sowie die Stabilisierung der Konsumausgaben in den USA sein. Von der Notenbank erwartet er eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik, sieht aber den Schlüssel für eine langfristige Besserung im richtigen Timing für die Trendwende in der Zinspolitik der Fed.[Quelle online lesen..]
Über eine optimistische Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft der Fondsgesellschaft Pioneer berichtet fondsprofessionell.de. Ken Taubes, Head of US Portfolio Management, erwartet für das zweite Halbjahr 2009 ein Wachstum des US-BIP von drei Prozent. Für 2010 erwartet er einen Zuwachs zwischen drei und vier Prozent. Wachstumstreiber werden nach Taubes Ansicht die Regierungsausgaben, die Aufstockung der Lagerbestände sowie die Stabilisierung der Konsumausgaben in den USA sein. Von der Notenbank erwartet er eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik, sieht aber den Schlüssel für eine langfristige Besserung im richtigen Timing für die Trendwende in der Zinspolitik der Fed.[Quelle online lesen..]


Aktien Asien

(finanzinfo-service.de) Anfang und Ende gut, alles gut" Nicht in dieser Woche an der Börse in Tokio. Montags freuten sich die japanischen Marktteilnehmer noch über einen schwächer werdenden Yen und hofften auf bessere Gewinne für die Exportwirtschaft. Ein dreiviertel Prozent gewannen Aktien an Wert. Doch dann folgten drei Tage schlechte Stimmung aus Amerika. War es erst der sinkende ölpreis und deswegen leidenden Rohstoffunternehmen, kam dann das sinkende Verbrauchervertrauen und die Angst vor einer "richtigen“ Korrektur hinzu. Donnerstags waren die Anleger dann über Zahlen vom US-Immobilienmarkt enttäuscht und drückten den Nikkei wieder unter die Marke von 10.000 Punkten. Schon schien es eine richtig schlechte Börsenwoche zu werden, als am Freitag die Erlösung in Form von überraschend guten US-Wachstumszahlen über die Anleger hereinbrach. Der Nikkei kämpfte sich wieder zurück über die 10.000er Marke und egalisierte einen Teil seiner Wochenverluste. übrig blieb ein Minus von 2,41%. Bemerkenswert ist, dass die täglichen Ausschläge diese Woche beachtlich waren. Nur am Montag blieb man mit + 0,77% unter einer Tagesschwankung von einem Prozent. Die restlichen Tage lagen allesamt zwischen 1,4% und 1,8% und sorgten für ordentlich Bewegung. Zum Wochenschluss war man zwar über das Ende der Rezession in den USA froh, es kam aber keine rechte Euphorie für die künftige Entwicklung auf. Auch die Börse in Hongkong litt unter der allgemein schlechten Stimmung und dürfte ein Opfer der allgemeinen Gewinnmitnahmen sein. Auf Wochensicht gab der Hang Seng Index 3,7% ab. Im Gegensatz zum Nikkei (-0,97%) konnte er den Oktober aber mit einem Plus von 3,8% deutlich im positiven Bereich abschließen.

Hatoyama geht auf Japans Wirtschaft zu
Kurz nach den Wahlen im September hatte der Kurs der neuen japanischen Regierung für Verunsicherung an den Aktienmärkten gesorgt. Besonders die Pläne, die Banken zu einem Schuldenmoratorium zu Gunsten des Mittelstandes zu zwingen, hatten die Finanztitel stark unter Druck gesetzt. Offenbar hat sich die Lobbyarbeit im Hintergrund nun ausgezahlt. In seiner ersten Regierungserklärung hat Japans Premierminister Yukio Hatoyama dieses Vorhaben entschärft und als Empfehlung für die Banken formuliert. Ansonsten stärkte er die Wirtschaft mit der Aussage:Zitat: " "Es versteht sich von selbst, dass es die Aktivität des freien Marktes ist, die der Gesellschaft ihre Kraft gibt und das Leben der Bürger reich macht""und wich damit ein wenig von seinem Image als ?Wirtschaftsschreck? ab, wie der Handelsblatt-Redakteur Finn Mayer-Kuckuk in seinem Artikel mit der oben genannten Überschrift berichtet.[Quelle online lesen..]


Aktien Schwellenländer

SCHWELLENLäNDER


(finanzinfo-service.de) Tiefrote Vorzeichen in dieser Woche auch in den Schwellenländern. Zwar finden die Marktbeobachter immer wieder regionale Erklärungen für ein globales Phänomen, aber wenn die ganze Finanzwelt von Gewinnmitnahmen spricht, dann dürften diese auch in den Märkten einsetzen, welche bisher die größten Gewinne erzielt haben. Da mag z.B. in Moskau der fallende Ölpreis als Erklärung herhalten. Aber ein Blick durch das Weitwinkelobjektiv legt doch die Vermutung nahe, dass die internationalen Kapitalströme jetzt erst einmal wieder in Richtung Heimat fließen. Die Ergebnisse auf Wochensicht: Brasilien ?5,40%, Russland ?7,68%, Indien ?5,44%, China ?3,61%. Der breiter gefasste MSCI Emerging Market Index gab 5,55% ab.

Die großen Widersprüche Chinas
Auf ftd.de beleuchten die Redakteure Christine Mai und Tobias Bayer die Frage, ob China künftig tatsächlich die Rolle der Konjunkturlokomotive spielen könne, oder ob wir es hier mit der nächsten Blase zu tun haben. Die Autoren schildern verschiedene Faktoren und beleuchten jeweils beide Seiten der Medaille. Sie können oder wollen sich aber nicht zu einem abschließenden Urteil durchringen.Unter dem Strich ist es wohl so, dass eine konkrete Blasenbildung oder sonstige Absturzgefahr für China und die dazugehörigen Börsen nicht bestehen. Dennoch gibt es Problembereiche, die zu einer Verlangsamung des Wachstums und Enttäuschung der extrem hohen Erwartungen führen können: 1. Der aktuelle Aufschwung basiert zu sehr auf staatlichen Maßnahmen und ist zu wenig von der Inlandsnachfrage untermauert. Die Abhängigkeit vom Export birgt Risiken. 2. Der internationale Druck wird wohl zu einer Aufwertung der chinesischen Währung führen. 3. Derzeit seien sowohl Aktien als auch Immobilien nicht überteuert. Langfristig sei eine Blasenbildung aber möglich. 4. Die chinesischen Banken erzielen zwar Rekordgewinne, aber die schlummernden Risiken der Vergangenheit könnten durchschlagen. 5. Die Banken befinden sich in dem Zwiespalt, dass sie zwar einerseits offensiv Kredite an den Mittelstand vergeben sollen, andererseits aber künftig sehr viel strengere Eigenkapitalvorschriften einzuhalten haben, was die Möglichkeiten der Kreditvergabe einschränkt. Sicher ist also nur, dass es spannend bleibt.[Quelle online lesen..]

Der große Verteilungskampf in Moskau
Wie die Handelsblatt-Redakteurin Nicole Bastian aus Moskau berichtet, zeichnet sich dort ein Trend zu einer gesünderen Basis der wirtschaftlichen Aktivitäten ab. Russland sei bisher viel zu abhängig von den Rohstoffmärkten und die strukturellen Gegebenheiten habe das Entstehen anderer Industriezweige bisher eher gehemmt als gefördert. Nun sei auf Seiten der Administration, besonders bei Präsident Medwedjew, die Erkenntnis gereift, dass die staatliche Einmischung und die weit verbreitete Korruption begrenzt werden müssen. Allerdings sieht auch Bastian dies aufgrund des bürokratischen Filzes als eine sehr langfristige und schwierige Aufgabe.Zitat: " Die Krise hat in Russland eine neue Dynamik in Gang gesetzt. Und zumindest nach außen treibt Medwedjew sie an. Darauf zu hoffen, dass nun zügig Reformen auf den Weg kommen, ist aber verfrüht. Auch wenn es den Modernisierern in der Führung gelingen mag, den einen oder anderen Spitzenbeamten auszuwechseln und neue Gesetze auf den Weg zu bringen, heißt das noch lange nicht, dass sie die Herren des Geschehens sind."[Quelle online lesen..]

Russland spielt wieder am Gashahn
Der Herausgeber des Newsletters ?Good Morning Asia?, Fank Lansky, berichtet, dass der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine weiterhin am schwelen sei. Der Annäherungskurs der Ukraine an die EU und die Nato kommt in Moskau überhaupt nicht gut an und könnte auch in diesem Winter wieder in einem Lieferstopp für Erdgas aus Russland gipfeln. Lansky zitiert allerdings auch Vertreter deutscher Energieversorger, die aufgrund voller Vorratslager und bestehender Ausweichmöglichkeiten nicht die Gefahr kalter Wohnungen im deutschen Winter sehen.[Quelle online lesen..]


OSTEUROPA


(finanzinfo-service.de) So ein bisschen legten die wichtigsten osteuropäischen Börsen in dieser Woche Wert auf ein Eigenleben. Besonders der Wunsch, das durch Feiertage versäumte Börsengeschehen nachzuholen sorgte in Budapest und Prag je einmal für Tagesergebnisse gegen den allgemeinen Trend. Prag tanzte dann sogar aufgrund einer guten Meldung zum Indexschwergewicht Erste Group am Freitag nach oben aus der Reihe. Unter dem Strich ging es aber auch in diesen Märkten nach unten. Auch hier gilt, wie in den Schwellenländern, dass Gewinne am besten dort mitgenommen werden können, wo sie entstanden sind. Die Wochenergebnisse: Polen ?4,56%, Tschechien ?1,99%, Ungarn ?3,43%.

Osteuropa: Auch nach der Kursrally haben die Aktien aus dieser Region noch reichlich Luft nach oben
In einer Pressemitteilung äußert sich Markus Brück, Portfoliomanager Osteuropa beim Bankhaus Metzler, zu den aktuellen Aussichten eines Osteuropainvestments. Wie von einem Fondsmanager nicht anders zu erwarten, ist er für seinen Anlageraum positiv gestimmt. Der laufende Konvergenzprozess und die Unterstützung durch die EU und den IWF würden dafür sorgen, dass diese Region auf absehbare Sicht stärker wachse als das westliche Europa. Rücksetzer und Gewinnmitnahmen seinen natürlich jederzeit möglich und böten gute Gelegenheiten nachzukaufen. Brück bevorzugt derzeit die Aktien mittlerer und kleinerer Unternehmen (Small- und Midcaps), da diese noch nicht so stark vom Aufholprozess seit Jahresanfang profitiert hätten und nun Aufholpotenzial hätten. Besondere Chancen erwartet Brück im Baltikum, in Rumänien, Bulgarien oder Kasachstan. Die politischen Risiken dieser Region schätzt Brück geringer ein, als einige seiner Kollegen. Die Märkte würden sich von diesen Problemen nicht nachhaltig beeinflussen lassen.[Quelle online lesen..]


Devisen- und Rentenmärkte

DEVISEN


(finanzinfo-service.de) Nachdem der US-Dollar nun lange gegenüber dem Euro nachgegeben hatte, konnte er in dieser Woche um fast zwei Prozent zulegen. Marktbeobachter sprechen davon, dass die Risikoneigung an den Märkten zurück geht und Anleger deshalb den Dollar bevorzugen. Wenn man sich aus der Sicht des Euroanlegers die Entwicklung des USD in den letzten Jahren anschaut, scheint dieses Argument immer ein wenig fragwürdig. Führt man sich vor Augen, dass die größten Geldströme an den Kapitalmärkten nach wie vor aus den USA kommen (und die Chinesen im Prinzip ja auch in Dollar "denken“) wird diese Tendenz klarer. Ein weiterer Grund könnte sein, dass an den Aktienmärkten Gewinnmitnahmen begonnen haben. Wenn große US-Anleger ihre Gewinne im Euroraum mitnehmen, kaufen sie US-Dollar (Nachfrage) und bezahlen mit Euro (Angebot). Vielleicht ist die Börsenwelt gar nicht immer so kompliziert und lässt sich manchmal mit dem kleinen Einmaleins der Marktwirtschaft erklären" Auch im Vergleich zu Yen und Pfund gab der Euro etwas nach

If Dow Theory is right the dollar looks good
Die ?Dow Theorie? wurde um die Jahrhundertwende (19. / 20. Jhd.) von Charles Henry Dow entwickelt und diente als Grundlage für die Entwicklung der technischen Analyse oder Charttechnik. (Auf das Konto dieses Herren geht übrigens auch die bekannte Dow-Jones Indexfamilie.) Der US-Broker blackswan analysiert in seinem Newsletter die Verfassung der Renten und Aktienmärkte und kommt zu dem Ergebnis, dass besonders die Aktien ein Rückschlagpotenzial bieten. Gemäß der Dow-Theorie sollte dies zu einem Anstieg des US-Dollar im Vergleich zu den anderen bedeutenden Währungen führen. Beeindruckend ist, dass diese Prognose am 26.10. (Montag) erstellt wurde. Ihr folgten drei negative Tage an den Aktienbörsen und ein steigender US-Dollar. Diesmal war sie also right, die Dow Theorie.[Quelle online lesen..]

Der Dollar - Kaum härter als eine Weichwährung
In der Rubrik ?Das Kapital? hinterfragt die ftd die Gründe für den fortschreitenden Wertverfall des US-Dollar zum Euro. Der namentlich nicht genannte Autor widerlegt zuerst die Annahme, dass Faktoren wie Staatsschulden, Geldüberhang, Bankenstabilität, Verschuldung, Immobilienmärkte oder die Arbeitslosigkeit Gründe für diese Entwicklung wären. In all diesen Punkten sei Europa bei genauem Hinsehen nicht besser aufgestellt als die USA. Der wahre Grund sei die ?Maßlosigkeit? der US-Wirtschaft, womit das nach wie vor vorhandene Außenhandelsdefizit gemeint ist:Zitat: " Nun, anders als der Euro-Raum lebt die US-Wirtschaft unsäglich über ihre Verhältnisse. Im zweiten Quartal lag die reale inländische US-Endnachfrage zwar um fast elf Prozent unter dem exponentiellen Trend seit Beginn des vierteljährlichen BIP-Ausweises 1947. Aber selbst in dieser Situation verzeichnete das Land noch ein Außenhandelsdefizit von 2,4 Prozent des BIPs. Wohin würde dieses erst steigen, wenn sich die Nachfrage in den USA erholte" Doch kann sich die Nachfrage überhaupt durchgreifend erholen, wenn die gesamtwirtschaftliche Nettoersparnis bereits auf minus drei Prozent des BIPs gefallen ist""Das Ergebnis sei eine nachhaltige Schwächung der Kaufkraft der US-Bürger. Die einzig mögliche Gegenmaßnahme der Fed sei, weiterhin sehr viel sehr billiges Geld zur Verfügung zu stellen. Hinzu käme noch, dass sowohl die Politik als auch die Fed gegen eine höhere Inflation nichts einzuwenden hätten. Da in diesem Punkt mehr Verlass auf die EZB ist, sei eine Erholung des Dollar nicht in Sicht.[Quelle online lesen..]


RENTEN


(finanzinfo-service.de) Eine Berg- und Talfahrt haben die Anleiherenditen in dieser Woche hinter sich. Erst sorgte das durch viele Neuemissionen befürchtete Überangebot für steigende Renditen (und fallende Kurse). Dann wirkten aufkeimende Konjunkturängste und fallende Aktienkurse entgegengesetzt. Aufwärts ging es dann wieder durch die guten Wachstumsdaten aus den USA, bevor der schwache Aktienmarkt am Freitag eine entsprechende Gegenbewegung an den Rentenmärkten auslöste. Am Ende der Woche lag die Rendite 10jähriger Bundesanleihen bei 3,23%. Für die Rentenindizes war es erwartungsgemäß eine gute Woche. Der REX gewann 0,63%, der Bund Future konnte ein Prozent zulegen.

Charttechnik: Renditen von Anleihen dürften deutlich sinken
Marcus Metz, technischer Analyst bei Staud Research äußert sich auf handelsblatt.com zur technischen Sicht auf den Rentenmarkt. Er sieht keinen nachhaltigen Anstieg der Renditen. Aus technischer Sicht sei der jüngste Renditeanstieg ?auf wackligen Füßen? und dürfte bald umgekehrt werden. Metz nennt diverse Indikatoren, die aus seiner Sicht für sinkende Renditen sprechen. Nach seiner Meinung wäre das aktuelle Szenario in der Vergangenheit auch ein schlechter Vorbote für den Aktienmarkt gewesen.
Anmerkung: Sollte die Prognose von Herrn Metz zutreffen, würden die Aktienkurse also in absehbarer Zeit fallen, die Kurse von Rentenpapieren jedoch wegen rückläufiger Renditen steigen.[Quelle online lesen..]

Threadneedle: Euro-Unternehmensanleihen ? trotz Kurssteigerungen noch Potenzial
Unternehmensanleihen sind in der Folge der Finanzkrise kurzfristig stark in den Fokus der Anleger gerückt. Die Panik an den Märkten hatte die Risikoprämien dieser Papiere stark ansteigen lassen, was sich als deutliche Übertreibung herausstellte. Von der Rückkehr dieser ?Spreads? profitierten die Kurse dieser Anleihen. Mittlerweile sind Anleger wieder skeptischer, da die langfristigen Auswirkungen der Wirtschaftskrise die Bonität der Unternehmen verschlechtern könnten. Auf fondsprofessionell.de findet sich eine Stellungnahme von William Frewen, Head of Fixed Income bei der britischen Fondsgesellschaft Threadneedle. Er ist der Meinung, dass in den aktuellen Risikoprämien ein deutlich schlechteres Szenario eingepreist ist, als es selbst bei einer schlechten Entwicklung kommen könnte. Somit wären die Aussichten für Anleger in diesem Segment immer noch gut. Frewen räumt allerdings weitere Risiken ein. Es seien Gelder aus dem Aktienmarkt in dieses Segment geflossen. Ein Rückfluss dieser Mittel könnte Druck auf die Kurse dieser Anleihen ausüben.[Quelle online lesen..]


Rohstoffe

(finanzinfo-service.de) Auch der ölpreis war in dieser Woche meist in der Achterbahn unterwegs. Liest man die Marktkommentare, dann spielt der reale Verbrauch keine große Rolle. Die Aktienkurse, der Wechselkurs des USD und die Konjunkturerwartungen bestimmen den Preisverlauf. So ist das Wochenminus von rund 2,5% wohl mehr eine Momentaufnahme als ein Hinweis auf die künftige Richtung des ölpreises.
Vor dem Hintergrund der starken Verluste an den Aktienmärkten hätte man vielleicht einen deutlichen Anstieg des Goldpreises erwarten können. Tatsächlich verlor das Edelmetall im Laufe der Woche knapp 1,7% an Wert. Grund dürfte die starke negative Korrelation zum Wechselkurs des US-Dollar sein. Dies bedeutet, dass der Goldpreis meist steigt, wenn der Dollar im Vergleich zum Euro fällt. Und umgekehrt. Da der Dollar in dieser Woche fast 2% zum Euro zulegen konnte, musste das Gold gemäß dieses Zusammenhanges abgeben.

Warum der ölpreis Achterbahn fährt
Die Handelsblatt-Redakteurin Katharina Slodczyk beleuchtet die Entwicklung des Ölpreises. Verschiedene Experten sehen derzeit große Unsicherheiten im Ölmarkt, was weiterhin für große Schwankungen des Ölpreises sorgen könnte. Solange die Entwicklung der Weltkonjunktur unklar sei, sei keine Änderung dieser Situation zu erwarten. Verstärkt würden diese Schwankungen durch die sehr hohe Anzahl an spekulativen Anlegern in diesem Markt. Dazu kämen noch die Schwankungen des US-Dollar, welche ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Märkte hätten. Langfristig sei auf jeden Fall mit steigenden Ölpreisen zu rechnen. Derzeit hätten aber Produzenten wie z.B. die Opec kein Interesse an sehr hohen Preisen, da dies die Konjunkturerholung abwürgen könnte. Aus diesem Grund denke die Opec über eine Produktionssteigerung nach.[Quelle online lesen..]

Superfund sieht Goldpreis bei 2000 Dollar
Wie fondsprofessionell.de berichtet, hat der Geschäftsführer von Superfund in Singapur, Aaron Smith, eine recht extreme Meinung zur künftigen Entwicklung des US-Dollar und der Inflation.Zitat: " ?In den kommenden Jahren, nach dem Deflationszyklus, werden wir massive Inflation erleben. Bald wird man für eine Tasse Kaffee 20 oder 30 Dollar bezahlen, weil der Dollar nichts mehr wert sein wird?"In Folge dieser Entwicklung erwartet er einen Anstieg des Goldpreises innerhalb von drei Jahren auf 2.000 USD.[Quelle online lesen..]

Wohin mit dem ganzen Gold"
In der ftd berichtet Jens Korte über das Phänomen, dass Anleger derzeit nicht wüssten wohin mit ihrem Geld und deswegen in großem Stil in Edelmetalle investieren. In launiger Art beschreibt Korte die praktischen Probleme der Banken beim Umgang mit physischen Vorräten und sieht besonders die Hersteller von Gabelstaplern als Profiteure dieser Situation. Die ernsthafte Aussage dieses Artikels besteht jedoch in dem Hinweis, dass Gold eine reine Spekulation auf steigende Preise ist und selbst keine Erträge abwirft.Zitat: " "Ich habe in den 80er-Jahren einmal Gold gekauft," erzählt ein Aktienhändler auf dem Parkett. Es habe 20 Jahre gedauert, bis er seinen Einsatz wieder raushatte. Da sei er mit Aktien trotz des großen Crashs doch besser gefahren. Ein Selbstläufer sind Spekulationen nie, egal ob mit Edelmetallen oder Aktien. Bei Gabelstaplern indes weiß jeder Anleger, woran er ist."Wenn Sie etwas Zeit haben, lohnt es sich vielleicht, diesen Artikel wegen seines Unterhaltungswertes zu lesen.[Quelle online lesen..]


Spezialthemen

Profianleger fassen Zuversicht
Monatlich führen die ftd und das Researchhaus Feri eine Umfrage unter institutionellen Anlegern zu deren Einschätzung für die europäischen Börsen in den nächsten sechs Monaten durch. Nachdem es im September noch mehr Pessimisten als Optimisten gab, hat sich die Stimmung vor dem Hintergrund der guten Unternehmensergebnisse im dritten Quartal im Oktober nun gedreht. Von den 70 Befragten äußerten sich 33 positiv und 28 negativ für den Stoxx 50. Im Bereich der Renten wird mehrheitlich ein Anstieg der Renditen und somit ein Abfallen der Kurse erwartet. Dementsprechend hätten die Befragten auch die Allokationen der von ihnen betreuten Anlagen umgeschichtet oder planten dies zu tun.[Quelle online lesen..]

Liquidität als Falle
Der Teilhaber der Schweizer Privatbank Wegelin & Co., Konrad Hummler, äußert sich im Handelsblatt zur Liquiditätsfalle, in welcher die Banken derzeit sind. Zwar seien die Banken von den Notenbanken auf verschiedenen Wegen mit großer und billiger Liquidität versorgt worden, doch sei die Kreditvergabe, gerade an Unternehmen sehr stockend. Dies wiederum sei negativ für die Erholung der Konjunktur, die von Investitionen lebt. Hummler beschreibt auch, wie uneins sich verschiedene Experten in der Beurteilung der aktuellen Lage sind. Sein Fazit sprüht nicht gerade vor Optimismus:Zitat: " Wenn sich Theorie und theoriegestützte Praxis schon in der Funktionstauglichkeit des Instruments des "Quantitative Easing" dermaßen uneinig sind, verheißt das wenig Gutes für die Rückkehr zur Normalität. Aufgrund der Interessenlage und der tatsächlichen Machtaufteilung zwischen Politik und Notenbankbelangen ist es wahrscheinlich, dass zu wenig und zu spät reagiert wird."Auch einen Anstieg der Inflation sieht Hummler im Laufe der Zeit als unausweichlich an.[Quelle online lesen..]

Marc Faber: ?Finale Krise steht noch bevor?
Der Handelsblatt-Redakteur Ingo Narat berichtet über Marc Faber, einen der sog. ?Börsen-Gurus?. Faber hatte die letzten großen Krisen recht zuverlässig prognostiziert und erwartet, dass die aktuelle Krise noch nicht zu Ende ist. Er erwartet noch größere Probleme, die aus der ?Flutung der Märkte mit Geld? durch die US-Notenbank entstehen und schiebt die Schuld für die Finanzkrise dem früheren Fed-Chef Greenspan in die Schuhe. Faber erwartet einen Rückschlag an den Aktienmärkten, geht aber nicht davon aus, dass die Tiefstände vom März diesen Jahres wieder erreicht werden. Faber ist auch dafür bekannt, dass er nicht dem Main-Stream der Finanzbranche folgt und gerne auch mal die heiligen Kühe der Branche auf die Schlachtbank führt. Sehr bekannt ist Faber auch für seine Vorträge zu Finanzthemen. Der Artikel schließt mit der aktuellen Empfehlung Fabers für Kapitalanleger:Zitat: " Faber rät zu asiatischen Aktien und Farmland, sieht Rohstoffe im Aufwärtstrend, warnt dagegen vor US-Staatsanleihen. Er geht davon aus, dass die amerikanische Regierung eine Inflation anstreben wird, um die explodierenden Staatsschulden zu entwerten. Deshalb stehen auch Edelmetalle auf seiner Empfehlungsliste."[Quelle online lesen..]

Sparinvest: Beginnender Aufschwung ist beste Zeit für Value-Aktien
Auf fondsprofessionell.de propagiert die dänische Fondsgesellschaft Sparinvest, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, um in Value-Aktien zu investieren. Sparinvest hat noch genauer untersucht, was der größte Teil der Fondsindustrie sowieso schon seit Jahren propagiert: Value ist besser als Growth. Unter Value-Aktien versteht man Aktien, die z.B. unter dem Aspekt des Kurs-Buchwert-Verhälnisses niedrig bewertet sind. Das Gegenstück dazu, die sog. Growth-Aktien, bieten ein besonders hohes Gewinnwachstum als Grund für den Kauf an. In der genannten Studie wurde 15 Börsenzyklen von 1926 bis 2009 untersucht. Ergebnis ist, dass in drei von vier Börsenphasen Value-Aktien besser gelaufen sind, als Growth-Aktien. Besonders in der Phase den beginnenden Wirtschaftsaufschwungs lägen die Vorteile deutlich bei den Valuewerten.[Quelle online lesen..]

Paradigmenwechsel: Aktien: Auf das Wachstum kommt es an
Intensiver mit dem Investment in ?Growth-Aktien?, also Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Gewinnwachstum, beschäftigt sich der Artikel des Handelsblatt-Redakteurs Christian Schnell. Er weist besonders auf einen Wandel in Struktur dieses Anlagesegments hin. Zu Zeiten der Internetblase verstand man unter Growth-Werten hauptsächlich Unternehmen, die ihr Geld mit Software, Informationstechnologie, Internet, Biotechnologie oder Telekommunikation verdienten. Während sich einige dieser Werte (z.B. Telekom) mittlerweile in den Portfolios von Value-Investoren wieder finden, finden sich in Growth-Portfolios klassische Firmen wieder wie Bayer, Nestlé, Beiersdorf oder Merck. Das Growth Universum beschränkt sich heute nicht mehr auf einzelne Branchen. Passende Werte finden sich in allen Segmenten. Überhaupt habe dieser Ansatz sich stark zum Positiven hin verändert, wie auch ein hier tätiger Fondsmanager beschreibt:Zitat: " Auch in anderen, noch vor Jahren oft kritisierten Bereichen, hat sich für Growth-Anleger vieles zum Besseren entwickelt. "Growth-Aktien zeichnen sich inzwischen durch weniger Zyklik und eine geringe Verschuldung aus", sagt Heiko Veit von Metzler Asset Management. Wer bei der Auswahl auf quantitative Faktoren wie ein überdurchschnittliches operatives Wachstum, eine hohe Rentabilität und Bilanzqualität sowie auf die Qualität des Unternehmens achtet, der hat gute Chancen auf ein erfolgreiches Investment."[Quelle online lesen..]

Querdenker:?Gold ist in der Aufwärmphase?
Der Handelsblatt-Redakteur Udo Rettberg schreibt über die Äußerungen des Schweizer Vermögensverwalters Felix Zulauf. Zulauf gelte in der globalen Finanzszene seit vielen Jahren als kritischer Geist und Querdenker und sei besonders durch seine markige Kritik an Politikern und Notenbankern bekannt geworden. In der Vergangenheit habe er immer wieder die Zweitklassigkeit einzelner Politiker angeprangert und auch derzeit fälle er ein vernichtendes Urteil über die Politik der Notenbanken. Wie Rettberg schildert, gibt Zulauf den Notenbanken die Schuld für die letzten Blasen an den Kapitalmärkten und sieht auch im aktuellen Anstieg des Goldpreises das Ergebnis verfehlter Geldpolitik:Zitat: " Als einen miserablen Nachweis für die Leistung der Zentralbanken betrachtet er auch die Hausse an den internationalen Edelmetallmärkten. "Je höher der Goldpreis, umso miserabler ist die Leistung der Notenbanken zu bewerten", wird der Asset-Manager konkret. Der Goldmarkt befinde sich nach dem jüngsten Preisanstieg noch in einer Aufwärmphase für die breite Masse. "Wir kommen in eine Phase, in der viele private Anleger rund um den Globus zum Beispiel über Indexprodukte in Gold einsteigen werden", sagt Zulauf gegenüber dem Handelsblatt."Zulauf sieht den Goldpreis bei 2.000 USD, auch ohne das Einsetzen einer starken Inflation. Obwohl Zulauf erwartet, dass das ?Schwungrad? der Weltwirtschaft, der US-Verbraucher, auf absehbare Zeit ausfällt, sieht er für die Aktienmärkte noch ein Steigerungspotenzial von ca. 20%. Die hohe Liquidität, die staatlichen Konjunkturmaßnahmen und der augenblicklich noch günstige Stimmungsmix an den Börsen seien gute Grundlagen für eine vorläufige Fortsetzung der Rally.[Quelle online lesen..]

?Das ist noch keine Blase?
Auf tagesspiegel.de findet sich ein Interview mit dem renommierten US-Ökonom Liaquat Ahamed . Ahamed ist Fachmann für die große Depression ab 1929 und äußert sich zu den Parallelen und Unterschieden zwischen dieser Krise und der Finanzkrise. Die Krisen hätten gemeinsam, dass sie von einer Blasenbildung ausgelöst wurden. Vor 1929 verleiteten künstlich niedrig gehaltene Zinsen die Amerikaner dazu, mit geliehenem Geld an den Aktienbörsen zu spekulieren. Vor 2007 spekulierten Amerikaner, mit durch ?die Asiaten? gedrückten Zinsen auf geliehenes Geld, auf ewig steigende Immobilienpreise. Unterschiedlich seien die Reaktionen auf das Platzen der Blase. Während man Anfang des 20. Jahrhunderts den Patienten krank kuriert hatte, stützen die Maßnahmen der Notenbanken und Regierungen diesmal die Wirtschaft und verhinderten schlimmeres. Als Möglichkeit zur Vermeidung solcher Krisen in der Zukunft sieht Ahamed hauptsächlich die Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen an Banken. Bei konsequenter Umsetzung würde dies nach seiner Meinung auch Regelungen zur Managervergütung oder Unternehmensgröße überflüssig machen. In der aktuellen Situation sieht Ahamed keine erneute Blasenbildung an den Aktienmärkten. Auch die Gefahr einer Inflation besteht seiner Meinung nach auf absehbare Zeit nicht.[Quelle online lesen..]



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