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Newsletter - KW 42/2009
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Newsletter - KW 42/2009

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) An den europäischen Börsen ging es in dieser Woche deutlich schwungvoller (die Fachleute sagen "volatiler“) zu, als bei den großen Brüdern an der Wallstreet. Trotzdem waren es natürlich hauptsächlich die Unternehmensdaten aus den USA, welche die Stimmung beeinflussten. Im Gegensatz zu den Amerikanern waren die Europäer aber schon am Montag kaufwillig. Die Zahlen von Philips und die Herbstprognose des DIW nährten die Hoffnungen auf weitere gute Nachrichten. Dienstags ließ man sich dann von der Unsicherheit in New York und einem überraschend schlechten ZEW-Index die Laune wieder verderben, um am Mittwoch wieder eine Party wegen der guten Zahlen von Intel und JP Morgan zu feiern. Angefeuert wurde die Partylaune auch auf dieser Seite des Atlantiks: BASF konnte mit positiven Zahlen überraschen und europaweit wurden neue Jahreshöchststände erreicht. Mit den Kursen stiegen aber auch die weiteren Erwartungen und so kam es am Donnerstag zu Enttäuschungen, obwohl Goldman Sachs und Citigroup hervorragende Zahlen lieferten. Diese waren aber offensichtlich dann doch nicht genug. Am Freitag drehte das Stimmungsbarometer dann endgültig von "himmelhoch jauchzend“ auf "zu Tode betrübt“. General Electric und die Bank of America veröffentlichten enttäuschende Zahlen und auch einige Konjunkturindikatoren nahmen sich die Frechheit heraus daran zu erinnern, dass man sich immer noch mitten in der Krise befindet. Dies kostete die europäischen Börsen einen Großteil ihrer bisherigen Wochengewinne. So konnte der Dax nur ein "Restplus“ von 0,55% in das Wochenende retten. Beim EuroStoxx 50 blieben gar nur 0,39% übrig. Immerhin plus!

Börsenrally: "Noch ist nicht Schluss“
Der Handelsblatt-Redakteur Jörg Hackhausen interviewt in der Donnerstagsausgabe auf Handelsblatt.com den Aktienstrategen der Unicredit, Tammo Greetfeld. Greetfeld gibt sich sehr selbstbewusst. Er sieht die Prognosen seines Hauses vom Ende des vergangenen Jahres voll bestätigt und erwartet natürlich auch weiterhin richtig zu liegen. Nach seiner Meinung ist der aktuelle Börsenaufschwung gerechtfertigt. Er begründet dies mit der Entwicklung der einzelnen Indikatoren. Zuerst hätten die Frühindikatoren einen Aufschwung angezeigt. Dann seien die Auftragseingänge gefolgt und nun passe die Entwicklung bei den Unternehmensgewinnen. Greetfeld sieht den Dax zum Ende diesen Jahres, wie schon seit längerem prognostiziert, bei 6.000 Punkten. Die positive Entwicklung werde bis ins erste Halbjahr 2010 andauern. Das Ende stehe dann bevor, wenn der Optimismus nicht mehr zu steigern sei. Sollte dies mit der Umkehr der Zinspolitik bei den Notenbanken zusammen treffen, bestünden höhere Risiken für die Aktienkurse. [Quelle online lesen..]

Dax-Chartanalyse :Trend setzt sich fort
Die freitägliche Chartanalyse des Dax in der ftd ergibt in dieser Woche neue Chancen auf einen weiteren Anstieg des Index. Nachdem in den letzten Wochen keine ausgeprägte Richtung zu erkennen war, sieht ftd-Techniker Andreas Büchler jetzt wieder Luft nach oben bis zum nächsten Widerstand zwischen 6.550 und 6.630 Zählern. Der Index sei zwar nicht mehr überkauft, habe sich aber relativ weit von seinem Mittelwert entfernt und böte deshalb ?Potenzial für Korrekturen?. In diesem Fall läge ein günstiges Einstiegniveau bei rund 5.145 Punkten.[Quelle online lesen..]

Börsenausblick: Aktien bleiben Anlegers Liebling
In ihrem Börsenausblick zum Wochenschluss gibt die ftd fast ausschließlich positive Erwartungen der Fachleute für die Aktienindizes wieder. Es wird erwartet, dass positive Unternehmenszahlen sowohl in Europa als auch den USA die Börsen bis zum Jahresende stützen. Die 6.000 Punktemarke im Dax wird ?gerne als Jahresziel genommen?. Bei den Renten scheint die erwartete Trendwende eingesetzt zu haben. Steigende Renditen und sinkende Kurse passen nun endlich zu den steigenden Aktienmärkten. Es wird erwartet, dass diese Tendenz anhält.[Quelle online lesen..]


Aktien Nord-Amerika

(finanzinfo-service.de) Wie zu erwarten war, bestimmten die Unternehmensberichte die Bewegungen an der Wallstreet in dieser Woche. Bis zur nachbörslichen Veröffentlichung der Intelzahlen am Dienstag herrschte noch vorsichtige Zurückhaltung. Doch dann konnten sowohl Intel als auch JP Morgan positiv überraschen und der Begriff "Euphorie“ wurde verstärkt zur Beschreibung der Stimmung genutzt. Ob dieser Begriff für eine Börsenwoche mit nur zwei positiven Tagen (Mittwoch +1,5% und Donnerstag +0,5%) allerdings wirklich angebracht ist, bleibt zweifelhaft. Immerhin konnte der Dow Jones die Marke von 10.000 Punkten an diesen beiden Tagen überspringen, wovon eine starke psychologische Wirkung erwartet wird. Vielleicht ist das der Punkt, auf den die ominöse Liquidität wartet, um endlich den Weg an die Kapitalmärkte zu finden" Sehr stark kann diese Wirkung nicht gewesen sein. Am Freitag verdarben die Zahlen der Bank of America und von General Electric den Anlegern den Euphorierausch und brachten die immer noch allgegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise wieder ins Bewusstsein. So musste der Dow zum Wochenschluss wieder knapp unter der 10.000er-Marke in Deckung gehen, konnte seine Fans aber immerhin mit einem Wochenplus von 1,33% erfreuen. Noch rund 13 solcher Wochen in Folge, und der Dow Jones wäre wieder bei seinem Höchstkurs aus dem Oktober 2007 von rund 14.000 Punkten. Der Technologieindex Nasdaq schloss die Woche mit einem Plus von 0,82% ab.

W&W AM: USA mit erstem Lichtblick in der Krise
Wie auf fondsprofessionell.de berichtet wird, sind die Anlagespezialisten des Wüstenrot & Würtembergische Konzerns der Meinung, dass sich in der US-Konjunktur die Trendwende abzeichnet. Die verschiedensten Indikatoren würden darauf hin deuten, dass die Talfahrt beendet ist und es jetzt langsam wieder bergauf gehe. Der Anstieg werde aber eher "lang und steinig“, auch weil der wichtigste Wirtschaftsfaktor, der Privatkonsum, weiterhin problematisch bleibe.Die W&W Prognose sieht mit dem erwarteten Wirtschaftswachstum einhergehend einen Anstieg der Inflation und der Anleiherenditen. Die würde allerdings alles im problemlosen Bereich bleiben. Bis Jahresende bestehe für die US-Indizes weiteres Steigerungspotenzial, wenn sich die positive Konjunkturentwicklung fortsetzte.[Quelle online lesen..]

US-Aktienmarkt ist technisch gut unterstützt
Auf handelsblatt.com kommt Michael Riesner, Leiter Technische Analyse der UBS Investment Bank, zur aktuellen technischen Situation des S&P 500 zu Wort. Er richtet seinen Fokus auf die Stimmungslage an den US-Börsen und stellt fest, dass derzeit nicht von einer übertrieben positiven Stimmung gesprochen werden könne. Entferne sich der Markt zu weit von wichtigen Indikatoren wie der 200-Tage-Linie, folge eine angemessene Korrektur und es kehre eine gesunde Skepsis ein. Riesner deutet dies als gute Basis für eine weiterhin positive Entwicklung. Erst bei übertriebenem Optimismus sei mit deutlichen Rückschlägen zu rechnen.[Quelle online lesen..]


Aktien Asien

(finanzinfo-service.de) In Tokio reagierte man zuerst mit "asiatischer Zurückhaltung“ auf die positiven Unternehmensdaten aus den USA. Die guten Inteldaten konnten die japanischen Anleger noch nicht überzeugen, fehlten ihnen doch Investitionsimpulse im Ausblick des Chipherstellers. Die guten Zahlen verschiedener US-Banken konnten dann aber doch auch für Optimismus an der Tokioter Börse und steigende Kurse am Donnerstag und Freitag sorgen. Schnell wurden aber wieder die Sorgen um die japanischen Finanzhäuser in den Vordergrund gespült. Auf Wochensicht brachte der Nikkei den Anlegern aber dennoch ein Plus von 2,41%. Auch die Börse in Hong Kong stand unter dem Einfluss der internationalen Geschehnisse und konnte mit einem Wochenplus von 2% im Hang Seng Index profitieren.

Experten misstrauen der Rally in Tokio
Der Handelsblatt-Redakteur Finn Mayer-Kuckuk berichtet über die derzeit wenig positiven Einschätzungen von Analysten zur weiteren Entwicklung des japanischen Aktienmarktens. Es seien ?japanische Probleme?, die dafür sorgen, dass die Stimmung in Tokio nicht so gut ist, wie an der Wallstreet und den europäischen Börsen. Ein stärker werdenden Yen belaste die wichtige Exportwirtschaft. Außerdem sei die Situation der Bankenbranche vor dem Hintergrund wachsender Eigenkapitalanforderungen schwierig. Die neue, eher linkslastige, Regierung verschreckt mit ihren Ideen die Finanzbranche zusätzlich. Die Analysten stellen fachkundig fest, dass der Akteinmarkt in Japan im September schlechter gelaufen ist, als in der restlichen entwickelten Welt. Bis Ende des Jahres solle sich dies nicht ändern. Ein Analyst der Citigroup sieht langfristig allerdings durchaus Potenzial für japanische Aktien und gibt dem Topix immerhin ein Plus von rund 30% bis Ende 2010 mit auf den Weg. Leider verrät er uns nicht, wie er zu dieser Prognose gelangt.[Quelle online lesen..]


Aktien Schwellenländer

SCHWELLENLäNDER


(finanzinfo-service.de) Wie nicht anders zu erwarten war, profitierten auch die Schwellenländer von den guten Vorgaben aus New York und Europa. Der MSCI Emerging Market Index legte um rund zwei Prozent zu und schlug damit etwas schlechter als die vielbeachteten “BRIC”-Staaten. Hier führt Indien mit einem Plus von 4,09% die Rangfolge an gefolgt vom brasilianischen Bovespa (+3,4%). Bescheidener fallen die Gewinne in Moskau (+2,6% nach fast 13% in der Vorwoche!) und Schanghai (+2,23%) aus.

Ende der Geldverschwendung
In der Dienstagsausgabe der ftd beschäftigt sich der Redakteur Franz von den Driesch mit der Situation und den Aussichten der Aktienmärkte im nahen Osten. Das Verhalten dieser Märkte hat derzeit den klassischen Charakter von Schwellenländern. Auf dynamische Anstiege folgen starke Rückgänge, wie zuletzt bei Beginn der Finanzkrise. Im Vorfeld war viel ausländisches Kapital in die Aktienmärkte der Golf-Staaten geflossen. Dieses wurde dann panikartig abgezogen, was zu deutlichen Kursverlusten führte. Da die Golfregion jedoch eine deutliche höhere Wachstumsdynamik aufweist als die entwickelten Industrieländer, hat auch die aktuelle Erholung entsprechend mehr Schwung. Wichtiger für die Zukunft scheint ein weiterer Fakt, den Driesch beschreibt. Die arabischen Staaten, die bisher hauptsächlich in der Förderung von öl tätig waren, bauen zunehmend weitere Wirtschaftsbereiche aus, um die Abhängigkeit vom öl zu reduzieren. So werden beispielsweise Unternehmen aus dem Bereich Chemie und Metallverarbeitung in den Fördergebieten angesiedelt, um größere Anteile der Wertschöpfungskette rund um das öl in die Region zu holen. Auch die Bereiche Tourismus und Dienstleistung werden gestärkt. Allerdings diene die wilde Immobilienspekulation in Dubai eher als abschreckendes Beispiel. Somit seien Anlagen in Aktien dieser Region künftig durchaus überlegenswert.[Quelle online lesen..]

China und Russland erobern gemeinsam den Osten
Frank Lansky, Herausgeber des Newsletters "Good morning asia“, berichtet über eine neue Kooperation zwischen Russland und China. Wie Lansky beschreibt, hatte Russland diese Grenze bisher aus Angst vor unkontrollierter Zuwanderung recht dicht gehalten. Nun sei aber eine Kooperation zwischen beiden Staaten zur Nutzung der Rohstoffe entlang der langen Grenze zwischen beiden Ländern. Die Chinesen haben zugesagt, Analgen zur Weiterverarbeitung in Grenznähe zu errichten und die Förderungen durch die Russen zu finanzieren. So profitieren beide Seiten. Die Russen können Ihre Ressourcen vermarkten und Chinas großer Hunger nach Rohstoffen wird ein Stück weiter gestillt.[Quelle online lesen..]

China rollt protzig voran
Auch über dieses Thema berichtet der Newsletterherausgeber Frank Lansky. Wie er schildert, steht der Verkauf der symbolträchtigen US-Automarke "Hummer“ nach China kurz bevor. Der Hummer war, lange bevor er zum Staussymbol für Promis wie Paris Hilton, wurde ein Zeichen für die militärische Stärke Amerikas. Dieser Verkauf ist nach Lanskys Meinung ein weiteres deutliches Zeichen für den "Stabwechsel in der weltweiten Wirtschaftshierarchie“ in Richtung Reich der Mitte. Lansky schildert den Einstieg in die Autoproduktion als Zeichen für eine beginnende Positionierung als Weltmacht und zieht historische Parallelen zu den USA, Japan und Deutschland. Ob die Stückzahlen vom China-Hummer allerdings mit denen von Ford und Toyota seinerzeit vergleichbar sein werden, bleibt abzuwarten.[Quelle online lesen..]


OSTEUROPA


(finanzinfo-service.de) Genauso wie die weltweiten Schwellenländer standen auch die Börsen Osteuropas in dieser Woche unter dem Eindruck der Berichtssaison in den USA und in Europa. Wobei Warschau (+1,19%) und Prag (+0,29%) die positiven Vorgaben eher Zaghaft umsetzten. Deutlich mutiger preschten die Anleger in Ungarn voran. Hier konnte der BUX auf Wochensicht um mehr als 5,5% zulegen.

Der Osten kommt mit aller Macht
Auf der Seite deraktionaer.de veröfentlicht der Autor Carsten Englert eine positive Prognose die Anlagen in osteuropäische Aktien. Nachdem diese Region in der letzten Zeit fast in Vergessenheit geraten sei, stünden die Chancen für Anleger hier sehr gut. Englert erwartet, dass diese Region sich, ähnlich wie Indien oder China, deutlich dynamischer entwickeln wird, als die ?reichen Industrieländer?. Die deute sich bereits jetzt mit Einsetzen der konjunkturellen Erholung an. Er berichtet weiterhin über die Entwicklung eines neuen Index, des CEETX. Dieser setzt sich aus den 25 umsatzstärksten und höchstkapitalisierten Aktien der Börsen in Wien, Budapest, Laibach (Slowenien) und Prag zusammen. Warum dieser Index ausgerechnet so zusammengestellt wurde und auf einen so bedeutenden osteuropäischen Markt wie Polen verzichtet, erläutert Englert leider nicht. Immerhin kann er interessierten Anlegern eine Investitionsmöglichkeit in diesen Index in Form eines Zertifikates nennen. Ob sich bei diesem Index vielleicht nur um ein Vertriebsinstrument für diesen Index handelt"[Quelle online lesen..]


Devisen- und Rentenmärkte

RENTEN
(finanzinfo-service.de) Der Eindruck der letzten Woche, dass sich die Lage an den Rentenmärkten normalisiert, konnte sich diese Woche verfestigen. Steigende Aktienmärkte setzen die Renten unter Druck, was zu steigenden Renditen und sinkenden Kursen führt. So steht es im Lehrbuch. Dementsprechend gaben die beiden wichtigen Rentenindizes lehrbuchmäßig ab. Der REX sank auf Wochensicht um 0,35% und der Bund Future gab 0,56% über die fünf Handelstage zusammen gerechnet ab.

Jo-Jo-Effekt sorgt für Spitzenrenditen
Anhand der Veröffentlichung des aktuellen Fondsratings für internationale Rentenfonds der Ratingagentur Morningstar beschreibt der ftd-Redakteur Olaf Wittrock die Hintergründe der derzeit ungewöhnlich hohen Gewinne seit Jahresanfang bei einigen Fonds in dieser Anlageklasse. Mehr als 37% Kursgewinn des Spitzenreiters innerhalb von neun Monaten ist für Rentenfonds mehr als nur ungewöhnlich. Wie Wittrock beschreibt, kommen solche Ergebnisse durch die extremen Schwankungen der Rentenmärkte durch die Finanzkrise zu Stande. Sie funktionieren allerdings nicht nur in eine Richtung. So gab es auch Fonds, die in 2008 weit im zweistelligen Bereich verloren hatten. Hintergrund sei der Umgang des Fondsmanagements mit risikoreicheren (renditestärkeren) Anleihen gewesen.Zitat: " Dieser Jo-Jo-Effekt spiegelt sich in allen Fonds. Wer den Crash vorausahnte, zog sich früh zurück und stieg im Winter wieder ein: Allein aus diesen letzten Wochen stammen die hohen Gewinne vieler Fonds 2008. Andere hatten sich vor der Lehman-Pleite verspekuliert. Sie dürfen dafür in diesem Jahr strahlen."[Quelle online lesen..]

Pioneer: Angst vor Inflation unbegründet
Jürgen Rauhaus, Investmentchef Deutschland bei der Fondsgesellschaft Pioneer Investments, gibt auf fondsprofessionell.de Entwarnung in Sachen Inflation. Derzeit würden keine Indikatoren auf ein baldiges Anziehen der Inflation hindeuten. Solange der US-Verbraucher nicht wieder zum alten Konsumverhalten zurückkehre, sei keine Gefahr von der Inflationsfront zu erwarten.[Quelle online lesen..]

Jim Rogers warnt vor Blase bei US-Staatsanleihen
Wie fondsprofessionell.de berichtet, äußerte sich der bekannte Investor und Fan von Rohstoffen Jim Rogers sehr skeptisch für amerikanische Staatsanleihen. Er sieht hier die Bildung einer Blase die bald platzen könnte und rät zum Verkauf.Zitat: " Nach dem Reuters-Interview meinte Rogers anlässlich eines Seminars von ETF Securities, dass der Bullenmarkt in US-Treasuries zu einem Ende gekommen sei, hier drohe das Platzen einer weiteren Blase. Es sei ihm im höchsten Maße unverständlich, dass irgend jemand der USA Geld auf 30 Jahre zu Zinssätzen zwischen 3 und 6 Prozent leihe. Verkäufe seien angesagt."Für den Aktienmarkt erwarte er eine Korrektur, sei langfristig aber positiv gestimmt. Seinen Rohstoffen bleibt er treu und sieht derzeit besonders bei den Agrarrohstoffen gute Chancen für Anleger.[Quelle online lesen..]


DEVISEN


(finanzinfo-service.de) Weiterhin schwächelt der US-Dollar im Vergleich zum Euro. In dieser Woche gewann der Euro 1,19% gegen den Dollar. Anders herum gerechnet verloren Anleger mit auf USD lautenden Anlagen diesen Gegenwert. Aber auch das britische Pfund kann sich nicht nachhaltig erholen und verliert auf Wochensicht sogar rund zwei Prozent zum Euro. Der japanische Yen hat in dieser Woche rund ein Prozent zum Euro zulegen können, bleibt aber in der Preisspanne, in der er sich nun schon seit Mitte des Jahres bewegt.

Rohstoffe

(finanzinfo-service.de) Der Optimismus an den Börsen wirkte sich auch an den Rohstoffmärkten aus. Wobei die Konjunkturhoffnung eher die Fantasie der ölspekulanten anregte, als diejenige der Goldliebhaber. Aber vielleicht ist es sogar bemerkenswerter, dass der Goldpreis trotz der guten Stimmung an den Aktienmärkten auf Monatssicht mehr als ein halbes Prozent zulegen konnte, wobei der Preis sogar am Mittwoch noch deutlich höher stand. Der ölpreis wurde von der Konjunkturfantasie und vielleicht auch den kalten Temperaturen in Europa befeuert und stieg im Wochenverlauf um 8,33%.

Rohöl - explodiert bald der Preis"
Wie ard.de berichtet, hat die Internationale Energie Agentur (IEA) ihre Prognosen zum Ölverbrauch für 2009 und 2010 nach oben korrigiert. Die besser als erwartet verlaufende wirtschaftliche Entwicklung sorge auch für eine höhere Nachfrage nach Rohstoffen. Beim Öl drohe sogar bereits 2011 eine neue, mit stark steigenden Preisen verbundene, Knappheit. Das vor der Finanzkrise ausgerufene ?Ende des billigen Öls? gelte weiterhin. Vor diesem Hintergrund sei auch der Anstieg des Goldpreises nachvollziehbar. Da mit der Verteuerung des Öls eine steigende Inflation verbunden sei, würde Gold vermehrt als Absicherung gegen die Inflation nachgefragt.[Quelle online lesen..]

Platin und Gold auf Rekordjagd
Der ftd-Redakteur Tobias Bayer beleuchtet die Hintergründe der aktuellen Edelmetall-Hausse. Neben dem Gold seien auch Platin und Silber derzeit auf einem Höhenflug. Für alle drei Edelmetalle gelte, dass es keine physische Knappheit gebe und die Preise ausschließlich durch die Nachfrage aus dem Finanzbereich auf diese Höhen gestiegen seien. Hauptsächlich der Wertverlust des US-Dollar sei hier die treibende Kraft:Zitat: " Experten rätseln, wie lange die Edelmetall-Rally anhält. Mit Bezug auf den Goldpreis schrieb Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, in einem Researchbericht: "Der Rally fehlt außer dem schwachen Dollar ein zweites Standbein, was den Goldpreis für eine starke Korrektur anfällig macht.""Für den Platinmarkt erwartet ein großer Hersteller ab 2011 wieder eine das Angebot übertreffende Nachfrage. Bis dahin seien Preissteigerungen nur spekulationsbedingt.[Quelle online lesen..]

Ölfördermaximum schon 2020 erreicht
Mit dem Thema ?Peak Oil?, also dem Höhepunkt und anschließenden Nachlassen der maximal förderbaren Ölmenge weltweit, beschäftigt sich ein Artikel auf fondsprofessionell.de. Er beschreibt die Schwierigkeit, den Eintrittszeitpunkt des Peak Oil zu prognostizieren. Zu unklar sei einerseits die Datenlage und andererseits verändere die Hinzunahme oder das Weglassen bestimmter Fördermethoden das Ergebnis. Eine aktuelle Schätzung sähe den Höhepunkt der Förderung mit herkömmlichen Methoden bereits 2020. Sicher scheint allerdings zu sein, dass aufgrund des wachsenden Energiebedarfs in China und Indien eine Verknappung und Verteuerung des Öls unausweichlich ist.Zitat: " Dennoch steigt der globale Energiebedarf aufstrebender Länder wie Indien und China massiv an. Angesichts der prognostizierten Verbrauchsmengen lässt das Ölfördermaximum, der "Peak Oil", nicht mehr lange auf sich warten. Preise werden anziehen"[Quelle online lesen..]

Das schmierige Öl-Geschäft
Eine sehr umfangreiche Reportage des ftd-Autors Claus Hecking beschreibt die Probleme im Ölgeschäft, welche durch die starken Schwankungen des Ölpreises in den letzten Monaten entstanden sind. Am Beispiel der Ölgewinnung aus kanadischem Ölsand schildert er, dass die schwankungsbedingte Unkalkulierbarkeit des Ölgeschäfts dazu geführt hat, dass dringend notwendige Investitionen in die Erschließung neuer Ölvorkommen ausbleiben. Dies würde dazu führen, dass der Ölbedarf künftig immer schwieriger zu decken sei und es aufgrund eines Nachfrageüberhanges zu steigenden Preisen kommen sollte. Allerdings sorge der Grund für die aktuell extremen Schwankungen, die Aktivitäten der Finanzinvestoren und Spekulanten an den Terminmärkten für Rohstoffe, auch hier für unklare Verhältnisse. Durch die Dotcomblase am Aktienmarkt, gefolgt von niedrigen Anleiherenditen, hätten sich Anleger zunehmend in Rohstoffen als Anlageklasse engagiert. So habe sich das Volumen der Mittel von Finanzinvestoren am Ölmarkt seitdem verfünffacht. Besonders problematisch für die Preisentwicklung seien Trendfolgemodelle, denen viele dieser Investitionen gehorchten. Diese begünstigten starke Schwankungen an den Ölmärkten. Diese wiederum würden dafür sorgen, dass die Ölförderung an sich so schwer zu kalkulieren sei, dass Investitionen derzeit ausbleiben. Langfristig führe dies letztlich nur zu einem: Steigenden Preisen, die der Verbraucher zu tragen habe.[Quelle online lesen..]

2010 wird ein Jahr der Rohstoffe
Der Handelsblatt-Redakteur Ralf Drescher führt ein Interview mit Tobias Merath, Leiter des Rohstoff-Researchs der Credit Suisse, zu den künftigen Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Merath erwartet, dass 2010 ein Jahr steigender Rohstoffpreise wird. Er geht aber davon aus, dass eine Verlagerung weg von den Edelmetallen hin zu Energieträgern und Industriemetallen stattfinden wird. Er prognostiziert die Umkehr des aktuellen Trends bei den Industriemetallen und damit künftig wieder einen Nachfrageüberhang. Gefahren für diese Prognose wären eine ausbleibende Nachfrage aus China, ein stärker werdender US-Dollar oder eine schwächer als erwartet wachsende Weltkonjunktur.[Quelle online lesen..]


Spezialthemen

Invesco: Globale Erholung in "zwei Geschwindigkeiten“
Auf der Seite fondsprofessionell.de wird über die Prognosen von John Greenwood, Chefvolkswirt der Fondsgesellschaft Invesco, für die weltwirtschaftliche Entwicklung des kommenden Jahres berichtet. Greenwood erwartet starkes Wachstum in China und Indien, ein gemischtes Bild in Südamerika und eine schwache Entwicklung in den USA und Europa. Für Japan sieht er die Gefahr einer Rückkehr zur Deflation. Aus Greenwoods Sicht wird das Wachstum in den Schwellenländern nicht ausreichen, um die Industrienationen mit auf den Pfad eines deutlichen Wachstums zu ziehen.[Quelle online lesen..]

Attraktivität ist relativ an den Finanzmärkten
In ihrem Leitartikel vom Freitag beleuchtet die ftd die Attraktivität eines Aktieninvestments aus aktueller Sicht. Die Zeit, in welcher Aktien ein Schnäppchen sind, ist laut ftd demnach vorbei:Zitat: " Doch wer nach der spektakulären Erholung der Märkte seit März nun noch in den Aktienmarkt einsteigen will, muss sich über eines klar sein: Aktien sind im historischen Vergleich und anhand von Kennziffern wie Buchwert oder Gewinn inzwischen nicht mehr günstig. Was Aktien attraktiv macht, ist allenfalls die mangelnde Attraktivität anderer Anlageklassen."Wer heute mit Blick auf niedrige Anleihezinsen und mögliche Dividendenerträge in Aktien investiere solle sich bereits jetzt Gedanken über den Ausstieg machen, wenn das allgemeine Zinsniveau wieder steige und das Rückschlagrisiko an den Aktienmärkten steige, weil Zinsanlagen wieder attraktiver würden. Zitat: " Sich nun noch an der Börsen neu zu engagieren setzt allerdings die Bereitschaft voraus, die Entscheidung zu korrigieren, wenn Dividendenpapiere eben jene relative Attraktivität wieder einbüßen. Dies geschieht unweigerlich, wenn sich die Notenbanken irgendwann dazu durchringen, den Märkten die im Überfluss vorhandene Liquidität wieder entziehen, bevor es zur nächsten Blase kommt - und die Zinsen wieder steigen."Der oder die ungenannte(n) Autor(en) raten abschließend dazu, sich nicht blind auf die Empfehlung der beratenden Zunft zu verlassen, dass bei langfristigen Aktieninvestments der Einstiegszeitpunkt letztlich egal sei. Der Begriff ?langfristig? habe sich für manche Biografie als zu relativ herausgestellt. [Quelle online lesen..]



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