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Newsletter - KW 40/2009
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Newsletter - KW 40/2009

Aktien Europa

(finanzinfo-service.de) Die Regel besagt, dass der September der schlechteste Börsenmonat des Jahres zu sein hat. Gelegentlich bestätigt die Ausnahme die Regel, so auch in diesem Jahr. Mit einem Monatsplus von 3,85% beim Dax und 3,51% beim Euro Stoxx 50 wird sich dieser September sicher nicht in die Liste der Negativrekorde eintragen können. Ganz zu schweigen vom dritten Quartal diesen Jahres, welches mit + 18% (Dax) und +19.6% (Euro Stoxx 50) im positiven Sinne rekordverdächtig gelaufen ist. Und da haben wir gleich die nächste Börsenregel, die sich dieses Jahr elegant von ihrer Ausnahme bestätigen lässt: "Sell in May and go away, but do remember to come back in September“. Statistisch betrachtet kann man als Anhänger dieser Regel seinen Sommerurlaub sehr viel relaxter genießen. In diesem Jahr hat man mit dieser Methode real betrachtet auch keine Verluste erlitten, was ja auch schon mal etwas ist. Wohl dem, der dann seine Gier unter Kontrolle hat wenn er feststellt, dass er zwischen dem ersten Mai und dem ersten September zwischen 14,5% (Dax) und 16,8% (Euro Stoxx 50) hätte verdienen können. Dass man seinem Geld nachträglich betrachtet den Mai und Juni über tatsächlich hätte Urlaub geben können, fällt wohl nicht so sehr ins Gewicht. Besonders wenn man sich bewusst macht, dass das meiste Anlegergeld nach wie vor zur Kur im "Sanatorium zum gemütlichen Tages- oder Festgeld“ ist und all die schönen Gewinne an den Börsen sowieso nur von sehr niedrigen Umsätzen getragen wurden und somit nicht viele Anlegerherzen erfreuten. Getreu dem Motto: "Stell Dir vor es gibt Performance und keiner nimmt sie mit.“
Was also tun" Jetzt noch schnell investieren, um wenigstens bei der berühmten Herbstrally oder der berühmt-berüchtigten Jahresendrally dabei zu sein" Wer weiss" Aber gehören diese beiden gewöhnlichen Erscheinungen nicht in die gleiche Liga der Börsenregeln, wie die beiden oben genannten" Und kann es eine Herbstrally geben, wenn der September nicht grottenschlecht war" Es spricht viel dafür, dass dieses Börsenjahr das Jahr der "regelbestätigenden Ausnahmen“ ist. Aber wissen kann man das natürlich nicht. Nur eines ist klar: Der langfristige Anlageerfolg ist nicht von den maximalen Gewinnen, sondern von der Vermeidung der maximalen Verluste abhängig. Das ist einfache Mathematik und hat nichts mit der Börse bis zum Jahresende zu tun. (Sollten Sie hierzu Fragen haben: Bitte einfach eine Email an die Redaktion.)Der Verlauf der europäischen Börsen scheint zumindest keine Herbstrally einläuten zu wollen. Konnte Montags noch der vermeintlich wirtschaftsfreundliche Wahlsausgang in Deutschland gestützt durch einen positiven Start der Wallstreet für gute Gewinne bei den europäischen Aktien sorgen, zogen die kommenden vier Tage die Anlegerdepots immer weiter in den roten Bereich. Die Konjunkturträume der letzten sechs Monate kommen in Gefahr. Die Enttäuschungen bei den verschiedensten Konjunkturindikatoren beiderseits des Atlantiks nehmen zu, nachdem es lange nur positive überraschungen zu geben schien. Liest man die Marktberichte und äußerungen der Marktteilnehmer, entsteht der Eindruck eines Katers nach einem ordentlichen Rauschzustand. Nun bleibt wohl abzuwarten, ob nach ordentlichem Schädelbrummen alles wieder gut wird oder ob die Leber was abbekommen hat ... .
In der vergangenen Woche war jedenfalls Katerfrühstück und Aspirin angesagt. Sowohl Dax (-2,03%) als auch Euro Stoxx 50 (-2,52%) gaben zum zweiten Mal in Folge auf Wochensicht über zwei Prozent ab. Damit sind die Gewinne des rekordverdächtigen Septembers wieder pulverisiert. Aber eigentlich müssten sich die meisten Anleger freuen. Vielleicht kommt jetzt bald eine gute Gelegenheit, die geliebten Scheine aus dem Sanatorium zu holen und sukzessive wieder zum arbeiten zu schicken"

Schwarz ist gut, Rot schlecht für den DAX ? stimmt das"
Auf der Seite www.chartanalyse-trends.de beschäftigt sich Jörg Mahnert mit den Auswirkungen von Regierungen auf die Aktienkurse. Bei einem ersten blick stellt er fest, dass seit bestehen des Dax (1988) die Zeiten einer CDU-geführten Regierung durchschnittlich höhere Gewinne an der frankfurter Börse eingebracht haben, als die Zeiten der großen Koalition oder einer SPD-geführten Regierung. Letztere hätte sogar Verluste gebracht.
Diese Feststellung sei aber ein Muster ohne Wert. Bei genauerem hinsehen falle auf, dass tatsächlich die Entwicklung der Leitbörse in den USA ausschlaggebend für die Entwicklung des Dax sei. Mahnert setzt dabei als selbstverständlich voraus, dass die Zusammensetzung des deutschen Parlaments keinen Einfluss auf die Börsenkurse an der Wallstreet hat. Das Gegenteil wäre immerhin eine Theorie, mit welcher man zumindest kurzfristig Aufsehen und Belustigung erreichen könnte.[Quelle online lesen..]

Hohe Rendite mit kleinen Werten
Der ftd-Redakteur Franz von den Driesch berichtet über die besonderen Marktchancen mit den so genannten Nebenwerten, also kleineren Aktiengesellschaften wie sie im MDax gelistet werden.Driesch beschreibt, dass Privatanleger dieses Aktiensegment meist nicht nutzen, obwohl gerade am Beginn eines Konjunkturzyklus hier besondere Chancen lägen. So wäre der Mdax bereits in der Periode seit März diesen Jahr deutlich besser gelaufen, als sein großer Bruder. Diese Unternehmen seien strukturell bedingt oft flexibler als die großen Dax-Unternehmen. Außerdem stünden viele von ihnen noch unter dem Einfluss der Gründer, weshalb oft nachhaltigere und langfristigere Strategien verfolgt würden.
Auf Basis des Kurs-Buchwert-Verhältnis sind die Unternehmen im MDax deutlich niedriger (1,1) bewertet als diejenigen im Dax (1,4). Der Aktienstratege Hürkamp (Commerzbank) sieht vor diesem Hintergrund ein Steigerungspotenzial von rund 10% p.a. für diese Werte. Zu der Frage für welchen Zeitraum dies möglich sei schreibt Driesch:Zitat: " "Der Konjunkturzyklus hat erst im März gedreht. Vergleicht man diesen mit vorangegangenen Zyklen, so könnte er noch drei bis vier Jahre anhalten", prognostiziert Hürkamp. Der letzte Zyklus dauerte von 2003 bis 2008. Der davor hielt gar acht Jahre an."Skeptischer ist Christoph Schlienkamp, Leiter Aktienmarktanalyse beim Bankhaus Lampe. Er sieht die allgemeine wirtschaftliche Erholung nicht als stabil an und erwartet noch Rückschläge am Aktienmarkt. Grundsätzlich sei Privatanlegern zu empfehlen, nicht in einzelne Aktien sondern besser in breit streuende Fonds zu investieren, um das Risiko zu begrenzen.[Quelle online lesen..]

?Charttechnisch bietet der Dax noch Potenzial? oder ?Deutsche Aktien sind extrem überbewertet?"Nachdem der Wahlkampf nun zu Ende ist besteht die Hoffnung auf spannende Debatten an den Finanzmärkten. Vergleicht man zwei Artikel der beiden führenden Wirtschaftszeitungen zeigt sich das ganze Spektrum der Meinungsvielfalt. Im Handelsblatt des Dienstags kommt Holger Struck, Charttechniker bei Hslivetrading, mit seiner Dax-Analyse zu Wort. Er gibt der Begeisterung vieler Charttechniker darüber Ausdruck, wie respektlos der Dax in kürzester Zeit sämtliche Widerstände überwunden hat und sieht ein Potenzial bis zu 6.185 Punkten (ca. 13% Plus aus heutiger Sicht) bis zum Jahresende.

Für deutlich überbewertet hält der ftd-Autor Reza Darius Montassér den deutschen Leitindex. Er moniert, dass der Ausbruch des Dax aus dem letzten Abwärtstrend von zu geringen Umsätzen begleitet wurde, was auch aus charttechnischer Sicht als gefährlich einzustufen sei. Aus seiner Sicht ist dies ein Indiz für eine Bärenmarktrally. Zur Unterstützung seiner These führt er fundamentale Daten an. Montassér nennt gleich zwei Berechnungmodelle, welche eine viel zu hohe Bewertung für Aktien ergeben. Allerdings liefern auch diese beiden Modelle doch sehr stark voneinander abweichende Ergebnisse:Zitat: " Vor dem Hintergrund einer durchschnittlichen historischen Bewertung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von 12 errechnet sich ein fairer Dax von 3840 Punkten. Auf Basis des ökonometrischen Modells, welches den fairen Wert über weitere Größen wie Zinsentwicklung, Gewinndynamik sowie Branchen- und Konjunkturtrends herleitet, liegt der faire Wert bei 4200 Punkten. Auf Basis dieser Rechnung weist der Index bei einem Stand von aktuell 5675 Punkten eine durchschnittliche Überbewertung von 41 Prozent auf. Das ist vergleichbar mit der Dotcom-Blase Anfang 2000."Wir verweisen zu dieser Thematik auch auf den Artikel ?US-Aktien so teuer wie vor 75 Jahren? aus dem Handelsblatt im Themenbereich ?Aktien USA?. Handelsblatt: Charttechnisch bietet der Dax noch Potenzial[Quelle online lesen..]
ftd: Deutsche Aktien sind extrem überbewertet[Quelle online lesen..]

Börse: Experten erwarten Korrektur bis Jahresende
Das Handelsblatt berichtet über eine Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter mehr als 20 Experten bei Banken zu ihren Erwartungen für den Verlauf des Dax bis zum Jahresende. Sieht man, dass die Schätzungen von 4.700 bis 6.300 Punkte reichen, drängt sich die Frage nach dem Sinn solcher Prognosen allerdings auf. Immerhin kann man sich so als Privatanleger einen Experten heraus suchen, der die eigene Meinung bestätigt und fühlt sich nicht so einsam. Der errechnete Durchschnitt der Prognosen liegt bei 5.675 Punkten, also fast auf dem Niveau vom Wochenanfang. Im Juni lag die Schätzung übrigens noch bei 4.900 Punkten.[Quelle online lesen..]

Dax-Chartanalyse: Ausbruch nach unten
Wie immer zum Wochenschluss beleuchtet die ftd am Freitag Vormittag die charttechnische Situation des Dax. Nachdem bereits in den letzten beiden Wochen darauf hingewiesen wurde, dass der Dax überkauft sei, erkennt der Autor Andreas Büchler nun die erwartete Trendwende. Er führt verschiedene Indikatoren auf, die auf sinkende Kurse hinweisen. Allerdings sind diese Signale nicht so deutlich, dass es nicht doch auch wieder kurzfristig nach oben gehen könnte. Die Prognose für den Dax, die Büchler aus der aktuellen Konstellation ableitet, lautet:Zitat: " Bevor der Index also an den nächsten langfristigen Widerstandsbereich zwischen 6550 und 6630 Zählern steigen kann, dürfte es zu einer Korrektur kommen. Wenn sich an den eingangs erwähnten, ehemaligen Widerständen (ca. 5.100) nicht genug Nachkäufer finden um die Kurse zu stabilisieren, ist die nächste Unterstützung am übergeordneten Zeithorizont bei rund 4750/4770 Punkten zu finden. Dort treffen derzeit die 200-Tage-Linie und eine durchbrochene Abwärtstrendgerade zusammen. "[Quelle online lesen..]


Aktien Nord-Amerika

(finanzinfo-service.de) Im Grundsatz gilt für die US-Märkte das Gleiche wie für die europäischen Aktien. Die Korrelation zwischen diesen beiden Märkten ist derzeit wieder sehr hoch. Nach einem hervorragenden und völlig ungewöhnlichen Sommer und einem rekordverdächtigen September mehren sich nun die ängste, die Konjunktur könnte das nicht halten, was die Aktienkurse versprochen haben. Während die Märkte Montags noch in Fusionsphantasien schwelgten und zwischen ein und zwei Prozent zulegen konnten, sorgten die restlichen vier Handelstage der Woche wegen immer wieder neuer enttäuschender Konjunkturmeldungen für einsetzende Katerstimmung. So schlossen die US-Börsen zum zweiten Mal in Folge mit einem deutlichen Wochenminus. Der Dow Jones verlor 1,84% und der Nasdaq gab um 2,05% nach.

USA stützen Hausmarkt mit 35 Milliarden
Der ftd-Redakteur Tobias Bayer beschreibt die Situation am Markt für Wohnhäuser in den USA. Anlass ist eine weitere Stützungsmaßnahme der US-Regierung für diesen Sektor. Diesmal wurden die staatlichen "Housing Finance Agencies“ (HFA) mit 35 Mrd. USD unterstützt. HFA vergeben zinsgünstige Kredite an Hauskäufer mit niedrigem Einkommen, um diesen zu Wohneigentum zu verhelfen. In der aktuellen Situation haben die HFA ein Refinanzierungsproblem, da sie sich derzeit nicht günstig am Kapitalmarkt refinanzieren können. Die genannte Finanzspritze soll dieses Problem beheben.
Darüber hinaus ist die Situation am Häusermarkt nach wie vor angespannt. Durch die hohe Arbeitslosigkeit steige die Zahl der Kreditausfälle und es seien zunehmend Verkäufer am Markt. Zitat: " Dennoch gibt es nach wie vor einen großen überhang an nicht verkauften Häusern. Das Brokerhaus Amherst Securities Group schätzt ihn auf sieben Millionen Einheiten. Das entspricht 135 Prozent des Jahresverkaufs. Zum Vergleich: Anfang 2005 hatte der überhang noch 1,27 Millionen betragen."Auch sei ein Problem, dass der Schuldenstand vieler Hausbesitzer den Wert ihrer Immobilien überschreiten würde. Einige der staatlichen Fördermaßnahmen wurden bereits über den ursprünglich geplanten Zeitraum hinaus verlängert, für weitere Maßnahmen wird dies gefordert.[Quelle online lesen..]

US-Aktien so teuer wie vor 75 Jahren
Der Handelsblatt-Redakteur Ulf Sommer wirft einen sehr interessanten Blick auf das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) amerikanischer Aktien. Er beschreibt, dass die Aktien des S&P 500 Index derzeit mit einem KGV von 140 bewertet sind. Der langfristige Mittelwert liegt nach Sommers Angaben bei 16, was auf den ersten Blick auf eine immense Überbewertung hindeutet. Hier werde deutlich, dass das KGV in solchen Krisenphasen wie aktuell nicht als alleiniger Bewertungsmaßstab tauge. In der Krise seien die Unternehmensgewinne so stark eingebrochen, dass kurzfristig auch extreme Steigerungen möglich seien, wie Sommer an Beispielen anführt:Zitat: " Vielen Unternehmen wird es leicht fallen, mit geringen Ertragssteigerungen ihre Gewinne um viele Hundert Prozent zu steigern, ohne damit an die glanzvollen Zeiten vor Ausbruch der Finanzkrise anzuknüpfen. Der Tabakkonzern Reynolds und der Spezialglashersteller Corning steigerten zuletzt ihre Nettogewinne sogar um mehr als 4 000 Prozent. Der Vermögensverwalter Prudential schaffte 1 060 Prozent, die Kaffeekette Starbucks kam auf 506 Prozent. Immer war die außergewöhnliche Ausgangsbasis dafür verantwortlich."Sommer weist darauf hin, dass das sog. Shiller-KGV, welches auf dem durchschnittlichen Gewinn der letzten zehn Jahre basiert, bessere Aussagen liefert. Ohne Gewinnsteigerungen läge dieses mit 19 derzeit um 15% über seinem langfristigen Mittel von 16. Bedrohlicher für Aktionäre als dieses Verlustpotenzial ist allerdings der langfristige Verlauf dieses Indikators, der nichts Gutes erwarten lässt:Zitat: " Eines stimmt aber auch bei dem Shiller-KGV bedenklich. Auffällig ist, dass diesmal einer langen Phase massiver Überbewertung in den 90ern nur ein kurzer Abschnitt folgte, in denen Aktien relativ günstig zu haben waren (2002). Anschließend schoss das Shiller-KGV sofort wieder nach oben. Blickt man jedoch in die Vergangenheit, dann folgten Phasen mit langer Überbewertung stets ebenso lange Zeiträume, in denen Aktien günstig waren, wie in den 70ern und 80ern. Ausgeprägte Bärenmärkte endeten erst dann, wenn Aktien zuvor lange Zeit wenig kosteten. Stimmt diese Regel auch diesmal, dann dürfte die gegenwärtige Rally wohl kaum in einen neuen Börsenboom münden. Denn dafür waren Aktien während der vergangenen Talfahrt zu teuer."[Quelle online lesen..]

Hohe Bargeldvorräte treiben Rallye am US-Aktienmarkt
Auf Welt.de wird ein Artikel des Datendienstleisters Bloomberg veröffentlicht der beschreibt, welch enorme Mengen an liquiden Mitteln in den USA noch darauf warten, in Aktien investiert zu werden. Die Bestände in kurzfristigen Anlagen seien derzeit etwa genauso hoch, wie die gesamte Börsenkapitalisierung des S&P 500 Index. Normal seien etwa 62% im langfristigen Durchschnitt. Diese Anlagen bieten derzeit aufgrund des niedrigen Zinsniveaus allerdings fast keine Rendite. Spätestens wenn die Inflation steigen sollte, worauf die Renditeentwicklung bei inflationsgeschützten Bonds (US-Rentenpapiere) hinweise, müssten diese Mittel in höher rentierliche Anlagen umgeschichtet werden, was dem Aktienmarkt zu Gute käme. Viele Fondsmanager hätten den Anstieg seit März verpasst und säßen nun auf hoher und wenig rentabler Liquidität. Als prominentester Vertreter derjenigen, die ein baldiges Anziehen der Inflation erwarten, wird die Investmentlegende Warren Buffet genannt.[Quelle online lesen..]


Aktien Asien

(finanzinfo-service.de) Der japanische Aktienmarkt steht derzeit sehr stark unter dem Einfluss der US-Börsen. Die Montags-Fusions-Phantasien der Wallstreet belebten Dienstags noch den Aktienhandel in Tokio. Die dann folgenden enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA führten auch in Tokio zu Verunsicherung und Kursabschlägen. Zusätzlich belastet der starke Yen die Börse. Und woran man mit der neuen Regierung wirklich ist, kann auch noch kein Japaner einschätzen. Folgerichtig hat sich die negative Börsentendenz an der Wallstreet und in Europa in dieser Woche an der Tokioter Börse noch verstärkt und zu einem Wochenminus von 5,2% geführt. Japan ist mit der dritten negativen Woche in Folge und fünf schlechten von sieben Börsenwochen derzeit das Sorgenkind unter den Industrieländern.
Aber auch Hong Kong konnte sich dem allgemeinen Trend nicht entziehen und schloss zum Wochenschluss um 3,2% niedriger. Zumal auch die chinesischen Binnenmärkte in dieser Woche nicht für Belebung sorgen konnten.

Einstieg in den asiatischen Aktienmarkt: Anleger sollten noch warten
Yvonne Kleinpass, Portfolio Managerin bei der in Köln ansässigen Monega KAG, hat ihre Glaskugel blitzblank geputzt und teilt uns auf fondsprofessionell.de mit, was sie darin erkennen kann. Kleinpass rät interessierten Investoren, nicht auf dem aktuellen Niveau in den asiatischen Aktienmarkt einzusteigen, sondern eine bald zu erwartende Korrektur abzuwarten. Entsprechend sind auch die Dachfonds der recht unbekannten Fondsgesellschaft derzeit sehr defensiv aufgestellt.
Hauptargument für die Skepsis der Fondsmanagerin sind die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der chinesischen Konjunktur als internationale Wirtschaftslokomotive. Die Reduktion des Kreditvergabevolumens seitens der chinesischen Regierung scheint auch Frau Kleinpass verunsichert zu haben. Sie rechnet mit einer langfristig positiven Entwicklung dieser Region unter starken Schwankungen. [Quelle online lesen..]


Aktien Schwellenländer

SCHWELLENLäNDER

(finanzinfo-service.de) Die großen Schwellenländer lieferten in dieser Woche ein uneinheitliches Bild ab. Während sich China (-2.09%) und Russland (-1,38%) der allgemeinen Negativtendenz der weltweiten Börsen anschlossen, konnten die Anleger in Brasilien und Indien schöne Gewinne verbuchen. Allerdings war die Nachrichtenlage zu beiden Ländern in unseren Breiten sehr dünn. So ist zu erwarten, dass die Inder (+2,65%) sich einfach weiterhin wenig um das scheren, was um sie herum passiert und einfach sich und ihre positive Binnenentwicklung feiern. Und Brasilien (+1,35%) hat seit einigen Wochen schon eine besondere Eigendynamik. Hier herrscht ein "Goldrausch“, wie wir ihn aus der Zeit des neuen Marktes kennen. Dem brasilianischen Privatanleger scheinen die weltweiten Konjunktursorgen noch egal zu sein. In der Breite gaben die Schwellenländer nach. Der MSCI Emerging Markets Index schloss auf Wochensicht um 0,74% Prozent niedriger.

Nahost-Börsen starten durch
Der Handelsblatt-Korrespondent Michael Backfisch berichtet über eine ansonsten eher weniger beachtete Anlageregion, die Golf-Staaten. Besonders im Blickpunkt stehen Abu Dhabi und Dubai. Backfisch berichtet, dass auch die Börsen dieser Region unter der Finanzkrise allgemein und dem gesunkenen Ölpreis im Besonderen gelitten hätten. Mit der Erholung des Ölpreises hätten sich jedoch die Aktienkurse der Nahost-Börsen wieder mehr als nur erholt.Zitat: " An der Spitze rangieren die Handelsplätze in Dubai und Abu Dhabi, die in dieser Woche ihren höchsten Stand seit November 2008 erreicht haben. Beide verzeichnen seit Januar ein Plus von 30 Prozent, Riad folgt an dritter Stelle mit 24 Prozent. Vor allem seit März sind die Kurse nach oben geschossen."Die höheren Einnahmen aus dem Ölgeschäft nutzen die Staaten, um in große Infrastrukturprojekte zu investieren. Dies treibe besonders die Kurse von Bauunternehmen. Außerdem profitierten derzeit die Finanztitel von staatlicher Unterstützung. Allerdings müsse man hier nach Expertenaussagen mit größeren Schwankungen aufgrund weiterhin vorhandener Bilanzrisiken rechnen.[Quelle online lesen..]

J.P. Morgan AM: Zykliker in Schwellenländern punkten
Die Fondsanbieter von JP Morgan (JPM) berichten über eine neue Fokussierung ihrer Schwellenländeranlagen. Sie sehen als zukünftigen Trend die Urbanisierung und das Wachstum der Mittelschicht an. Hieraus ergeben sich nach Meinung der JPM-Experten besonders gute Anlagechancen in Branchen wie Infrastruktur, Telekom, Bildung und Konsumgüter. Diese Branchen wolle man bei JPM ?übergewichten?. Dies bedeutet, dass man diese Sektoren etwas stärker gewichtet, als der Vergleichsindex dies tut (z.B. 7% anstelle von 5%). Durch diese Wette möchte das Fondsmanagement den Index schlagen.
Dr. Christoph Bergweiler, der Verantwortliche für den Vertrieb der JPM-Fonds in Deutschland, rät Privatanlegern, wegen der hohen Schwankungen an diesen Märkten, lieber in mehreren kleinen Beträgen zu investieren, als in einer großen Summe. [Quelle online lesen..]

IWF warnt vor Chinablase
Die ftd berichtet von einer Warnung des internationalen Währungsfonds (IWF) vor einer möglichen Blasenbildung in China. Die von der chinesischen Regierung forcierte Kreditvergabe könnte zu Exzessen an den Finanzmärkten führen. Als erste führende internationale Organisation warnt der IWF vor diesen Risiken und fordert die Straffung der Geldpolitik im Falle einer sich fortsetzenden Erholung der Weltkonjunktur. Wie die ftd berichtet, hatte eine IWF Untersuchung in der vergangenen Woche ergeben, dass ein starker Anstieg des Kreditwachstums sowie eine Rally der Vermögenswerte oft Vorläufer von Finanzkrisen seien. Erste Anzeichen für eine Blasenbildung könnte der sprunghafte Anstieg der Immobilienpreise in 70 chinesischen Städten im August sein. Nicht verschwiegen wird aber auch, dass es gegenteilige Meinungen gibt:Zitat: " Nicht alle teilen diese Skepsis. Robeco-Fondsmanagerin Victoria Mio verweist darauf, dass die Bankeinlagen schneller als die Kredite wachsen. "Solange China die Verschuldung seiner Unternehmen und Haushalte kontrolliert, wird es kein systemisches Finanzrisiko geben", ist sie überzeugt."[Quelle online lesen..]

Russischer Börsenindex RT

100 Prozent Kursgewinn seit JahresbeginnÜber eine aktuelle Analyse von software-systems.at zur Entwicklung der Schwellenländer-Börsen berichtet fondsprofessionell.de. Es wird festgestellt, dass sich seit Jahresbeginn Aktienfonds besser entwickelt haben als Renten- oder Mischfonds und dass die Schwellenländer mehr Ertrag brachten, als die Börsen der Industrienationen. Besonders der russische RTX-Index habe mit einer Performance von mehr als 100% seit Jahresanfang eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. (Was an dieser Stelle nicht berücksichtigt wird ist, dass dieser Index von seinem Höchststand (3.484) Mitte 2008 um rund 74% (903) gefallen war und aktuell trotz der Erholung bezogen auf diesen Höchststand noch rund 44% im Minus ist. Er benötigt vom heutigen Stand einen Wertzuwachs von weiteren rund 78%, um wieder auf den Stand vom Juni 2008 zu gelangen.)
Bei der aktuellen Bewertung der Aktienmärkte erscheinen auf Basis des KGV gemäß dieser Studie die Türkei (12,1) und Osteuropa (13,4) interessanter als Indien (21,8) und Taiwan (24,7). Auf Regionen bezogen ist Südamerika günstiger bewertet als der asiatische Raum. Auf der genannten Seite findet sich ein Link zur ausführlichen Studie.[Quelle online lesen..]


OSTEUROPA

(finanzinfo-service.de) Die osteruopäischen Börsen standen komplett unter dem Eindruck der Börsen in Westeuropa und der Wallstreet. Die Wirkung einer Leitzinssenkung in Ungarn verpuffte in Laufe der Woche und die Unsicherheiten bezüglich der weltweiten Konjunkturentwicklung hinterließen ihre spuren. Polen: -3,06%. Tschechien: -2,65%. Ungarn: 1,85%.

Deloitte-Studie: Polen überzeugt in der Krise
Fondsprofessionell.de berichtet über eine Studie von Deloitte Research zu den 500 größten Unternehmen Osteuropas. Nach dem Ergebnis dieser Studie sind die osteuropäischen Länder zwar ebenfalls von der Wirtschaftskrise betroffen, befinden sich aber, genauso wie Westeuropa, wieder auf dem Weg der Besserung. Auf das starke Wachstum dieser Region folgte ein erwartungsgemäß starker Einbruch. Dieser wurde von externen Faktoren wie z.B. der Abhängigkeit von westeuropäischen Banken noch verschärft. Lediglich Polen bilde eine positive Ausnahme. Hier habe die konservative Politik vieler Unternehmen das Schlimmste verhindert. Abschließend weisen die Deloitte-Experten auf die Chancen hin, die sich in der Krise ergeben:Zitat: " "Schwere Zeiten bieten den betroffenen Staaten und Regionen oft auch neue Perspektiven und Möglichkeiten", so Denison. "Dazu gehört zum einen die Gelegenheit, überfällige Reformen anzuschieben. Zum anderen finden Investoren gerade jetzt interessante Optionen: Im Kern gesunde Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten sowie Chancen, die sich aus Branchenkonsolidierungen wie im Energiesektor ergeben, sind nur einige davon.""[Quelle online lesen..]

?Die Rally in Osteuropa ist gerechtfertigt?
Die Experten der österreichischen RZB sehen den Aufwärtstrend in Osteuropa als intakt an und erwarten noch Kurssteigerungen bis zu 10% bis Ende diesen Jahres. Das schöne Wetter in der Glaskugel der Wiener wird nicht durch die Wolken der Konjunkturangst getrübt. Wie wirtschaftsblatt.at berichtet geht Chefanalyst Peter Brezinschek von weiterem Wachstum aus:Zitat: " ?Die Aufhellung der Konjunktur wird sich im vierten Quartal in Zahlen bemerkbar machen. Auch die Unternehmenserwartungen sind auf der vorsichtigen Seite, also ist mit einigen positiven Überraschungen in der Berichtssaison zu rechnen.?"Er bevorzugt Russland und Ungarn und sieht Probleme in der Ukraine.[Quelle online lesen..]


Devisen- und Rentenmärkte

DEVISEN

(finanzinfo-service.de) Eine klare Tendenz sieht anders aus. Zwar gibt es im Verlauf der Woche die tollsten Erklärungsversuche, warum sich welches Währungspaar gerade jetzt wieder um ein paar Prozentpunkte in die eine oder andere Richtung bewegt hat, aber unter dem Strich scheint sich uns folgendes Bild zu ergeben:
Im Verhältnis zwischen US-Dollar und Euro zählen derzeit zwei Faktoren: Steigen die Börsen" Dann sinkt der Dollar. Steigt der Ölpreis" Dann sinkt er auch. (Und natürlich jeweils umgekehrt). Am bemerkenswertesten ist in dieser Woche vielleicht, dass der Goldpreis gestiegen ist, obwohl der Dollar relativ stark war. Ist das ein Zeichen für Gefahr am Horizont"
Bemerkenswert ist auch, dass derzeit sowohl die Japaner als auch die Europäer unter ihren relativ starken Währungen leiden. Offiziell wünscht sich auch der US-Finanzminister einen starken Dollar. Er sagt aber nicht warum. Gründe, die für einen starken Dollar sprechen werden im Zusammenhang mit einem Erholungsszenario der Weltwirtschaft derzeit keine genannt. Aber das kann ja noch kommen. In einer Woche sinkender Börsen konnte der Dollar trotz steigender Ölpreise um 0,77% zulegen. Das Thema ?Fluchtwährung? galt also in dieser Woche mehr als die Hoffnung auf eine steigende Ölnachfrage wegen stärkerer Weltkonjunktur.

Almunia redet Euro runter
Seit März vergangenen Jahres hat der US-Dollar im Vergleich zum Euro einhergehend mit der Erholung an den Aktienbörsen und der steigenden Risikoneigung der Anleger mehr als 15% an Wert eingebüßt. Nun ruft diese Entwicklung Reaktionen seitens der Politik hervor, wie der ftd-Redakteur André Kühnlenz in seinem freitäglichen Bericht von den Devisemärkten beschreibt. Ein teurer Euro verteuert europäische Exporte und wirkt somit hemmend auf den Aufschwung in der Eurozone. Der EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquín Almunia hat nun angekündigt, man wolle auf dem bevorstehenden G7-Gipfel über Situation bei den Wechselkursen sprechen. Auch der US-Finanzminister Timothy Greithner hatte sich kürzlich, wie auch verschiedene Notenbanker, für einen stärkeren Dollar ausgesprochen. Kurzfristig gab der Euro am Donnerstag deutlich zum Dollar ab. Dies könnte aber auch an den Verlusten der Aktienmärkte liegen. Rückläufige Aktienkurse haben auch in der jüngeren Vergangenheit immer wieder für eine kurzzeitige Erholung des Dollarkurses gesorgt.[Quelle online lesen..]


RENTEN

(finanzinfo-service.de) Die Rentenkurse verhielten sich, wie man es von ihnen in Zeiten sinkender Aktienkurse erwartet: Sie stiegen. Da derzeit keine neuen Nachrichten von der Inflationsfront die Runde machen und die Notenbanken auch keine Anstalten machen, in das Geschehen einzugreifen, bestimmt die in solchen Phasen steigende Nachfrage nach Sicherheit die Kurse. Der REX konnte in dieser Woche um 0,45%, der Bund Future sogar um 0,82% zulegen.
Was der Beginn einer Trendwende an den Rentenmärkten sein könnte, ist das nachfolgend beschriebene Geschehen bei einer Staatsanleihen Auktion des französischen Staates. Diese Entwicklung sollte im Auge behalten werden.
Probleme bei der Auktion französischer Staatsanleihen
Bisher waren neue Staatsanleihen der Eurozone sehr gefragt und problemlos am Markt zu platzieren. Wie die ftd am Freitag berichtet, gelang es nun der französischen Regierung nicht, Anleihen unterschiedlicher Laufzeiten im gewünschten Volumen von acht Mrd. Euro zu platzieren. Auf Anleihen für eine Mrd. blieben die Franzosen diesmal sitzen. Über die Gründe schreibt das Blatt nichts. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wäre mit steigenden Zinsen in der Eurozone zu rechnen. Auch könnte es sein, dass die Marktteilnehmer eine steigende Inflation erwarten, was den gleichen Effekt hätte.[Quelle online lesen..]

Anleger ignorieren Risiken von Firmenbonds
Die Handelsblatt-Redakteurin Andrea Cünnen berichtet auch in dieser Woche vom Geschehen im Bereich der Unternehmensanleihen. Sie weist erneut auf die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen wirtschaftlichen Situation der Unternehmen und der Bewertung deren Anleihen am Kapitalmarkt hin. Obwohl überdurchschnittlich viele Unternehme im Laufe diesen Jahres ein schlechteres Rating erhalten hätten, sei die Risikoprämie (Spread) zwischen Unternehmens- und Staatsanleihen von über vier Prozent auf rund 1,5% gefallen. Normal wäre im Fall eines solchen downgrades die gegenteilige Tendenz. Grund für diese ungewöhnliche Entwicklung sei die liquiditätsgetriebene hohe Nachfrage nach Anleihen mit einer Rendite über dem extrem niedrigen Niveau von Staatsanleihen. Vor den daraus resultierenden Risiken warnt Rolf Schäffer, leitender Kreditstratege bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).Zitat: " Strategen warnen aber vor Rückschlägen bei den Unternehmensanleihen. "Die Luft ist deutlich dünner geworden, weil die Bewertungen bereits sehr stark angezogen haben und die konjunkturelle Erholung nicht problemlos verlaufen dürfte", betont Schäffer."[Quelle online lesen..]


Rohstoffe

China gegen Australien - die nächste Runde
Frank Lansky berichtet in der aktuellen Ausgabe seines Newsletters "Good Morning Asia“ über den aktuellen Konflikt zwischen Australien und China. Die Chinesen versuchen vehement Einfluss auf australische Rohstoffförderer zu gewinnen, verhalten sich im eigenen Land aber sehr protektionistisch. Australien hat nun ebenfalls zu protektionistischen Maßnahmen gegriffen, um die weitere Beteiligung chinesischer Investoren an australischen Unternehmen zu verhindern. Dies bringt allerdings die australischen Firmen in Liquiditätsprobleme, da diese unter ihren hohen Investitionen der letzten Boomphase zu leiden haben. Hier läuft ein Handelskrieg, dessen nächste Runde nicht lange auf sich warten lassen wird.[Quelle online lesen..]

China - ein rastloser Jäger
In der Kolumne ?Bulle & Bär? bricht der Handelsblatt-Redakteur Udo Rettenberg ein Lanze für Rohstoffe als Anlageklasse. Vor dem Hintergrund des breiten Verfalls der Rohstoffpreise im Zuge der Wirtschaftskrise hatten einige Marktteilnehmer den Rohstoffen die Eignung als Anlagemedium abgesprochen. Rettenberg führt die langfristigen Perspektiven einer Unterversorgung mit Rohstoffen aufgrund der starken Nachfrage aus den Entwicklungsländern als Hauptargument an. Besonders China habe diesen Trend bereits erkannt und investiere weltweit in Rohstoffprojekte unterschiedlicher Art. Auf diese Art würde die Volksrepublik auch eine Streuung ihrer Fremdwährungsreserven herbeiführen und die Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren. Rettenberg schließt mit dem Fazit:Zitat: " Wer also noch immer der Ansicht ist, Rohstoffe seien als Anlageklasse uninteressant, sollte seine Meinung auf den Prüfstand stellen. Warum wohl ist China in Sachen Rohstoffversorgung ein ?rastloser Jäger?" Peking hat erkannt, dass Rohstoffe eine langfristige Perspektive erfordern."[Quelle online lesen..]

Terminmarkt leert schwimmende Öllager
Die ftd berichtet über eine Trendwende am Rohölmarkt. In den vergangenen Monaten erwarteten die Terminmärkte steigende Ölpreise. Vor diesem Hintergrund machte es Sinn, Öl in Tankschiffen zu lagern und über Terminkontrakte zur späteren Lieferung zu verkaufen. Nun ist der Preisunterschied (Contango) zwischen der sofortigen Lieferung und der späteren über Terminkontrakte zusammengeschmolzen. Dies macht die Lagerung auf See unattraktiv und führt dazu, dass die Lager an Land mit dem Öl von den schwimmenden Riesen aufgefüllt werden. Dies könnte kurzzeitig den Ölmarkt belasten. Es zeigt aber auch, dass an den Terminmärkten für Öl keine schnelle Erholung der Weltkonjunktur mehr gespielt wird. Hierbei handelt es sich gemäß dieses Handelsblatt-Artikels nicht um einen kurzfristigen Effekt.Zitat: " Die Einschätzung deckt sich mit derjenigen von Schiffsbrokern. Laut dem Brokerhaus Simpson Spence und Young (SSY) wurden Ende August 29 Tanker als schwimmendes Öldepot genutzt, im April waren es noch 56 gewesen. SSY-Analyst Mark Jenkins rechnet damit, dass die Zahl in den kommenden Wochen auf den historischen Durchschnitt von sechs bis sieben Tankern sinken wird. "Wir gehen nicht davon aus, dass es Anfang 2010 große schwimmende Depots geben wird", sagte Jenkins."[Quelle online lesen..]


Spezialthemen

"Es gibt noch viele günstige Aktien“
Der Handelsblatt-Redakteur Jörg Hackhausen befragt Andreas Utermann den Chief Investment Officer von RCM, der globalen Aktienplattform von Allianz Global Investors, zu seiner aktuellen Einschätzung der Aktienmärkte. Utermann glaubt, dass der aktuelle Aufschwung noch nicht zu Ende ist, da in den niedrigen Kursen von Anfang dieses Jahres der komplette Zusammenbruch der Finanzwelt eingepreist gewesen sei und man nun wieder bei der Normalität angelangt wäre. Die hohe unter Anlagedruck stehende Liquidität und die niedrigen Zinsen im festverzinslichen Bereich sprächen zusätzlich für Aktieninvestments. Er erwartet für den Gesamtmarkt in den kommenden zwölf Monaten allerdings einen Seitwärtstrend mit größeren Schwankungen und sieht Chancen bei der Auswahl unterbewerteter Aktie, wie sich dies für einen "Stock-Picker“ gehört. Utermann empfiehlt Anlegern, sich zunehmend mit Investments in den Schwellenländern vertraut zu machen, da dort aufgrund des größeren Wachstums bessere Anlageergebnisse zu erzielen seien. Die Entscheidung darüber, ob es nachhaltig an den Börsen aufwärts geht erwartet Utermann Mitte des nächsten Jahres:Zitat: " Der entscheidende Punkt kommt Mitte des nächsten Jahres. Erst dann wissen wir, ob sich der US-Immobilienmarkt erholt, ob der Konsum stabil bleibt und die Zinspolitik der Notenbanken aufgeht. Wenn die Leitzinsen wieder steigen, könnte der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten schnell vorbei sein."Inflationäre oder deflationäre Gefahren sieht Utermann bis auf weiteres nicht.[Quelle online lesen..]

Am Aktienmarkt wird Mut wieder belohnt
Der Handelsblatt-Redakteur Christian Schnell fasst Empfehlungen und Meinungen diverser Spezialisten verschiedener Banken (z.B. Helaba, Delbrück, Metzler, Lampe) zusammen. Die genannten Profis demonstrieren Einigkeit bei der Feststellung, dass Anleger in zunehmendem Maße Cashpositionen ab- und risikoreichere Positionen aufbauen und man sich diesem Trend ruhig anschließen könne. Man scheint die Erkenntnis neu zu entdecken, dass mit Aktien mehr Rendite erzielt werden kann, als dies derzeit im Bereich von Renten und Geldmarkt möglich ist. Die viele überschüssige Liquidität fließe in die Aktienmärkte und werde auf absehbare Zeit die Kurse stützen und für angemessenen Ertrag sorgen. Außerdem seien die zu erwartenden Dividenden höher als die Zinsen vieler Unternehmensanleihen guter Bonität.
Schöne neue Welt" Vielleicht. Was niemand weiß ist, ob die genannten Experten nicht gerade zu denjenigen gehören, die den Aufschwung bisher auf ihren Cashpositionen verschlafen haben und nun mit der Initiierung einer ?selbsterfüllenden Prophezeihung? ein wenig Zeit schinden wollen, um ihre eigenen Anlageergebnisse bis Jahresende noch freundlicher zu gestalten.[Quelle online lesen..]



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