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Aktien EuropaFür die europäischen Börsen geht eine erfreuliche Woche zu Ende. Positive Konjunkturerwartungen ließen viele Indizes neue Jahreshöchststände erklimmen. Teilweise, wie bei den deutschen Indizes, an mehreren Tagen in Folge. Sechs aufeinander folgende positive Tage sind auch für den Dax in diesen Tagen keine Selbstverständlichkeit. Am Ende bedeutet dies für diese Woche ein sattes Plus von 4,45 %. Dagegen nimmt sich der Euro Stoxx 50 mit seinem Wochengewinn von 3,23 % fast bescheiden aus. Schuld ist ein einziger negativer Tag in dieser Woche: Am Donnerstag zogen Paris und einige weitere Länder den Euroland-Standardwerte-Index um 0,11 % ins Minus. Nach Aussagen des Handelsblattes werden aber auch die "Warner" nicht müde, auf den aus ihrer Sicht -vor dem Hintergrund der realen Wirtschaftsdaten- zu starken Anstieg der Aktienkurse hinzuweisen. Aus deren Sicht bestünde die Gefahr eines deutlichen Rückschlages und diese werde mit jedem positiven Börsentag immer größer. Dass diese Warnungen kein Gehör finden könnte daran liegen, dass noch zu viel Cash am Markt ist und immer mehr bisher zurückhaltende institutionelle Anleger unter Anlagedruck stehen. Vielleicht beginnt bereits die Phase, in welcher "die Hausse sich selbst nährt..".
Dax Chartanalyse: Aufwärtstrend geht weiter Der Charttechniker Andreas Büchler erläutert auf Handelsblatt.com seine positive Prognose für den Dax. Der sei dabei, die vorerst letzte stärkere Widerstandslinie zwischen 5.550 und 5.560 zu durchbrechen. Danach seien aus charttechnischer Sicht keine Widerstände bis rund 6.300 Punkte zu erkennen. Erfahrungsgemäß entstehe aber Verkaufsdruck bei runden Kursständen wie 5.575 oder 6.000. Dies müsse allerdings nicht so sein. Unterstützend wirke nach Aussage Büchlers auch der Anstieg des Handelsvolumens zur Wochenmitte hin.[Quelle online lesen..]
Dax-Ausblick: "Märkte spielen Erholung" Das Handelsblatt poliert die Glaskugel und wirft einen Blick in die Zukunft des Dax. Experten verschiedener Finanzinstitute kommen zu Wort. Das Credo könnte man zusammenfassen mit ?Ein bisserl was geht noch.?. Kurzfristig sehen die gefragten Experten weiteres Anstiegspotenzial für den Dax. Obwohl die Argumentation nicht immer kritischsten Ansprüchen genügen dürfte:" Auch Analyst Steffen Neumann von der LBBW geht davon aus, dass der Dax "noch ein paar Pünktchen" dazugewinnen könnte. Fundamentale Gründe gebe es zwar keine, aber ein Störfeuer sei auch nicht in Sicht. "Viele haben das verpasst, was gelaufen ist, und springen auf den letzten Metern hinterher", begründet Neumann die stetigen Kursanstiege."Mittelfristig bestehen jedoch Zweifel an weiter steigenden Kursen, da Konjunkturerholung zwar eingesetzt habe, es aber noch sehr lange dauern würde, bis das Wirtschaftsniveau von 2008 wieder erreicht sein könnte. Allerdings ziehe die weltweite Konjunktur bereits deutlich an und Deutschland würde hiervon als Exportweltmeister bereits jetzt profitieren. Ein besonderes Augenmerk der Börsianer liegt auf dem Freitag kommender Woche, dem sog. ?Hexensabatt?. Im Vorfeld dieses Verfallstages für viele Option sind oft sehr bewegte Börsenkurse zu beobachten.[Quelle online lesen..]
Aktien Nord-AmerikaOffensichtlich konnten die Amerikaner mehrheitlich ihren Feiertag "Labour Day" am Montag genießen, denn von Dienstag bis Donnerstag war an den US-Börsen Optimismus pur angesagt. Dienstags waren es aufkeimende Fusionsphantasien, welche die Kurse stützten. Mittwochs standen Industriewerte auf dem Einkaufszettel und nach Meinung der ftd suchten Anleger in Aktien eine Alternative zum schwächelnden Dollar. Donnerstags sollen es nach Meinung der Marktteilnehmer gute Nachrichten von Großkonzernen wie Procter & Gamble und Texas Instruments gewesen sein, welche die Herzen der Börsianer erfreuen konnten. Nur der Freitag passt nicht in dieses Bild. Obwohl die Nachrichtenlage mindestens ebenso viel Grund zu Optimismus gegeben hätte, sanken die Kurse leicht. Händler Sprachen davon, dass "ein Teil der Gewinne" mitgenommen wurde. Was auch immer die Gründe waren, am Ende steht ein Wochenplus für den Dow Jones von 1,74 % zu Buche. Der Nasdaq Comp. konnte sogar rund 3 % zulegen Greenspan warnt vor zweistelligen Inflationsraten Wie fondsprofessionell.de berichtet, warnt der ehemalige Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, vor einer drohenden Inflation im ?zweistelligen Bereich?. Grund hierfür sei der expansive Kurs der Fed. " "Wenn wir das ganze Ausmaß der Expansion nicht wieder zurückführen, bekommen wir Probleme", wird Greenspan, der von 1987 bis 2006 Chef der US-Notenbank war, auf n-tv.de zitiert."[Quelle online lesen..]
Franklin Templeton: US-Rezession nähert sich dem Ende Auf fondsprofessionell.de wird ein Marktkommentar des Global Fixed Income Teams von Franklin Templeton abgedruckt. Die Templetonprofis fassen Gründe zusammen, die auf ein Ende der Rezession und die Umkehr hin zu wirtschaftlichem Wachstum zum Ende diesen Jahres bzw. Anfang 2010 hin deuten. Analysten würden derzeit verstärkt ihr Schätzungen zum Positiven hin anpassen und es deute sich an, dass in Problembereichen wie dem Arbeits- und dem Immobilienmarkt ein Ende der Talfahrt in Sicht sein könnte. Dies veranlasse die Volkswirte bereits wieder von positiven Wachstumszahlen auszugehen:" Einige der Anfang August von der Zeitung The Wall Street Journal befragten Volkswirtschaftler meinten, die USA würden im 3. Quartal 2,4 Prozent Wachstum erzielen und der BIP-Zuwachs werde bis in die erste Jahreshälfte 2010 oberhalb von 2 Prozent p.a. liegen. JPMorgan ging noch weiter und meinte, die eigene Prognose, die für die kommenden Quartale durchschnittliche 3 bis 4 Prozent BIP-Zuwachs für die US erwarte, ?könnte sich als zu niedrig erweisen?."Bei Templeton scheint man diesem Braten allerdings noch nicht zu trauen. Die Entschuldung der Privathaushalte und die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit würden sich nachhaltig bremsend auf den Konsum auswirken. Auch der Immobilienmarkt sei bei weitem noch kein Wachstumstreiber." Trotz des Anstiegs beim Altbauverkauf kann man vom amerikanischen Wohnungsmarkt bestenfalls sagen, dass er sich noch in der Rekonvaleszenz befindet. Einer der Hauptfaktoren, die die Nachfrage angeheizt haben, waren Notverkäufe. Die Mittelpreise sind weiterhin rückläufig und auf mehreren regionalen Wohnungsmärkten herrscht nach wie vor Flaute."Vor diesem Hintergrund gehen die Templeton-Experten von einer länger anhaltenden Flaute des US-Konsum aus, was einer schnellen und kräftigen Erholung der US-Wirtschaft im Weg stehen dürfte.[Quelle online lesen..]
Aktien AsienUnter dem Strich verzeichneten die asiatischen Börsen in dieser Woche ein erfreuliches Plus. In Tokio schienen die Kurse zwar nach noch dynamischer nach oben zu wollen, zogen aber immer wieder den Kopf wegen des schwachen US-Dollar ein. Für die stark exportorientierte Wirtschaft ist ein starker Yen ein Hemmnis. Auch negative Analystenberichte zum japanischen Bankensektor sorgten zwischenzeitlich für Unsicherheiten. Allerdings scheinen genügend grundsätzlich optimistisch gestimmte Marktteilnehmer vorhanden zu sein, die den Nikkei bei rund 10.000 Punkten als gute Einstiegschance ansehen. So kann der japanische Leitindex diese Marke schon einige Zeit auch an schlechteren Tagen beharrlich verteidigen. Auf Wochensicht erzielt er ein Plus von zweieinhalb Prozent.In Hong Kong überwog die positive Stimmung deutlich. Die ängste bezüglich der chinesischen Konjunktur scheinen sich gelegt zu haben. Die chinesische Regierung hält am Wachstumsziel für 2009 von acht Prozent fest. Darüber hinaus freut sich der Markt, dass die Regierung weitere Stabilisierungsmaßnahmen für den Aktienmarkt eingeleitet hat und den Einstieg ausländischer Investoren an den Börsen in Schanghai und Shenzen einfacher gestaltete. So konnte der Hang Seng auf Wochensicht um 4,15 % zulegen und die zweite Woche in Folge im Plus abschließen.
Japan: Auftragseingänge im Maschinenbausektor auf Rekordtief Wie emfis.de berichtet sind die Auftragseingänge im japanischen Maschinenbau, die als wichtiger Indikator für die Investitionstätigkeit gelten, im Juli gegenüber dem Vormonat um weitere 9,3 Prozent zurückgegangen. Sie befinden sich nun auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 1987.[Quelle online lesen..]
Japanisches Wirtschaftswachstum fällt schwächer aus Die gleiche Quelle berictet darüber, dass das japanische Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal mit 2,3% schlechter ausgefallen sei, als allgemein erwartet (3,7%)[Quelle online lesen..]
Aktien Schwellenländer Schwellenländer
Niemand soll sagen, dass es an den chinesischen Aktienmärkten jemals langweilig wird Von einer weiteren öffnung des chinesischen Aktienmarktes für ausländische Investoren schreibt Frank Lansky in seinem Börsenbrief "Good Morning Asia". Derzeit steht Anlegern nur der Markt in Hong Kong unbegrenzt offen. Für die Märkte in Schanghai und Shenzen bestehen Begrenzungen in den möglichen Anlagesummen für wenige registrierte institutionelle Investoren. Auch eine Mindesthaltedauer wird vorgeschrieben. Nun werden die Investitionslimits pro Investor von 800 Millionen Dollar auf eine Milliarde erhöht und die Haltedauer von zwölf auf drei Monate gesenkt. Diese Erleichterung soll auch als positives Zeichen für die inländischen Anleger dienen und den Markt aktuell stützen. Lansky erwartet das Einsetzen eines "Kurs-Turbo", wenn zunehmend ausländische Anleger direkt am chinesischen Markt aktiv werden könnten.[Quelle online lesen..]
Mobius bemängelt Qualität und Bewertung vieler Titel aus Brasilien Die Internetseite foonds.com berichtet über zunehmende Aktivitäten im Bereich von Börsengängen und Kapitalerhöhungen in Brasilien und der Skepsis verschiedener Südamerika-Spezialisten wegen der aktuell hohen Bewertung brasilianischer Aktien. Zwar seien die allgemeinen Aussichten für die brasilianische Wirtschaft vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Rohstoffnachfrage gut, am Beispiel des brasilianischen Leitindex bemängeln Experten wie der Fondsmanager Mark Mobius (Templeton), dass dieser Markt mit einem KGV von 24 (MSCI Emerging Markets Inde 19,3) bereits einen historischen Höchststand aufweise. Wie Mobius sehen auch weitere Marktteilnehmer keinen Grund, auf diesem Bewertungsniveau in brasilianische Aktien zu investieren." Derzeit drängen nach einer achtmonatigen Flaute eine ganze Reihe Unternehmen aus dem südamerikanischen Land mit Kapitalerhöhungen oder Börsengängen auf den Markt ? die meisten davon böten allerdings eine ?vergleichsweise niedrige Qualität?, sagt Mobius und sie seien zugleich vielfalls überbewertet. Templeton Asset Management werde sich entsprechend kaum engagieren, solange die Preise nicht deutlich sänken, sagte er."[Quelle online lesen..]
Osteuropa
East Capita [Quelle online lesen..] Die schwedische Fondsgesellschaft East Capital sieht in der aktuellen Situation einen guten Zeitpunkt für Investments in Osteuropa, wie auf fondsprofessionell.de berichtet wird. Die Schweden argumentieren, dass die osteuropäischen Staaten relativ niedrig verschuldet seien und deswegen schneller wieder aus der aktuellen Krise heraus kommen sollten. Parallel sei ein Abkopplungsprozess dieser Staaten von Europa und den USA im Gange, da die starke Binnennachfrage weiter wachse und unabhängiger von den entwickelten Ländern mache. Die aktuellen Bewertungen stünden unter dem Eindruck der allgemeinen Krise und böten sehr gute Einstiegschancen für Investoren.[Quelle online lesen..]
Devisen- und RentenmärkteDevisen
China greift Dollar mit Milliardenbond an Der ftd-Redakteur Tobias Bayer berichtet über den nächsten Schritt der chinesischen Regierung in ihrem Bestreben, die chinesische Landeswährung international zu etablieren und somit eine Alternative zum USD zu schaffen. Mehrfach hatten Länder wie China und Russland in der jüngeren Vergangenheit die weltweite Abhängigkeit vom US-Dollar und die mit der expansiven Geldpolitik der Amerikaner verbundenen Risiken angeprangert. China habe nun das Ziel, in Hong Kong einen ordentlichen Handel mit auf Yuan lautenden Anleihen aufzubauen, um auch internationalen Anlegern direkte Investments in der chinesischen Währung zu ermöglichen. Das geplante Emissionsvolumen betrage in mehreren Schritten rund 100 Mrd. Yuan.[Quelle online lesen..]
Es ist nicht zu fassen In der Kolumne ?Das Kapital? äußert sich ein namentlich nicht genannter Autor US-Amerikanischer Herkunft mit Unverständnis zur nach wie vor bestehenden Rolle des US-Dollar als ?sicheren Hafen? in Krisenzeiten an den Devisenmärkten. Er führt an, dass die Verschuldung der USA, ihre geringen Ausgaben für Investitionen, die Struktur der Wirtschaft und die Politik der Zentralbank derzeit und auch auf längere Sicht nicht geeignet seien, einen passenden Gegenwert für diese allgemeine Wertschätzung des US-Währung zu liefern. Er schließt mit den Worten:" Der Hauptfinanzier unserer Ökonomie, das Schwellenland China, hat jedenfalls die Nase gestrichen voll von der Weltreservewährung. Am Devisenmarkt gilt die Währung der größten Ökonomie hingegen als "sicherer Hafen". Es ist nicht zu fassen."[Quelle online lesen..]
Moody's gibt bei AAA-Rating der USA Entwarnung In der ftd berichtet der Redakteur Tobias Bayer darüber, dass die Befürchtungen, die USA könnten als Schuldner an Kreditwürdigkeit verlieren und bei den Ratingagenturen ein Downgrade erfahren, derzeit unbegründet seien. Moody?s traut offenbar allen führenden Industrienationen zu, nach der Krise ihre Staatshaushalte wieder zu konsolidieren. An den Devisenmärkten hingegen gab es keine Schonung für den US-Dollar. Er markierte ein neues Jahrestief zum Euro. Allerdings sehen Experten hierin kein Zeichen für schwindendes Vertrauen der Anleger in die USA. Vielmehr seien verstärkte Investments in Schwellenländeraktien und die Umschichtung chinesischer Reserven in Gold hierfür verantwortlich." Gold ist keinesfalls geeignet, um auch nur einen geringen Teil der chinesischen Reserven aufzunehmen", hieß es in dem Bericht. "Dennoch ist wohl damit zu rechnen, dass der Devisenmarkt den Goldpreis in den nächsten Tagen genau im Blick haben wird, und weitere Preisaufschläge dem Euro-Dollar-Kurs Unterstützung bieten dürften.""[Quelle online lesen..]
Peking trennt sich schonend vom US-Dollar In seinem Börsenbrief ?Good Morning Asia? schildert Frank Lansky ebenfalls die Aktivitäten der Chinesen, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Erstmalig kaufte die Regierung der Volksrepublik Anleihen des IWF, womit nach Schilderung Lanskys USD in andere Weltwährungen getauscht werden." De facto tauscht Peking mit der IWF-Anleihe Dollar in andere wichtige Weltwährungen um. Denn die Anleihen werden in der Kunstwährung der Weltwährungsfonds, den sogenannten Sonderziehungsrechten, begeben. Diese beruhen auf einem Währungskorb aus US-Dollar, Euro, Yen und Pfund Sterling."Diese Umstellung dürfte nach Lanskys Ansicht allerdings nur langsam von statten gehen, da ansonsten der Dollarkurs stark leiden könnte, was einen großen Wertverlust für die nach wie vor hohen Bestände an USD in den chinesischen Währungsreserven bedeuten würde. Er erwartet drüber hinaus, dass die Anleihen des IWF auch bei Ländern wie Russland und Brasilien auf wachsendes Interesse stoßen werden.[Quelle online lesen..]
Renten Von den Rentenmärkten gab es diese Woche wenig Nachrichten. Die Zinsen befinden sich auf einem extrem niedrigen Niveau. So rentierte eine zweijährige Bundesanleihe am Montag nur mit 1,041 %. Dennoch gelingt es den Staaten weiterhin, ihre Anleihen zu platzieren, wie die USA am Donnerstag bewies. Dies zeigt, dass institutionelle Anleger der Rally des Aktienmarktes wohl doch nicht richtig trauen und selbst auf diesem niedrigen Niveau vermehrt in Zinspapiere investieren. Der REX legte diese Woche kaum merklich um 0,04% zu, während im Bund Future anscheinend die Erwartung steigender Zinsen zum Ausdruck kommt. Mit einem Minus von 0,86% gab er innerhalb von zwei Wochen bereits mehr als ein Prozent ab. Für den Rentenmarkt eine durchaus deutliche Bewegung.
Schlechte Zeiten für Geldmarktfonds Der ftd-Redakteur Wolf Brandes beschreibt in seinem Artikel, dass die Anlage in Geldmarktfonds für Privatanleger derzeit unattraktiv sei. Durch die extrem niedrigen Zinssätze am Kapitalmarkt seien in der nächsten Zeit Nettorenditen (nach Kosten) von ca. 0,5 % pro Jahr oder gar darunter zu erwarten. Dies habe bereits zu erheblichen Mittelabflüssen bei den Geldmarktfonds geführt. Brandes führt als Alternative die Tagesgeldkonditionen von Banken wie ING-Diba oder Santander Direkt Bank ins Feld.[Quelle online lesen..]
Deutschland leiht sich Geld in Dollar Die Handelsblatt-Redakteurin Andrea Cünnen berichtet über ein relativ seltenes Ereignis. Die Bundesrepublik begibt zum zweiten Mal in ihrer Geschichte eine Anleihe in US-Dollar. Grund hierfür ist das niedrigere Zinsniveau im Dollarraum wodurch der Bund eine deutlich Zinsersparnis erzielen will. Währungsrisiken würden über die Bundesbank abgesichert, das Volumen wird mit 5 Mrd. USD erwartet, die Laufzeit beträgt drei Jahre. Da diese Anleihe über ein Bankenkonsortium in den USA emittiert wird, dürfte der Zugang für deutsche Privatanleger sehr schwierig werden.
RohstoffeDie Societe Generale (SG) berichtet in ihrem "Investment & Life Rohstoffe", dass die Preise für Industriemetalle wie Kupfer und Aluminium in der ersten Jahreshälfte zwar stark von der Lageraufstockung in China profitiert hätten, es dort darüber hinaus aber auch eine wachsende reelle Nachfrage nach diesen Rohstoffen gebe. Jasper Dannesboe, Senior Analyst bei der SG, erwartet aber, dass diese nicht ausreichen werde, um den Nachfragerückgang wegen der auslaufenden Lageraufstockung auszugleichen. Er geht deswegen davon aus, dass das "aktuelle Aufwärtsmomentum (der Metallpreise) im Angesicht sinkender chinesischer Importe schwierig zu halten sein dürfte". Topthema des Newsletters ist die Frage, ob der Anstieg des Goldpreises über 1.000 USD nachhaltig sein kann. Als Gründe für diesen Anstieg führt die SG an: > Die Korrelation mit dem Dollarkurs > Schlechte Daten vom US-Arbeitsmarkt > Emission von 250 Mrd. USD über Sonderziehungsrechte des IWF > Fortsetzung der G20-Maßnahmen zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise > Sorgen über die Nachhaltigkeit der konjunkturellen Erholung > Inflations- und Zinsängste Solange diese Faktoren Einfluss ausüben, sei ein weiterer Anstieg des Goldpreises wahrscheinlich. Hingewiesen wird allerdings auch auf das Risiko einer sehr geringen Nachfrage nach physischem Gold. Auch die Saisonalen Faktoren, wie die Hochzeitssaison in Indien und das bevorstehende Weihnachtsgeschäft mit Schmuck, wirkten sich derzeit geringer aus als üblich. Der Preis für Silber steigt derzeit noch stärker als der Goldpreis. Grund ist nach Aussage der SG, dass zusätzlich zum ?Basisfaktor?, der starken Korrelation mit dem Goldpreis, noch die Nachfrage nach physischem Silber als Industriemetall hinzu kommt. Bei den Industriemetallen könnte eine vorübergehende Verknappung des Bleiangebots drohen. China prüfe derzeit die Notwendigkeit, einige größere Bleihütten zu schließen, da von diesen eine hohe Umweltbelastung ausgehe. Dies habe zu einer Preisrally beim Blei und einem neuen Jahreshöchstpreis geführt. Die SG sieht beim Preis für Rohöl derzeit eine starke Korrelation mit den Aktienmärkten (0,67) und erklärt den Rückgang des Ölpreises der vergangenen Woche mit den schwachen Aktienbörsen. Bei den Agrarrohstoffen ist der Zucker derzeit der Spielball der Spekulanten. Auf eine Rally wegen erwarteter Ernteausfälle folgte nun ein Einbruch des Zuckerpreises. Angeblich habe Indien nun doch größere Reserven des süßen Rohstoffes als angenommen.[Quelle online lesen..]
Charttechnik signalisiert einen steigenden Silberpreis Im Handelsblatt beschäftigt sich Reiner Sartoris, Analyst bei HSBC Trinkaus, mit der Entwicklung des Silberpreises aus charttechnischer Sicht. Er analysiert, dass der Preis des Edelmetalls auf dem Weg ist, einen seit einigen Monaten anhaltenden Seitwärtstrend (Konsolidierung) nach oben zu durchbrechen. Sartoris sieht für das Silber ein Kurspotenzial von rund 40%. Ähnlich beschreibt er die Situation beim Gold, welchem er ein neues Allzeithoch zutraut, was allerdings ?nur? ein Plus von 3,4% aus heutiger Sicht bedeuten würde.[Quelle online lesen..]
Fonds befeuern Goldrally Die ftd berichtet von einer verstärkten Nachfrage nach Goldfonds, also Fonds, die in physisches Gold investieren. Deren Gesamtvolumen beträgt mittlerweile eine Gesamtjahresförderung des Edelmetalls. Der Wertverlust des US-Dollar und die Angst vor einer Inflation sind nach Meinung der ftd und weiterer Experten die Gründe für die starke Goldnachfrage. Die Mehrheit der Marktteilnehmer traue dem Goldpreis zu, sein historisches Hoch von 1.032,70 USD aus dem März 2008 bald zu übertreffen. Hierbei würden die genannten Fonds voraussichtlich an Bedeutung gewinnen, da die Regulierungen an den Rohstoffmärkten den Handel mit Terminkontrakten und ähnlichem erschweren würden.[Quelle online lesen..]
Spezialthemen "Viele haben die Lehman-Pleite unterschätzt" Der Handelsblatt-Redakteur Ralf Drescher interviewt den Leiter des Aktienhandels der Postbank, Ascan Iredi. Iredi beschreibt, dass die Mehrzahl der Marktteilnehmer die Auswirkungen der Lehman-Pleite vor einem Jahr anfangs unterschätzt hätten. In Krisenzeiten würde die Börse nicht, wie sonst allgemein postuliert, die Zukunft vorweg nehmen. Die aktuelle Lage sieht Iredi recht kritisch. Er glaubt, dass die Pessimisten in der Überzahl sind, sich derzeit am Markt aber nicht durchsetzen können. Ein deutliches Zeichen für die Instabilität der Hausse seien die geringen Umsätze an den Börsen, die mit ihr einhergingen. Iredi erwartet einen Rückschlag, der schon bald starten könnte:" Vielleicht kommt der Rückschlag nach dem großen Verfallstag am 18. September. Vielen Marktteilnehmern werden an diesem Tag ihre Hedging-Geschäfte sozusagen automatisch glattgestellt. Sie müssen sich für eine neue Positionierung entscheiden. Das könnte in der Folge für Druck auf den Markt sorgen."Iredi vertritt die Meinung, dass viele Marktteilnehmer negativ für die konjunkturelle Entwicklung im kommenden Jahr seien. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien in der Breite, besonders im Arbeitsmarkt, noch nicht angekommen und würden erst 2010 spürbar werden. Der Postbanker erwartet eine Konsolidierung am Aktienmarkt, bevor erst ab 2011 die richtige Erholung einsetzten würde.[Quelle online lesen..]
Der Dreh mit der richtigen Basis In der Kolumne ?Bulle & Bär? beschäftigt sich der Handelsblatt-Redakteur Christian Schnell mit der richtigen Interpretation der aktuellen Wirtschaftsdaten. Er beschreibt, dass nach dem drastischen Rückgang aller wirtschaftlichen Kenngrößen in 2008 der jetzige Anstieg zwar überraschend früh kommt, die Ausgangsbasis aber sehr niedrig ist. So sähen die derzeitigen Wachstumszahlen von z.B. sechs Prozent bei den Gewinnen der Dax-Unternehmen zwar sehr positiv aus, da die Basis für dieses Wachstum so stark geschrumpft sei, dürfe dies aber nicht zu stark bewertet werden. Eine erste ?Stunde der Wahrheit? folge mit den Zahlen für das Dritte Quartal 2010, wenn auf Basis des aktuellen Wachstums neu berechnet werden müsse.[Quelle online lesen..]
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