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Aktien EuropaZu Wochenbeginn überwogen die Zweifel an der konjunkturellen Erholung und sorgten für einen tiefroten Montag mit Verlusten von größtenteils mehr als zwei Prozent an den europäischen Börsen. Im Wochenverlauf übernahmen dann aber immer mehr die Optimisten wieder die Meinungsführerschaft. Auch der zwischenzeitliche Einbruch an den chinesischen Börsen konnte nur für geringe Irritationen am Mittwoch sorgen. Ansonsten sorgten sowohl positive Zahlen aus Asien und den USA, als auch Meldungen über die inländische Konjunktur (ZEW-Index) für eine immer bessere Laune der Investoren, die ihren Höhepunkt in der Wochenschlussparty vom Freitag fand. Neue Jahreshöchststände in verschiedenen europäischen Indizes wurden von einem neuen jahres-höchst-Schluss-Stand des Dax begleitet. Besonders ein überraschend hoher Anstieg der Eigenheimverkäufe in den USA konnten die Börsianer begeistern. Tagesgewinne von rund drei Prozent waren in allen wichtigen europäischen Indizes zu verzeichnen. Auf Wochensicht konnten sowohl der Dax als auch der EuroStoxx 50 knapp 2,9 % zulegen und somit die Verluste der Vorwoche mehr als nur egalisieren.
Margen wie auf der Spitze im Zyklus In der Kolumne ?Das Kapital? weist die ftd auf eine aus ihrer Sicht bestehende Diskrepanz zwischen den Gewinnschätzungen vieler Analysten und der realen Situation der meisten Unternehmen hin. Es wird bemängelt, dass aufgrund der geringeren Auslastung die Lohnstückkosten stark angestiegen, andererseits die erzielbaren Preise auf breiter Front im sinken seien. Dieser Druck auf die Margen sei in den aktuellen Analystenschätzungen nicht berücksichtigt. Diesen lägen Margen zu Grunde, wie sie nur in Zeiten der Hochkonjunktur zu erzielen seien. Auch die gesunkenen Refinanzierungskosten am Kapitalmarkt würden sich hierbei unter dem Strich nicht sehr positiv auswirken:" Und noch ein Wort an die, die über den Rückgang der Risikoprämien auf Firmenanleihen und die daher verbesserten Refinanzierungsbedingungen frohlocken: Für eine Industriefirma, deren Verkaufspreise um 3,6 Prozent fallen, entspricht ein Nominalsatz von fünf Prozent einem Realzins von fast neun Prozent. Wie gesagt: Irgendwas stimmt da nicht - mit der Stimmung der Anleger."[Quelle online lesen..]
Erholung an erstem Widerstand Der ftd Redakteur Andreas Büchner schildert die charttechnische Verfassung des Dax aus seiner Sicht. Für den Privatanleger ist der Vergleich mit der Situation von vor 12 Monaten am interessantesten. Zu diesem Zeitpunkt war der Dax in einer ähnlichen Situation, woraus Büchner ableitet, dass im Falle eines weiteren Anstiegs erst bei einem Stand von mehr als 6.550 Punkten mit stärkeren Verkaufsdruck zu rechnen ist.[Quelle online lesen..]
Schroders: Rezession ist in Deutschland und Frankreich vorbei Die Onlineausgabe er Zeitschrift Fondsprofessionell veröffentlicht einen Marktkommentar des britischen Investmenthauses ?Schroders? zur aktuellen konjunkturellen Lage in Europa. Anlass ist die überraschende Meldung, dass in den beiden größten Volkswirtschaften der EU, Frankreich und Deutschland, das BIP im zweiten Quartal nach vorläufigen um 0,3% gewachsen sei. Dies würde das Ende der Rezession bedeuten. Azad Zangana, Volkswirt für Europa bei Schroders, weist zwar darauf hin, dass die Datenbasis für diese Prognose noch relativ dünn sei, er findet aber auch Gründe, warum diese Trendwende durchaus realistisch sein könnte. So sei der deutsche Export relativ stabil geblieben und profitiere nun besonders von der steigenden Nachfrage in den Schwellenländern. Auch seien staatliche Konjunkturprogramme wie die Abwrackprämie eine konjunkturelle Stütze. Bei einem Blick in die Zukunft ist Zangana zurückhaltend bezüglich der Dynamik der Erholung. Er erwartet mittelfristig weiterhin deflationären Druck und niedrige Leitzinsen.[Quelle online lesen..]
Aktien Nord-AmerikaIn dieser Woche drehte sich das Stimmungsbild an den US-Börsen um 180 Grad. Montag überwogen noch ängste und Sorgen, dass die konjunkturelle Erholung doch noch länger auf sich warten lassen könnte, als bisher erhofft. Ein Tagesverlust von zwei Prozent im Dow Jones und sogar fast drei Prozent im Nasdaq dokumentieren die Unsicherheit, die noch am Montag zu verspüren war. Ab Dienstag standen dann aber wieder positive Nachrichten im Fokus. Einmal waren es die Einzelhändler, dann der ölpreis oder die Entwicklung in China. Jeden Tag fanden sich Gründe für steigende Kurse, so dass die Montagsverluste spätestens am Donnerstag wieder ausgeglichen waren. Das Highlight bildete dann die Kursentwicklung am Freitag, worüber die ftd schrieb:" Die freundliche Stimmung an den US-Aktienmärkten hielt nicht nur an, sie wurde zur Euphorie."Gute Zahlen des angeschlagenen Versicherungsriesen AIG und ein sehrt deutliches und überraschend hohes Plus (7,2%) bei der Zahl der verkauften Eigenheime im Juli sorgten für Partystimmung zum Wochenausklang, was zu Tagesgewinnen zwischen 1,5 % und 2 % bei den wichtigsten Indizes führte.Auf Wochensicht lag der Dow Jones mit knapp zwei Prozent im Plus. Der Nasdaq erreichte einen Zuwachs von fast 1,8 Prozent.
Der US-Verbraucher spielt nicht mit In der Kolumne ?Markt Monitor? berichtet der Handelsblatt-Redakteur Frank Wiebe von einer Umfrage des ?Wallstreet Journal? unter US-Volkswirten, ob diese eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung ohne eine Rückkehr des US-Konsums für möglich hielten. Wiebe ist nicht überrascht, dass diese Frage in der Breite verneint wurde. Er ist allerdings der Meinung, dass ein durch einen, wie in der Vergangenheit, kreditfinanzierten Konsum ausgelöster Aufschwung sowieso nicht nachhaltig sein könnte. Aus seiner Sicht bleibt nur auf das zu hoffen, was Europa und die Entwicklungsländer hier bewirken könnten.[Quelle online lesen..]
Aktien AsienDie asiatischen Märkte konnten sich nicht im Windschatten der westlichen Börsen ins Plus ziehen lassen. Die von China ausgehenden Unsicherheiten sorgten zu Wochenbeginn auch in Tokio zu Gewinnmitnahmen. Die japanischen Aktien hatten in der Vorwoche ein neues Zehnmonatshoch erreicht, was die Anleger zur Sicherung ihrer jüngsten Gewinne einlud. Auf zwei Tage ohne klare Richtung folgte in Tokio als Reaktion auf die Erholung in Shanghai ein erfreulicher Donnerstag mit einem Plus von rund 1,8 %. Auch der Hang Seng konnte sich an diesem Tag kurz erholen. Am Freitag überwog dann allerdings wieder die Skepsis und sowohl in Tokio als auch in Hong Kong ging es erneut deutlich gen Süden. Auf Wochensicht verloren die Aktionäre sowohl im Nikkei 225 als auch im Hang Seng zwischen 3,3 und 3,4 %.
Japan wächst im zweiten Quartal wie kein anderes Industrieland Auch in Japan ist die Rezession nach vier negativen Quartalen in Folge im Q2 beendet. Mit einem Wert von 0,9% Wachstum zum Vormonat stehe Japan sogar an der Spitze der Industrienationen, wie fondsprofessionell.de berichtet. Allerdings sei der Wachstum nicht von der Investitionstätigkeit der Unternehmen getragen, sondern vom Export und dem privaten Konsum. Dies sorge dafür, dass die Erholung noch auf wackeligen Beinen stünde.[Quelle online lesen..]
Aktien SchwellenländerEine uneinheitliche Entwicklung legten die Schwellenländer in dieser Woche auf das Börsenparkett. Während sich Brasilien von der guten Stimmung der Nordamerikaner inspirieren lies und nach fünf positiven Tagen in Folge mit einem Plus von fast zwei Prozent aus der Woche ging, ließen sich die Börsen in Asien und Russland von den Unsicherheiten in China beeinflussen. Zwei schwache Tage (Montag und Mittwoch) sorgten beim indischen Sensex für einen Wochenverlust von einem guten Prozent. In Schanghai erlebten die Börsianer die zweite negative Börsenwoche in Folge, wobei in dieser Woche immerhin drei positive Börsentage zu verzeichnen waren. Die starken Rückgänge am Mittwoch führten aber letztlich zu einem Minus von etwas mehr als 2,8 % im Shanghai Composit.Auch der russische RTS litt unter dem schlechten Mittwoch und konnte in dieser Woche nicht mit der positiven Entwicklung des Ölpreises mithalten. Zumindest zum Wochenausklang konnten der gestiegene Ölpreis und die guten Nachrichten aus den USA und Europa noch einmal für einen rasanten Anstieg in Moskau (3,14%). Auf Wochensicht gab der RTS jedoch knapp 0,9 % ab.
Diese Woche könnte als die chinesische Woche in die Mediengeschichte eingehen. Während allgemein die Sommerflaute in der Nachrichtenlandschaft zu spüren ist, steht China klar im Fokus der Berichterstattung. China: Wenn die Börsenblase platztDer Handelsblatt-Redakteur Jörg Hackhausen gibt sich bezüglich der chinesichen Börsen skeptisch. Er sieht die aktuellen Entwicklungen an den chinesischen Börsen als Zeichen für eine Überhitzung und zieht parallelen zur Entwicklung im vergangenen Sommer, als die Aktien in Schanghai rund zwei Drittel ihres Wertes in kurzer Zeit verloren. Allerdings teilen die Spezialisten verschiedener Fondshäuser nicht Hackhausens Einschätzung, dass aufgrund ausbleibender weiterer staatlicher Stimulation das Wachstumstempo nachlassen könnte. Der Handelsblatt-Redakteur ist über diesen ?Berufsoptimismus? jedoch nicht überrascht:" Dass es meistens die Vertreter der Fondsgesellschaften sind, die so reden, verwundert nicht. Sie verdienen gut daran. Auf Schwellenländer spezialisierte Fonds verzeichneten zuletzt immense Zuflüsse. Allein im zweiten Quartal dieses Jahres floss ihnen eine Rekordsumme von 26,5 Mrd. Dollar zu"[Quelle online lesen..]
?China wird zur treibenden Kraft?Vom gleichen Handelsblatt-Redakteur stammt ein Interview mit Allan Conway. Leiter des Aktiengeschäfts für Emerging Markets bei Schroders. Conway sieht die Entwicklung, dass die Nachfrage in den Schwellenländern, allen voran China, die Bedeutung des US-Konsums übernehmen wird. Ausschlaggebend sei, dass die Binnennachfrage in China stark steige und noch viel Potenzial habe. Conway leitet aus dieser Entwicklung auch ein großes Wachstumspotenzial für die Wirtschaft und die Börsen in dieser Region ab. Als besonders interessante Märkte für Anleger definiert Conway China, Indonesien, Südkorea, Russland und die Türkei. Lesen Sie hier seine Begründung: " In China kurbelt die Regierung die Wirtschaft durch immense Konjunkturprogramme an, das wird zu starkem Wachstum führen. Indonesien ist interessant, weil das Land noch viel Aufholpotenzial hat und das Bruttoinlandsprodukt deutlich zulegen wird. Die Wirtschaft in Südkorea verzeichnet ebenfalls Zuwächse und wird einer der Gewinner eines weltweiten Aufschwungs sein. Die Wirtschaft in Russland erscheint auf den ersten Blick schwach, aber auf dem aktuellen Niveau sind die Bewertungen günstig. Das gilt auch für die Türkei."[Quelle online lesen..]
Chinas wilde Heimatbörse In der Kolumne ?Das Kapital? berichtet ftd.de darüber, dass die Börse in Schanghai stark an ein Casino erinnere und der Kurseinbruch der letzten Tage aus diesem Grund nicht überbewertet werden sollten. Gemäß dieser Schilderung scheinen an diesem Markt die Zocker deutlich in der Überzahl zu sein. Der Autor ist grundsätzlich allerdings skeptisch bezüglich der Nachhaltigkeit der chinesischen Wachstumszahlen und vermittelt -mehr oder weniger unterschwellig- eine deutliche Skepsis bezüglich der weiteren Entwicklung dieser Aktienmärkte.[Quelle online lesen..]
Chinesische Konjunkturprogramme zeigen Wirkung Wie fondsprofessionell.de berichtet. Ist auch Michael Chiu, Asien-Experte von ING Investment Management, der Meinung, dass China und Indien die künftigen Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft sein werden. Ein Hauptargument ist, dass die Schwellenländer von den Problemen der Finanzkrise nicht betroffen seien und dadurch auch nicht unter einer übermäßigen Staatsverschuldung zu leiden hätten. [Quelle online lesen..]
OSTEUROPA
Auch die osteruopäischen Börsen konnte sich nicht auf eine einheitliche Vorgehensweise einigen. In Prag waren die Montagsverluste so hoch, dass auch vier aufeinander folgende positive Tage den PX nicht in den grünen Bereich heben konnten. Am Ende stand ein Wochenminus von knapp 2,6%.Etwas besser erging es dem ungarischen BUX, der eine feiertagsbedingt verkürzte Börsenwoche besonders dank eines sehr starken Mittwoch mit einem leichten Plus (0,79 %) abschloss.Spitzenreiter war in dieser Woche der WIG 20 in Warschau. Die für diese Woche weltweit typischen Montagsverluste waren bereist am Mittwoch mehr als neutralisiert und besonders am Freitag nutzte der polnische Markt den starken ?Aufwind aus dem Westen? und gab mit einem Tagesplus von rund 3,5 % noch einmal richtig Gas. Auf Wochensicht konnten sich die Börsianer in Warschau über einen Zuwachs im Leitindex von fast 5,9% freuen.
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